Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Schaltnetzteil -> Tiefpass -> Linear Regler = Saubere Spannung?


von Florian O. (simuru)


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Hallo Zusammen,
der Titel fasst zusammen, was ich vor habe. Ich habe mir vor einiger 
Zeit folgendes Schaltnetzteil bei Pollin bestellt: 
http://www.pollin.de/shop/downloads/D350878B.PDF

Wer den Link nicht klicken moechte:
Ein Schaltnetzteil was fuer einen Fernseher gedacht war mit folgenden 
Spannungen: 5V / 3A, 12V / 2A, 24V / 4.5A.

Nun weiss ich, dass Schaltnetzteile aufgrund ihres Aufbaus meist eine 
recht hohe Ripplespannung aufweisen. Da ich mit diesem Netzteil auf 
kleine Mikrocontroller Aufbauten betreiben moechte haette ich gerne 
saubere Spannungen.

Mein Gedanke war es nun einfach einen Tiefpass einzusetzen und dahinter 
einen Linearregler einzubauen.

Konkret habe ich noch folgende Bauteile hier:
R = 1.5Ohm, 17W
C = 4400uF, 30V
Damit erreiche ich eine Grenzfrequenz von ~25Hz mit der formel f = 
(1/(2PI  R  C)).

Kann das so funktionieren oder uebersehe ich etwas?

von nicht "Gast" (Gast)


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Ja, den Spannungsabfall an R (bspw. 4,5V bei 3A!) und natürlich die 
Drop-Out-Spannung der Linearregler.

Für µC-Schaltungen ist der Ripple unwesentlich.

von Florian_unbekannto (Gast)


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Hi,

wenn es nur uC dahinter sind, dann brauch man eigentlich keine super 
saubere Spannung. Die Bauteile, die du verwenden willst, sind ziemlich 
groß. Normalerweise reicht da ein Pi Filter mit Grenzfrequenz 10khz. Da 
sind keine riesigen Trümmer notwendig. Also der 4000uF zb.

lg Florian

von Florian O. (simuru)


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Darueber hatte ich nachgedacht.

Bsp. Ich ziehe 1A bei 5V ueber nen 7805, welcher durch die 12V vom SNT 
versorgt wird:

Dann muesste der 7805 ca 7V@1A verheizen, das gibt 7W Verlustleistung, 
mit einem Kuehlkoerper kann das so grade noch gehen.
An dem Widerstand fallen bei 1A und 1.5R 1.5V ab und somit 1.5W, was bei 
den 17W keramik widerstaenden kein problem sein sollte. Aufgrund des 
Spannungsdrops von 1.5V muss der 7805 auch nur noch 5.5V@1A verheizen 
und somit 5.5W -> verbessert meiner Meinung nach die Situation.

Wenn du noch was anderes meinst, kannst du mich nochmal in die richtige 
Richtung stubsen?

von Florian O. (simuru)


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Hm leider kann ich meine Eintraege nicht bearbeiten... Ich moechte ueber 
die geregelten Ausgaenge nicht mehr als 0-1.5A ziehen. Deswegen denke 
ich, dass alle margen eingehalten werden.

von Florian O. (simuru)


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Florian_unbekannto schrieb:
> malerweise reicht da ein Pi Filter mit Grenzfrequenz 10khz.

Da ich mich mit filtern noch nicht beschaeftigt habe und nur den 
Tiefpass bisher kannte werde ich nun erstmal etwas lesen muessen. :)
Danke fuer die Antwort.

von MaWin (Gast)


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> Kann das so funktionieren

Der Tiefpass hilft, vor allem als CLC Tiefpass.

Der Linearregler hilft eher weniger, denn geregelt ist die Spannung 
schon und die Schaltfrequenz wird vom Linearregler eher wenig gedämpft.

