Hallo liebes Mikrocontroller.net,
ich bastel gerade an einem Netzteil nach den Manieren des Quick and
Dirty für meine Bachelorarbeit und habe dabei die folgende Schaltung
aufgebaut:
https://mail-attachment.googleusercontent.com/attachment/u/0/?attid=0.1&disp=emb&view=att&th=1402a9230858db3c&sadnir=1&saduie=AG9B_P9Geik0V6Ti1B76kt-Z5osA&sadet=1375103901611&sads=Y620FVwbfNahHYbuOzr8E5jtUoo
Das Problem was ich zu Anfang hatte, war das die knapp 30000uF beim
Aufladen den FI-Schalter haben kommen lassen. Also habe ich der
Schaltung die beiden 22\Ohm Widerstände verpasst um dieses Problem zu
beseitigen. Jetzt frage ich mich allerdings, wie viel Strom da
primärseitig fließt, da viele Leute davon berichten, dass bei
Transformatoren mit mehr als ein 1kVA der FI-Schalter kommt, selbst wenn
der Trafo sekundärseitig im Leerlauf ist und deswegen mit einem NTC der
Einschaltstrom primärseitig abgebremst wird.
Kann mir einer sagen ob ich mir da Sorgen machen muss oder obs bei
meinem 250VA Trafo (2x 115V und 2x22V) da nichts zu bedenken gibt (am
liebsten mit nem warum ;) )
Dudovitz schrieb:> den FI-Schalter haben kommen lassen.
Wenn wirklich der RCD (Fi) Schalter ausgelöst hat, gibt es ein
Problem mit Deiner elektrischen Installation. Bei Direktanschluss
von grösseren (typisch >500W) kann dagegen der Leitungsschutz-
schalter (Sicherungsautomat) auslösen. Bei Deinem 250W-Trafo
sollte das aber eigentlich nicht passieren.
Gruss
Harald
Ich würd mich eher mal fragen, warum der FI auslöst. Der Link
funktioniert nicht, aber ich schätze mal, du hast Primärseitig nur L1
und N verbunden, oder auch noch PE irgendwo? FI sollte ja nur bei einem
Strom >30mA über PE auslösen...
Wenn du mit FI den LS-Schalter meinst: Der löst bei einem zu hohen Strom
aus. Ohne Schaltplan kann ich nix genaues sagen, aber ich vermute mal,
du hast irgendwo einen Brückengleichrichter mit Kondensatoren aufgebaut,
im Einschaltmoment sind die Kondensatoren praktisch Kurzschlüsse und nur
durch den ESR begrenzt, was den großen Strom erklärt.
Gruß Christian
> war das die knapp 30000uF beim Aufladen den FI-Schalter haben kommen> lassen.
30mF als Ladekondensator is' auch ein Unfug.
Da verwendet man max. 10mF und eine höhere Trafospannung.
Das reduziert auch die Verlustleistung des Trafos, siehe:
http://www.meg-glaser.biz/geo/txt/dcdc.html
Grüße Löti
Hm dann lade ich es doch lieber nochmal hoch, aber wie du schon vermutet
hast, ist es eigentlich nur der Brückengleichrichter und halt 30000muF
die sekundärseitig nen kurzschluss machen. Sind diese erstmal geladen
ist auch der FI in der Haussicherung zufrieden.
Hatte das noch nicht mit den Trafos hier zu Hause probiert, sondern
bissjetzt nur mit zwei Trennstelltrafos.
@Löti: Wichtig ist in dem Bezug der Spruch "Quick and Dirty" Ich habe
eigentlich keine Zeit dieses Netzteil wirklich toll zu machen.
Verbesserungen schwirren mir irre viel im Kopf rum, das kommt aber nach
der Bachelorarbeit.
30mF sind in der Audiotechnik noch GARNICHTS. MBL verbaut in seine 6000
Euro CD Player schon fast das doppelte. Das Netzteil sollte einfach,
einfach sein und schnell aufgebaut werden ...
hm tjoar ist ne schöne Schaltung und langfristig soll es auch in die
Richtung gehen. Ich hät nur gerne mal nen Plan ob ich den NTC nicht auch
einfach weglassen kann. Ich glaube ich werds einfach ausprobieren und
wenns die Sicherung weg reisst weiter denken. Nen Kumpel hat das
Netzteil sehr ähnlich aufgebaut nur mit 10000uF und nem 80VA Trafo. Das
Netzteil läuft problemlos ohne jegliche Widerstände...
Dudovitz schrieb:> ...Netzteil.jpg...
Eigentlich baut man die Strombegrenzung an der Primärseite ein...
> ist auch der FI in der Haussicherung zufrieden.
