Forum: Offtopic Zugunglück in Santiago de Compostela


von Manni (Gast)


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Also, erst einmal herzliches Beileid an die Angehörigen der Verstorbenen 
des Zugunglücks in Santiago de Compostela (Spanien).
Ich komme mit den technischen Begebenheiten nicht zurecht. Nach 
Medieninformationen gibt es 2 (zwei) Sicherheitssysteme, wobei das eine 
ca. 4km vor dem Bahnhof die Kontroller an das andere übergeben hat. 
Englische Wissenschaftler gaben Kommentare in der Form ab: Ein 
Sicherheitssystem ist nur dann ein Sicherheitssystem, wenn es vom 
Menschen nicht überschrieben werden kann. Warum sah es die Technik 
dann vor, dass der Zugführer mit 190km/h statt mit 80km/h diese Kurve 
durchfahren konnte?
Die Sicherheitssysteme wurden mit den Acronymen RTNS und ETCS genannt.

Ich habe das mal im Topic Mechanik gepostet, weil niemand die Physik 
überlisten kann.

von Amateur (Gast)


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Die Theorie und die Schreibtischtäter haben Verfahren entwickelt, die 
den Zug wissen lassen, wo er sich zu jeder Zeit aufhält.

Dumm ist nur, dass die Strecke sich nicht daran hält, bzw. sich im Laufe 
der Zeit ändert. Wo gestern noch 150 Km/h möglich waren hat sich die 
Strecke abgesenkt und Computy hat davon keine Ahnung davon, dass dort 
jetzt eine Baustelle ist.

Viele Geschwindigkeitsvorgaben sind meist Empfehlungen, die aber dem 
Zugführer auch die Möglichkeit lassen, andernorts verlorengegangene 
Zeit, aufzuholen. Ob letzteres der Fall war oder Leichtsinn ist dabei 
unerheblich.

Die meisten von uns freuen sich, wenn sie den Anschlusszug noch bekommen 
und hinterfragen das wie nicht.

von Georg A. (georga)


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> Wo gestern noch 150 Km/h möglich waren <...>

Das hat aber auch gar nichts mit dem aktuellen Problem zu tun. Der 
Motorradfahrer, der neulich durch die geplatzte Autobahn ums Leben kam, 
war kein Computer und hätte auch einen viel kürzeren Bremsweg als ein 
Zug gehabt. Trotzdem hat es ihn erwischt.

> Viele Geschwindigkeitsvorgaben sind meist Empfehlungen, die aber dem
> Zugführer auch die Möglichkeit lassen, andernorts verlorengegangene
> Zeit, aufzuholen.

Das ist falsch. In der EBuLa stehen (auch) die Höchstgeschwindigkeiten 
der Strecke drin und die sind bindend. Merkt man schon daran, dass bei 
einem Ausfall ohne Ersatz auf Papier oder per Funkanweisung max. 40km/h 
gefahren werden darf. Das zum Energiesparen und als Reserve die 
Höchstgeschwindgkeit oft nicht ausgenutzt wird, ist was anderes.

> Ob letzteres der Fall war oder Leichtsinn ist dabei unerheblich.

Ein Problem ist bei dem spanischen System wohl, dass man aus der 
dauernden Überwachung der Hochgeschwindigkeitsstrecke (in D LZB, ob das 
in ES da schon ETCS ist weiss ich nicht) wohl schon bei 200 in die PZB 
(oder wie das Konzept halt in Spanien heisst) entlassen wird und dabei 
auch keine Zielgeschwindigkeit dafür vorgegeben wird. Sowas hätte schon 
geholfen, das Ende der Hochgeschwindigkeitsstrecke ist wohl kurz vor der 
Kurve. Wäre er vorher schon mit 80 zwangsweise rausgekommen, hätte er 
gar nicht so schnell wieder beschleunigen können (wenn er gewollt 
hätte). So hat er es vermutlich einfach nur verpennt.

Unabsichtlich könnte man die Geschwindigkeit auch in Deutschland mit der 
PZB verletzen. Allerdings gibt es auch bei PZB Möglichkeiten, reduzierte 
Geschwindigkeiten zu signalisieren, die der Fahrer auch bestätigen muss. 
Vor kritischen Stellen sind auch oft noch 
Geschwindigkeitsprüfabschnitte, die einen per Schnellbremsung hart auf 0 
bringen. Eine echte harte Überwachung gibts bei der PZB nur für rote 
Signale.

> Englische Wissenschaftler gaben Kommentare in der Form ab: Ein
> Sicherheitssystem ist nur dann ein Sicherheitssystem, wenn es vom
> Menschen nicht überschrieben werden kann.

Was auch wieder Blödsinn ist. Es muss Möglichkeiten geben, so ein System 
manuell zu umgehen. Neulich ist meine S-Bahn bei rot übers Signal 
gefahren. War halt Signalstörung, da hat der Fahrer einen Befehl zum 
temporären Abschalten der PZB bekommen. Mehr als 40 darf er dann in dem 
Mode aber auch nicht.

Die PZB-Equivalente sehen einfach sowas wie eine dauernde 
Geschwindigkeitsüberwachung nicht vor. Deswegen heisst es in D eben 
"Punktförmige Zugbeinflussung", da gehts im wesentlichen um rote 
Signale. Deswegen gibts ja die LZB bzw. als Weiterentwicklung ECTS, die 
dauerhaft überwachen.

In D sind übrigens die sehr peniblen Untersuchungsberichte des EBA (bzw. 
der EUB) nach Unfällen übrigens öffentlich auf der Webseite 
(http://www.eisenbahn-unfalluntersuchung.de). Sehr empfehlenswerte 
Lektüre, wenn man sich mal mit der Technik und der 
Sicherheitsphilosophie dahinter beschäftigen will, der man tw. täglich 
sein Leben anvertraut.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Manni.

> Englische Wissenschaftler gaben Kommentare in der Form ab: Ein
> Sicherheitssystem ist nur dann ein Sicherheitssystem, wenn es vom
> Menschen nicht überschrieben werden kann.

Das ist grundsätzlich Richtig so. Es gibt aber trozdem genug Fälle, wo 
ein solches sicherheitssystem, z.B. bei Wartungen, ausser Betrieb 
genommen werden muss. Z.B. zum Testen oder bei Störungen. Sonst müsste 
z.B. ein ausgefallener Zug auf der Strecke repariert werden und könnte 
nicht abgeschleppt werden.

Desweiteren gehen solche Systeme davon aus, dass das "meiste" an 
Vorraussetzungen erfüllt ist. Das z.B. die Bremese eine ausreichende 
Mindestbremswirkung hat. Wenn etwas, durch unglückliche Umstände so 
nicht stimmt, kann auch ein Sicherheitssystem nicht wirken.


> Warum sah es die Technik
> dann vor, dass der Zugführer mit 190km/h statt mit 80km/h diese Kurve
> durchfahren konnte?

In den Fällen, wo solche Systeme nicht greifen, hat es im allgemeinen 
eine Verkettung mehrerer Fehler gegeben, die zu dem komplett Versagen 
geführt hat.

Als Beispiel sei hier der Fall genannt, wo ein Zug mit zu hoher 
Geschwindigkeit in einen Kopfbahnhof einlief. Der Grund war, dass vorher 
einmal die Notbremse betätigt worden war. Deren nötige Entriegelung 
klemmte, und beim Kampf mit der Enriegelung wurde versehentlich ein 
anderes ventil betätigt, das die Bremsleitung schliesst (Nötig z.b. beim 
Rangieren oder bei Lorenzügen, oder auch einfach am Zugschluss bei 
Teilungen). Bei der Weiterfahrt stand jetzt nur noch die Bremswirkung 
der Lokomotive und der ersten paar Wagen zur Verfügung. Das fiel aber 
erst auf, als bei Einfahrt in den Bahnhof der Zug nicht so recht 
langsamer werden wollte.....dem Lokführer war also klar, das er zu 
schnell war, er konnte aber nicht bremsen.
Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnunfall_am_Gare_de_Lyon

Andere Fälle sind z.B. wenn plötzlich etwas auf die Schienen gerät, und 
die Sicherheitssysteme nicht mehr schnell genug reagieren können.
Beispiel: 
http://www.stern.de/panorama/kollision-mit-muellwagen-staatsanwalt-ermittelt-nach-ice-unfall-1594422.html

Tatsächlich ist in einer solchen Kette von Umständen fast immer 
menschliches Versagen beteiligt. Bei ausgedünntem Personalbestand, 
sprich höherem Druck, weil die gleiche Gesamtleistung auf weniger 
Schultern verteilt wird, steigt die Gefahr menschlichen Versagens.

