Hallo
Ich hab auf meinem Rechner eine Zip Datei mit Passwortschutz. Das
Passwort weiß ich leider nicht mehr, dennoch bin ich mir sicher, dass
ich das Archiv selbst angelegt habe.
Hab ich irgendeine Möglichkeit mehr Infos über das Archiv zu erhalten?
Z.B. Textauszüge aus Dateien oder Teile von Bildern...
Wenn ich mehr wüsste über das Archiv, würd ich mich wahrscheinlich auch
wieder an das Passwort erinnern. Die Datei liegt nun schon ein paar
Wochen im ToDo Ordner, nun wollte ich der Sache mal auf den Grund gehen.
Aja BruteForce hab ich bereits erfolglos versucht bin auf ein paar
wenige Stellen. Mit der nächsten Stelle wäre ich schon bei 2 Monaten
Rechenzeit...
Wann (steht normalerweise in der desc.) und mit was wurde das denn
gepackt ?
Alte zipper haben richtig schlechte algorithmen die leicht zu knacken
sind, neue eher nicht
Und ansonsten: Standard-pws ausprobieren (ich hab z.b. ~10 die ich mit
varieirenden kombis benutze)
EDIT: für wichtige sachen (gmail, onlinebanking, paypal) hab ich
natürlich eigene pws
Max D. schrieb:> mit was wurde das denn> gepackt ?
in winrar unter information steht:
Version to extract 2.0
Host OS DOS
Kann man mit dem was anfangen?
Εrnst B✶ schrieb:> http://www.elcomsoft.de/archpr.html
das Tool hab ich die ganze Nacht laufen lassen mit einer von mir
erstellten Passwortliste und Varianten davon. Brachte alles nichts.
BruteForce bringt im Grunde auch nichts, meine Passwörter sind immer
mindestens 8 Stellig. Auch wenn das nicht viel klingt, schnell mal
nachgerechnet ergibt das (bei Grosß/Kleinschreibung + Ziffern + einigen
Sonderzeichen = 72)
72^8 = 722.204.136.308.736
Nehmen wir an mit BruteForce könnte ich 1.000 Möglichkeiten pro Sekunde
testen (tatsächlich ist es ein Bruchteil davon) bräuchte der PC dafür
maximal fast 23000Jahre. Auch mit Crowd Computing käme man auf keine
sinnvolle Zeitspanne.
Wie machen eigetnlich Profis solche Sachen? Angenommen der PC von
ptentiellen Internet-Kriminellen wird beschlagnahmt und man findet
passwortgeschützte Dateien. Wäre ja Quatsch wenn man deren Inhalt erst
nach Jahrzehnten lesen könnte um zu entscheiden, ob tatsächlich
Straftaten vorliegen.
Name der Redaktion bekannt schrieb:> Wäre ja Quatsch wenn man deren Inhalt erst> nach Jahrzehnten lesen könnte um zu entscheiden, ob tatsächlich> Straftaten vorliegen.
Und dann hätte man gerade mal die erste Datei entschlüsselt ;)
Name der Redaktion bekannt schrieb:> Wie machen eigetnlich Profis solche Sachen?
Profis versenken den Hausschlüssel nie auf dem Flußgrund, wenn sie ein
Haus kauften. ;-)
Name der Redaktion bekannt schrieb:> Nehmen wir an mit BruteForce könnte ich 1.000 Möglichkeiten pro Sekunde> testen (tatsächlich ist es ein Bruchteil davon) bräuchte der PC dafür> maximal fast 23000Jahre. Auch mit Crowd Computing käme man auf keine> sinnvolle Zeitspanne.
du unterschätzt die aktuellen PCs.
Ich habe folgendes im Netz gefunden:
Fast password recovery engine - up to 5,000,000 passwords checked per
second on an average P-IV system
und das auf einen P4! Ein I7 schafft mindestens das 10fache. Mit hilfe
einer Grafikkarte sollte dann auch das 100 fache drin sein.
Bei Amazon kann man sich sehr viele Rechner-Instanzen mieten, wenn du
dort also 10.000pcs laufen lässt hast du das Password recht schnell
raus.
