Hallo, vielleicht hat hierzu jemand Erfahrung: Ich muss ein paar elektronische Laborprototypen auf einem innerdeutschen Flug transportieren. Die Teile sehen z. T. natürlich etwas wüst aus. Komme ich mit sowas im Handgepäck problemlos durch die Sicherheitschecks? Gruss, D.
...null problemo ;o) ich mache das fast jede woche
developper schrieb: > Komme ich mit sowas im Handgepäck problemlos > durch die Sicherheitschecks? Vielleicht nicht ganz so problemlos wie mit einem Notebook, aber es geht. Wir waren vor ein paar Wochen mit einer komplexeren Einschubkarte im Handgepäck nach Irland unterwegs. Bei der Personenkontrolle in MUC wurde diese Karte drei mal durch den Scanner geschoben und danach noch mit einem Tuch abgewischt... hat uns ca. 5 Minuten zusätzliche Zeit gekostet.
das Tuch kommt dann in ein Spektrometer -> Suche nach Sprengstoff. Gleich bei der Sicherheitskontrolle deklarieren, dauert etwas geht aber gut.
developper schrieb: > Ich muss ein paar elektronische Laborprototypen > auf einem innerdeutschen Flug transportieren. > Die Teile sehen z. T. natürlich etwas wüst aus. > > Komme ich mit sowas im Handgepäck problemlos > durch die Sicherheitschecks? Ja, das geht sogar auf Interkontinentalflügen ohne Probleme.
Rechne mindestens eine halbe Stunde zusätzliche Zeit für eventuelle Kontrollen ein, dann sollte das kein Problem sein. Ich habe schon sehr unterschiedliche Varianten erlebt: Zwei zylindrische Gegenstände, größtenteils aus Stahl und ohne nennenswertes Innenleben im Handgepäck, die – wären sie mit Sprengstoff gefüllt gewesen – den Flieger locker in zwei Teile gerissen hätten -> Es gab keine nähere Begutachtung. Und ich glaube nicht, dass das Röntgengerät die Inhaltslosigkeit nachweisen konnte. Zwei etwas seltsam geformte metallische Gegenstände mit Elektronik und etwas Mechanik im Inneren -> Ich musste dem Kontrolleur erklären, wozu das gut ist (er hat dabei vermutlich nur Bahnhof verstanden), von welcher Firma ich komme und was ich mit den Dingern im Ausland will. Danach war er zufrieden. Ein etwas größerer Gegenstand (weiß nicht mehr genau, worum es sich gehandelt hat) im aufzugebenden Gepäck -> Einige Zeit, nachdem ich den Koffer schon abgegeben hatte, wurde ich ausgerufen und musste dann den Koffer öffnen. Der Gegenstand wurde daraufhin sehr gründlich abgestaubt und zusätzlich mit einem kleinen Staubsauger gereinigt (netter Service, dachte ich :)), wohl um Spuren von Sprengstoffpartikeln ausfindig zu machen. Nach eine Weile konnte ich wieder alles einpacken und die Reise fortsetzen. Gerade die dritte Variante hat mich mindestens eine halbe Stunde gekostet, und ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn ich es sehr eilig gehabt hätte :) Die ersten beiden Varianten hingegen haben mich etwas nachdenklich gemacht. Eigentlich hätte ich in beiden Fällen deutlich schärfere Kontrollen erwartet. Aber vielleicht sind die Kontrolleure so gut, dass sie bereits an meiner Nasenspitze erkennen, ob ich ein Guter oder ein Böser bin :)
Wir hatten mal einen Prototyp, der in einem Alu-Zylinder (Pipeline-Roboter) eingebaut war, das war ein Spaß. Haufenweise Drähte und der Kollege sagt auf die Frage "Was ist denn das" auch noch: "Na was denken Sie denn, eine Bombe natürlich." Der Ärmsten an der Sicherheitskontrolle auf unserem Provinzflughafen Dresden ist gleich ganz anders geworden. Aber sie hats locker genommen und dann mitgelacht.
