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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik LM567: Mittelfrequenz einstellen


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Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Hallo,

ich stehe etwas auf dem Schlauch mit dem LM567 (=NE567). Nämlich gelingt 
es mir nicht, die Leerlauffrequenz der PLL einzustellen.

Nach Datenblatt soll die etwa um
liegen. Den Kondensator habe ich mit 100nF gewählt. Der Wert ist gängig 
und vorallem als Keramik zu bekommen, sodass ich z.B. mit X7R-Typen 
wenig Temperaturdrift und Toleranz bekomme. Davon ausgehend habe ich den 
Widerstand zu 1,8kOhm bestimmt. Das liegt knapp unter dem empfohlenen 
Bereich von 2..20kOhm, naja.

Damit sollte sich eine Mittelfrequenz von 5kHz einstellen. Mit 
selektierten Bauteilen (insbesondere den Kondensator) liegt die 
Schaltung aber über 1kHz daneben. Abblockkondensatoren usw. sind 
vorhanden, Versorgung ist 5V, kurze Leiterbahnen usw., eigentlich alles 
unproblematisch. An sich funktioniert die Schaltung, die PLL rastet bei 
etwa 6,1kHz ein. Den Leerlauf messe ich sinnigerweise mit offenem 
Eingang.

Mir schwirrt da etwas im Hinterkopf als der Baustein auf CMOS umgestellt 
wurde... war da mal was?
Ansonsten habe ich grad keine Idee mehr.

Danke und Grüße,
Sven

Autor: Helmut L. (helmi1)
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Die angegebene Formel ist eher als Faustformel zu verstehen um grob die 
Richtung der Bauteile zu berechnen. Normalerweise macht man in Reihe zum 
R ein Poti mit drin um das Teil exakt abzugleichen.

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Ok, im Datenblatt ist die Formel dementsprechend auch mit 'ungefähr' 
formuliert.

Wirft aber dann die Frage auf, wir groß die Exemplarstreuung der LM567 
ist. Denn so richtig serientauglich ist das ja dann nicht: Einmal die 
Bauteile auslegen ist ja in Ordnung, aber ob man jedes Exemplar der 
Schaltung dann einzeln trimmen muss?

Autor: nicht "Gast" (Gast)
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Sven P. schrieb:
>
> und vorallem als Keramik zu bekommen, sodass ich z.B. mit X7R-Typen

Uh-Oh.

> selektierten Bauteilen (insbesondere den Kondensator) liegt die

Womit hast du den selektiert? War die mittlere Spannung am Kondensator 
vergleichbar mit der in der Anwendung?

> etwa 6,1kHz ein. Den Leerlauf messe ich sinnigerweise mit offenem

Nun, das lässt vermuten, dass die Spannung am Kondensator dessen 
Kapazität um 10% reduziert hat. Näheres siehe X7R hier im Forum oder auf 
Wikipedia und insbesondere das Datenblatt des verwendeten Kondensators.

Autor: Helmut L. (helmi1)
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Sven P. schrieb:
> Wirft aber dann die Frage auf, wir groß die Exemplarstreuung der LM567
> ist. Denn so richtig serientauglich ist das ja dann nicht: Einmal die
> Bauteile auslegen ist ja in Ordnung, aber ob man jedes Exemplar der
> Schaltung dann einzeln trimmen muss?

Das ist ein Uraltbauteil aus den 70er. Damals hat man sich um 
Einstellarbeiten in der Schaltung noch keinen so grossen Kopf gemacht 
wie heute. Wie gesagt Trimmer einbauen und mal kurz schwengeln. Und 
setze als Kondensator mal einen Folientype ein. Die Toleranzen der 
Bauteile waren frueher wesentlich groesser als heute.

Autor: ./. (Gast)
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> und vorallem als Keramik zu bekommen, sodass ich z.B. mit X7R-Typen
> wenig Temperaturdrift und Toleranz bekomme.

Wo hast Du denn das Märchen gelesen.
X7R ändert seinen Wert mit der Spannung, der Temperatur und
bei scharfem Hingucken...

> Widerstand zu 1,8kOhm bestimmt. Das liegt knapp unter dem empfohlenen
> Bereich von 2..20kOhm, naja.

Nimm einen Foliekondensator, wie die Vorschreiber auch schon bemerkten.
Bei 10 nF sollte sich dann ca. 20 kOhm ergeben.
Und einen Trimmer zum Abgleich.

> Mir schwirrt da etwas im Hinterkopf als der Baustein auf CMOS umgestellt
> wurde... war da mal was?

Das ist der gute LM555. Den gibt es so in CMOS.
Oder die PLL 74HC4046. Die macht in HC einiges mehr als sein Großvater.

> Ansonsten habe ich grad keine Idee mehr.

>
> Danke und Grüße,
> Sven

Viel Erfolg

Autor: MaWin (Gast)
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./. schrieb:
> > Mir schwirrt da etwas im Hinterkopf als der Baustein
> > auf CMOS umgestellt wurde... war da mal was?
> Das ist der gute LM555. Den gibt es so in CMOS.

Es gibt auch den LMC567, also sehr wohl NE567 in CMOS.

> Die angegebene Formel ist eher als Faustformel zu
> verstehen um grob die Richtung der Bauteile zu berechnen.

Richtig. 20% daneben ist doch unabgeglichen gut.

> Nimm einen Foliekondensator,

Auch richtig, damit wird's stabiler.

Autor: ./. (Gast)
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> Richtig. 20% daneben ist doch unabgeglichen gut.

Eher ein Wunder bei X7R.

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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Mir ist schon bewusst, dass es bessere Kondensatoren gibt, das war 
vielleicht unglücklich formuliert.

Unter den Klasse-2-Kerkos ist X7R aber nunmal das 'beste', was noch ohne 
größere Verrenkungen zu kriegen ist. Der Einfluss der Betriebsspannung 
ist sicherlich größer, als bei NPO oder Folie. Dafür ist er aber auch 
einigermaßen konstant im Anwendungsfall.
Bei meiner Selektion habe ich da aber zugegebenermaßen nicht dran 
gedacht. Die Messung werde ich mal mit geladenem Kondensator 
wiederholen.

Im Prinzip ist also eigentlich garnichts passiert und ich hab mir 
umsonst Sorgen gemacht...

Autor: Hubert G. (hubertg)
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Hast du tatsächlich einen LM567 oder einen KA567?
Die sind von der Funktion her gleich, von den frequenzbestimmenden 
Bauteilen allerdings um einiges auseinander.
Hab damit schon unliebsame Erfahrung gemacht.

Autor: Sven P. (haku) Benutzerseite
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LM567 mit dem alten National-Semi-Logo drauf.

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