Ich stehe vor einem Problem:
Ich befinde mich in einem Firmennetz zu Gast (typisch Fritzbox:
192.168.178.x) und muss zu einem anderen Kundennetz eine VPN-Verbindung
aufmachen.
Das etablieren der (PPTP-) Verbingung klappt noch, aber danach kann ich
keines der dortigen Geräte erreichen. Ich weiss, dass dort auch eine
Fritzbox und demzufolge ohne Nachzudenken ebenfalls das Netz auf die
Adresse 192.168.178.x eingerichtet wurde ...
Was kann ich tun? Wegen der Verbreitung der Fritzboxen und der meist
selbstverständlichen Übernahme der Voreistellungen wird es dieses
Problem wohl öfters geben.
(Probeweise habe ich meinen UMTS-Router benutzt, der mir ein rel.
exotisches Netz mit 192.168.200.x bietet. Das geht dann sofort und zeigt
mir, dass obiges Problem tatsächlich mit den Adressen zusammenhängen
muss.)
Ich benutze Mac OS X und den eingebauten PPTP-Clienten.
Hi,
Bin mir nicht ganz sicher, aber evtl. kannst du das Routing so
einstellen das wirklich sämtlicher Datenverkehr über den VPN geht. Dann
müsste er das andere Netz bevorzugen. Hat den Nachteil dass du
nichtmetrisch ins eigene kannst.
Evtl kann ein gewiefter itler sowas wie nen lokalen Proxy machen, so
dass du wenns nur für einen port ist über den localhost ein rerouting
über den VPN machen kannst.
Grüße
Es gibt 2 Möglichkeiten zwei Netze mit gleichen Adressbereichen
miteinander per VPN zu verbinden.
Falls Du nur mit einem Rechner in ein VPN-Netz willst, ließ bitte den
Text weiter unten nach der Trennlinie.
1. Du machst ein VPN auf Layer2 Basis, sprich auf Ethernet Basis. Das
ist dann so wie ein langes Netzwerkkabel. Ein Problem könnte da DHCP
werden, aber das kannst Du entweder abschalten, oder auf dem VPN-Rechner
rausfiltern.
Eine Anleitung dazu gibts hier:
http://www.dd-wrt.com/wiki/index.php/OpenVPN_-_Site-to-Site_Bridged_VPN_Between_Two_Routers
Das ist vermutlich die Lösung die für Dich zweckmäßiger ist. Natürlich
musst du noch aufpassen, dass Du keine einzelne IP-Adresse doppelt
vergeben hast. Du hast halt damit ein großes LAN.
2. Du machst einen transparenten Router. Das ist eigentlich so nicht
vorgesehen, aber es ist technisch möglich. Grob gesagt musst Du Deinen
VPN-Router so konfigurieren, dass der gezielt auf ARP-Anfragen
antwortet. Keine Ahnung wie das geht, aber da hat sicherlich schon mal
jemand was gemacht. Das ist aber eher spekulativ.
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Es kann auch sein, dass ich Dich falsch verstanden habe. Kann es sein,
dass Du einfach nur in ein Kundennetz rein willst, aber zufälligerweise
das Netz über das Du ins Internet gehst im gleichen Adressbereich liegt?
Falls so mache folgendes:
1. Erwürge einen diese NA(P)T Fanboys die behaupten NA(P)T sei was
tolles und ein Sicherheitsfeature und IPv6 sei ja so schlimm. Der ist
mit dran schuld an Deinem Problem. Ihn zu erwürgen löst einen kleinen
Teil des darunterliegenden Problems und ermöglicht Dir Deinen Frust
abzubauen um logisch an die Sache ran zu gehen.
2. Überlege Dir Folgendes:
Musst Du auf die Rechner in Deinem lokalen LAN zugreifen? Nö, warum,
also raus mit dem Routingeintrag:
route del net 192.168.178.0/24
Aber Moment, auf einen Rechner musst Du ja noch zugreifen können, den
Router, der schickt ja alle Daten ins Internet raus. Also noch einen
Eintrag anlegen. (kann sein, dass der schon drin ist)
route add net default gw 192.168.178.1 (oder so)
Jetzt kannst Du die VPN-Verbindung aufbauen. Dort wird dann ein neuer
Routingeintrag angelegt.
Was ist, wenn ich mit eine iphone im Urlaub über eine fritzbox per von
in mein heimatnetz möchte, wo ebenfalls eine fritzbox werkelt. Beide
sind blöderweise in selben subnetz 192.168.178.x
Wie man auf dem iPhone eine VPN Verbindung einrichtet, ist mir klar.