Oh, ich hatte mal eine 5.25"-Festplatte im Handgepäck. Volle Bauhöhe (also 3.2", 2 CD-Laufwerke übereinander). Großer, schwerer und schwarzer Klumpen Metall. Sagenhafte 700 MB. Das war allerdings einige Zeit vor 2001, die wurde mit der üblichen Lappen/Staubsauger/Spektroskop-Nummer untersucht. Bei einem Flug nach Montréal über LHR (auch vor 2001) hat das Notebook im Handgepäck niemanden interessiert, aber die Taschenuhr, die ich dabei hatte, die wollten sie sich genau ansehen (hatten wohl grade nicht viel zu tun). Tja, derzeit bin ich froh, nicht fliegen zu müssen; die Flughäfen der Hauptstadt sind auf Bahnhofskloniveau, Tegel erinnert so ein bisschen an den gelebten Komfort von Scheremetjewo Anfang der 90er ... Nee, sowas brauch' ich nicht mehr. Echt nicht.
>Bei einem Flug nach Montréal über LHR (auch vor 2001) hat das Notebook >im Handgepäck niemanden interessiert, aber die Taschenuhr, die ich dabei >hatte, die wollten sie sich genau ansehen (hatten wohl grade nicht >viel zu tun). Wenn Wozniak mit seiner Nixie-Armbanduhr im Flieger sitzt und die Zeitzone umstellt, werden sich die Sitznachbarn wohl fragen was er da gerade macht... http://www.youtube.com/watch?v=m4R3hODnTGo
Yalu X. schrieb: > Aber vielleicht sind die Kontrolleure so gut, dass > sie bereits an meiner Nasenspitze erkennen, ob ich ein Guter oder ein > Böser bin :) Ein bisschen Spürsinn bezüglich potenzieller Selbstmordattentäter werden die schon haben. Da du es ja im Handgepäck hast, müsstest du ein solcher sein, wenn du damit wirklich was anstellen willst. Beim aufgegebenen Gepäck dagegen besteht ja immer das Risiko, dass die Tasche am Ende doch noch „allein fliegt“, daher ist dort sicher erstmal alles verdächtig.
Jörg Wunsch schrieb: > Yalu X. schrieb: > Beim > aufgegebenen Gepäck dagegen besteht ja immer das Risiko, dass die > Tasche am Ende doch noch „allein fliegt“, daher ist dort sicher > erstmal alles verdächtig. Wird aufgegebenes Gepäck nicht automatisch ausgeladen wenn der Fluggast nicht durch das Boarding kommt? :) Beim letzten Flug nach London war mein Handy und meine Spiegelreflex interessanter als das Teile und Platinen Gewirr im Handgepäck.
Jörg Wunsch schrieb: > Ein bisschen Spürsinn bezüglich potenzieller Selbstmordattentäter > werden die schon haben. Aber den haben die ja fast alle, wo die Kerle doch überall rumlaufen...
Manuel Z. schrieb: > Wird aufgegebenes Gepäck nicht automatisch ausgeladen wenn der Fluggast > nicht durch das Boarding kommt? Das schon, aber es könnte ja jemand versuchen, ein Gepäckstück irgendwie jemandem anders unterzumogeln.
Jörg Wunsch schrieb: > Manuel Z. schrieb: >> Wird aufgegebenes Gepäck nicht automatisch ausgeladen wenn der Fluggast >> nicht durch das Boarding kommt? > > Das schon, aber es könnte ja jemand versuchen, ein Gepäckstück > irgendwie jemandem anders unterzumogeln. "vergessenes" gepäck, das nachgesendet wird muss wohl oder übel auch ohne den besitzer fliegen. so wie z.b. als meine eltern vor ein paar jahren von hawaii zurückgekehrt sind. eine tasche wurde in fra beim letzten umsteigen (flug nach muc) nicht mit umgeladen. die tasche hat dann einen "soloflug" von fra nach inn(sbruck) absolviert inkl. frei-haus-zustellung noch am gleichen tag...
