Hallo Forumsgemeinde, wenn es praktisch möglich wäre eine elektrisch leitende "Himmelsleiter" zu bauen, welcher Strom würde im Durchschnitt in unterschiedlichen Höhe fließen? Himmlische Grüße.
Hat's alles schon gegeben. Herr Faraday hat im Gewitter Drachen steigen lassen (siehe wikipedia o.a.).
Stephan S. schrieb: > Hat's alles schon gegeben. Herr Faraday hat im Gewitter Drachen steigen > lassen (siehe wikipedia o.a.). Was hat eine 20m Schnur mit dem Potentialausgleich in den unterschiedlichen Atmosphären zu tun?
Macht keinen Sinn: Die Atmosphäre leitet schlecht, ein Potentialausgleich wäre also nur in unmittelbarer Nähe der Himmelsleiter machbar. Da käme also nicht viel Strom zusammen.
In meinem Physikbuch (Höfling 1973) steht drin, dass die auf die Erde prasselnden positiv geladenen Ionen einem Strom von 1 A entsprächen. (Bei Einfach-Ladung also 6*10^18 Stück pro Sekunde.) Wie hoch (und gegen welchen Bezugspunkt ?) sich der Kugelkondensator "Erde" sich inzwischen aufgeladen hat, ist dort nicht angegeben ...
U. B. schrieb: > Wie hoch (und gegen welchen Bezugspunkt ?) sich der Kugelkondensator > "Erde" sich inzwischen aufgeladen hat, ist dort nicht angegeben ... Ähm, die Erde ist kein Kugelkondensator. Ein Kugelkondensator besteht aus zwei konzentrischen Kugeln. Im Falle der Erde müsste ein zweiter Himmelskörper als Bezugspunkt genommen werden, gegen den sich die Erde auflädt. Wie bei jedem Kondensator: Ein positiver und ein negativer Pol. Die entstandene Spannung ergibt sich dann aus dem Pfadintegral des elektrischen Feldes entlag der Verbindungslinie der Körper.
> Ähm, die Erde ist kein Kugelkondensator.
Stimmt, war falsch ausgedrückt.
Die Erde ist -näherungsweise- eine Kugel; die Kapazität dieser Kugel
gegen "∞" kann man ausrechnen, indem man bei der Formel für den
Kugelkondensator als äusseren Radius "∞" einsetzt, das sind dann 710 µF.
Das erinnert mich an den alten Science-Fiction-Roman "Himmelskraft" (1937) von Hans Dominik. Da wurde in mehreren Kilometern Höhe ein leitfähiges Netz ausgespannt und die Spannung zur Erde heruntergeleitet. Ein (natürlich deutscher) Ingenieur hatte dazu neue Materialien entwickelt, reissfeste Seile die nicht schon durch ih Eigengewicht reissen, und Speicherkondensatoren aus Transuranen (wenn ich mich recht erinnere).
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