Hallo,
ich möchte meine bald fällige Abschlussarbeit mit Latex schreiben. Nun
bin ich auf der Suche nach einer Anleitung (möglichst in Tutorialform).
Ich bin für sowohl Anleitungen online, als auch für Buchvorschläge
offen. Ich habe mal bei Amazon gesucht, doch ich bin mir nicht sicher
welches für meine Zwecke am dienlichsten ist. Vllt hat ja jemand schon
Erfahrungen mit dem einen oder anderen und kann mir abraten bzw kann es
mir empfehlen.
Gruß Steffi
Ich denke nicht, dass du unbedingt ein Buch benötigst. Damals (>20J)
habe ich mit einem Tutorial gearbeitet. Google doch mal nach "LaTeX
Tutorial" oder "LaTeX Einstieg".
z.B.
http://ewh.ieee.org/sb/austria/jkul/images/LaTeX/ieee_sb_linz_latex_einfuehrung.pdf
oder schau mal unter Dante (Deutsche TeX Benutztervereinigung)
http://www.dante.de/tex.html
Wenn du mit dem Tutorial durch bist, dann kann ich dir den
LaTeX-Begleiter von Frank Mittelbach empfehlen, ist aber kein direktes
Einsteigerbuch.
Vielen Dank,
werde mir die Vorschläge mal anschauen. Die schwierigkeit ist zwischen
allen Handschuhen und Peitschen noch die Treffer raus zu sortieren.
Gruß Steffi
Steffi schrieb:> Die schwierigkeit ist zwischen> allen Handschuhen und Peitschen noch die Treffer raus zu sortieren.
Das kann man Guggel doch gleich mit erledigen lassen:
latex -peitsche -handschuh
hat zwar nicht direkt mit latex zu tun, trotzdem ein tipp, der mir für
meine arbeiten sehr geholfen hat (am besten lesen vor man allzuviel
geschrieben hat):
ISBN 978-3446406957 "Technisches Schreiben: (nicht nur) für
Informatiker"
weiters (wenn auch nicht direkt ein einstieg):
ISBN 978-3-8273-2659-1 Thomas Berndt, "LaTeX - Der typografische
Einstieg"
und als Tutorial/Einstieg im Anhang die Übungszettel und Doku von einem
LaTeX-Kurs, den ich mal an der Uni belegt habe...
Falls ich irgendwas vergessen habe in die zip-Datei zu packen einfach
schreien, wird nachgeliefert...
Steffi schrieb:> werde mir die Vorschläge mal anschauen. Die schwierigkeit ist zwischen> allen Handschuhen und Peitschen noch die Treffer raus zu sortieren.
Die Trefferquote ist deutlich höher, wenn Du nach "LaTeX" suchst."
:-)
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:
Weisst Du darüber konkretes?
Mein Eindruck bei Gurgel war eher, dass die Scheibweise fast egal ist --
wäre ja nur konsequent, denn korrekt schreiben können oder wollen die
Kids ja eh nicht mehr.
Ich hatte eben nochmal probiert -- wenn ich Anführungszeichen verwende,
bleibt mir die Werbung erspart, aber die (ersten) Resultate sind wohl
gleich. Aber das hängt wohl auch von Cookies usw. auf dem verwendeten
Rechner ab?
Salewski schrieb:> Harald Wilhelms schrieb:>> Weisst Du darüber konkretes?
Bei der Schreibweise in Gänsefüsschen wird genau nach dieser
Buchstabenfolge gesucht. Allerdings werden innerhalb eigentlich
falscher Links bewusst auch ähnliche Wörter eingefügt, um mehr
Treffer zu erzielen. Zumindest bei mir waren aber mindestens
80% der Links der ersten Seite wirklich für die Textverarbeitung
zuständig.