Noch ne Anekdote zum Thema "Sage was du denkst, doch bedenke was du sagst". Ein suedlaendisch aussehender Kollege in einer ehemaligen Firma wurde bei der Sicherheitskontrolle gebeten den Laptop einzuschalten. Er machte 'ne flappsige Bemerkung in der Art: "Was glauben sie, wie viel Sprengstoff man im Gehaeuse unterbringen kann und sie sehen immer noch das der PC bootet?" - zwei Stunden spaeter ging dann der naechste Flieger ;-)
Daniel F. schrieb: > "vergessenes" gepäck, das nachgesendet wird muss wohl oder übel auch > ohne den besitzer fliegen. ...und ich dachte immer, das müsste der Kollege, der das verbockt hat, mit dem Fahrrad hinterherbringen. :-) Gruss Harald
Hier auch noch eine Anekdote: Vor ca. 10 Jahren musste ich beruflich nach England und hatte das erste mal mein Notebook dabei. Aus Angst vor Beschädigung hatte ich das Notebook im Handgepäck, aber das Netzteil war im Koffer. An der Sicherheitskontrolle sagte der freundliche Herr: Bitte einmal booten, bis der Desktop erscheint. Nach diesen Worten wandte er sich dem nächsten Paaasgier zu. Worauf ich ihm schnell sagte: Wenn ich 'jetzt' sage, dann müssen sie schnell rüberschauen. Der Akku war so fertig,dass er das eigentlich nicht mehr schaffte, diesmal tat er mir den Gefallen. Seitdem habe ich immer ein weiteres Teil im Hand- gepäck ;-) Edit: Bin neu hier, Textformatierung übe ich noch...
Ich hatte über mindestens zwei Jahre einen selbst gebastelten Laserpointer im Aktenkoffer und bin damit diverse Male völlig ohne Zwischenfälle geflogen. Irgendwann war's dann aber soweit - das Köfferchen fuhr im Durchleuchter hin und her und wieder hin und nochmal her... Ich schau' auf den Monitor und sehe die Bescherung, na klar, zwei Batterien, mit Leitungen zu einer undurchleuchtbaren Metallkapsel verbunden - das sah wirklich so aus, wie sich der Laie einen Zünder vorstellt. Dann kam noch ein Sicherheits-Mensch dazu und der Koffer fuhr wieder hin und her. Dann kam der Chef-Durchleuchter. Und dann noch der Beamte der Bundespolizei: "Sprechen Sie deutsch?". Na ja, ein wenig Sonnenbräune hatte ich und einen Bart trage ich auch... Die Sache war dann schnell geklärt, hat aber alles in allem schon 20 Minuten weggefressen. Es kann also nicht schaden, eine wenig mehr Reserve-Zeit einzuplanen.
Daniel F. schrieb: > Jörg Wunsch schrieb: >> Manuel Z. schrieb: >>> Wird aufgegebenes Gepäck nicht automatisch ausgeladen wenn der Fluggast >>> nicht durch das Boarding kommt? >> >> Das schon, aber es könnte ja jemand versuchen, ein Gepäckstück >> irgendwie jemandem anders unterzumogeln. > > "vergessenes" gepäck, das nachgesendet wird muss wohl oder übel auch > ohne den besitzer fliegen. > so wie z.b. als meine eltern vor ein paar jahren von hawaii > zurückgekehrt sind. eine tasche wurde in fra beim letzten umsteigen > (flug nach muc) nicht mit umgeladen. die tasche hat dann einen > "soloflug" von fra nach inn(sbruck) absolviert inkl. > frei-haus-zustellung noch am gleichen tag... Natürlich muss nachgesendetes Gepäck solo fliegen, aber Gepäck von Fluggästen die nicht in der gebuchten Maschine auftauchen, wird wieder ausgeladen. Das es danach irgendwie wo hin muss ist klar, aber bevor es wieder verladen werden darf, wird es nochmals gecheckt. :)
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