Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Drehzahlregelung Ventilator


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von Unwissender (Gast)


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Hallo, kann mir jemand sagen wie ich bei diesem Ventilator 
(http://www.voelkner.de/products/475388/CasaFan-Bodenventilator-Speed-50-550-mm-150-W-6900-m-h-Chrom-glaenzend-305007.html) 
die Drehzahl am besten Stufenlos regeln kann? Phasenabschnitt, PWM, 
Trafo ect.
Der bläst auf Stufe 1 schon mächtig und ist leider auch dementsprechend 
laut :( ...

von MaWin (Gast)


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Das könnte bei dem Ramsch sogar ein Spaltpolmotor wie in 
Waschmaschinenlaugenpumpen statt des in Deckenventilaoren sonst üblichen 
Kondensatormotors sein, bloss weil das Ding so teuer ist heisst nämlich 
noch lange nicht daß ein energieeffizienter Motor eingebaut wurde.

Also kläre erst mal, ob an den Motor ein Kondensator angebaut ist. 
Prinzipiell gilt aber bei Ventilatoren: Weniger zugefürte Energie, 
weniger Kraft ergo weniger Drehzahl aber auch früherer Ausfall wenn die 
Lager schlechter werddn.

Ob du nun einen Stelltrafo, einen Frequenzumrichter oder einen Dimmer 
brauchst, hängt vom Motor ab.

von René B. (reneb)


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Schau dir mal an, wie die in der Anleitung beschriebenen Schaltstufen 
umgesetzt sind.
Wenn das Teil die Wicklungen umschaltet, dann wirds komplizierter.
Aber wenn es ein Reihenschlussmotor ist und man mit dem Schalter 
irgendeine Elektronik bedient, wird es nochmal deutlich einfacher (siehe 
Regelungselektronik für Reihenschlussmotor).

von MaWin (Gast)


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> wenn es ein Reihenschlussmotor ist

Sicher nicht, der wäre ja nach wenigen Tagen kaputt weil die 
Kohlebürsten runtergeschliffen sind.

von Alex B. (Firma: Ucore Fotografie www.ucore.de) (alex22) Benutzerseite


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Ich habe den gleichen Ventilator und kann bestätigen, dass er auf Stufe 
1 - für meinen Geschmack - schon zu viel Drehzahl macht. Habe 
tatsächlich auch schon darüber nachgedacht eine Drehzahlregelung dafür 
zu bauen...

von Unwissender (Gast)


Angehängte Dateien:

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Ich hab mal den Kasten am Schalter aufgeschraubt. Ein Bild und der 
Schaltplan hängt an... Ich hoffe das jemand daraus Schlau wird und uns 
weiterhelfen kann...

von U. B. (pasewalker)


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3 µF  ...

Kondensatormotor; es wird offenbar die Polpaarzahl umgeschaltet.
Das ist blöd, die jeweilige Drehzahl hängt von der Netzfrequenz ab ...

von MaWin (Gast)


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> Kondensatormotor;

Ja.

> es wird offenbar die Polpaarzahl umgeschaltet

Meinst du ?
Bei Deckenventilatoren auch bloss die Wicklungslänge,
weniger Kraft, weniger Drehzahl.

Kann man wegen dem Kondensator nicht so einfach dimmen,
aber ein Regeltrafo geht.

von Erich (Gast)


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>aber ein Regeltrafo geht
Ein Stufen-Transformator tut's wohl auch und ist ggf. preiswerter
(ein "Stufentrafo" ist ein Spartransformator mit auf Lüfter angepaßten 
Ausgangsspannungen)

http://www.sysgotec.de/de/Industrie/Niederspannungsschaltger%C3%A4te/Einphasen-Steuertransformator/EVT-CasaFan-Stufentrafo-SCNR-5::201704.html?refID=0001

Für paar % Aufschlag auch beim Conrad
http://www.conrad.de/ce/de/product/561719/CasaFan-5-Stufen-Transformator-SCNR5-Reinweiss

Gruss

von Erich (Gast)


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Nachtrag zu 25.07.2013 09:32

Hoppla !
Der Lüfter hat 150 Watt !
Da ist der genannte Stufentrafo eher etwas kanpp bemessen.
Wobei es für die erste Stufe wohl gehen würde...

Idee:  Einfach eine herkömliche Glühlampe vorschalten (in Serie).
In der 1. von 3 Stufen mal mit 'ner 40- oder 60-Watt-Glühlampe 
versuchen.
Kaputtgehen kann nichts.

Energetisch nicht optimal, aber preiswert.

Gruss

von Dietrich L. (dietrichl)


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Ich habe das bei mir so gemacht:

Beitrag "Vorstellung Drehzahlregler mit Triac in Steckergehäuse"

Das ist ein "richtiger" Drehzahlregler. Allerdings war der Bau der 
Mechanik aus Magnet am Rotor + Hall-Sensor etwas zeitaufwändig.
Ob Dein Motor sich so einfach über Phasenanschnitt einstellen lässt, 
kann ich natürlich nicht sagen. Bei mir habe ich das zuerst mit einem 
Billig-Steckdosen-Dimmer mit Poti getestet. Dabei kam auch heraus, dass 
das Stellen alleine sehr unbefriedigend war, weshalb für eine 
"ordentliche" Funktion eine Regelung erforderlich wurde.

Gruß Dietrich

von U. B. (pasewalker)


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>> es wird offenbar die Polpaarzahl umgeschaltet

> Meinst du ?
> Bei Deckenventilatoren auch bloss die Wicklungslänge,
> weniger Kraft, weniger Drehzahl.