Wird aus Schnelligkeitsgründen auch noch auf Redundanz in der 
Kommunikation verzichtet, besteht auch weniger Möglichkeit, das einem 
durch die Redundanz  Widersprüche auffallen, und damit fehlerhafte 
Kommunikation auffällt. Da Geschwindigkeitserhöhung grund für das 
Wegschneiden der Redundanz war, ergibt sich auch weniger Zeit zum 
nachdenken.

Will man menschliches Versagen komplett ausschliessen, bekommt man ein 
sehr komplexes, fehlerintolerantes System, das auf kleinste Störungen 
mit stundenlangen Ausfällen reagiert (Wegen einer gezogenen Notbremse 
müsste z.B. erst ein Reparaturtrupp anrücken, und der Zug anschlissend 
in eine Untersuchung)

Nicht jeder technische Fortschritt hat nur Vorteile.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Manni schrieb:
> Ich habe das mal im Topic Mechanik gepostet, weil niemand die Physik
> überlisten kann.

Toll. Ist trotzdem "Off-Topic".

von Johannes O. (jojo_2)


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Manni schrieb:
> Ein
> Sicherheitssystem ist nur dann ein Sicherheitssystem, wenn es vom
> Menschen nicht überschrieben werden kann.

Doch das geht. Bei der Bahn hier in Deutschland sieht das so aus:
Wir nehmen mal an, dass sich der Achszähler verzählt hat und er gibt 
daher nen Streckenabschnitt nicht frei => Signal auf rot.
Dann gibt es die Möglichkeit, dass der Zugführer die "Befehl" Taste 
betätigt. Dann fährt er "auf Sicht" mit maximal 40 km/h. Es wird dann in 
den Streckenabschnitt eingefahren. Währenddessen wir der Zugführer 
STÄNDIG darauf hingewiesen, dass er diese Taste betätigt hat (dauerton 
oder so).
Nach dem erfolgreichen Durchfahren gibt er dann zurück, dass z.B. der 
Blockabschnitt frei ist. Danach kann der Streckenabschnitt wieder wie 
gewohnt benutzt werden. Auch mit mehr als 40 km/h.
Das ist durchaus sicher, aber auch nötig um größere Verzögerungen zu 
vermeiden.


Zu Spanien: Ich hab mich da mal auf Wikipedia ein bisschen 
weitergelesen:
Es gibt dort auf der Strecke zwei Systeme: ASFA und ETCS. Das ASFA 
System ist so in etwa mit dem deutschen PZB System vergleichbar. 
Bedeutet: Es gibt ein paar Stellen an denen dem Zug verschiedene Infos 
bzgl. Signalstellung. Ich schätze aber nicht, dass man damit eine 
Höchstgeschwindigkeit UNABHÄNGIG vom Signal festlegen kann. (man darf 
rote Signale nur mit einer bestimmen Geschwindigkeit anfahren, wenn das 
Signal grün ist, gibts da aber sonst keine Regelungen afaik).
Das ETCS ist ein System, was man versucht in ganz Europa zum Einsatz zu 
bringen. Das sind diese gelben Kästchen mitten auf den Gleisen. Da gibts 
verschiedene Ausführungen, die nach und nach eingeführt werden (Level 1 
bis Level 3). Das ist manchmal schon in Deutschland im Einsatz, aber 
offenbar auch dort in Spanien. Das ist recht modern und kann so etwas 
wie Höchstgeschwindigkeit durchaus übermitteln (auch in Level 1, was in 
Spanien dort eingesetzt wurde).
Jetzt kommt aber das Problem: In Spanien gab es dieses System nur bis 
ca. 4 km vor der Unfallstelle. Danach gabs wieder nur das ASFA, was eben 
keine Übermittelung der Höchstgeschwindigkeit untersützt. Der Zugführer 
hat also keinerlei Infos über die maximale Geschwindigkeit mehr! Nur so 
Sachen wie rote Signale werden weiterhin überwacht.
Daher hat ihn auch nichts davon abhalten können (außer sein eigenes 
Wissen+Verstand), dass er dort so schnell fährt.

Die Sicherheitssysteme haben soweit vermutlich richtig gearbeitet. Das 
Problem war eben nur, dass dass ETCS auf der Strecke nicht vollständig 
vorhanden war. Ansonsten hätte es dieses Unglück ziemlich sicher NICHT 
gegeben!

Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnunfall_von_Santiago_de_Compostela
und eine Vorlesung wo wir die Bahnsicherheitssysteme mal behandelt haben 
;-)

von Stefan R. (srand)


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Manni schrieb:
> Warum sah es die Technik
> dann vor, dass der Zugführer mit 190km/h statt mit 80km/h diese Kurve
> durchfahren konnte?

Weil das eine System auch erlaubte Geschwindigkeitskorridore 
signalisieren kann, das andere System aber nur (angeblich drei) 
Signalzustände.

Und ein Hp0-Äquivalent hat der Zug halt nicht überfahren.

(alles nur Hörensagen aus den Eisenbahngruppen)

von Rick M. (rick-nrw)


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Es gibt in Deutschland sowas wie Streckenkenntnisse die man vorweisen 
muss.
http://de.wikipedia.org/wiki/Streckenkenntnis

Johannes O. schrieb:
> Daher hat ihn auch nichts davon abhalten können (außer sein eigenes
> Wissen+Verstand), dass er dort so schnell fährt.

Er müßte mit den Streckenkenntnissen wissen, was er tut und wie schnell 
er maximal zu fahren hat, siehe Buchfahrplan. 
http://de.wikipedia.org/wiki/Buchfahrplan

Statt der erlaubten 80km/h mit 190km/h zu fahren - 
Geschwindigkeitsrausch?

von Georg A. (georga)


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> Jetzt kommt aber das Problem: In Spanien gab es dieses System nur bis
> ca. 4 km vor der Unfallstelle. Danach gabs wieder nur das ASFA, was eben
> keine Übermittelung der Höchstgeschwindigkeit untersützt. Der Zugführer
> hat also keinerlei Infos über die maximale Geschwindigkeit mehr! Nur so
> Sachen wie rote Signale werden weiterhin überwacht.

Aber wenn ihn das ETCS nicht mit 200 sondern mit 80 in die ASFA 
entlassen hätte (und das sollte es, 4km sind aus Eisenbahnsicht ja ein 
Witz), wäre es auch nicht passiert. Entweder kann das ETCS das selbst 
nicht (was ich nicht glaube), oder die technische Kopplung zwischen ASFA 
und ETCS ist fehlerhaft oder jemand hat die Streckendaten fürs ETCS 
falsch eingepflegt.

von Jan H. (j_hansen)


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Rick McGlenn schrieb:
> Statt der erlaubten 80km/h mit 190km/h zu fahren -
> Geschwindigkeitsrausch?


Selbst wenn du noch nie eine Geschwindigkeitsbegrenzung übersehen 
hättest, sollte dir klar sein, dass das bei unzähligen Zugkilometern 
täglich einfach ab und zu auch ohne Absicht und Geschwindigkeitsrausch 
vorkommt. Deshalb sollte es technische Systeme geben die die Situation 
überwachen. In diesem Fall gab es das nicht, daher war das meiner 
Ansicht nach entweder ein kalkuliertes Disko Risiko oder Schusselei bei 
der Streckenplanung.

von Rick M. (rick-nrw)


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Jan Hansen schrieb:
> Selbst wenn du noch nie eine Geschwindigkeitsbegrenzung übersehen
> hättest, sollte dir klar sein, dass das bei unzähligen Zugkilometern
> täglich einfach ab und zu auch ohne Absicht und Geschwindigkeitsrausch
> vorkommt.

Das ist die Frage - darf das vorkommen?
Wie sehr muss die Technik das überwachen?

Bei einem Zug der für diesen Streckenabschnitt 80km/h fahren darf, aber 
190km/h und schneller fahren kann, darf man das NUR der Streckenkenntnis 
eines Lokführers überlassen?

Eher nicht.

SiFa -(Totmann-Schaltung) Fuss- oder Handbetätigt zeigt nur an, ja - ich 
lebe noch.
Ein Bekannter ist/war Lokführer (fast 20 Jahre her), der wippte mit den 
Füssen unterm Tisch auch nach mehreren Bierchen (nach Feierabend).
Der macht das sicher auch noch im Schlaf.

Es gibt genügend existierende Systeme um zu schnelles Fahren zu 
verhindern.
Das gilt besonders für Hochgeschwindigkeitsstrecken, bzw. -züge.
Bei Tempo 120km/h wäre der Zug sicherlich nicht dort aus den Schienen 
gesprungen.

von J. S. (engineer) Benutzerseite


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Jan Hansen schrieb:
> dass das bei unzähligen Zugkilometern
> täglich einfach ab und zu auch ohne Absicht und Geschwindigkeitsrausch
> vorkommt.
Das glaube ich eher nicht. Bei Lokführeren stellt sich eher Langeweile 
und Schläfrigkeit ein.

