Programm zur Impedanzberechnung

Gast #3263657
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Hallo!

Da ich momentan viel mit komplexen Impedanzen rechne suche ich ein 
Programm, dass mir die Arbeit etwas vereinfacht. Mir passieren bei 
längeren Rechnungen mit komplexen Netzwerken, die schonmal 2 DINA4-Seite 
Lang sein können Flüchtigkeitsfehler.

Also ich brauche entweder ein Tool, dass mir beim Umformen hilft oder 
ein Programm bei dem man evtl. sogar direkt die Verschaltung der 
Impedanzen angeben kann und dann eine Formel rausfällt.
Die Frequenz sollte jedoch als Variabel bestehen bleiben, also nicht wie 
bei den gängigen Impedanzmatching tools.

Gibt's sowas? :-)

Ich könnte auch die Schaltungen mit Spice simulieren, ich bevorzuge aber 
den analytischen Ansatz bei meiner aktuellen Problemstellung...

Grüße,

Kai
Gast #3263685
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Ich probier es mal, indem ich ein stark vereinfachtes Beispiel mache:

UIN
 |
+-+
|R|
|1|
+-+
 |
 *----+--- UOUT
 |    |
+-+   |
|R|  ---
|2|   C
+-+  ---
 |    |
GND  GND


Die Impedanzen sind:
R1, R2 und Zc (definiert durch C)

ZR1 = R1
ZR2 = R2
ZC  = 1/(i*omega*C)

UOUT = UIN * (1/ZC + 1/ZR1) / (1/ZC + 1/ZR1 + R2)

=> Wenn man jetzt anfängt einzustzen und das ganze umzuformen, dass man 
ein lesbares Ergebnis bekommt wirds aufwändig. Der Weg ist klar, aber 
meine grauen Zellen sind nicht mehr darauf gestrickt sich gut genug zu 
konzentrieren und mir passieren Flüchtigkeitsfehler.
Die eigentliche Netzwerke sind noch deutlich komplexer.

Ein Smithchart hilft leider nicht, weil ich nicht die Werte der 
Impedanzen einsetzen will, sondern flexibel als Variable in der 
Endformel haben will.
Gast #3263701
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Wie wäre es mit einer klassischen Knotenpotentialanalyse?

Matrizen von Hand aufstellen sollte übersichtlich machbar sein.
Beim Lösen kannst du dann z.b. Matlab mit dem syms Befehl + Cramer'sche 
Lösungsformel nutzen.
Gast #3263712
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Jo, hast recht, die Formel ist verkehrt. Das perfekte Beispiel für nen 
Flüchtigkeits fehler. Ich schau mir das Tool mal an!

Auch wenn ich mich jetzt als dumm oute: Knotenpotentialanalyse sagt mir 
nichts, muss ich mir auch mal anschauen :-)
Gast #3263793
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Kann Mathcad jetzt noch die Formel umformen, sodass man nicht von Anfang 
an mit konkreten Werten rechnen muss?

Sagen wir mal, ich will z.B. eine Formel für den Phasenwinkel in die ich 
beliebige Werte für R1, R2 C und omega einsetzen kann.
#3263817
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In dem Beispiel mit Mathcad wurde Mathcad als "Taschenrechner" für 
komplexe Zahlen verwendet. Das kannst du auch mit jedem der freien 
Mathe-Programmen haben, z. B. Scilab, Octave, Freemat.
Das Programm berechnet dir nicht die Formel. Genau damit hast du aber 
doch das Hauptproblem. Deshalb brauchst du zuerst ein anderes Programm 
um überhaupt zu der Formel zu kommen.
Gast #3263918
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Also wenn ich es richtig sehe, macht SAPWIN nur das, was ich noch gut zu 
Fuss hinbekomme.

Für einen einfachen RC Filter bekomme ich mit Sapwin z.B.:
1/(1+C1*R1*s)



Ich hätte aber gerne ein Ergebnis in der Form:
(1/(C1^2*R1^2*omega^2))  -j*(omega*C1*R1/(1+C1^2*R1^2*omega^2))

^------realteil-------^  ^-------------imaginärteil-----------^
Gast #3263954
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Du kannst das Ergebnis von sapwin in maxima umformen:

(%i9) f : 1/(1+C1*R1*%i*w);
                                      1
(%o9)                           --------------
                                %i w C1 R1 + 1
(%i10) realpart(f);
                                      1
(%o10)                          --------------
                                 2   2   2
                                w  C1  R1  + 1
(%i11) imagpart(f);
                                    w C1 R1
(%o11)                         - --------------
                                  2   2   2
                                 w  C1  R1  + 1
(%i12)

Cu
Gast #3263955
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Fast nie, ich brauche sie aber :-)

Klar, s wird durch j*omega substituiert. Die darauf folgenden 
Umformungen will ich mir halt vereinfachen.
Wie mit Stift und Papier geht ist klar, aber da passieren mir halt 
Flüchtigkeitsfehler, die ich gerne vermeiden will.

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