Es wird wohl tatsächlich nur die Wicklungslänge variert sein.
Der Motor hat dann zwar mehr Verluste, ist aber viel billiger, als eine 
polumschaltbare Version.
Die Drehzahl stellt sich dann mit der quadratischen Lüfterkennlinie ein.
---
Ggf. lässt sich die niedrigste Drehzahl durch einen zusätzlichen, 
hinreichend starken Widerstand in Reihe noch reduzieren.

von S. D. (der_nachtfuchs)


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Informier dich mal zum Stichwort "Sinusdimmer"... ist auch einfach zu 
bauen, wenn du Grundkenntnisse in der Elektrotechnik hast.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Bei mir laufen ein Decken- und ein Standventilator (der in einer 
ähnlichen Lesitungsklasse wie der des TE liegt) prima an einem 750W 
Frequenzumrichter, bei dem eine Phase defekt ist. Die Ventilatoren 
liegen zwischen den beiden noch funktionierenden, lassen sich aber 
besser über die Spannung als über die Frequenz regeln.

von Unwissender (Gast)


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Kann man den jeden beliebigen Frequenzumrichter dafür verwenden? Wie 
wird der Ventilator ( Kondensatormotor) dann angeschlossen? Einfach L 
und N von der Ventilatorzuleitung an 2 der Ausgänge von uvw? Oder muss 
der Frequenzumrichter extra einen N Ausgang haben?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Unwissender schrieb:
> Oder muss
> der Frequenzumrichter extra einen N Ausgang haben?

Nö, wie ich oben schon schrieb, hängen meine Ventilatoren zwischen L1 
und L2 des FU, L3 ist kaputt.
Wichtig ist, das der FU auch die Regelung der Ausgangsspannung 
beherrscht, sollten aber alle relevanten Modelle können (und auch mein 
Selbstbau-FU:
http://www.mikrocontroller.net/articles/3-Phasen_Frequenzumrichter_mit_AVR 
)

von Unwissender (Gast)


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So jetzt bin ich im Besitz eines Altivar 18 230v Frequenzumrichters....
Nur wie schließe ich da den Ventilator an. An 2 der Ausgänge uvw und 
stelle im Menü 230V Motorspannung ein?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Unwissender schrieb:
> So jetzt bin ich im Besitz eines Altivar 18 230v Frequenzumrichters.

Lies einen Abend die Bedienungsanleitung (kein Scherz!).
Stelle die Frequenz dann erstmal auf 50 Hz und die Ausgangsspannung auf 
200-230V.
> An 2 der Ausgänge uvw

Genau. z.B. zwischen U und V, oder zwischen V und W, es geht auch W und 
U. Spielt also keine Rolle, zwischen jedem Paar der Phasenausgänge liegt 
die Wechselspannung mit regelbarer Frequenz und Höhe.
Minimales Piepsen der Ventilatoren stellt du durch Auswahl der PWM 
Frequenz ein.

von Unwissender (Gast)


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Jetzt wo der Sommer rum ist funktioniert auch die Drehzahlregelung mit 
dem Frequenzumrichter... Vielen Dank für Eure Tips.
P.s. Es ist ein leises fiepsen zu hören und ab 15 Hz fängt der Lüfter 
konstant an zu drehen...

von Dirk J. (dirk-cebu)


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Ein 8 - 10µF/450V~ in die L-Leitung und fertig: alles wird etwas 
langsamer. Hab ich schon gemacht, funktioniert einwandfrei.

von David P. (davidgp)


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Dirk J. schrieb:
> Ein 8 - 10µF/450V~ in die L-Leitung und fertig: alles wird etwas
> langsamer. Hab ich schon gemacht, funktioniert einwandfrei.

Hochinteressant!

Sicherheitshalber nachgefragt: könnte der Kondensator auch in einen 
Schuko-Zwischenstecker gebaut werden, um auf diese Weise die Drehzahl 
eines dieser typischen Billig-Standventilatoren
http://http://www.amazon.de/Watt-Standventilator-Geschwindigkeitsstufen-Ventilator-Windmaschine/dp/B00X40N5RI
...zu reduzieren?

Anscheinend sind diese ja so beschaltet, wie oben von @Unwissendem Gast 
gepostet:
http://www.mikrocontroller.net/attachment/185684/Scan_20130724_181330.jpg
https://www.mikrocontroller.net/attachment/185682/DSC01532.JPG

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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David P. schrieb:
> könnte der Kondensator auch in einen
> Schuko-Zwischenstecker gebaut werden

Da wirst du etwas Platzprobleme bekommen. Das ist nämlich kein kleiner 
Elko, sondern ein ausgewachsener MP Kondensator:

Ebay-Artikel Nr. 311326367075

Ebay-Artikel Nr. 360766387515

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Noch so ein Zombie-Thread, der nach zwei Jahren wieder aufwacht. Bitte 
einen wachen Blick für das Eröffnungsdatum eines Threads bewahren!

von David P. (davidgp)


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Das Anfangsdatum eines Threads spielt keine Rolle. Es hat nur Vorteile, 
alte Threads zu reaktivieren -- sofern  die Frage die exakt selbe ist. 
Erstens sind bereits Leute versammelt, die potentiell was dazu sagen 
haben, zweitens werden Leute benachrichtigt, die potentiell inzwischen 
weitere Erfahrungen zur Frage gesammelt haben, drittens steht bereits 
vieles da und muss nicht wieder extra hingeschrieben werden, viertens 
wird auf diese Weise Wissen an einem Ort versammelt.

Und so weiter. Es ist ein Örban Müth in den Internets, dass man nicht in 
alte Threads schreiben soll, und es ist eine reine 
Beschäftigungstherapie für Moderatoren in vielen Foren, 7 mal täglich zu 
den Gebetszeiten mit dieser sinnleeren Monstranz rumzuwedeln.

Anwesende wie immer ausgenommen. Danke für die Aufmerksamkeit. Guten 
Morgen.

von David P. (davidgp)


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Ah, sehe gerade erst den NÜTZLICHEN unter den letzten Beiträgen!

Danke an mschoeldgen für die Links. Kann ich also tatsächlich einen 
Anlaufkondensator "in die Schnur" zum Ventilator schalten und so die 
Drehzahl runterbringen?