Wenn wirklich der RCD (Fi) auslöst, stimmt irgendetwas mit der
Elektroinstallation nicht. Das würde ich nicht einfach ignorieren.
Gruss
Harald
Warum soll da was mit der Elektroinstallation nicht stimmen? Habe das
bei uns in der Hochschule gehabt. Ist das nicht auch das was passiert
wenn man kapazitive Geräte gleichzeitig einschaltet? Irgendwie kam mir
das Problem so logisch vor ...
@Löti: Wie kommst du jetzt auf die Schaltung? Warum 0.33Ohm und ohne
Schalter?
Meine Idee war halt, dass ich den Strom mit den 22Ohm Widerständen
sekundärseitig auf 30/22 = 1.36A reduziere und somit über die Leistung
meinen Strom an der primärseite auf 30^2/22 = 41W => 41/220 = 0.186A
reduziere, womit mir doch auf keinen Fall mehr ne Sicherung kommen
sollte.
Prüft der FI wirklich den PE Leiter? Ich dachte der schaut wie viel
Strom geht rein und wie viel geht raus? Ich werde hier immer verwirrter
:( Wegen dem FI macht man doch überhaupt ne Eingangsstrombegrenzung.
Weil der eben so hoch ist und die Sicherung zermürbt oder nicht?
> Warum 0.33Ohm und ohne Schalter?
Zur Reduzierung der Verlustleistung des Gleichrichters und Trafos.
Die Erklärung findest Du in meinen Link
Wenn der FI fällt ist die kapazitive Kopplung des Trafos an PE zu hoch.
Das hat mit dem Einschaltstrom nix zu tun sondern der Montage des Trafos
und der Elkos im geerdeten Gehäuse.
Wenn der LS fliegt is' es der Einschaltstrom. Bei einen 250VA
Ringkerntrafo kann ein "empfindlicher" LS schon mal fliegen.
Grüße Löti
P.S.
FI = Fehlerstromindikator
LS = Leitungsschutzschalter
Ahoi,
bei Netzfiltern ...., wie sie z. Bspl. für PC usw. verwendet werden,
tritt das gleiche Problem auf, je nach Auslösestrom des FI
Manche Kollegen haben sich da schon den Wolf geholt g
GW
Ein FI sollte nicht fliegen, aber bei einem guten 250VA Ringkern, kann
der LS schon mal Probleme machen. Die magnetische Kurzschlussauslösung
mag diese hohen Einschaltströme nicht. Ist so ähnlich wie bei großen
Schaltnetzteilen.
Ein NTC vor die Primärseite und der Spuk ist vorüber. Das bringt auch
fast keine Heizkosten.
Hm ... dann scheints doch der LS zu sein ... bin halt doch noch mehr
Theoretiker als Elektroniker ^^ dachte die kleinen Schalterchen im
Sicherungskasten sind allet FI Schalter ... wobei das sind die mit dem
richtig dicken Kasten wa?!
Empfiehlt es sich denn dann nur einen Widerstand auf die primärseite zu
packen und den via Schalter später kurz zu schließen? Sekundärseitig
habe ich dann doch wieder nen kurzschluss der nicht gut ist oder?
> FI Schalter ... wobei das sind die mit dem richtig dicken Kasten wa?!
Jear, you got it!
> Empfiehlt es sich denn dann nur einen Widerstand auf die primärseite zu> packen und den via Schalter später kurz zu schließen?
Nein Du sollst einen sich selbst erwärmenden NTC vorschalten. Der
verhindert, solange er noch kalt ist, einen zu hohen Trafostrom.
> Sekundärseitig habe ich dann doch wieder nen kurzschluss der nicht gut> ist oder?
Genau, daher auch die permanenten 0R33.
Grüße Löti
>Empfiehlt es sich denn dann nur einen Widerstand auf die primärseite>zu packen
Ein NTC macht dass ohne zusätzliche Beschaltung.
Wie der Name schon sagt, sinkt der Widerstand bei Erhöhung der
Temperatur.
Im Moment des Einschaltens liegen z.B. 2 - 4 Ohm (25°) in Reihe zum
Trafo. Der Arbeitsstrom erwärmt den Widerstand und sorgt dafür, dass im
Betrieb Null-komma-wenig-Ohm in Reihe zum Trafo liegen.
Wichtig ist nur, dass das Kerlchen rundum ein wenig Platz hat.
da hab ich ja ordentlich was verwechselt. Jut dann gehts mal schnell
Richtung Conrad, NTCs kaufen ...
Die 0R33 Widerstände müssen dann aber ganz schön Leistung können wa? Das
doch dann quasi U^2/R also 30^2/0.33 = 2.7kW ... zumindest extrem kurz.
