Ich habe mit Leasing-Autos bisher keine Erfahrung, daher die Frage an die, die es schon gemacht haben: Ich kann einen Nissan Leaf leasen, eventuell als "Firmenfahrzeug" (Selbständiger). Die Randbedingungen wären: 200 Eur im Monat 3 Jahre Laufzeit 10.000km pro Jahr Das Fahrzeug würde für Fahrten bis 30-40km einfache Strecke eingesetzt. Für größere Strecken würde ich auf die Familienkutsche umsteigen. Ein neues (gebrauchtes) Auto wäre spätestens Ende des Jahres eh fällig. "Sprit"kosten wären etwa 6 Eur/100km, gegenüber 13 Eur/100km bei einem Benziner. Stellplatz mit Stromanschluss, ausreichend Ladezeit sind vorhanden. Mehrkosten Strom geschätzt 600 Eur/Jahr, dafür entfällt der Sprit. Spritfressend sind bei uns zur Zeit die "kleinen" Fahrten (Kindergarten, Schule*, Arbeitsstelle). Mal abgesehen vom "Ich will das mal ausprobieren"-Faktor: Ist das unter den Bedingungen ein interessantes Angebot, oder ist das Dummfang? *) Ja, das ist hier leider nötig, da es keinen nennenswerten öffentlichen Nahverkehr gibt.
Timm Thaler schrieb: > 200 Eur im Monat > 3 Jahre Laufzeit > 10.000km pro Jahr Keine Einmalzahlung? Das ist der leckere Unterschied zwischen Privat- und Firmenleasing ...
Timm Thaler schrieb: > "Sprit"kosten wären etwa 6 Eur/100km, gegenüber 13 Eur/100km bei einem > Benziner. Mindestens das hast du dir schöngerechnet. Eine vergleichbare Schüssel sollte auch nicht mehr als 10€/100km kosten. Versicherung? Steuer?
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Keine Einmalzahlung? Keine Einmalzahlung in dem Fall auch für Privat, zumindest nach dem letzten Stand. Ulrich S. schrieb: > Mindestens das hast du dir schöngerechnet. Deutsche Benzinpreise, nicht amerikanische. Ulrich S. schrieb: > Versicherung? > Steuer? Wer übernimmt das normalerweise beim Leasing? Ist ja nicht mein Auto... ;-)
Timm Thaler schrieb: > Ulrich S. schrieb: >> Mindestens das hast du dir schöngerechnet. > > Deutsche Benzinpreise, nicht amerikanische. 6 Liter/100km zu 1,60€/l Super = 9,6€ Timm Thaler schrieb: > Ulrich S. schrieb: >> Versicherung? >> Steuer? > > Wer übernimmt das normalerweise beim Leasing? Ist ja nicht mein Auto... > ;-) Ich gestehe: Hab noch nie ein Auto geleast.
Ulrich S. schrieb: > 6 Liter/100km Das hast Du Dir jetzt schöngerechnet. Kenne keinen Benziner, der das realistisch schafft.
Timm Thaler schrieb: > Ulrich S. schrieb: >> 6 Liter/100km > > Das hast Du Dir jetzt schöngerechnet. Kenne keinen Benziner, der das > realistisch schafft. Kein Problem, z.B. mit einem Golf 1.2 TSI Wenn du Probleme hast, das mit einem vergleichbaren Benziner zu schaffen, wirst du mit dem Leaf nicht glücklich werden!
Timm Thaler schrieb: > Wer übernimmt das normalerweise beim Leasing? Ist ja nicht mein Auto... > ;-) Du bist zwar nicht der Eigentümer, trotzdem bist du der Halter und stehst im Fahrzeugschein. Somit bist du auch für Steuern, Versicherung, etc. zuständig. Allerdings gibt es Angebote, wo dass die Leasinggesellschaft trägt (und vorher schon auf die monatliche Raten umgelegt hat).
Jens PICler schrieb: > und vorher schon auf die monatliche Raten > umgelegt hat Daher auch die Frage, ob die 200 Eier im Monat nun eine günstige Rate sind oder nicht?