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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David P. schrieb:
> Kann ich also tatsächlich einen
> Anlaufkondensator "in die Schnur" zum Ventilator schalten und so die
> Drehzahl runterbringen?

Ich würde damit etwas vorsichtig sein, du baust dann nämlich einen 
Serienschwingkreis aus Kondensator und Spule (des Ventilatormotors).
Du solltest also wissen oder messen, welche Induktivität der Motor hat 
und dann mit Hilfe der Thomsonschen Schwingkreisformel den Kondensator 
so wählen, das das Gebilde nicht etwa in die Nähe von 50Hz oder einem 
Vielfachen davon liegt.
Das würde dann eher zu Resonanz und Spannungsüberhöhung führen und das 
möchtest du sicher nicht. M.E. ist ein Spartrafo, wie oben erwähnt, eine 
brauchbare Lösung.

http://www.darc.de/referate/ajw/ausbildung/darc-online-lehrgang/technik-klasse-a/technik-a04/
https://de.wikipedia.org/wiki/Schwingkreis

von David P. (davidgp)


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Ok mal abgesehen von potentiellen Resonanzproblemen -- ist es zunächst 
mal schaltungstechnisch bereits richtig bzw. möglich, einen 
Anlaufkondensator so (also in die Schnur) zu schalten?

Mal vorausgesetzt, der Ventilator ist ungefähr so aufgebaut, wie vom 
@Unwissenden Gast weiter oben skizziert:
http://www.mikrocontroller.net/attachment/185684/Scan_20130724_181330.jpg

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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David P. schrieb:
> ist es zunächst
> mal schaltungstechnisch bereits richtig bzw. möglich, einen
> Anlaufkondensator so (also in die Schnur) zu schalten?

Ja natürlich kannst du einen Kondensator 'in die Schnur' schalten, ob es 
richtig ist, musst du halt messen. Der Kondensator muss aber mindestens 
die Spannung aushalten und bei Resonanzüberhöhung auch diese erhöhte 
Spannung und er muss bedingungslos für Wechselstrom in der Höhe des 
Ventilatorstromes geeignet sein.

: Bearbeitet durch User
von David P. (davidgp)


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Mir erschließt sich noch nicht, warum diese Schaltung "natürlich" sein 
sollte.

Die Frage ist ja die, ob die typischerweise bei diesen Milliarden von 
chinesischen Billigventilatoren verwendeten Motoren dadurch eine 
mögliche Leistungsreduktion erfahren, ohne dabei laut zu brummen, wie es 
beim Vorschalten eines Dimmers (wie von mir ausprobiert übrigens auch 
eines für induktive Lasten geeigneten Dimmers) der Fall ist.

Ich bitte allerdings bereits vorab auf Antworten wie "probier's halt 
aus" nach Möglichkeit zu verzichten, da ich mir diese bereits selber in 
Gedanken gegeben habe, jedoch nach wie vor auf faktische Erfahrungswerte 
Dritter zu dieser Frage hoffe.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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David P. schrieb:
> jedoch nach wie vor auf faktische Erfahrungswerte
> Dritter zu dieser Frage hoffe.

Ich habe mir damit schon eine Membranpumpe kaputt gemacht. Der 
Kondensator (0,47µF/400V~) war in der Zuleitung und die Pumpe, wie 
gewünscht, auch leistungsschwächer. Allerdings hat das ganze eben nur 
ein paar Monate gehalten und dann war die für 5W ausgelegte Spule 
durchgebrannt. Warum, habe ich danach nicht mehr herausgefunden.
Ich steuere also meine Ventilatoren, wie oben schon beschrieben, mit 
einem Frequenzumrichter und nicht mit Kondensatoren.

: Bearbeitet durch User
von David P. (davidgp)


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OK verstehe. Wär halt schön, wenn es eine Blackbox für 7,50 € gäbe, die 
man in die Schnur spleißt, und die die Drehzahl halbiert.

Diese Drecks-Ventilatoren kosten ja eh nur 13,80 € oder so. Wobei die 
"teuren" für ca. 57 € auch nicht besser sind, da die gleiche 
Schrott-Technik drin steckt, nur mit etwas Kosmetik und Fernbedienung 
drumherum.

Jemand schrieb auch schon mal, man solle eine Glühbirne in Reihe 
schalten...

: Bearbeitet durch User
von Dietrich L. (dietrichl)


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Matthias S. schrieb:
> Ich steuere also meine Ventilatoren, wie oben schon beschrieben, mit
> einem Frequenzumrichter und nicht mit Kondensatoren.

Ich wollte mir einen Frequenzumrichter dazu nicht leisten und habe mir 
einen echten Drehzahlregler gebaut mit Stellglied "Phasenanschnitt".
Das funktioniert perfekt, der Aufwand war allerdings recht hoch - 
besonders der Anbau des Drehzahlgebers. Dafür ist das Teil klein und 
handlich.
Phasenanschnitt ohne Regelung war sehr instabil.
Details siehe Beitrag "Vorstellung Drehzahlregler mit Triac in Steckergehäuse"

Gruß Dietrich

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Dietrich L. schrieb:
> Phasenanschnitt ohne Regelung war sehr instabil.

Deswegen ja der FU, der Spannung und Frequenz vorgibt und damit die 
Lüfter stabil steuert.
Aufwand ist relativ. Kannst dir ja mal mein FU-Projekt anschauen - man 
müsste hier auch nur zwei Phasenendstufen bauen und nicht drei:

https://www.mikrocontroller.net/articles/3-Phasen_Frequenzumrichter_mit_AVR

Wer möchte, kann auch noch eine Regelung einbauen, der PID Regler ist in 
der Software schon bei.

von David P. (davidgp)


Angehängte Dateien:

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Was wäre von einem Vollwellen-Dimmer zu halten? Abgesehen davon, dass 
man den anscheinend nirgends "fertig" kaufen kann.

http://www.conrad.de/ce/de/product/183199/Triac-Drehzahl-und-Leistungsregler-Conrad-Triac-Regler-230-V50-Hz-Kunststoffgehaeuse-mit-Anschluss-Litzen

Ist das überhaupt einer? Der dortige Begriff 
"Vollwellen-Phasen*AN*nschnittssteuerung* irritiert etwas.

