[Dumme Frage :] Brauche ich JTAG-Adapter für das LCPH2106 ?

Gast #233510
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Hallo,

ich werde aus den verschiedenen Beschreibungen nicht ganz schlau.
Brauche ich zum Programmieren (also dem reinladen von SW , nicht
debuggen) den JTAG-Adapter oder reicht dafür der integrierte Bootloader
(ist der eigentlich immer ab Werk drin?)?

Ich möchte mir das LCPH2106 <www.elmicro.com/de/lpchb.html> kaufen und
der Händler will wissen ob ich auch den JTAG-Adapter möchte.

Grüße und Danke für Antworten
Erik the Vikinger
Persönliche Seite #233512
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Zum 'reinladen von Software ist kein JTAG-Adapter erforderlich. Dazu
genügt es, die serielle Schnittstelle (über entsprechende Treiber) mit
einem PC zu verbinden und auf dem PC die frei von Philips verfügbare
Downloadsoftware zu verwenden.

Jedoch empfiehlt sich ein JTAG-Adapter, da ohne den im Grunde
genommen kein Debuggen möglich ist.

Allerdings funktionieren Parallelport-JTAG-Adapter ("Wiggler") unter
Windows nur sehr eingeschränkt (mit dem dafür gedachten "OCD
Commander" bzw. "OCD Remote" der Firma Macraigor ist das ganze
extrem zäh) oder nur mit ziemlich teurer Software (Rowley Crossworks
for ARM kann unter Windows ganz vorzüglich mit einem
Parallelport-JTAG-Adapter arbeiten, kostet aber 750 EUR).

Der Händler sollte allerdings seinen Beschreibungstext auch mal selber
lesen:

  "Außerdem verfügen die Boards natürlich auch über
  einen Anschluß für JTAG-Programmieradapter
  (außer LPC-H2106)."

Toll. Will Dir einen LPC-H2106 verkaufen und 'nen daran nicht
anschließbaren JTAG-Adapter.
Gast #233514
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Hallo,

> Zum 'reinladen von Software ist kein JTAG-Adapter erforderlich.
...

Danke für diese Info.

Das mit dem fehlendem Debuggen ist mir bewusst. Dann muss es eben mit
OSZI und Debug-Ausgaben auf der zweiten Seriellen gehen. So hab ich
über ein Halbes Jahr auf PIC17C und PIC18F programmiert und damit eine
"auslieferbare" SW (mit viel Mathematik) erzeugt.

Das ganze ist für ein privates Projekt und es soll möglichst preiswert
sein.

Grüße
Erik
Gast #233516
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Hallo,

> ein ARM ist eine andere Grössenordnung als ein simpler PIC
also die Perepherie in einem PIC hat auch so ihre Tücken und die
Komplexität eines Programms hängt an der CPU-Gattung fest. Die CPU gibt
höchsten bestimmte Einschränkungen vor und das ist der LCP2106 auch
nicht gerade der großzügigste, ist zumindest mein erster subjektiver
Eindruck. Erfahrung mit ARM hab ich jedenfalls schon etwas, auch mit
eher schlechten Debug-Möglichkeiten.

> ... ist wenigstens ein JTAG-Adapter zum Debuggen kaum verzichtbar.

wenn man etwas Übung beim Debuggen ohne Debugger hat dann ist das,
denke ich, nicht das große Problem. Mein Programm soll in C/C++
programmiert werden und weitestgehenst platformunabhängig sein so das
ich die eigentliche Funktionalität auch auf einem richtigen PC testen
kann. Für die Hardwareabhängigen SW-Module hilft vor allem eine
einfache und klare Spezifikation und eine ordentliche, möglichst
vollständige, "Endkontrolle".
Ich stand jedenfalls schon vor mehr Problemen die man nicht mit einem
Debugger analysieren/lösen konnte als vor Problemen die man nur mit
dem Debugger schaft.
Am wichtigsten, beim Verzicht auf einen Debugger, ist eine
funktionierende Ausgangsbasis, welche in diesem Fall aus dem
Startup-Code und dem Zugriff auf die UARTs besteht und das bekommt man
ja als Demo fix und fertig mitgeliefert. Ab da gehts schon viel
leichter.

Grüße
Erik

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