Deswegen kamm ich auf die 22Ohm, da es dann nur 40W sind.
> aber zwecks dem schnell hintereinander aus- und einschalteffekt mach ich> da lieber nen Schalter drüber.
Das macht man nicht bei einen Netzteil dieser Leistung sonst gehen der
Trafo und die Elkos vorzeitig hops und zwar sehr schnell!
Grüße Löti
meinst du generell das Ding schnell hintereinander ein und ausschalten
oder wie? Drauf anlegen will ichs auch nicht, aber wenn man den
Verstärker mal versehentlich aus macht und dann gleich wieder anmacht,
fliegt die Sicherung, weil der NTC noch zu heiß ist. Warum sonst sollten
das so zimlich alle Hersteller mit nem Relais machen?
Wie schauts aus mit der Leistung für den 0.33Ohm Widerstand? Wo ist der
nonsens in meiner Rechnung, wo der realistische Wert?
> meinst du generell das Ding schnell hintereinander ein und ausschalten> oder wie?
Was bitte sonst?
> Warum sonst sollten das so zimlich alle Hersteller mit nem Relais machen?
Weil das in HiEnd-Bereich für die Kunden besser aussieht.
> Drauf anlegen will ichs auch nicht, aber wenn man den Verstärker mal> versehentlich aus macht und dann gleich wieder anmachtDann wartest Du bitte eine Zigarettenlänge. 10 Minuten
Es geht hier auch um die Erwärmung des Trafos, Gleichrichters und der
Elkos, nicht nur um den NTC!
> Wie schauts aus mit der Leistung für den 0.33Ohm Widerstand?
Kannst Du über den durchschnittlichen AC-Strom berechnen.
Grüße Löti
Dudovitz schrieb:> sorry Walter, aber das hab ich nicht verstanden. Den Riso? Was soll das> denn sein und welches Filter meinst du? Die Siebeelkos?
Servus Dudowitz,
mit Riso ist der Isolationswiderstand gemeint. Irgendein Bauteil ist
mit dem PE verbunden/angeschlossen, in Verbindung -
GW
Ist es denn ein reiner FI (RCCB) oder ein FI/LS-Schalter (RCBO)?
Eine scheinbar flapsige oder coole Ausdrucksweise zeugt meistens von
Unsicherheit oder Ungenauigkeit oder Nichtwissen (mal FI, mal Sicherung
welche „gerissen“ wird)
Von einem zukünftiger „Bachelor“ würde ich mehr erwarten, er sollte
gelernt haben Sachverhalte präziser zu formulieren.
Der Einschaltstromstoss eines größeren (harten) Trafos kann zur
Auslösung führen, auch bei sekundärem Leerlauf, selbst bei der günstigen
Einschaltung im Spannungsmaximum. Hat der Kern bei der letzten
Abschaltung eine entgegengesetzte Remanenz erhalten ist es der worst
case Fall. Hast Du selbst beschrieben. In der Literatur und im Netz gibt
es den Kurvenverlauf des Stromes mit DC! Anteil bis zum Erbrechen oft.
Das muß nichts mit einem Fehlerstrom zu tun haben. Ohne nun zu suchen,
jede Wette es wurde auch hier schon diskutiert.
Quick & dirty frickeln ist ok, quick & dirty denken nicht.
Wie oben schon gesasgt, haben wir den Fehler schon gefunden. Der der
zukünftige Bachelor ist halt nen dummer Junge und vergas dass FI nicht
gleich der LS ist. Zum Thema mehr erwarten: Sicherungskästen werden im
Studium nicht behandelt, damit hat der Ingenieur der Handys bastelt halt
auch einfach nichts mehr mit zu tun ;) Sachverhalte drücke ich in meiner
Arbeit schon präziese aus, dass heißt aber nicht, das ich mein Leben
lang so Rede wie in einer wissenschaftlichen Arbeit. Danke fürs
Kommentar und bitteschön! Hab mich schon gewundert nen Thread im
mikrocontroller.net ohne so ne Sprüche machen zu können ...
Naja, in Handy's sind die Trafos viel kleiner und schneller, aber sie
gehorchen der selben Physik.
Allerdings kann ich mich gut erinnern, was ich vor 30Jahren alles nicht
verstand und wie vielleicht Lichter mir inzwischen aufgegangen sind.
Also nicht bös sein, wenn wir Oldies uns wundern, sondern in 30Jahren
dran erinnern, daß wir recht hatten ;-)
>30mF sind in der Audiotechnik noch GARNICHTS. MBL verbaut in seine 6000
Euro CD Player schon fast das doppelte.
Hmmm. ja. Dort wird noch einiges, das sonderbar ist gemacht. Von dem
solltest du dicht loesen.