--
Der Beitrag scheint Spam zu enthalten: "[\b]"
Argh

von Dietrich L. (dietrichl)


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Matthias S. schrieb:
> Dietrich L. schrieb:
>> Phasenanschnitt ohne Regelung war sehr instabil.
>
> Deswegen ja der FU, der Spannung und Frequenz vorgibt und damit die
> Lüfter stabil steuert.

Ja, das ist klar. Mit FU ist eine Regelung natürlich unnötig.

> Aufwand ist relativ. Kannst dir ja mal mein FU-Projekt anschauen - man
> müsste hier auch nur zwei Phasenendstufen bauen und nicht drei:
>
> https://www.mikrocontroller.net/articles/3-Phasen_Frequenzumrichter_mit_AVR

An einen FU-Selbstbau habe ich gar nicht gedacht. Aber dein Projekt ist 
natürlich auch eine sehr schöne Lösung!

Gruß Dietrich

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Oh mein Gott! Wer kauft denn im Jahre 2015 noch einen Ventilator mit 
frei laufendem Propeller?

Das ist ja vor-vor-vorsintflutlich! Ventilatoren bestehen heutzutage aus 
einem leise rauschenden Ring, z.B. von Dyson! Alles andere ist einfach 
nur Elektroschrott :-)

preisliche Alternative: "Beem Air Joy"

: Bearbeitet durch User
von gandlz (Gast)


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Hallo,

hab da wohl ein identisches Gerät, das jetzt leider kaputt ist. Der 
kleine Schalterkasten hat bei mir das selbe Innenleben.

Könnte mir bitte jemand ein Schaltbild vom Motor erstellen? Wie sind da 
die 3-Stufen angeschlossen?

vielen Dank!
Gandlz

von Johannes (Gast)


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Man kann den Motorkondensator einfach durch einen kleineren ersetzen 
(ca. halbe Größe). Ist natürlich keine Ideallösung, aber tut.

Von der Idee mit Vorschaltkondensator kann ich auch nur dringend 
abraten. Richtig dimensioniert funktioniert es sicherlich, habe mir bei 
meinem Ventilator dadurch jedoch die mittlere (und damit auch die 
längste) Wicklung zerschossen.
Entweder Durchschlag wegen Resonanzüberhöhung oder die Wicklung hat den 
zusätzlichen Blindstrom nicht verkraftet.

von batman (Gast)


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Johannes schrieb:
> Man kann den Motorkondensator einfach durch einen kleineren
> ersetzen
> (ca. halbe Größe). Ist natürlich keine Ideallösung, aber tut.
>
> Von der Idee mit Vorschaltkondensator kann ich auch nur dringend
> abraten. Richtig dimensioniert funktioniert es sicherlich, habe mir bei
> meinem Ventilator dadurch jedoch die mittlere (und damit auch die
> längste) Wicklung zerschossen.
> Entweder Durchschlag wegen Resonanzüberhöhung oder die Wicklung hat den
> zusätzlichen Blindstrom nicht verkraftet.

Bei mir tuts eine schaltbare Drossel (könnte vom Aussehen auch ein 
Spartrafo sein). 2 Induktivitäten in Reihe addieren sich nur, kein 
Problem?

von Fragenderin (Gast)


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Hallo die Fachleute-Runde!

Ich habe folgenden ventilator im Büro hängen:

Westinghouse 7826340 Deckenventilator Industrial

U/min: 260/195/135
Leistung in Watt: 55/35/23


Das Ding dreht sich aber in der Praxis viel zu schnell und macht bereits 
auf Stufe 1 einen unangenehmen kalten Luftuzug.

Ich würde gerne die Umdrehungen halbieren und habe daran gedacht, 
einfach einen Widerstand vorzuschalten. Bin aber leider elektronisch 
eher ein Laie, weiß somit nicht ob das funktionieren würde.

Habe schon daran gedacht an den Flügeln kleine "bremsblätter" 
anzubringen damit er eben durch mehr Luftwiderstand abgebremst wird. Das 
würde aber wohl zu mehr Verbrauch und Überlastung führen, oder?

Wer kann mir einen Tipp geben wie ich die Drehzahl einfach und günstig 
ca. halbieren könnte ohne dass der Verbrauch dann ansteigt? Und 
natürlich ohne dass das Zeug sich in Rauch auflöst.

Vielen heißen Dank für alle tips!

von Michael B. (laberkopp)


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Fragenderin schrieb:
> Wer kann mir einen Tipp geben wie ich die Drehzahl einfach und günstig
> ca. halbieren könnte ohne dass der Verbrauch dann ansteigt?

Geile Kombination.

Tausch ihn doch gegen einen Kleineren ein.

von batman (Gast)


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Kleine machen zu viel Lärm.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Fragenderin schrieb:
> Ich würde gerne die Umdrehungen halbieren und habe daran gedacht,
> einfach einen Widerstand vorzuschalten.

> ohne dass der Verbrauch dann ansteigt
Das widerspricht sich leider. Der Widerstand verbrät dann einen Teil der 
Leistung in Wärme, so das die Energiebilanz die gleiche bleibt. Ein 60W 
Widerstand ist ausserdem ein dickes Teil, das so heiss wird wie ein 60W 
Lötkolben :-O

Es gibt, wie o.a., eigentlich nur zwei Möglichkeiten. Die eine ist eine 
Drossel, die bei manchen Deckenventilatoren in der Remotebox 
(Wandkasten) untergebracht ist. Die haben einige Anzapfungen, die dann 
mit dem Leistungsschalter umgeschaltet werden.
Die zweite Möglichkeit ist eine Spannungsregelung mit z.B. einem 
Frequenzumrichter - so mache ich das mit meinen beiden Raumventilatoren. 
Kostet aber mehr. Und ja, die Frequenz bleibt bei 50Hz, aber mein FU 
bietet die Möglichkeit der Spannungseinstellung, wie fast alle FU.