Gruss
Harald
Du solltest dir unbedingt www.lyx.org ansehen. Damit schreibst du LaTeX
wie in Word und Co und brauchst in 95% der Fälle gar kein LaTeX mehr
können. Es ist natürlich trotzdem nützlich, die Funktion von LaTeX unter
der Haube zu kennen, aber mit LyX brauchst du dir nicht mehr all die
Befehle merken, und du arbeitest mit einer benutzerfreundlichen
Oberfläche auf einer guten Annäherung des realen Aussehens deines
Textes. Das nimmt einem echt viel Arbeit ab (auch im Bezug auf Grafiken,
Grafikformate, Ausgabeformate usw., was fast alles automatisch erkannt
und ggf. umgewandelt wird) und kann auch ganz ohne LaTeX-Kenntnisse
bedient werden. Anleitung und Tutorial sind enthalten. Eine sehr
nützliche Funktion für längere Arbeiten, die LaTeX alleine nicht hat:
wenn auch mal wer anders Korrekturliest, zeigt die
Überarbeiten-Funktion, wer welche Änderungen am Text gemacht bzw.
vorgeschlagen hat.
Nur die BibTeX-Datei muss man noch per Hand schreiben. LyX kann die
lesen und daraus Auswahlmenüs anzeigen, aber nicht selber erstellen.
Unter Linux gibt es dafür KBibTeX.
J. Wa. schrieb:> LaTex ist fast eine Programmiersprache.> Wenn du selbst kein Programmierer/-in bist, würde ich was anderes> nehmen, z.B. MS Word.
Also benutzen nur Programmierer LaTeX oder wie? Dachte immer das gerade
im wissenschaftlichen Bereich LaTeX ziemlich verbreitet ist...
Stefan Rand schrieb:> Such mal "l2kurz".
ist auch in meiner zip-datei oben enthalten ;-)
X2 schrieb:> im wissenschaftlichen Bereich
im technisch-wissenschaftlichen bereich.
architekten, psychologen, den größten teil der biologen kann man mit
latex jagen.
physiker, mathematiker, informatiker, teilw. maschinenbauer haben latex
zu einem großen teil schätzen gelernt.
eine ehemalige schulkollegin wurde von ihrem freund (informatiker)
"gezwungen", ihre diplomarbeit (psychologie) mit latex zu schreiben.
nach dem ersten kapitel war sie froh darüber, davor hat sie word
vermisst...
J. Wa. schrieb:> LaTex ist fast eine Programmiersprache.
erst wenn man seine eigenen templates schreiben will. mit fertigen
templates ist es eine textauszeichnungssprache (das fett, das kursiv,
hier ein neues kapitel/neuer absatz/...)
> im wissenschaftlichen Bereich LaTeX ziemlich verbreitet ist...
Ja, und die Wissenschaftler können fast alle programmieren.
Ich habe nicht geschrieben, dass LaTex für Nicht-Programmierer total
ungeignet wäre, sondern dass ich für Nicht-Programmierer was anderes
empfehle.
Die beste Literatur für LaTex:
The LATEX Companion, by Frank Mittelbach
Meine Freundin studiert Englisch Lehramt; sprich sie muss viel
schreiben. Als sie das letzte mal Probleme damit hatte die Seitenzahlen
richtig zu formatieren, oder nach dem einfügen einer Seite nicht das
komplette Dokument neu zu formatieren habe ich ihr LaTex gezeigt. Nur
ein fertiges PDF. Ihre Worte: "Oh man, das schaut ja wesentlich besser
aus als mit Word..!" Sie hat also keine Ahnung von Programmieren, ich
hab ihr die Basic's gezeigt und ihr MikTex und TexMaker installiert.
Seit dem Tag schreibt sie nur noch mit LaTex. Es gibt sogar bestimme
Sachen die sie mit Word nicht machen kann (Ich kenn mich nicht wirklich
aus, aber irgendwie muss sie Sätze immer in bestimmte Bauteile
gliedern).
Sprich, wer der Englischen Sprache mächtig ist, und sich halbwegs
konsequent an bestimme Befehle halten kann, kommt mit LaTex zurecht. Von
WYSIWYG-Editoren für Tex würde ich abraten. Lieber gleich hinsetzen und
sich damit befassen.