Bei uC-Schaltungen geht aber der Schaltreglerausgang auch so, nur bei 
Messanwendungen und Audio muss man dämpfen, und dazu gibt es schon die 
AVCC-Beschaltung (also ein Tiefpass) im Datenblatt.

von Florian_unbekannto (Gast)


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kannst auch einen noch einfacheren LC Filter benutzen, dann hast du das 
Problem mit dem Widerstand nicht. Da die Spule für gleichanteile ja 
keinen bzw nur sehr geringen Widerstand bildet....

von Florian O. (simuru)


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Das ganze soll natuerlich mit bauteilen aus der Grabbelkiste realisiert 
werden :)

Ich habe noch ein paar Spulen da 22uH, 47uH, 52uH, alle belastbar mit 
max 3A, wenn ich mir jetzt die Gleichung fuer einen LC-Filter 2. Ordnung 
anschaue komme ich mit 47uH und 10uF auf eine Grenzfrequenz von ca 
~10kHz.

Ist die Bauform der Spule relevant? Also Ringkern / Axial?

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Da wirklich ausschliesslich uC schaltungen dran sollen lasse ich die 5V 
schiene wie sie ist.
Ich moechte aber auch noch 3.3V und 1.8V haben:
Sollte ich hier die Spannungen vorher filtern oder kommen die 
linearregler mit dem 'unsauberen' eingang klar?

Leider habe ich kein Oszi da um den Ripple oder die Schaltfrequenz zu 
messen.

von Florian_unbekannto (Gast)


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Also das mit den Filtern hört sich gut an. Ob Ringkern oder Axial kann 
ch dir nicht genau sagen. Vielleicht kann ja jemand der davon mehr 
Ahnung hat was dazu sagen. Denke es ist recht egal. Gucke, welche den 
niedrigeren Serienwiderstand hat.

Also der Linearregler kommt auf jeden fall mit der Spannung klar und 
wird das ganze auf jeden Fall verbessern. Dafür ist er ja gemacht. 
Vielleicht findest du ja so einen Frequenzgang von dem Linearreagler. 
Allerdings wird er die hohen Frequenzen des Schaltnetzteils nicht 
blocken. Also für eine saubere Spannung ist der Filter zu empfehlen.

von MaWin (Gast)


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> Ist die Bauform der Spule relevant? Also Ringkern / Axial?

Axial ist besser, du willst ja Gleichstrom,
da spielt das Streufeld keine Rolle,
aber die kapazitive Kopplung der Windungen.

von Tany (Gast)


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MaWin schrieb:
>> Kann das so funktionieren
>
> Der Tiefpass hilft, vor allem als CLC Tiefpass.
>
> Der Linearregler hilft eher weniger, denn geregelt ist die Spannung
> schon und die Schaltfrequenz wird vom Linearregler eher wenig gedämpft.

kommt doch drauf an, wie man "linear" regelt.
Wenn man den übrigen Regler wie 317er benutzen, da macht's kein Sinn.
Ein mit OPV gebauter Linearregler kann wohl viel dämpfen!

von Kai K. (klaas)


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>kommt doch drauf an, wie man "linear" regelt.
>Wenn man den übrigen Regler wie 317er benutzen, da macht's kein Sinn.
>Ein mit OPV gebauter Linearregler kann wohl viel dämpfen!

Naja, auszuregeln ist natürlich der vom Laststrom abhängige 
Spannungsabfall über seinem 1R5 Filterwiderstand.

Aber irgendwie ist der ganze Ansatz Murks. Wer braucnt für ein 
Mikrocontrollerprojekt 1A? 12V zu 5V ist auch ein viel zu großer 
Spannungssprung für einen linearen Regeler, vor allem, wenn man 1A 
ziehen will. Und die 1A bekommt man aus einem 7805 sowieso nur mit 
idealer Kühlung. Und dafür dann auch noch die Schaltnetzteilkröte 
schlucken, nur weil sie da ist?? Das geht heute doch viel eleganter mit 
einem LT1766 o.ä.. Diese Teil erlauben oft auch noch einen Softstart.

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