Ein Dimmer (Phasenanschnitt) wird den Ventilator vermutlich zum Sirren 
bringen und ist deswegen unangenehm - der Dimmer muss ausserdem für den 
Betrieb an induktiven Lasten ausgelegt sein.

von Harald W. (wilhelms)


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Fragenderin schrieb:

> Ich habe daran gedacht, einfach einen Widerstand vorzuschalten.

Das hätte den Vorteil, das Du damit Dein Büro gleichzeitig heizen
könntest. Schliesslich sind heute die Aussentemperaturen deutlich
niedriger als gestern.

von Teo D. (teoderix)


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Den Winkel der Blätter verkleinern.
Mehr kleine Luftwirbel, die sicher dem Raumklima guttun, als alles davon 
in Wärme zu wandeln. Dreht allerdings schneller -> lauter :(

von Ach Du grüne Neune (Gast)



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Tischventilatoren, die z.B. im Sommer in Büros eingesetzt werden, 
besitzen meistens einen 3-Stufen-Schalter, wobei die langsamste Stufe 
immer noch, subjektiv empfunden, zu schnell sein kann. 
Erkältungserscheinungen sind die Folge, oder es fliegen Papierstapel 
umher. Bei älteren Ventilatoren wurde eine Vorschaltdrossel mit 
Anzapfungen für den Stufenschalter verwendet. Die Vorschaltdrossel wurde 
meistens im Fuß des Ventilators untergebracht und wirkte durch ihre 
Erwärmung leider auch wie eine kleine Heizung. In moderneren 
Ventilatoren sind bereits Kunststoff-Kondensatoren integriert, die mit 
einem Drucktasten-Register geschaltet werden können. Je größer die 
Kapazität des Kondensators, desto höher die entsprechende Drehzahl. Das 
hier vorgestellte kapazitive Vorschaltgerät ist für beide 
Ventilatortypen geeignet.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine in Reihe vorgeschaltete Kapazität 
von zwei Mikrofarad (2uF) für die meisten Ventilatoren ein optimales 
Ergebnis bringt. Bei kleinen Ventilatoren mit einem Rotordurchmesser von 
ca. 15cm ist ein Kondensator von 0,47uF empfehlenswert. Um eine 
Kapazität von 2uF zu erhalten schaltet man einfach zwei 1uF 
Kondensatoren parallel. Kunststoff-Kondensatoren mit einer Kapazität von 
bis zu 1uF und einer Wechselspannungsfestigkeit von 400 Volt sind bei 
Conrad-Electronic unter der Bestellnummer 450393 für einen Stückpreis 
von 3,95 Euro erhältlich. Es wird aus Sicherheitsgründen empfohlen 
MKP-Typen zu wählen: geringe dielektrische Absorption, selbstheilend, 
hohe Güte, keine Erwärmung. Die Kondensatoren werden z.B. in ein 
Steckergehäuse mit den Abmessungen 112 x 68 x 53 mm eingebaut. Dieses 
Steckergehäuse ist ebenfalls bei Conrad-Electronic unter der 
Bestellnummer 522910 und einem Preis von 8,95 Euro erhältlich. Parallel 
zu den beiden 1uF Kondensatoren wird noch ein 1Megaohm / 0,25 Watt 
Widerstand geschaltet (oder 2x 470k Ohm in Reihe), da sonst beim 
Herausziehen des Steckergehäuses aus der Steckdose an den 
Steckerkontakten eine mehr oder weniger gefährliche Spannung (je nach 
Phasenwinkel beim Abschalten) anliegen könnte, aufgrund der in den 
Kondensatoren noch gespeicherten Restladung. Der Widerstand sorgt für 
eine vollständige Entladung der Kondensatoren (nach zwei Sekunden nur 
noch 37% der zuvor gespeicherten Spannung, Tau = R x C).
Kapazitive Vorschaltgeräte genießen gegenüber einer Vorschaltdrossel mit 
schlechter Güte oder einem Vorwiderstand den Vorteil, dass sie keine 
Wirkleistung in Form von Wärme abgeben.

Achtung! Die Tücke der Konstruktion besteht darin, dass sich aus dem 
vorgeschalteten Kondensator und den Induktivitäten im Ventilator ein 
Serienresonanzkreis bildet, der bei ungünstiger Dimensionierung bei 50Hz 
in Resonanz gerät und damit sehr niederohmig wird. Der Kondensator 
bewirkt in diesem Fall einen starken Anstieg der Stromaufnahme, so dass 
der Ventilator im Extremfall beschädigt werden kann. Zu erkennen ist 
diese Situation jedoch sehr einfach an einer kräftigen Drehzahlerhöhung, 
die nach der Vorschaltung des Kondensators auftritt. In diesem Falle 
sollten einfach andere Werte für den Kondensator ausprobiert werden.

Dieses Gerät benutze ich auch zu Weihnachten als Vorschaltgerät für 
meine 20 Watt Lichterkette am Weihnachtsbaum. Dadurch werden die kleinen 
Glühbirnen geschont und somit brauchte ich in den letzten 5 Jahren keine 
Birnchen mehr wechseln. Der Helligkeitsverlust ist verschmerzbar. Es 
sieht sogar noch warmherziger aus.

von Teo D. (teoderix)


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Ach Du grüne Neune schrieb:
> Die Tücke der Konstruktion besteht darin, dass sich aus dem
> vorgeschalteten Kondensator und den Induktivitäten im Ventilator ein
> Serienresonanzkreis bildet

Du hättest auch noch die Spannungsüberhöhung am Kondensator erwähnen 
sollen.
Ähh... Mist, war glaube max. doppelte Netzspannung...?!

von Ach Du grüne Neune (Gast)


Angehängte Dateien:

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Hier noch der Schaltplan vom Ventilator-Vorschaltgerät.