Häufig gibt es bei der Rückgabe des Wagens große Probleme mit dem geschätzten Restwert des Autos. Ist dieser geringer als beim Vertragsbeginn angesetzt, muß der Leasingnehmer nachzahlen. Damit kann das Leasing ziemlich schnell zu einem Verlustgeschäft werden.
Das solltest du noch selber auf die Reihe bekommen? Hier mal was zum vergleichen: http://www.sixt-neuwagen.de/
Ulrich S. schrieb: > Kein Problem, z.B. mit einem Golf 1.2 TSI Aber laut Auto Motor Sport auch nur unter Testbedingungen. > Wenn du Probleme hast, das mit einem vergleichbaren Benziner zu > schaffen, wirst du mit dem Leaf nicht glücklich werden! Ich hab zwei Hauptanwendungen: Kundenfahrten, mehrere hundert km Autobahn, dann ein bißchen Stadt. Auf der Autobahn kann ich mich mit 130-140 begnügen, darf auch schneller gehen. Hier fällt der Leaf aufgrund der beschränkten Reichweite eh weg. Die täglichen Fahrten (Kiga, Schule, Einkaufen). Hier ist der Benziner aufgrund der stetigen Lastwechsel, Beschleunigen, Abbremsen sicher nicht so effizient wie der Elektrokarren, der bei sinnvoller Fahrweise ja auch Energie speichern kann. Außerdem sehe ich beim Leaf den Verbrauch und kann mich darauf einstellen. Habe eigentlich gute Erfahrungen mit Verbrauchsanzeigen gemacht. Ulrich S. schrieb: > Hier mal was zum vergleichen: Da liegt der Toyota Prius bei 360 Eur ohne Anzahlung, allerdings ist der Prius auch nicht wirklich mit dem Leaf vergleichbar. Vielleicht käme ein Skoda Fabia von Größe und Ausstattung etwa mit dem Leaf hin, liegt bei 150 Eur. Angenommen der kostet 50 Eur mehr Sprit im Monat (100 Eur Benzin vs. 50 Eur Strom), wäre das ausgeglichen. Zum Thema Verbauch: Ich hatte vor kurzem einen kleinen Diesel von Renault als Leihwagen, mit automatischem Start, Verbrauchsanzeige und allerlei elektronischem Spielkram. Übernommen habe ich den mit 8l/100km, Zähler rückgesetzt, auf 2000km Strecke hab ich den gerade knapp unter 6l gebracht. Und das, obwohl auf den belgischen und französischen Autobahnen 120 angesagt war, kaum Stadtfahrten dabei waren und ich versucht habe, möglichst spritsparend zu fahren. Ich dachte echt, beim Diesel wäre man im Verbrauch schon deutlich besser.
Timm Thaler schrieb: > auf 2000km Strecke hab ich den gerade knapp unter 6l gebracht. > Ich dachte echt, beim Diesel wäre man im Verbrauch schon deutlich > besser. Ich vermute stark, dass hier das Prinzip "Hubkolbenmotor" an die Grenze kommt, denn ich kann mit meinem alten Renault Megane 1,9dci (mit allem Schmarrn) unter 5l/100km bleiben (nein, nicht nur den Berg runter, sondern über die Landstraße durch Ortschaften zur Arbeit einen ganzen Tank lang. Der reicht dann fast 1200km). Ich kann aber auch 8 Liter für die 100km verbrauchen, muss dann aber eine recht aggressive Fahrweise an den Tag legen, oder einfach immer gut Gasgeben und Bremsen... ;-) Timm Thaler schrieb: > "Sprit"kosten wären etwa 6 Eur/100km Ist da die "Tankabnutzung" auch schon mit drin? Immerhin kostet die Batteriemiete schon 79€/Monat (dafür fahre ich mit meinem alten Hobel schon mal gut 1000km)... http://www2.nissan.de/angebote/fleet/leaf/ Das gibt mir dann auch noch zu denken:
1 | Beispiel monatliche Batteriemiete inkl. MwSt. für eine Mietlaufzeit |
2 | von 36 Monaten und einer Gesamtfahrleistung von 30.000 km. |
Und 10000km/Jahr ist nicht allzuviel, da bist du schon mit deiner
Schätzung an der Obergrenze...