>Sicherheitssystem
Im TV hiess es, auf dieser Strecke sei keines verbaut gewesen.

von Uhu U. (uhu)


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Angeblich endet die Schnellbahnstrecke 4,5 km vor der Kurve und geht ins 
Normalnetz über. Mit dem Ende der Schnellbahnstrecke endet auch das 
Sicherheitssystem.

http://www.heise.de/tp/blogs/8/154711


Katastrophe von Santiago de Compostella: Lokführer telefonierte während 
des Zugunglücks
http://www.stern.de/panorama/katastrophe-von-santiago-de-compostella-lokfuehrer-telefonierte-waehrend-des-zugungluecks-2045015.html

von J.-u. G. (juwe)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Angeblich endet die Schnellbahnstrecke 4,5 km vor der Kurve und geht ins
> Normalnetz über.

Ja. Umso unverständlicher war es für mich zunächst, warum ein 
streckenkundiger Lokführer, dem dieser Sachverhalt bekannt sein sollte, 
da so reinrauscht.

Wenn sich das hier:
> Lokführer telefonierte während
> des Zugunglücks
allerdings bestätigen sollte, wird einiges klarer.

von Jan H. (j_hansen)


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J. S. schrieb:
> Jan Hansen schrieb:
>> dass das bei unzähligen Zugkilometern
>> täglich einfach ab und zu auch ohne Absicht und Geschwindigkeitsrausch
>> vorkommt.
> Das glaube ich eher nicht. Bei Lokführeren stellt sich eher Langeweile
> und Schläfrigkeit ein.

Habe ich ja sich geschrieben?!

>>Sicherheitssystem
> Im TV hiess es, auf dieser Strecke sei keines verbaut gewesen.

Falsch. Auf dieser Strecke sind mindestens zwei Systeme verbaut. Aber 
eines hat vor der Kurve geendet und das zweite hat keine 
Geschwindigkeitsüberprüfung durchgeführt.

von Uhu U. (uhu)


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Jan Hansen schrieb:
> Habe ich ja sich geschrieben?!

Oh, Entschuldigung.

von J.-u. G. (juwe)


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Jan Hansen schrieb:
> Auf dieser Strecke sind mindestens zwei Systeme verbaut. Aber
> eines hat vor der Kurve geendet und das zweite hat keine
> Geschwindigkeitsüberprüfung durchgeführt.

Was passiert denn bei diesem Übergang zwischen den Systemen an dieser 
Stelle üblicherweise? Findet eine Geschwindigkeitsüberprüfung statt?

von Georg A. (georga)


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ETCS sollte es, die deutsche LZB kann es ja auch, und die ist schon in 
der jetzigen Form knapp 40 Jahre alt... Wenn es das in dem Fall nicht 
getan hat, ist das ein Planungsfehler im Setup der Strecke. Aber stand 
auch nicht irgendwo, dass das ETCS zu dem Zeitpunkt auch aus war?

von J.-u. G. (juwe)


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Georg A. schrieb:
> ETCS sollte es, die deutsche LZB kann es ja auch, und die ist schon in
> der jetzigen Form knapp 40 Jahre alt... Wenn es das in dem Fall nicht
> getan hat, ist das ein Planungsfehler im Setup der Strecke.

Planungsfehler hin oder her, bis zum Unglück sind doch dort keine Züge 
entgleist. Also muss es doch irgendein Standardverfahren geben, was von 
jedem dort verkehrenden Lokführer angewandt oder überwacht wurde, um auf 
die richtige Geschwindigkeit zu kommen. Sei es eine automatische 
Geschwindigkeitsreduzierung, ein Warnhinweis oder komplette manuelle 
Kontrolle.

> Aber stand
> auch nicht irgendwo, dass das ETCS zu dem Zeitpunkt auch aus war?

Tja, das ist die Frage. Gab es eine Abweichung von der "Normalität", die 
er zunächst übersah (bzw. nicht sehen konnte) oder hat er komplett 
versäumt das zu tun, was er normalerweise an dieser Stelle sonst immer 
tat?

von Harald W. (wilhelms)


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J.-u. G. schrieb:

> Planungsfehler hin oder her, bis zum Unglück sind doch dort keine Züge
> entgleist. Also muss es doch irgendein Standardverfahren geben, was von
> jedem dort verkehrenden Lokführer angewandt oder überwacht wurde, um auf
> die richtige Geschwindigkeit zu kommen. Sei es eine automatische
> Geschwindigkeitsreduzierung, ein Warnhinweis oder komplette manuelle
> Kontrolle.

Einerseits kann man die Verhältnisse in D nicht unbedingt auf Spanien
übertragen; andererseits sollte der Mindeststandard doch wohl eine
Art Streckenbuch sein, wo alle Signale und Geschwindigkeitsvorgaben
verzeichnet sind. Wenn ein solches Buch vorhanden ist, kann sich m.E.
der Lokführer kaum rausreden. Zumal es hier ja wohl um eine dauer-
hafte Höchstgerschwindigkeit und nicht um eine Baustelle o.ä.
gehandelt hat.
Gruss
Harald

von J.-u. G. (juwe)


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Harald Wilhelms schrieb:
> Wenn ein solches Buch vorhanden ist, kann sich m.E.
> der Lokführer kaum rausreden.

Mir geht es eigentlich gar nicht darum ob er sich rausreden kann oder 
nicht. Ich möchte versuchen zu verstehen warum die Fehler passiert sind. 
Und dann macht es schon einen Unterschied, ob der Lokführer nur eine 
Automatik überwacht (die möglicherweise die letzten 333 mal bestens 
funktioniert hat, und der Schluss naheliegt, dass sie das auch beim 
334ten Mal tun wird) ob er vom System stets zeitgerecht Meldungen und 
Anweisungen übermittelt bekommt, was zu tun ist oder ob er anhand der 
Streckenkenntnis bzw. des Streckenbuchs regelmäßig an dieser Stelle von 
sich aus tätig werden muß.

Ich verstehe nicht, warum jetzt, einige Tage später, noch über die 
Besonderheiten des Übergangs zwischen den beiden Sicherungssystemen 
herumspekuliert wird.

von Norbert M. (Gast)


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J.-u. G. schrieb:
> Planungsfehler hin oder her, bis zum Unglück sind doch dort keine Züge
> entgleist.

Das Argument verstehe ich zum Beispiel nicht. Bis es dem dem "Wilhelm 
Conrad Röntgen" den Radreifen vom Gummi gezogen hat, dachte man bei der 
DB wohl auch, daß die "billigen Straßenbahnräder" gut genug wären. Oder 
wie's Anfang der 90er den Lauda-Flieger über Thailand zerissen hat, weil 
sich einseitig die Schubumkehr aktiviert hat...
Fehlerquellen haben eben 'mal die Eigenschaft, daß man sie erst dann 
erkennt, wenn was passiert. Wenn dort also "schon vorher Züge entgleist" 
wären, dann hätte man's ja geändert.

> Also muss es doch irgendein Standardverfahren geben, was von
> jedem dort verkehrenden Lokführer angewandt oder überwacht wurde, um auf
> die richtige Geschwindigkeit zu kommen. Sei es eine automatische
> Geschwindigkeitsreduzierung, ein Warnhinweis oder komplette manuelle
> Kontrolle.

So weit ich das aus den Massenmedien gehört habe (ich bin kein 
Eisenbahnfreak) endet relativ kurz vor der "Unglückskurve" das 
Hochgeschwindigkeitsnetzt. Dort gibt's zwar ein Signal (hoffe das ist 
eisenbahntechnisch korrekt), also wahrscheinlich eine Tafel, aber 
automatisch passiert da nix. Normaler Weise würde er wohl beim Verlassen 
des Hochgeschwindigkeitsnetzes zwangsgebremst, aber dort ist jetzt eben 
eine Baustelle und die "Zwangsbremseinrichtungen" hat man sich während 
der Bautätigkeit gespart. Und das "Tempolimit-Schild" hat der Lokführer 
wohl übersehen.

> Tja, das ist die Frage. Gab es eine Abweichung von der "Normalität", die
> er zunächst übersah (bzw. nicht sehen konnte) oder hat er komplett
> versäumt das zu tun, was er normalerweise an dieser Stelle sonst immer
> tat?

Soweit ich das mitbekommen habe, hat er die Geschwindigkeitsbegrenzung 
übersehen. Trotzdem würde ich ihm nicht die alleinige Schuld geben, 
immerhin hätte man ja das "Zwangsbremssystem" nicht sparen müssen.

Eigentlich wäre dieser Fall (falls er überhaupt so zutrifft, wie ich es 
gehört habe) eigentlich ideal für den Simulator, weil es doch ziemlich 
'gemein' ist, IMO.