Je größer der Ventilator, um so geringer sollte die Drehzahl sein und um 
so leiser ist er. Eine Eigenschaft, die für lärmempfindliche Mitmenschen 
auch wichtig sein kann, zumal der Ventilator ca. 8 Stunden laufen muss.

von David P. (davidgp)


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Hey super. Das ist doch mal ein hochgradig vollständiger, 
lösungsorientierter Beitrag! So liebe ich die Internets.

von Harald W. (wilhelms)


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Teo D. schrieb:

> Ähh... Mist, war glaube max. doppelte Netzspannung...?!

Ein guter Schwingkreis schafft auch den Faktor 100.

von Tiefflieger (Gast)


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Fragenderin schrieb:
> Habe schon daran gedacht an den Flügeln kleine "bremsblätter"
> anzubringen

Mach an die Flügelenden Winglets dran! Das verringert wirksam
die gefährlichen Wirbelschleppen im Raum.

von Ach Du grüne Neune (Gast)


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Tiefflieger schrieb:
> Das verringert wirksam
> die gefährlichen Wirbelschleppen im Raum.

Sonst wirst du noch mitgeschleppt und das womöglich auch noch im 
Großraumbüro. Was sollen denn dann deine Kollegen von dir denken? :D

von Harald W. (wilhelms)


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Ach Du grüne Neune schrieb:

>> Das verringert wirksam
>> die gefährlichen Wirbelschleppen im Raum.
>
> Sonst wirst du noch mitgeschleppt

Da gibt es wesentlich gefährlichere Schleppen. Die binden
einen für den Rest des Lebens...
https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/71ndX7HD6PL._UL1500_.jpg

von Fragenderin (Gast)


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Hallo "Ach du grüne Neune", :-)

*D*A*N*K*E* für den tollen Tip!

Anscheinend hat der dazu geführt dass der angesprochene (paarweise) 
Kondensator bereits ausverkauft ist.

Frage 1: kann ich auch den da 
https://www.conrad.at/de/mkp-motorkondensator-radial-bedrahtet-2-f-450-vac-5-o-x-h-25-mm-x-51-mm-wb4020b-350mm-1-st-441420.html 
verwenden?

Frage 2: wenn der Deckenventilator direkt am Wandschalter hängt, kann 
ich mir dann den Widerstand zur Restspannungstilgung ersparen?

DANKE nochmals!

Bin für alle weiteren Tips dankbar

**************************

Hallo alle anderen,

auch euch Danke für die Anteilnahme und die Hilfe.

Danke für alle Tips die noch kommen!

von Fragenderin (Gast)


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Und noch eine dritte Frage:

3. Oben im Thread wurde bereits mal vorgeschlagen, einen Kondensator zu 
verwenden. Allerdings sollte der Kondensator laut diesem Vorschlag 8 - 
10 uF Kapazität haben.

Frage: wie wird die benötigte Kapazität festgestellt oder geschätzt  bei 
Leistung in Watt: 55/35/23 ?
Bzw was passiert bei höherer/niedrigerer Kapazität mit dem 
Ventilatormotor? Höhere Kapazität = mehr Dämpfung = geringere Drehzahl 
???

DANKE für eure Geduld und dass ihr meine Unwissenheit heilen helft!

von HildeK (Gast)


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Fragenderin schrieb:
> Bzw was passiert bei höherer/niedrigerer Kapazität mit dem
> Ventilatormotor? Höhere Kapazität = mehr Dämpfung = geringere Drehzahl
> ???

Höhere Kapazität = geringerer kapazitiver Widerstand = größere Drehzahl

von Patrick J. (ho-bit-hun-ter)


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Hi

HildeK schrieb:
> Höhere Kapazität = geringerer kapazitiver Widerstand = größere Drehzahl

Weil:
... ein Kondensator Gleichstrom sperrt, Wechselstrom aber (in Grenzen) 
durchlässt.
Klingt auch logisch, da der Kondensator ja jedes Mal umgeladen wird und 
dabei fließt Strom.
Wenn der Kondensator kleiner wird, ist Dieser 'schneller voll' und 
bremst dann den Strom ein - und Das in beide Richtungen.
Diese Eingenschaft nennt man 'kapazitiven Blindwiderstand' - 'das 
Gleiche in Grün' gibt es auch bei Spulen, dort als 'induktiver 
Blindwiderstand', nur, daß hier Gleichstrom 'durch kommt' und 
Wechselstrom 'eingebremst' wird.

Aus dem ohmschen Widerstand und dem Blindwiderstand kann man den 
resultierenden Scheinwiderstand berechnen.
Diese beiden Werte werden aber nicht einfach nur addiert (wäre ja auch 
zu einfach ;)), Näheres findet sich wohl bei Wikipedia oder in den 
sonstigen Tiefen des WWW - Wenn Du zum Widerstand nicht viel findest, 
das Ganze gibt Es auch für Leistungen, also Blind- Schein- und 
Wirkleistung - Das findet sich auf jeden Fall z.B. bei Wikipedia.

MfG

von herbert (Gast)


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Wir haben immer unsere Papst-Lüfter mit einen Kondensator als 
"Vorwiderstand" auf langsamere Touren gebracht...

von Drossel (Gast)


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Drossel wurde schon genannt - aber nicht sowas.
Es würde nämlich auch eine 58-Watt Drossel aus
einer alte Leuchtstofflampe funktionieren, in
Serie (in P oder N). Gibt´s sogar häufig umsonst.

Oder zwei 25W oder 36W parallel (und das in Serie).
Mit sowas kann man auch stufenweise schalten
(wurde auch schon angedeutet). Z.B. 3 Stk. zu 36W,
für "klein" nur eine, für "mittel" die zweite dazu,
und für "groß" halt auch noch die 3. parallel gesch.