Verbleibt also nur noch der
> "Ich will das mal ausprobieren"-Faktor
Das ist letztlich der einzige wirkliche Grund, so ein Angebot
anzunehmen.
> Damit kann das Leasing ziemlich schnell zu einem Verlustgeschäft werden.
Naja, von irgendetwas muss der Leasing-Geber ja auch leben. Der hat
schließlich Büros, Mitarbeiter etc. Und Steuern zahlt der auch.
Also kann Leasen nur teurer sein als kaufen, ist doch logisch. Nur
wollen das viele Menschen nicht wahrhaben, dass Geld nicht aus dem
Nichts entsteht.
Leasen ist interessanter als ein Kredit, wenn man (als Unternehmen)
nicht flüssig ist oder wenn man eine Fahrzeugflotte hat und sich den
Auto-Betreuer sparen will, der ständig nach dem Rechten schaut.
Teuer sind beide Varianten, Kredit oder Leasing.
Unbekannt Unbekannt schrieb: > Also kann Leasen nur teurer sein als kaufen, ist doch logisch. Nur > wollen das viele Menschen nicht wahrhaben, dass Geld nicht aus dem > Nichts entsteht. Muss nicht sein, da ein Leasinganbieter Fahrzeuge in größeren Mengen günstiger bekommen kann als ein privater Einzelkäufer.
Timm Thaler schrieb: > Zum Thema Verbauch: Ich hatte vor kurzem einen kleinen Diesel > (...) > auf 2000km Strecke hab ich den gerade knapp unter 6l > gebracht. > (...) > Ich dachte echt, beim Diesel wäre man im Verbrauch schon deutlich > besser. Dann hat entweder das Auto ein Problem oder aber Dein Spritsparalgorithmus passt nicht zum Motor. Bei vergleichbarem Profil wie von Dir genannt ist es möglich, einen A180CDI (dreijähriger W169, "alte" A-Klasse, 2l-Dieselmotor) mit 5l zu bewegen. Bei reinen Stadtfahrten braucht der ca. 6.2l. Und den halte ich nicht für ein sparsames Auto; der ältere A170CDI (W168 von 2001) war mit etwa einem halben Liter weniger zufrieden.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Dann hat entweder das Auto ein Problem oder aber Dein > Spritsparalgorithmus passt nicht zum Motor. Da es ein Leihwagen war, nehme ich an, dass die schon regelmäßig überprüft werden. Gefahren bin ich den nach der Verbrauchsanzeige, die auch immer Hinweise zum Schalten gegeben hat. Allerdings sollen diese Anzeigen auch recht fehlerträchtig sein. Wie gesagt, Großteil französische Autobahn, 120, da kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Ich bin vor Jahren mal einen Renault gefahren, da gab es mit Chef einen Wettstreit, wer den am sparsamsten fährt. Chef hatte den dann auf 4l runter, allerdings hatte er auch das geruhsame Autobahnstück, und ist ausnahmsweise mal nicht 180 gefahren... ;-)
Timm Thaler schrieb: > Allerdings sollen diese Anzeigen auch recht > fehlerträchtig sein. Die Durchschnitsverbrauchsanzeige in meinem Fiesta funktioniert sehr gut, mit maximal 5% Toleranz. Damit kann ich gut leben. Früher notierte ich alle Verbräuche und Tankungen akribisch in einem Notizbuch über Jahre, auch um einen Überblick über den Jahresspritpreis und Verbrauch zu bekommen. Mache das inzwischen nicht mehr, seit dem das ABS-Steuergerät mal ein halbes Jahr defekt war, und der km-Stand in den Armaturen dann gar nicht mehr angezeigt wurde, dann ist es Nonsens. Während des Defektes des ABS-Steuergerätes blieb der km-Stand einfach stehen. Das Auto hat in Wirklichkeit 5000km mehr runter, als angezeigt wird. Jemand anderes geht ja auch sofort in die Werkstatt. Ich nicht, erst wenn ich die notwendigen Kröten dafür zusammen habe, und das kann schon ein halbes Jahr sein. ;-)
Timm Thaler schrieb: > Ulrich S. schrieb: >> Kein Problem, z.B. mit einem Golf 1.2 TSI > > Aber laut Auto Motor Sport auch nur unter Testbedingungen. Die Redakteure diese Zeitschrift sind ja bekannt dafür, dass sie besonders sparsam unterwegs sind. Aber ernsthaft, es ist schon möglich, diese Autos so zu fahren, dass der Verbrauch in der Größenordnung der Werksangabe liegt. Wenn du allerdings Probleme hast, diese Verbräuche einzustellen, dann wirst du mit eine E-Kiste nicht glücklich werden.