Ich wage zu Bezweifeln, dass in dem zip so wichtige Daten sind dass es
extra server-space mietet ^^
Aber hald vlt. mal nen Kumpel mit dickem PC anhauen ob man da mal 2h
laufen lassen kann :D
soweit ich das mitbekommen habe, ist die Geschwindigkeit auch von der
Größe der Date abhängig.
Ich habe zwar ein i7 System mit nicht grad unterdimensionierter GraKa.
Bei BruteForce komme ich aber im Schnitt auf 5 Passwörter/s
Und ja, extra ServerSpace anmieten usw. ist viel zu aufwendig. Ich hab
den Inhalt des Archivs - was er auch immer sein mag - bis jetzt nicht
vermisst und werde ihn wohl auch in naher Zukunft nicht benötigen.
Vielmehr geht es um die Herausforderung an sich.
Ein Suchergebnis bei google brachte mich zu einem Bericht von einem
Jungen, der ein passwortgeschütztes Zip auf ein Android Gerät kopiert
hat und dort per X-Plore entpackt hat (ohne Passwort). Dies habe ich
gestern auch versucht und es hat tatsächlich "geklappt". Allerdings
konnte ich die entpackte Datei nicht öffnen ;)
zunächst mal: überprüf die .Zip-Datei auf die Zip-Version.
Verwende dazu die Programme gzip oder PKzip. (wichtig wg. der
PW-Prüfsumme)
Unwahrscheinlich dürfte die Verwendung von InfoZip sein.
Schmeiß (Un|Win)rar in die Tonne, das kommt nur mit rar-dateien klar,
alles andere ist Trugschluß. Willst du einen sinnvollen portablen Packer
zum Archivieren, nutze 7-Zip (windows) oder gzip (linux).
Die elcomsoft-sachen kannst du auch knicken, das ist auch Müll.
Das entpacken von passwortgeschützen .zip-dateien wird bei falschem
Passwort deshalb so schnell abgebrochen, weil .zip-Dateien eine
Prüfsumme des Passworts im Klartext Im PK-header mitspeichern. Früher
waren das 16bit, seit einigen Jahren "als Sicherheitsfeature
angepriesen" nur noch 8 Bit.
ZipCrack ist ein freies utility mit Vorauswahl der Prüfsumme. Damit
kannst du schonmal das Suchfeld auf 1/65535 bzw 1/256 vom normalen
Wörterbuch eingrenzen. das ist nicht viel aber ein Anfang.
Bau dir Wörterbücher mit John the ripper aus dir bekannten möglichen
Passwordphrasen, Prüf die Listen mit CRC32 auf die richtige Prüfsumme
des PW und probier die übrig gebliebenen per zipcrack aus.
Zip ist sicher in Bezug auf Langzeitlesbarkeit, nicht in Bezug auf
Zugriffsschutz (wer kennt noch lzh und arj und heute lauffähige
Software, die damit noch klarkommt?)
Kommt auf die Implementierung an. Wenn die Quelloffen ist und man das
Paket (nach den ensprechenden Signaturchecks) selbst compiliert, ist die
Wahrscheinlichkeit besser, daß es sich nicht um eine mit NSA-Hilfe
kastrierte Implementierung handelt, die zumindest für die Schlapphüte
kein größeres Hindernis darstellt.
Was 7-Zip als AES-256 anbietet, ist für das 7zip eigene Datenformat .7z
gedacht, nicht für standardkonforme .zip-Dateien. Es wäre prinzipiell
möglich, den PK-Datenstrom zur Verschlüsselung durch eine AES -engine zu
jagen, allerdings kann diese Zip-Datei dann auch nur mit einem
entsprechend vorgefertigten AES-Decrypter + PK-Entpacker
zusammenarbeiten.
Das ist in etwa das, was winrar macht, deshalb gibt es damit auch so
viele Probleme: beim Packen einer verschlüsselten .rar Datei mal nicht
die gleiche Programmversion verwendet wie beim Entpacken und schon geht
der Eiertanz los - trotz korrektem PW. Mal klappt's', mal nicht.
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