Ginge sogar mit 100W-Drosseln aus Solarium, aber
die müßten eher seriell - komplizierter zu verschalten,
und außerdem unnötig groß und schwer.

von Herby (Gast)


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Da gibt es ein Modul zu kaufen, um den Ventilator langsamer zu machen. 
Es schaut wie ein Kondensator aus.

https://www.creoven.de/deckenventilator/zubehoer/slow-motion/a-605/

Ich habe es gekauft, der Venti ist wirklich langsamer, leider zu 
langsam.
Jetzt probiere ich verschiedene Kondensatoren, bis jetzt ohne Erfolg.

von DumDiDim (Gast)


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Wo sieht denn dieser Dimmer wie ein Kondensator aus? Und den kann man 
doch (fernsteuer-)regeln - bei Maximum zu langsam? Das kann ich gar 
nicht glauben.

Denn der Dimmer sollte bei max. Einstellung praktisch nicht, oder fast 
nicht, dimmen. Zeig mal genau, was Du da fabriziert hast. Bilder + 
Schaltplan.

Nebenbei (nichts machen - erst mal der Dimmer!) ... Der 0,75µF ist also 
eines Deiner "Versuchsobjekte" - liebe Güte. Der hat wohl geschätzt nur 
knapp unter 10 kOhm Blindwiderstand --- für Puppenhauslüfter evtl. ja 
ok.

Wenn Du wissen willst, ob "es geht", mußt Du Dich schon nach der Art 
des Lüfters (der des Motors) richten, und dann wohl rechnen, falls man 
effektiv was machen kann...

Wie viel Strom zieht der Ventilator am Netz (ohne Dimmer,
Kondensator, etc. ---> =wieviel Watt hat er, geteilt durch 230)?

Lüfter fotografieren, um Motortyp herauszufinden?

von Teo D. (teoderix)


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DumDiDim schrieb:
> Denn der Dimmer sollte bei max. Einstellung praktisch nicht, oder fast
> nicht, dimmen. Zeig mal genau, was Du da fabriziert hast. Bilder +
> Schaltplan.

Schau genau hin!
Gedimmt wird NUR die Lampe.
Motor hat allerdings 3Stufen.
"Motorstufen: Taste 1 - niedrige Geschwindigkeit
Taste 2 - mittlere Geschwindigkeit
Taste 3 - hohe Geschwindigkeit
Taste 0 - Motor aus
Beleuchtung: Taste - Licht EIN/AUS, Das Licht wird durch längeren Druck 
auf die
Taste gedimmt (FB-Powerboat). Keine Dimmung bei Modell
FB-Powerboat oD"
(http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/550000-574999/561717-an-01-ml-DESIGN_FERNBEDIENUNG_POWERBO_de_en_fr_nl.pdf)

Herby schrieb:
> Ich habe es gekauft, der Venti ist wirklich langsamer, leider zu
> langsam.
> Jetzt probiere ich verschiedene Kondensatoren, bis jetzt ohne Erfolg.

Ob das wirklich so einfach funktioniert. Könnte auch nur zur 
Netzentstörung dienen

von Herby (Gast)


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Ja genau, so ist es.
Und auf Stufe 3 dreht er mit Slow Modul nur 25upm, ohne Modul sind es 
auf Stufe 1 vielleicht 200upm. Ein Zwischending wär halt fein. Jetzt hab 
ich Kondensatoren mit 50 bzw. 23 mF angeschlossen, aber da läuft der 
Venti gar nicht an :(

von Ach Du grüne Neune (Gast)


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Herby schrieb:
> Jetzt hab
> ich Kondensatoren mit 50 bzw. 23 mF angeschlossen, aber da läuft der
> Venti gar nicht an

Bei 23 milli Farad müsste er fast so schnell laufen als wäre gar kein 
Kondensator in Reihe geschaltet. Oder hast Du etwa den Kondensator 
parallel zum Ventilator geschaltet?

Beitrag #5076029 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #5076032 wurde von einem Moderator gelöscht.
von DumDiDim (Gast)


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a.) Du meinst vermutlich / hoffentlich µF...
    (Das "µ" entsteht, wenn man [Alt Gr] + [M] drückt.)

b.) Bitte endlich beantworten:

DumDiDim schrieb:
> Wie viel Strom zieht der Ventilator am Netz (ohne Dimmer,
> Kondensator, etc. ---> =wieviel Watt hat er, geteilt durch 230)?

Dann könnte man den passenden Kapazitätsbereich ermitteln.

von DumDiDim (Gast)


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Ach Du grüne Neune schrieb:
> Oder hast Du etwa den Kondensator
> parallel zum Ventilator geschaltet?

Ja, gerade fällt mir auf, daß mit 50µF auf jeden Fall
ein Betrieb drin wäre. (Also - fragwürdig. Stimmt.)

Wenn er aber einen 50mF = 50000µF ELKO benutzt hat, ist es
auch egal, ob parallel oder seriell. Der stirbt, und fertig.
(Gepolte (!) ELKOs "packen" halt keine AC.
Und ungepolt findet man nur schwer 50mF...

Allerdings würde ein ungepolter ELKO
mit 50µF oder 50mF den Betrieb zulassen ...
außer: DER wäre parallel gewesen.
(Parallel geht nun mal nix.)

War/ist es einer der v. m. beschriebenen Fehler?