Das Analogon für den Straßenverkehr sähe wohl so aus: Du fährst schon 
lange auf der Autobahn 135, dann kommt genau ein Schild "Baustelle - 50 
km/h" und nach 200 m kommt 'ne Kurve (natürlich uneinsehbar, sonst wär's 
ja unfair), die du mit maximal 55 nehmen kannst. Klar bist Du Schuld, 
wenn Du nicht mehr bremsen kannst, aber bist Du auch 100% schuldig, wenn 
Du das Schild übersehen hast und deine Mitfahrer zerquetscht wurden?

Irgendwie mag Gott wohl 2013 keine Pilger, oder er will, daß sie wieder 
zu Fuß gehen. Erst die "Entgleisung am Jakobsweg", jetzt der "Busabsturz 
von Campania". :-(

von Georg A. (georga)


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> Ich verstehe nicht, warum jetzt, einige Tage später, noch über die
> Besonderheiten des Übergangs zwischen den beiden Sicherungssystemen
> herumspekuliert wird.

Weil die halt auch nicht klar sind und Auswirkungen auf die Schwere 
einer potentiellen Pflichtverletzung durch den Lokführer haben. Warum 
willst du da jetzt was übers Knie brechen? Lies doch mal die 
EUB-Berichte, die zeigen, wie penibel sowas analysiert wird, selbst wenn 
es offensichtlich erscheint.

Es passiert auch im durchregulierten D-Bahnland noch ab und zu, dass 
nach einem Unfall ans Licht kommt, dass der "Workflow" zwischen Mensch 
und Sicherungssystem falsch war, seit Begin der Strecke falsch gemacht 
wurde und nur durch saudumme Zufälle das Fenster für einen Glitch 
"gefunden" wurde.

zB. hier:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/s-bahn-unglueck-neufahrn-lokfuehrer-missachtete-sicherheitsvorschrift-1.749893

und detailierter hier

http://www.rvs.uni-bielefeld.de/Bieleschweig/5.5/Lemke_Analyse_IfEV_V02.pdf

siehe Punkt "Generelle Sicherheitslücke beim Flügeln" als eigentliche 
Ursache.

von Norbert M. (Gast)


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Georg A. schrieb:
> http://www.rvs.uni-bielefeld.de/Bieleschweig/5.5/Lemke_Analyse_IfEV_V02.pdf

Interessant, möglcher Weise hat der "Lokführer" des Abfahrenden Zugs Rot 
übersehen.

> siehe Punkt "Generelle Sicherheitslücke beim Flügeln" als eigentliche
> Ursache.
| Beim Flügeln kann bei klassischer ortsfester Signalisierung nicht
| ausschließlich durch technische Maßnahmen gewährleistet werden, dass
| unter allen Bedingungen die Zustimmung zur Fahrt des ersten Zugteils
| nicht fälschlicherweise auch von einem nachfolgenden Zugteil als
| Zustimmung zur Fahrt missverstanden wird.

Ohne die "Betriebsart 'Flügeln'" zu kennen: Wiso stellt das "System" 
nicht von vornherein Sicher, daß der "nachflogende Zug" dem Vorderen 
nicht drauffahren kann?
Wenn ORT(STEHENDERZUGVORMIR) = ORT(MEINEFAHRT(WEICHENSTELLUNG, v, 
etc...) dann BLINKLICHT Fahrdienstleiter.
Sowas kann das technische System nicht? Naja, wenn's nichtmal "FÄHRT 
ROT" erkennen kann.
Oder eben "Flügeln" nicht mehr erlauben.

Sorry für die Polemik, NOR

von Georg A. (georga)


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> Interessant, möglcher Weise hat der "Lokführer" des Abfahrenden Zugs Rot
> übersehen.

Eben nicht. Er ist über ein grünes Signal gefahren.

Flügeln ist das Splitten des Zuges, die Teile fahren dann mit zwei 
Lokführern unterschiedlich weiter. In dem Fall in dieselbe Richtung, 
aber durch eine Weiche dann eben doch anders. Das generelle Problem für 
den zweiten Zug ist, dass es in der Richtung (vor der Weiche) ja nur ein 
Signal gibt. Das war grün für den ersten. Dass der dann falsch geleitet 
wurde, ist für die Passagiere blöd, aber noch KEIN Sicherheitsproblem, 
die Fahrstrasse war ja sicher.

Aber jetzt wirds spassig: Ein Signal muss in seinem aktuellen Zustand 
für sich alleine stehen, entweder ist es grün oder rot. Es darf nicht 
von vorherigen Zuständen abhängen. Das Signal beim Flügeln ging aber 
nach dem Durchfahren des ersten Zugs immer auf rot und nach Umschalten 
der Weiche wieder auf grün. D.h. fürs korrekte Losfahren des zweiten war 
es (fälschlicherweise) notwendig, die Flanken grün-rot-grün zu erkennen, 
wobei das erste grün eben noch vom vorherigen Zug war. Das wurde so >10 
Jahre seit Beginn des Flügelns und grob 50(!)mal am Tag so gemacht, ohne 
dass es ein Problem gab. Und richtlinientechnisch gesehen war die nötige 
Anfrage zur Bestätigung des Signals für den zweiten Zug ja auch erst 
kurz vorher präzisiert worden... Damit war natürlich der zweite 
Lokführer (naja, S-Bahn=Triebfahrzeugführer...) schuld, aber es wurde 
vorher schon ca. 200000mal falsch gemacht...

von Johannes O. (jojo_2)


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http://www.sueddeutsche.de/panorama/zugunglueck-in-spanien-lokfuehrer-soll-vor-unfall-telefoniert-haben-1.1734877

[i] An der Unglücksstelle galt eine Geschwindigkeit von 80 
Stundenkilometern. Offenbar bremste der Lokführer aber den Zug nicht 
rechtzeitig ab. Auf der geraden Strecke davor war Tempo 220 erlaubt. Die 
Zeitung El Mundo schrieb am Dienstag, es sei "erstaunlich", dass es dem 
Fahrer selbst überlassen bleibe, wann genau er den Zug abbremst, um die 
Kurve zu schaffen. [/i]


Dass irgendwann mal Fehler passieren ist ganz normal. Das Problem bei 
Zügen ist auch, dass eben (im Gegensatz zum Auto!) normalerweise nicht 
auf Sicht gefahren wird. D.h. wenn in einigen hundert Metern eine Kurve 
kommt, die man noch nicht sehen kann, muss man evtl. schon JETZT zu 
bremsen anfangen. Und wenn man das vergisst dann ists sehr 
problematisch.

Man hat eben versucht die paar tausend Euro für das Sicherungssystem zu 
sparen. Meiner Meinung nach liegt hier der Hauptfehler! Natürlich ist 
der Zugführer zu schnell gefahren und das hat zum Unglück geführt. Aber 
ein solcher Fehler darf nicht so solch schlimmen Auswirkungen führen! 
Das Risiko (fast 100 Menschen tot bei Übersehen von 
Geschwindigkeitsbeschränkung) und die Entscheidung zur Investition 
(Sicherungssystem für XX.000 €) ist grundsätzlich in Richtung der 
Investition zu treffen.
Es war doch nur ne Frage der Zeit bis mal was schief geht.

von J.-u. G. (juwe)


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Norbert M. schrieb:
> Das Argument verstehe ich zum Beispiel nicht. Bis es dem dem "Wilhelm
> Conrad Röntgen" den Radreifen vom Gummi gezogen hat, dachte man bei der
> DB wohl auch, daß die "billigen Straßenbahnräder" gut genug wären. Oder
> wie's Anfang der 90er den Lauda-Flieger über Thailand zerissen hat, weil
> sich einseitig die Schubumkehr aktiviert hat...
> Fehlerquellen haben eben 'mal die Eigenschaft, daß man sie erst dann
> erkennt, wenn was passiert. Wenn dort also "schon vorher Züge entgleist"
> wären, dann hätte man's ja geändert.

Deine Beispiele unterscheiden sich aber vom vorliegenden Fall. Ein 
gebrochener Radreifen beim ICE oder die einseitige Aktivierung der 
Schubumkehr führen zwangsläufig zur Katastrophe. Ein ausgefallene 
Geschwindigkeitsregelung bei der Bahn oder ein deaktivierter Autopilot 
im Airliner hingegen müssen werden vom Personal überwacht werden, 
welches dann eingreifen kann und muss.

> So weit ich das aus den Massenmedien gehört habe (ich bin kein
> Eisenbahnfreak) endet relativ kurz vor der "Unglückskurve" das
> Hochgeschwindigkeitsnetzt. Dort gibt's zwar ein Signal (hoffe das ist
> eisenbahntechnisch korrekt), also wahrscheinlich eine Tafel, aber
> automatisch passiert da nix. Normaler Weise würde er wohl beim Verlassen
> des Hochgeschwindigkeitsnetzes zwangsgebremst, aber dort ist jetzt eben
> eine Baustelle und die "Zwangsbremseinrichtungen" hat man sich während
> der Bautätigkeit gespart. Und das "Tempolimit-Schild" hat der Lokführer
> wohl übersehen.

