Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Selbstleitende MOSFETS


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von Martin (Gast)


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Hallo Leute!

Ich beginne gerade ein Projekt, in welchem ich einen
selbstleitenden MOSFET N-Kanal benötige.
Das Gehäuse müsste ein TO92 sein, später vielleicht SOT23.
Der FET sollte ca. 200mA schalten können.

Könntet ihr mir bitte einen Typen nennen, der diese Eigenschaften
aufweist.
Ich hätte schon bei einem Elektronikhändler nachgefragt,
aber die haben nur selbstsperrende Typen und ohne Bezeichnung
können die nichts machen.

Danke

Tschüss, Martin

von Jens D. (jens) Benutzerseite


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Selbstleitende MOSFETS habe ich bisher noch nciht gesehen..
wurde es nicht reichen mit einem (pullup) widerstand das FET auf HIGH
zu ziehen??

Gruss Jens

von Läubi (Gast)


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P-Kanal sind selbstleitend, N-Kanal Selbstsprerrend wenn ich das recht
im Kopf habe.

von Jens D. (jens) Benutzerseite


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falsch...

ich habe noch nie mosfets gehoert, die "selbsthaltend" sind...
überlegt doch einmal

ein N-Mosfet leitet zB., wenn aufs GATE ein signal kommt, Source auf
"GND" liegt und am DRAIN kann man dann gegen VCC die Last haenngen..

Ok, nun lege ich das Gate auf Drain, dann ist dies soch im Grunde auf
VCC und leitet Ja, aber nur sehr kurtz, da das MOSFET direkt sperrt
(Drain wird ja gleich gegen masse gezogen)

von daher unwarscheinlich.

ein MOSFET braucht zum Leiten immer eine Source Gate Spannung

Gruss Jens

von Martin (Gast)


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Aber ich habe in der Schule gelernt, dass es selbstperrende und
selbstleitende MOSFETS gibt. Ich weiß sogar noch das Symbol.

Nur habe ich in der Praxis noch keine gefunden. Nichteinmal unter Eagle
gibt es das Symbol dafür.

Gruß, Martin

von Mr_Boertsch (Gast)


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Natürlich gibt es selbstleitende und selbstsperrende Mosfet's.

von Fridolin (Gast)


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Das ist auch richtig Martin. Es gibt selbstleitende und selbstsperrende
mosfet - sowohl (also unabhängig von) n-, als auch p-kanal!

von Läubi (Gast)


Angehängte Dateien:

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Jens wenn du es nicht sicher weißt solltest du nicht sagen das es falsch
ist! Weil ich z.B. nicht sicher bin hab ich geschrieben "wenn ich das
recht im Kopf habe", weil ich mir so imemr die Option offen halte das
ich mich irre, den irren ist Menschlich ;)

Ich hab nochmal genauer nachgeschaut:
"Man unterscheidet MOSFETs nach der Art der Dotierung des
Halbleitermaterials, in dem (bei
geeigneter Beschaltung) der leitende Kanal zwischen Drain und Source
entsteht. Wir beginnen
mit dem selbstsperrenden n-Kanal MOSFET, (enhancement mode n-channel
MOSFET)
dessen Aufbau im folgenden Bild zu sehen ist.
Bild: n-Kanal-MOSFET, Aufbau der Schichten" (Bild im Anhang)

"Der p-Kanal-MOSFET arbeitet analog. Hier wird allerdings das Gate
negativ gegenüber
Source und Substrat angesteuert. Dadurch wird am Rand der
Isolationsschicht ein leitender p-
Kanal aus Löchern gebildet, über den der Drainstrom fließen kann."

(Systemorientierte Informatik I, www.uni-kiel.de)

Heißt doch, das ein N-Kanal im Grunde seiner Natur Sperrt, es sei den
ich lege eine dem Substrat genüber Postive Spannung an.

Der P-Kanal jedoch Leitet ersteinmal, bis ich eine Postive Spannung an
sein Gate anlege.