Und... welcher?

von DumDiDim (Gast)


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DumDiDim schrieb:
> daß mit 50µF auf jeden Fall
> ein Betrieb drin wäre

Mit einem 50µF ungepolten C natürlich!
(Und mit ausreichend Spannungsfestigkeit.)

von Herby (Gast)


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Ja klar meinte ich mikro und nicht milli ..... aber am iPad find ich 
halt keine ALT Taste :-)
Wieviel Strom er zieht: Keine Ahnung, vielleicht bis keiner mehr da ist 
:-)
Aber der Motor hat 53 Watt, das steht in der Beschreibung.
Und wenn ich meine erwähnten 50er und den 23er, die eigentlich ein 
0,22er und ein 0,47er sind, parallel anschließe, dann dreht das Teil 
wieder. Ungefähr gleich langsam wie mit dem 0,75 er Slow Modul. Das werd 
ich jetzt auch noch zu den zwei anderen hängen, bin gespannt was 
passiert.

von Teo D. (teoderix)


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Achtung 275V~ ist da MEHR als Sportlich!
Warum? Frag die Induktivität des Motors.
Die Bauart BRAND gefährlich!

von Herby (Gast)


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Danke für die Warnung, ich werde das Teil schon noch schrotten :-)
Was würdest denn du probieren?
Hätte nicht gedacht dass das so kompliziert ist .... ich hätte noch ein 
zweites Steuergerät bei dem die Drehzahl passen würde, das summt aber 
äußerst penetrant :(

von Teo D. (teoderix)


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Herby schrieb:
> Danke für die Warnung, ich werde das Teil schon noch schrotten :-)

Das Teil is mir doch wurscht.
Du bist wichtig!

Herby schrieb:
> Was würdest denn du probieren?

KA, hab mit solchen Reglern noch nicht zu tun gehabt.

Schau die den original Kondensator an. Da steht ne menge Zeugs drauf 
(kenne ich nicht, bin da andre Ifos gewohnt).
Orientiere die mal hier dran:
https://de.wikipedia.org/wiki/Entst%C3%B6rkondensator
400VAC sollten's aber min. sein.

: Bearbeitet durch User
von Herby (Gast)


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Hmmm, meinst echt bei meinen Basteleien könnt ernsthaft was passieren?

von Teo D. (teoderix)


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Vor dem Bastlertot ist keiner gefeit. ;)
Ne, aber das Ding soll doch, wenn möglich einige Jahre funktionieren, 
ohne die Bude abzufackeln!.

von Herby (Gast)


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Gewaltig ..... jetzt hab den 3. Kondenator auch noch dazugehängt - dem 
Bastlertod zum trotz - und das Ergebnis ist genial. Das Teil läuft an, 
dreht sich auf den einzelnen Stufen mit ca. 30/50/70 upm, und brummt 
auch nicht.
Schaut zwar komisch aus, aber egal ..... die nächste Hitzewelle kann 
kommen :-)
Und danke für das Feedback!

von Teo D. (teoderix)


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Herby schrieb:
> dem Bastlertod zum trotz

Klar, wer mit UPN klar kommt, entkommt auch diesem. ;)

GZ


PS: Wenn's doch mal kokelig riechen sollte, nich zuerst den TV 
zerlegen....

von Heinrich Dorfmann (Gast)


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Ich habe bei einen meiner "verstorbenen (Lager)" Ventilatoren den selben 
Schaltplan (Stufe 0, 1, 2, 3) w.o., und verwende ihn jetzt (neu 
gelagert) nur noch zu Demozwecken für Lehrlinge.
Es ist ein Kondensatormotor, also schon etwas "Besseres" denn die 
Billigsdorfer haben meist Spaltpolmotoren.
Grundsätzlich läuft ein Kondensatormotor mit der Netzfrequenz (50Hz) 
minus Schlupf, also bei einer Maschine mit einem Polpaar 3000 U/min - 
Schlupf = zB. 2600, ähnlich wie ein Asynchron Drehstrommotor, nur wird 
hier aus Ermangelung von 3-PHDrehstrom/Kraftstrom die 3. Phase mit einem 
Kondensator erzeugt.
In ihrem Fall hat der Motor eine 3-teilge Hauptwicklung mit Anzapfungen 
die mit dem Drehschalter je nach Stufe umgeschaltet wird. Also Stufe 1 
max. Scheinwiderstand, also wenig Strom, also wenig Leistung, also viel 
-Schupf, also wenig Drehzahl .... und so weiter. So etwas macht man im 
Elektromaschinenbau normalerweise nicht sondern entweder 
Dahlanderschaltung (Polpaare umschalten) oder Frequenzwandler, was aber 
bei einem Ventilator um 49,98 € nicht drin ist.
Es mit einer Phasenanschnittsteuerung zu probieren halte ich zwar für 
möglich, aber trotzdem keine gute Idee weil dabei der 
Kondensatormerkwürdige Verhalten zeigen kann. Ein Stelltrafo ist 
ebenfalls möglich aber zu teuer.
Fazit; Geh in einen Growshop(Kiffe) und kauf dir dort einen Ventilator, 
die sind zwar etwas teurer, aber stufenlos und vor allem leise, was beim 
Hanfanbau (in D) verständlicherweise Vorteile bringt.
PS.: Ein Universalmotor, also ein solcher mit Kohlebürsten (wie einer in 
einer Bohrmaschine) wäre genau so langlebig und leichter Inder 
Drehzahlzusteuern, aber viel teurer.
Letzte Klugscheißerey: Eine Stufenlose Steuerung ist eine Rechnung ohne 
den Wirten, denn das Drehzahl - Leistung zu Luftstromverhalten ist ein 
x² Verhalten.
mfg. Heinrich Dorfmann

von Harald W. (wilhelms)


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Herby schrieb:

> Ja klar meinte ich mikro und nicht milli ..... aber am iPad find ich
> halt keine ALT Taste :-)

Dann nimm ein "u", dann gibts keine Missverständnisse.

von hinz (Gast)


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Harald W. schrieb:
> Herby schrieb:
>
>> Ja klar meinte ich mikro und nicht milli ..... aber am iPad find ich
>> halt keine ALT Taste :-)
>
> Dann nimm ein "u", dann gibts keine Missverständnisse.

Nach mehr als 3 Jahren?

von Harald W. (wilhelms)


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hinz schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Herby schrieb:
>>
>>> Ja klar meinte ich mikro und nicht milli ..... aber am iPad find ich
>>> halt keine ALT Taste :-)
>>
>> Dann nimm ein "u", dann gibts keine Missverständnisse.
>
> Nach mehr als 3 Jahren?

Das hab ich erst später gemerkt, aber da diese Frage immer wieder 
kommt...

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