War dort tatsächlich eine Baustelle oder eine andere temporäre 
Einschränkung? Ich ging bisher davon aus, dass die Strecke dort völlig 
regulär war (möglicherweise noch nicht im finalen Zustand).

> trotzdem würde ich ihm nicht die alleinige Schuld geben,
> immerhin hätte man ja das "Zwangsbremssystem" nicht sparen müssen.

Sehe ich genauso. Für die Klärung der Schuldfrage sind die Gerichte 
zuständig u.a. wegen der Schadenersatzforderungen. Uns sollte 
interessieren, welche Fehler gemacht wurden, was die  Ursachen für die 
Fehler sind und wie sie in Zukunft vermieden werden können.

> Das Analogon für den Straßenverkehr sähe wohl so aus: Du fährst schon
> lange auf der Autobahn 135, dann kommt genau ein Schild "Baustelle - 50
> km/h" und nach 200 m kommt 'ne Kurve (natürlich uneinsehbar, sonst wär's
> ja unfair), die du mit maximal 55 nehmen kannst.

Wie bereits angemerkt, die Baustellenproblematik ist mir neu. Wie lange 
besteht diese Baustelle schon? Wie oft ist der Lokführer diese Baustelle 
schon ohne Probleme durchfahren? Wie hat er dieses problemlose 
Durchfahren bisher bewerkstelligt? Automatisch oder Manuell?

von J. A. (gajk)


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Wie geht der Spruch des Zen-Meisters?

Wenn du schläftst - schlafe!
Wenn du gehst - gehe!
Wenn du etwas tust - tue genau dieses!

Allerdings ist zu lesen, der Kamerad Lokführer hätte telefoniert... Muss 
man natürlich überprüfen.
Aber so ist es doch: #

Kaum einer konzentiert sich auf das was er gerade macht: Beim Löten wird 
an das Motorradwochende mit den Freunden gedacht, beim Motoradwochenende 
gehen einem die schlechten Lötstellen durch den Kopf...

Habe letztens mein Fahrrad aus dem Kombi ausgeladen, war schon im 
Halbdunkel. Das Rad stand schon auf dem Bürgersteig, ich machte noch die 
Türen zu bzw. die Sitze wieder gerade. Ein ins Smartphone vertiefter 
Jugendlicher kam vorbei. Ich sagte noch: Vorsicht, da steht ein 
Fahrrad...

von Hannes L. (hannes)


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J. Ad. schrieb:
> Allerdings ist zu lesen, der Kamerad Lokführer hätte telefoniert...

Und es war zu hören, dass er von seiner Einsatzleitung angerufen wurde, 
die mit ihm irgendwelche Listen (Buchfahrplan?) abgeglichen haben soll, 
ihn also von seiner eigentlichen Arbeit abgelenkt haben soll...

Und auch in D hat ein Lokführer (auch während der Fahrt) sein 
Diensthändi zu benutzen wenn dies klingelt.

...

von Uhu U. (uhu)


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J. Ad. schrieb:
> Kaum einer konzentiert sich auf das was er gerade macht: Beim Löten wird
> an das Motorradwochende mit den Freunden gedacht, beim Motoradwochenende
> gehen einem die schlechten Lötstellen durch den Kopf...

Ja, ja, wir werden alle sterben...

von J.-u. G. (juwe)


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Georg A. schrieb:
> Weil die halt auch nicht klar sind und Auswirkungen auf die Schwere
> einer potentiellen Pflichtverletzung durch den Lokführer haben. Warum
> willst du da jetzt was übers Knie brechen? Lies doch mal die
> EUB-Berichte, die zeigen, wie penibel sowas analysiert wird, selbst wenn
> es offensichtlich erscheint.

Die Auswirkungen auf die Schwere der Pflichverletzung sollen natürlich 
penibel und von mir aus auch langwierig analysiert werden. Aber 
irgendein Verfahren (und sei es auch noch so fahrlässig) wird ja bisher 
angewandt worden sein. Wie in etwa das aussieht, sollte sich doch 
kurzfristig feststellen lassen.

Laut dem von Johannes geposteten Artikel scheint es, als wenn in dem 
betreffenden Streckenabschnitt volle manuelle Geschwindigkeitskontrolle 
geleistet werden musste. Das soetwas (falls es sich bestätigen sollte) 
auf Hochgeschwindigkeitszugstrecken inakzeptabel ist, sollte klar sei. 
Aber der Lokführer kannte doch diese Anforderungen (er befuhr ja die 
Strecke nicht zum ersten mal). Deshalb ist mir nicht klar, warum er in 
diesem sensiblen Abschnitt unaufmerksam gewesen sein soll.

von Norbert M. (Gast)


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Georg A. schrieb:
>> Interessant, möglcher Weise hat der "Lokführer" des Abfahrenden Zugs Rot
>> übersehen.
> Eben nicht. Er ist über ein grünes Signal gefahren.

Naja, wenn dort steht "Genaues Signalblild ungeklärt", dann wäre es ja 
zumindest möglich. Mehr habe ich nicht behauptet?

> Flügeln ist das Splitten des Zuges, die Teile fahren dann mit zwei
> Lokführern unterschiedlich weiter. In dem Fall in dieselbe Richtung,
> aber durch eine Weiche dann eben doch anders. Das generelle Problem für
> den zweiten Zug ist, dass es in der Richtung (vor der Weiche) ja nur ein
> Signal gibt. Das war grün für den ersten.

Wie wurde das dann denn bis jetzt gelöst? Besonders bei eher engem 
Fahrplan (zB. ZugA, Ankunft 17:00 wird auf ZugP und ZugQ "geflügelt", 
Abfahrt P 17:05, Abfahrt Q 17:10 - ZugA hat Verspätung) ist es meiner 
persönlichen Meinung nach bescheuert, wenn "Q" nicht sicher wissen kann, 
ob das Signal ihm gilt. Oder gab's wenigstens eine Beschränkund der 
Abfahrtszeiten, ala "Q darf erst 3 Minuten nach P wegfahren"?

> Dass der dann falsch geleitet wurde, ist für die Passagiere blöd, aber
> noch KEIN Sicherheitsproblem, die Fahrstrasse war ja sicher.

"Sicher"? Wenn ich dem Anderen hinten drauf fahren kann...

> Aber jetzt wirds spassig: Ein Signal muss in seinem aktuellen Zustand
> für sich alleine stehen, entweder ist es grün oder rot. Es darf nicht
> von vorherigen Zuständen abhängen.

Das erklärt natürlich alles. Ist das noch eine Altlast aus der 
Hitlerzeit? Pardon: Ich meinte damit natürlich ein 'historisches Zeugnis 
aus den Anfängen der automatisierten Informationsverarbeitung'. ;-)
Das klingt doch arg nach Schilda, wenn in einem Zugischerungssystem 
folgendes gelten muß: "Der aktuelle Zustand darf nicht von einem 
vorherigem abhängen"

> Das Signal beim Flügeln ging aber  nach dem Durchfahren des ersten Zugs
> immer auf rot und nach Umschalten der Weiche wieder auf grün. D.h. fürs
> korrekte Losfahren des zweiten war  es (fälschlicherweise) notwendig,
> die Flanken grün-rot-grün zu erkennen, wobei das erste grün eben noch
> vom vorherigen Zug war. Das wurde so >10 Jahre seit Beginn des Flügelns
> und grob 50(!)mal am Tag so gemacht, ohne  dass es ein Problem gab.

Ich wollte nächstes Jahr vom süddeutschen Raum in Richtung Normandie mit 
der Eisenbahn fahren, ich werd' mir das noch genauer überlegen.

> Damit war natürlich der zweite
> Lokführer (naja, S-Bahn=Triebfahrzeugführer...) schuld, aber es wurde
> vorher schon ca. 200000mal falsch gemacht...

von J.-u. G. (juwe)


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Norbert M. schrieb im Beitrag #3261508:
> Ich wollte nächstes Jahr vom süddeutschen Raum in Richtung Normandie mit
> der Eisenbahn fahren, ich werd' mir das noch genauer überlegen.

Was willst Du Dir überlegen? In die Normandie zu fahren (a) oder mit der 
Eisenbahn dahin zu fahren (b)?

(a): Kein Problem. Es wird sich bestimmt auch im Umkreis Deines 
Heimatortes die ein oder andere, für Dich noch nicht bekannte 
Örtlichkeit befinden, die Du näher kennenlernen kannst.