Meine Partnerin hatte ihr Doktorarbeit (Mediävistik) auf einem Atari 260
mit LaTeX geschrieben. Also keine Naturwissenschaftlerin.
Mit einem 500 Seiten Dokument wird man mit Word nicht glücklich.
Grüsse,
René
J. Wa. schrieb:>> im wissenschaftlichen Bereich LaTeX ziemlich verbreitet ist...>> Ja, und die Wissenschaftler können fast alle programmieren.> Ich habe nicht geschrieben, dass LaTex für Nicht-Programmierer total> ungeignet wäre, sondern dass ich für Nicht-Programmierer was anderes> empfehle.>> Die beste Literatur für LaTex:> The LATEX Companion, by Frank Mittelbach
War auch eher eine rhetorische Frage...
Die Empfehlung einfach Word zu benutzen fand ich nicht so wirklich
passend. Spätestens wenn man das 5te mal die Formatierung in Word aus
wahnwitzigen Gründen zerstört hat liebt man LaTeX...
> ich möchte meine bald fällige Abschlussarbeit mit Latex schreiben.
Sorry, aber das passt nicht zu LaTex.
Wenn man sich unter Zeitdruck erst einarbeiten muss, dann wird das
eher schwierig, und man/frau wäre mit einem Klickibunti besser bedient.
J. Wa. schrieb:> LaTex ist fast eine Programmiersprache.> Wenn du selbst kein Programmierer/-in bist, würde ich was anderes> nehmen, z.B. MS Word
TeX ist nicht nur "fast" eine Programmiersprache. Wenn man
Turing-Vollständigkeit als Kriterium für Programmiersprachen nimmt, ist
es eine vollwertige, allgemein nutzbare Programmiersprache. So wie
PostScript oder C.
LaTeX ist im Wesentlichen eine Sammlung von Makros/Befehlen, die auf TeX
aufbauen und wie eine rein deklarative Auszeichnungssprache aussehen.
Kaum ein Anwender wird je auch nur eine bedingte TeX-Anweisung
ausführen, oder gar Schleifen usw. Sich in den Wortschatz von LaTeX
einzuarbeiten ist nicht schwer, und in den Naturwissenschaften und
einigen Geisteswissenschaften ist LaTeX ein Standardwerkzeug.
Aber wie ich oben schon schrieb, man kann sich die Lernkurve drastisch
vereinfachen und trotzdem von der Ausgereiftheit von TeX profitieren
(seit Jahrzehnten fehlerfrei), indem man LyX benutzt. Bedient sich fast
wie Word, aber produziert LaTeX.
Würde ich so nicht sagen, denn wenn man nicht gleich mit PsTricks oder
TikZ arbeiten will braucht man doch eigentlich nicht viel?! Die
Grundfunktionen für Absätze und Kapitel sind schnell erlernt, Zitieren
ist mit speziellen Paketen die das Denken übernehmen auch relativ
einfach, BibTex okay, da muss man sich ein wenig einarbeiten. Also wenn
man dynamisch ran geht sollte das doch in der natürlichen
Vorbereitungszeit einer Arbeit zu schaffen sein.
Ok, gut, wenn man am Mittwoch abgeben muss wirds wohl etwas knapp...
aber dann sollte man sich eh mal Gedanken um sein Arbeitsstil machen :D
Grüße aus Franken ;)
Ich glaube kaum einer wird bestreiten, dass die "Standards" in LaTeX
einfach sind. Sprich Kapitel einfügen, Formeln tippen,
Inhaltsverzeichnis erstellen und so weiter. Schwierig wird es aber wenn
es formale Vorgaben gibt die vom KOMA-Skript abweichen. Und da würde ich
(mit mehreren Jahren Erfahrung) sagen: lass es sein wenn du nur ein paar
Wochen Zeit hast...
Gruß Dennis