Ich habe diesen Thread so verstanden, dass es hier um eine VPN
Verbindung bei zwei Netzen mit gleichem Subnetz geht?!
Und genau das wäre mein Problem: Ich bin mit meinem iPhone im WLAN von
Fritzbox A und stelle eine VPN Verbindung zu Fritzbox B her. Zwar kann
ich eine VPN Verbindung aufbauen, aber ich kann nicht auf die Clients im
Netz der Fritzbox B zugreifen. Und hier vermute ich eben als Problem
dass beide Fritzboxen das Subnetz 192.168.178.x nutzen...
Florian W. schrieb:> Und hier vermute ich eben als Problem> dass beide Fritzboxen das Subnetz 192.168.178.x nutzen...
Du vermutest richtig. Ändere eines der Subnetze und fertig. Alles andere
ist Murks.
Florian W. schrieb:> Wie man auf dem iPhone eine VPN Verbindung einrichtet, ist mir klar.
Hättest du den AVM Artikel trotzdem gelesen, wärst du schnell darauf
gestossen: Punkt 1: Vorbereitungen: IP-Netzwerk der FRITZ!Box anpassen.
Florian W. schrieb:> Wie man auf dem iPhone eine VPN Verbindung einrichtet, ist mir klar.
Da steht auch folgendes drin:
> IP-Netzwerk der FRITZ!Box anpassen> Beide Enden einer VPN-Verbindung müssen IP-Adressen aus unterschiedlichen> IP-Netzwerken verwenden. Wenn das iOS-Gerät mit einem Router (z.B. einer> anderen FRITZ!Box) verbunden ist, der das gleiche IP-Netzwerk wie Ihre> FRITZ!Box verwendet, ist keine VPN-Kommunikation möglich.
Florian W. schrieb:> Wie passt dazu die Antwort von Christian B. (casandro) 03.08.2013 08:50?
Meiner Meinung nach gut, er redet ja nicht von FritzBoxen oder iPhones.
Reinhard S. schrieb:> Florian W. schrieb:>> Wie passt dazu die Antwort von Christian B. (casandro) 03.08.2013 08:50?>> Meiner Meinung nach gut, er redet ja nicht von FritzBoxen oder iPhones.
Meiner Meinung nach gar nicht, weil es so nicht funktioniert. Die
Fritzbox routet keine Pakete nach draußen, deren IP-Adressen im eigenen
Subnet liegen. Da muß man mehr oder weniger tricksen. Siehe u.a. hier:
http://dev.nip-it.de/wordpress/2014/08/24/11-nat-oder-wie-man-gleiche-netzwerke-miteinander-verbindet/
Keine Ahnung, ob die Frickelboxen das überhaupt können. Aber wer nicht
in der Lage ist, das Subnet zu ändern, wird mit 1:1 NATing erst recht
überfordert sein.
NB: Die Frickelboxen werden im Enterprise-Umfeld von der sonst mit Cisco
verheirateten Telekom als VDSL-Modems empfohlen, an Stelle eines
VDSL-Moduls in einem Cisco. ;-)
Für NAT bei VPN und Konflikten mit den IP Adressen taugen sie aber
bestenfalls, wenn man OpenWRT draufflasht. Weil sie dafür nicht gebaut
sind, und man zu wenig frickeln kann.
A. K. schrieb:> NB: Die Frickelboxen werden im Enterprise-Umfeld von der sonst mit Cisco> verheirateten Telekom als VDSL-Modems empfohlen, an Stelle eines> VDSL-Moduls in einem Cisco. ;-)
OMG, wie runtergekommen ist der Verein =8O. Aber seitdem sie das
Consumerzeugs von Linksys mit ihrem Kuckuck bekleben, wundert mich nix
mehr.
Icke ®. schrieb:> OMG, wie runtergekommen ist der Verein =8O.
Vielleicht kennen sie die VDSL-Module von Cisco und empfehlen deshalb
AVM. Nicht wirklich als Router, sondern bloss fürs VDSL. Hat neben dem
Preis auch den Vorteil, dass man je nach Ort auch statt dessen einen
Kabelfritz einsetzen kann, ohne das sich substantiell etwas ändert.
> Icke ®. schrieb:>> OMG, wie runtergekommen ist der Verein =8O.
Das bezieht sich auf Cisco. Es gab mal Zeiten, da stand dieser Name für
Technik von hoher Professionalität und Qualität (die auch nur von
qualified professionals beherrscht werden konnte, aber das ist eine
andere Geschichte) Eine solche Empfehlung wäre zu dieser Zeit als
Gotteslästerung betrachtet worden.