(b): Was schwebt Dir als Alternative vor?

von Georg A. (georga)


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J.-u. G. schrieb:
> Aber der Lokführer kannte doch diese Anforderungen (er befuhr ja die
> Strecke nicht zum ersten mal). Deshalb ist mir nicht klar, warum er in
> diesem sensiblen Abschnitt unaufmerksam gewesen sein soll.

Mir auch nicht. Aber einen schlechten Tag kann jeder haben, nur fällts 
dann nicht gleich so auf...

Vermutlich wird das Untersuchungsergebnis in ein paar neuen Regeln 
enden. Die meisten Workflows der Bahn sind ja mit Blut geschrieben 
worden...

Norbert M. schrieb:
> Naja, wenn dort steht "Genaues Signalblild ungeklärt", dann wäre es ja
> zumindest möglich.

Es war wohl grün, wie immer. Bei rot hätte B eine Schnellbremsung 
reinbekommen.

> Wie wurde das dann denn bis jetzt gelöst?

Indem er gesehen hat, dass nach dem Wegfahren von Zug A das Signal auf 
rot ging. 200000mal gutgegangen, obwohl verboten und eigentlich auch 
durch kurzes Nachdenken als problematisch erkennbar. Sonst ist es ja 
auch so, dass ein ausgefallenenes oder erkennbar zweifelhaftes Signal 
einen Halt bedingt, der erst mit Nachfrage und dokumentiertem Befehl vom 
Fdl gelöst werden darf.

> "Sicher"? Wenn ich dem Anderen hinten drauf fahren kann...

Für Zug A war es falsch, aber sicher. Er hatte eine freie Strecke vor 
sich. Das grün, das Zug B gesehen hat, war aber noch das alte, weil A 
den Belegtsensor noch nicht erreicht hat *). Aber es gibt eben kein 
grün-alt und grün-neu.

*) Es kann manchmal ziemlich lange dauern, bis ein Signal nach dem 
Vorbeifahren wieder rot wird. Für einen potentiellen Nachfolgezug ist 
dann da aber immer noch mindestens ein Streckenabschnitt dazwischen 
gesperrt, also auch kein Problem.

> Ist das noch eine Altlast aus der Hitlerzeit?

Das ist keine Altlast, sondern eine Erkenntnis, die auf der ganzen Welt 
gilt. Für ein Signal muss der Zustand und seine Auswirkungen durch 
einmal Hinschauen klar sein (mal vom Blinken bei bestimmten Begriffen 
abgesehen). Wenn da jetzt grün ist, muss es egal sein, ob und wie da 
vorher rot war und ich darf fahren. Punkt.

> ich werd' mir das noch genauer überlegen.

Nur zu. Die Wahrscheinlichkeit sich beim Einsteigen das Genick zu 
brechen, ist vermutlich deutlich höher, als in einem Unfallzug zu 
sitzen...

von J. A. (gajk)


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Hannes Lux schrieb:
> J. Ad. schrieb:
>> Allerdings ist zu lesen, der Kamerad Lokführer hätte telefoniert...
>
> Und es war zu hören, dass er von seiner Einsatzleitung angerufen wurde,
> die mit ihm irgendwelche Listen (Buchfahrplan?) abgeglichen haben soll,
> ihn also von seiner eigentlichen Arbeit abgelenkt haben soll...
>
> Und auch in D hat ein Lokführer (auch während der Fahrt) sein
> Diensthändi zu benutzen wenn dies klingelt.
>
> ...

Da sieht man, wozu ein chaotisches Projektmanagement führen kann. Wenn 
der Typ nen Zug "führt", dann geht es eben auch nicht, dass seine 
Einsatzleitung sich da einmischt. DIE müssen dann auch eine auf den 
Deckel kriegen.

von Uhu U. (uhu)


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J. Ad. schrieb:
> DIE müssen dann auch eine auf den Deckel kriegen.

Es ist halt das Übliche bei diesen Drecksäuen: sie versuchen die Schuld 
entweder auf einen Toten, oder ersatzweise auf den nächstbesten kleinen 
Wicht abzuwälzen.

von Georg A. (georga)


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Gerüchteweise könnte auch ein potentieller Exportauftrag für Brasilien 
dranhängen. Der soll nur dann zustandekommen, wenn das System 
(Lok+Zugsicherung) keine Unfälle provoziert hat. Aus dem Grund ist da 
der ICE auch schon rausgeflogen, obwohl der ICE3 mit dem 1er von Eschede 
ja auch nix mehr zu tun hat. Wenn's der Lokführer war und sonst keiner, 
wäre man sicher sehr froh :/

von Georg A. (georga)


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von J. A. (gajk)


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Georg A. schrieb:
> http://www.heise.de/tp/blogs/8/154734

Vor noch nicht gar so langer Zeit beherrschten nicht viele Nationen das 
Thema "Hochgeschwindigkeitszug": Deutschland, Japan, Frankreich.
Durch die Technologie-Ausverkaufspolitik der Manager ist es heute ein 
Allerweltsthema z. B. in China und hört hört in Spanien. Vor 20 Jahren 
hätte man sich spanischen Hochgeschwindigkeitszug so interessiert wie 
für französisches Bier.

von Uhu U. (uhu)


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J. Ad. schrieb:
> Durch die Technologie-Ausverkaufspolitik der Manager ist es heute ein
> Allerweltsthema z. B. in China und hört hört in Spanien.

Ich habe so meine Zweifel, ob diese Sicht der Dinge die Realität 
beschreibt: die Konzerne, die Bahnsysteme herstellen, sind längst im 
Besitz internationaler Konsortien.

Die verschieben auf der einen Seite Gewinne in Niedrigsteuerländer und 
nutzen die Infrastruktur der Staaten, die weniger Steuerdumping 
betreiben zum Nulltarif und verschieben auf der anderen Seite das 
Knowhow, das sie bei ihren Einkäufen erworben haben genauso nach 
Opportunitätsgesichtspunkten.

Manager sind nichts weiter, als Verwalter - auch wenn sie sich 
zuweilen einbilden, gottgleich zu sein -, die die Vorgaben der Eigner 
umzusetzen haben. Tut einer das schlecht, oder nicht, dann ist er 
schneller weg, als er gucken kann.

Ergo: da wird nichts ausverkauft, denn das, was verschoben wird, 
"besitzen" die Konzerne ja und dürfen damit machen, was sie wollen.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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J. Ad. schrieb:
> Wenn der Typ nen Zug "führt", dann geht es eben auch nicht, dass seine
> Einsatzleitung sich da einmischt.

Nur, weil der Zugfunk heute GSM-R heißt, darf der Fahrdienstleiter
dann heutzutage seinen Triebfahrzeugführer nicht mehr kontaktieren,
oder wie stellst du dir das vor?  Dann braucht man auch keinen
Zugfunk mehr …  Aber weil es eben GSM-R ist, kommt bei den
Zeitungsschreiberlingen dann schnell die Assoziation „GSM-R, klingt
wie GSM, also Händie, also telefoniert er wohl“ auf.

Rick McGlenn schrieb:
> Es gibt in Deutschland sowas wie Streckenkenntnisse die man vorweisen
> muss.

Das hatte ich bis zum Unfall in Köln-Brühl auch noch geglaubt.

Leute, geht zum Forum auf drehscheibe-online.de und lest euch das dort
durch.  Da sind die Leute, die sich mit dem Metier auskennen, und es
ist dort immer wieder zu sehen, dass sie mit Spekulationen sehr viel
vorsichtiger umgehen als die Regenbogenpresse. (Habe mir den aktuellen
Vorfall dort noch nicht angesehen, aber das war in der Vergangenheit
immer so.)

von J. A. (gajk)


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Jörg Wunsch schrieb:

> J. Ad. schrieb:
> ...darf der Fahrdienstleiter
> dann heutzutage seinen Triebfahrzeugführer nicht mehr kontaktieren,
> oder wie stellst du dir das vor?  Dann braucht man auch keinen
> Zugfunk mehr …

Wenn sicherheitsrelevante Dinge im Zug zu erledigen sind, dann muss sich 
der Lokführer darauf konzentrieren - und auch konzentrieren KÖNNEN.

Relevante Absprachen muss der Fahrdienstleiter weit VOR der Kurve 
machen. "Störungen" darf es nur bei außergewöhnlichen Vorfällen auf der 
Strecke geben z. B. "nach der Kurve steht ne Kuh auf der Fahrbahn, bitte 
sofort bremsen".

> Aber weil es eben GSM-R ist, kommt bei den
> Zeitungsschreiberlingen dann schnell die Assoziation „GSM-R, klingt
> wie GSM, also Händie, also telefoniert er wohl“ auf.