Der Thread ist eine Woche alt, doch trotzdem eine Ergänzung. Wenn der Nissan Leaf den Mobilitätsbedarf abdeckt, und am besten noch eine Lademöglichkeit zuhause besteht (beides scheint beim Thread-Ersteller gegeben zu sein), dann lohnt sich das 199-Euro-Leasing oft sehr. Das ist auch ein Sonderangebot, das sogenannte Botschafter-Leasing, auch nur noch erhältlich solange der Vorrat reicht. Beim 199-Euro-Angebot handelt es sich um den 2012er-Leaf, also nicht das neue 2013er-Modell, allerdings Fahrzeuge mit z.B. nur 10km und einer Tageszulassung. Das 2012er-Modell hat als Standard allerdings schon fast Vollausstattung, beim 2013er-Modell wurde verschiedene Ausstattungslinien eingeführt. Das 2012er-Modell entspricht als Standard schon fast der höchsten Ausstattungslinie beim 2013er-Modell, und die Extras wie Winterpaket und Solarspoiler sind bei diesem Angebot (soweit verfügbar) sogar ohne Aufpreis bei der monatlichen Leasing-Rate verfügbar. Kurzum: Es ist ein Schnäppchen. Zum Vergleich: Regulär kostet der neue Leaf Visia 223€ im Monat im Leasing, aber mit 5950€ Sonderzahlung. Die Sonderzahlung auf die monatlichen Raten umgelegt, wären das 388€ pro Monat. Also fast doppelt so viel! Und der Visia ist nicht so gut ausgestattet wie der alte (siehe oben). Man muß als Leasingnehmer natürlich trotzdem noch die Kosten für eine Voll-/Teilkasko am besten mit GAP-Versicherung mit einrechnen. Doch die bräuchte man für einen neueren Verbrenner wahrscheinlich auch. Ein Vorteil jedoch: Für Elektrofahrzeuge sind 10 Jahre keine KfZ-Steuer fällig. Zusätzlich gibt Nissan Standard-mäßig 3 Jahre Garantie auf das Fahrzeug, auf die Batterie sogar 5 Jahre Garantie... Wo es hier im Thread mehr Richtung Verbrauch eines Benziner-Golfs geht, auch spannendes Thema, war dies nun noch eine Ergänzung zu dem Ausgangs-Thema: Lohnt sich das Leasing-Angebot? Wenn man mit der Reichweite leben kann, und eine Möglichkeit zum Aufladen besteht: ja! :-)
Wenn man nach einem halben Jahr merkt, dass man mit der Reichweite nicht leben kann, kann man den Leasingvertrag dann vorzeitig kündigen? Geht für Leasing denn Teilkasko? Ich dachte bisher, Leasingfahrzeuge wären immer Vollkasko-versichert. Oder liegt das daran, dass es meist Firmenfahrzeuge sind, wo eine Vollkasko die Firma günstiger kommt?
Timm Thaler schrieb: > Geht für Leasing denn Teilkasko? Ist Teilkasko bei einem Neuwagen, den man nach Ablauf einer gewissen Zeit in möglichst perfektem Zustand zurückgeben muss, überhaupt eine Überlegung wert?
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