Ne, ist keine Handy-Phobie. Aber jeder Mensch muss sich auf seine 
Aufgaben konzentrieren können.

von J. A. (gajk)


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Uhu Uhuhu schrieb:

> Ergo: da wird nichts ausverkauft, denn das, was verschoben wird,
> "besitzen" die Konzerne ja und dürfen damit machen, was sie wollen.

Um das "was sie wollen" geht es ja. Dass sie nichts verkaufen was sie 
nicht besitzen bzw. wessen Eigentümer sie sind setze ich mal 
rechtsstaatlicherseits voraus.

Aber als Familienfirma wird man den Chinesen NICHT ohne Not die ganzen 
Geheimnisse verraten - als Vorstandsvorsitzender, der schon lange die 
Millionenkasse gemacht hat und selbst beim Scheitern (siehe Löscher...) 
die Millionen hintenreingeschoben kriegt, ja, als Vorstandsvorsitzender 
denkt man nur an die nächsten Quartalszahlen.

Dass das verhökerte Know-how in ein, zwei Jahren als China-Konkurrenz 
dann hier für Lohndumping sorgt - DAS ist den Chefs da oben einfach 
wurscht. Sie sind sozusagen die Whistle-Blower, die damit auch Geld 
verdienen.

von Wilhelm F. (Gast)


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J. Ad. schrieb:

> Aber als Familienfirma wird man den Chinesen NICHT ohne Not die ganzen
> Geheimnisse verraten

Haben nicht Chinesen mal einen Transrapid gekauft? Naa, damit haben sie 
dann auch fast das ganze Know-How, Katze im Sack kaufen die bestimmt 
auch nicht so ohne weiteres. Besonders, weil der Transrapid-Verkauf 
schon mal mehr stockte, als flüssig lief. Und das erfahren die dank 
moderner Kommunikationswege auch nicht erst drei Monate nach der 
restlichen Welt.

von Norbert M. (Gast)


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J. Ad. schrieb:
> Jörg Wunsch schrieb:
>> J. Ad. schrieb:
>> ...darf der Fahrdienstleiter
>> dann heutzutage seinen Triebfahrzeugführer nicht mehr kontaktieren,
>> oder wie stellst du dir das vor?  Dann braucht man auch keinen
>> Zugfunk mehr …
> Wenn sicherheitsrelevante Dinge im Zug zu erledigen sind, dann muss sich
> der Lokführer darauf konzentrieren - und auch konzentrieren KÖNNEN.

Weswegen versteifst Du Dich andauernd auf den Führer des Triebfahrzeugs?
Worin liegt da großartig der Unterschied, ob - in einer "Schwarz-weissen 
Welt" - der Lokführer 30 oder 80 von hundert Toten 'zu verantworten 
hätte'?

Oder behauptest Du ernsthaft, das "technische System" bzw. dessen 
Ausführung in der realen Welt hat 'ideal' (=wünschenswert) funktioniert?

Wenn der Lokführer die Höchststrafe bekäme und das Eisenbahnunternehmen 
nix zahlen müsste, dann (emp)fände ich persönlich das jedenfalls (als) 
'grob ungerecht'!

> Relevante Absprachen muss der Fahrdienstleiter weit VOR der Kurve
> machen.

Man kann's auch auf den FdL schieben, klar.

> "Störungen" darf es nur bei außergewöhnlichen Vorfällen auf der
> Strecke geben z. B. "nach der Kurve steht ne Kuh auf der Fahrbahn, bitte
> sofort bremsen".

Die Kuh ist ein "zermetzelbares Weichziel", also weswegen bremsen?
Kurze Kontrolle am nächsten planmäßigen Halt sollte doch genügen.
Ausserdem finde ich den Fall "Lokführer wird angerufen, weil Vieh auf 
auf der Strecke" doch ein bisschen konstruiert. Bei immer kürzer 
werdenden Taktungen reicht der die Zeit zwischen den Zuständen 
"Beobachter bemerkt Vieh auf der Strecke" und "Lokführer reagiert + 
Bremsweg(Zug)" sowiso selten ausreichend.

Nur meine Gedanken zu dem Thema.

von Uhu U. (uhu)


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J. Ad. schrieb:
> Aber als Familienfirma wird man den Chinesen NICHT ohne Not die ganzen
> Geheimnisse verraten - als Vorstandsvorsitzender, der schon lange die
> Millionenkasse gemacht hat und selbst beim Scheitern (siehe Löscher...)
> die Millionen hintenreingeschoben kriegt, ja, als Vorstandsvorsitzender
> denkt man nur an die nächsten Quartalszahlen.

Die Not nennt sich Kostendruck und bis übermorgen denkt keiner. Wozu 
auch, es würde ja nur die heutigen "Erfolge" und damit die 
Sonderzahlungen schmälern.

Nur: kann man das wirklich diesen Mangern anlasten? Wohl mit genau so 
wenig Recht, wie man die pöhsen Spitzen-Radfahrer, wie Ullrich und Zabel 
wegen Dopings verdammen kann...

Die Krankheit ist systemimmanent und führt ebenso systemimmanent in den 
Abgrund.

von Wilhelm F. (Gast)


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J. Ad. schrieb:

> Deutschland

Der große Unfall auf der Transrapid-Teststrecke war ja auch schlimm 
genug.

> Frankreich

Der TGV scheint aber erfolgreich zu sein.



Uhu Uhuhu schrieb:

> Es ist halt das Übliche bei diesen Drecksäuen: sie versuchen die Schuld
> entweder auf einen Toten, oder ersatzweise auf den nächstbesten kleinen
> Wicht abzuwälzen.

Das ist eigentlich nur normale übliche Verwaltungsvorgehensweise.

Hier mal ein lange zurück liegender kleiner Fall:

Mein Onkel war ja auch Lokführer, über 40 Jahre bei der Bahn. 
Dummerweise kippten auf einem Bahnhof, wo er zur falschen Zeit am 
falschen Ort war, nach Fehlstellung von Signalen und Weichen an einer 
anderen Stelle ein paar Treibstoffwagen um, womit er gar nichts zu tun 
haben konnte. Es gab kein Inferno, Brand, keine Toten, aber 
Millionenschaden an Gütern reichte schon. Die deformierten verunfallten 
Wagen und ein paar tausend Liter Inhalt. Er saß trotzdem eine ganze 
Woche da in Verhören fest. Dem ging eine Woche lang ordentlich die 
Muffe, das vergaß er nie mehr, selbst nach der Pensionierung nicht. Das 
ging bis zur Existenzbedrohung, Rauswurf, selbst als Beamter hätte er 
als Lokführer ja nirgend wo mehr einen Job bekommen, außer Kloputzer. Es 
gab ja auch mal eine Bahnpolizei. Lange nix mehr davon gehört, sind 
vielleicht mit der Liberalisierung abgeschafft worden. Die hatten aber 
eine Menge polizeilicher Befugnisse, hießen ja auch so.

von Dave B. (gaston)


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War dann nicht irgendwann der Bundesgrenzschutz für alle polizeilichen 
Angelegenheiten die mit der Bahn zusammenhingen zuständig?
Bzw. jetzt ist es wohl die Bundespolizei.

von B. S. (bestucki)


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Norbert M. schrieb:
> Die Kuh ist ein "zermetzelbares Weichziel", also weswegen bremsen?
> Kurze Kontrolle am nächsten planmäßigen Halt sollte doch genügen.

Nenene. Ich habe mal die Front eines Zuges gesehen, der einen Menschen 
umgenietet hat (matürlich nach dem Waschen). Obwohl der Zug beim Unfall 
"nur" 80km/h gefahren ist, waren deutliche Schäden am Zug sichtbar.

Weiteres Beispiel:
Eine Lok rollt mit Schritttempo ungebremst in einen Poller. Die Front 
der Lok ist ein wenig eingedrückt, aber das ganze Chassis verzogen -> 
Schrott.

Noch ein Beispiel:
Storch mit 180km/h erwischt. Der Schnabel bohrte sich durch die 
Frontscheibe und der Vogel blieb hängen. Ich war damals im Führerstand 
bei einer Probefahrt.


Auch Züge haben Knautschzonen. Die Zeiten, als Züge noch starre 
Eisenklötze waren, die alles durchbrachen, sind längst vorbei.

von Dave B. (gaston)


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Die uralten Eisenschweine aus der Vergangenheit brauchten auch einen 
ordentlichen Kuhfänger/Schiebeschild um einer "Zermetzelung" recht 
unbeschadet zu entgehen.
Die waren ja sicherlich teilweise aus massiven Gusseisen und Co. 
gefertigt und auch dementsprechend massiv.

Heute ist es ja möglich die , sagen wir mal Hülle oder Außenhaut des 
Zugs, aus Alu und Kohlefaser zu machen. Das spart schon mal ordentlich 
Gewicht und erlaubt auch mit der Aerodynamik zu spielen.

Wenn ein Auto ein Reh erwischt ist das auch ordentlich lädiert und wenn 
man die Karosserie annähernd gleichsetzt (Alu und oder Kohlefaser) und 
dann noch die teilweise hohe Zuggeschwindigkeiten dazurechnet und auch 
den Impuls der Tonnage mitbetrachtet, so kann man zu dem Schluss kommen 
das so ein Zusammenstoß für beide Seiten nicht grad schadlos von Statten 
geht.

von J. A. (gajk)


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Norbert M. schrieb:

> Wenn der Lokführer die Höchststrafe bekäme und das Eisenbahnunternehmen
> nix zahlen müsste, dann (emp)fände ich persönlich das jedenfalls (als)
> 'grob ungerecht'!

Ja, das fänd ich auch ungerecht. Wobei jede Strafe angesichts so vieler 
Toter ja eh ein hilfloses Schulterzucken ist.

>> Relevante Absprachen muss der Fahrdienstleiter weit VOR der Kurve
>> machen.
>
> Man kann's auch auf den FdL schieben, klar.

Es geht nicht darum, jemandem Schuld zuzuschieben. Ich plädiere vielmehr 
dafür, dass man hier mal beim "System" nachfragt, ob DAS nicht viel zu 
gefährlich aufgesetzt ist.


> Die Kuh ist ein "zermetzelbares Weichziel", also weswegen bremsen?

Nur so als Beispiel. In Abgrenzung etwa zu "Ihre Frau hat angerufen, Sie 
sollen noch 2 l Milch auf dem Heimweg mitbringen."

> Kurze Kontrolle am nächsten planmäßigen Halt sollte doch genügen.
> Ausserdem finde ich den Fall "Lokführer wird angerufen, weil Vieh auf
> auf der Strecke" doch ein bisschen konstruiert. Bei immer kürzer
> werdenden Taktungen reicht der die Zeit zwischen den Zuständen
> "Beobachter bemerkt Vieh auf der Strecke" und "Lokführer reagiert +
> Bremsweg(Zug)" sowiso selten ausreichend.

Bei den hohen Geschwindigkeiten ist der Lokführer eh überfordert bzw. 
überflüssig. Die Regel "auf Bremsweite fahren" kann man voll vergessen. 
Wenn einer auf den Gleisen steht - wups ist es auch schon zu spät.

> Nur meine Gedanken zu dem Thema.

Ja, wie bei mir. Mir geht es halt so, dass ich mich bei kniffligen 
Aufgaben besser konzentrieren kann wenn ich keine Ablenkung durch Radio, 
Telefon oder Geschwätz von Kollegen habe. Und ich vermute, dass das bei 
vielen (wie z. B. dem Lokführer) ebenso sein könnte.

von U. B. (Gast)


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> Mir geht es halt so, dass ich mich bei kniffligen
> Aufgaben besser konzentrieren kann wenn ich keine Ablenkung durch Radio,
> Telefon oder Geschwätz von Kollegen habe. Und ich vermute, dass das bei
> vielen (wie z. B. dem Lokführer) ebenso sein könnte.

Dem Multitasking sind (auch) beim Menschen Grenzen gesetzt; je weniger 
einfach die Aufgaben sind, desto mehr sinkt die Effizienz, s.u.


http://de.wikipedia.org/wiki/Multitasking_%28Psychologie%29
(Grenzen und Gefahren )

Lässt die Effizienz nach, wächst sicher auch die 
Fehlerwahrscheinlichkeit.

Wird telefoniert, ist zwingend eine Konzentration aufs Handy, dabei 
besonders auf die Gesprächsinhalte notwendig.
JEDE auch nur ein bisschen unerwartete Nachricht wird eine Irritation 
verursachen und ggf. das Umschalten zum nächsten "Task" verzögern.

Auch ein 'Frei'sprechen ändert dies nicht grundsätzlich; nur erbringt 
der Verkauf entsprechender Vorrichtungen "für die Sicherheit" leider zu 
viel Profit und Wachstum, als das man dies verbieten würde ...

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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J. Ad. schrieb:
> Relevante Absprachen muss der Fahrdienstleiter weit VOR der Kurve
> machen.

Wobei der natürlich nicht weiß, wo sich der Zug gerade befindet.

Aber es war nicht der Fahrdienstleiter, sondern der Zugbegleiter,
und der Inhalt des Telefonats war wirklich alles andere als zu
diesem Zeitpunkt dringlich.  Gepaart mit an dieser Stelle völlig
fehlender technischer Überwachung der Geschwindigkeitsabsenkung
hat es zur Katastrophe geführt.

Wikipedia hat eine recht gute, sachliche Darstellung des
Unfallhergangs:

http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnunfall_von_Santiago_de_Compostela

von Reinhard S. (rezz)


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Norbert M. schrieb:

> Das Analogon für den Straßenverkehr sähe wohl so aus: Du fährst schon
> lange auf der Autobahn 135, dann kommt genau ein Schild "Baustelle - 50
> km/h" und nach 200 m kommt 'ne Kurve (natürlich uneinsehbar, sonst wär's
> ja unfair), die du mit maximal 55 nehmen kannst. Klar bist Du Schuld,
> wenn Du nicht mehr bremsen kannst, aber bist Du auch 100% schuldig, wenn
> Du das Schild übersehen hast und deine Mitfahrer zerquetscht wurden?

Wobei man auf der Autobahn mit "Baustelle in 2km", "100", "80" und 
"60"-Schildern schon früh genug und mehrmals (!) auf sowas hingewiesen 
wird.

Das mit dem "Schild nicht gesehen" würde ich unter "Unwissenheit schützt 
vor Strafe" nicht einordnen, weil man als Fahrzeugführer ja dafür sorgen 
muss, alles mitzubekommen.

von Harald W. (wilhelms)


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Georg A. schrieb:

> In D sind übrigens die sehr peniblen Untersuchungsberichte des EBA (bzw.
> der EUB) nach Unfällen übrigens öffentlich auf der Webseite
> (http://www.eisenbahn-unfalluntersuchung.de).

Ich habe versucht, dort den Unfall in Eschede nachzulesen.
Kann es sein, das dort nur verhältnismäßig neue Unfälle
dokumentiert sind?
Gruss
Harald

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Harald Wilhelms schrieb:
> Kann es sein, das dort nur verhältnismäßig neue Unfälle
> dokumentiert sind?

Der erste Bericht datiert auf einen Vorfall vom 2002-09-09.  "relativ"
in "relativ neu" ist also durchaus relativ ;-), aber der Unfall von
Eschede ist zu alt dafür.  Da gab es diese Unfall-Untersuchungsstelle
wohl noch nicht (zumindest nicht in ihren derzeitigen Form).

Der Unfall von Köln-Brühl ist aber schon dabei (ist der Bericht mit
der laufenden Nummer 2).

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo J. Ad.

> Durch die Technologie-Ausverkaufspolitik der Manager ist es heute ein
> Allerweltsthema z. B. in China und hört hört in Spanien. Vor 20 Jahren
> hätte man sich spanischen Hochgeschwindigkeitszug so interessiert wie
> für französisches Bier.

Nein. Spanisch basierte Hochgeschwindigkeitszugtechnologie hat mit dem 
TALGO-Konzept eine lange Tradition seit den 30er/40er Jahren.
Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Talgo

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Hallo Bernd,

danke für den Link eine sehr interessante Lektüre, besonders auch mal 
nicht vom deutschen Weltenanabel aus gesehen. ;)
Namaste

von J. A. (gajk)


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Bernd Wiebus schrieb:
> Hallo J. Ad.
>
>> Durch die Technologie-Ausverkaufspolitik der Manager ist es heute ein
>> Allerweltsthema z. B. in China und hört hört in Spanien. Vor 20 Jahren
>> hätte man sich spanischen Hochgeschwindigkeitszug so interessiert wie
>> für französisches Bier.
>
> Nein. Spanisch basierte Hochgeschwindigkeitszugtechnologie hat mit dem
> TALGO-Konzept eine lange Tradition seit den 30er/40er Jahren.
> Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Talgo
>
> Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
> http://www.dl0dg.de

Ok, liest sich auch sehr stimmig.

von Bernd W. (berndwiebus) Benutzerseite


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Hallo Winfried J.


> danke für den Link eine sehr interessante Lektüre, besonders auch mal
> nicht vom deutschen Weltenanabel aus gesehen. ;)

Als Zugpassagier aus deutscher Sicht gesehen und rein auf 
Hochgeschwindigkeitszüge bezogen wird das ganze sehr depressiv, wenn man 
in einem TGV gesessen hat und in einen ICE umsteigen muss.

Solche Erfahrungen schulen im "über den Tellerand hinausblicken".  ;O)

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de

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