Klar sollte man das Gate deswegen nicht offen lassen, aber ohne das ich
ein Postive Spannung am Gate anlege Leitet der eine Typ von alleine und
der Andere Typ sperrt.

von Fridolin (Gast)


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Fast richtig... Grundsatzdiskussion bei Seite:
http://de.wikipedia.org/wiki/MOSFET

von Martin (Gast)


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Könnt ihr mir bitte ein paar Namen dieser selbstleitenden N-Kanal
MOSFETS nennen?
Die Leute im Elektronikgeschäft sind bei solchen Fragen meist
hoffnungslos überfordert.

Gruß, Martin

von Jens D. (jens) Benutzerseite


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ok ok ich geb mich geschlagen aber dennoch hat dies nicht mit N-MOSFET /
PMOSFET zu tun..

dies liegt an der dotierung der einzelnen Schichten nun kommt es wieder
=)

meinst du evtl so einen hier??
http://www.ortodoxism.ro/datasheets/philips/BF245A-B-C_2.pdf

Gruss Jens

von Richard Zink (Gast)


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Wenn du den per TTL schaltest, wäre dann nicht auch ein TTL-Inverter
möglich, oder geht das von der größe her nicht?

von Unbekannter (Gast)


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Oh je.... Hier ist die gesammte Unwissenheit versamelt...

Es gibt:

  - Mosfet (Metall-Oxid) / IGFet (Insulated-Gate)
  - JFet (Junction-Fet) auch bekannt als Sperschichtfet
  - Mesfet (Schottky-Fet) ist ein JFet mit Schottky-PN-Übergang

Jeden FET gibt es als N-Kanal oder P-Kanal. Der Kanaltyp hat nichts
mit selbstleitend oder selbstsperrend zu tun.

JFETs (und Mesfets) sind immer selbstleitend.

Mosfets gibt es als selbstsperrende und selbsleitende Ausführungen.

Das ergibt also folgende Möglichkeiten:

  - Mosfet, N-Kanal, selbstsperrend
  - Mosfet, P-Kanal, selbstsperrend

  - Mosfet, N-Kanal, selbstleitend
  - Mosfet, P-Kanal, selbstleitend

  - JFet (und Mesfet), N-Kanal, selbstleitend
  - JFet (und Mesfet), P-Kanal, selbstleitend

von Martin (Gast)


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Nochmal

Könnt ihr mir bitte ein paar Namen dieser selbstleitenden N-Kanal
MOSFETS nennen?

Gruß, Martin

von Finelux (Gast)


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@Unbekannter

Schön, dass du das alles gelesen hast und du allwissend bist..

Jens, Läubi und Mr_Boertsch hat es schon gesagt es gibt auch
selbstleitend aber zum eigendlichem Thema konntest du dennoch keine
Antwort geben.

Welche Typen? was soll also dein Post (der eh nur eine Zusammenfassung
ist)
Anstatt Jens im Offtopic Forum zu kritisieren und beleidigen solltest
du die mal lieber an die eigene Nase fassen und lesen lernen bzw. mal
etwas Sozialkompetenz aneignen.

von Fridolin (Gast)


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Ich kenne da leider auch keine. Mein Tip:

Am besten du guckst mal bei den führenden Halbleiter-Herstellern, wie
z. B. Fairchild oder sowas.

von Christian K. (christiank)


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An alle: Selbstleitende MOSFET nennt man auch "depletion MOSFET"

An Martin:
N-Channel Beispiel ist z.B. der BSP149 von Infineon

http://www.infineon.com/upload/Document/BSP149_Rev1.1_G.pdf

Der kann 600mA schalten, Package is SOT-233. In TO92 habe ich jetzt auf
die Schnelle keinen gefunden...

Grüße
  Christian

von Martin (Gast)


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Super, danke Christian!

Tschüss

von Klaus F. (Gast)


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==>  SUPERTEX

Die Bauteile nennen sich "Verarmungs-Typ" bzw. "Depletion-Mode"
FET.
Gängige Typen sind  LND150 (1mA) ,  DN3535 (200 mA)  , DN2470 (500mA).


Application:  AN-D18.pdf   (Supertex)

Siehe auch:
http://led-treiber.de/TT_10_2004.pdf

von Martin (Gast)


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Hallo Klaus!

Gibt es den DN3535 und den DN2470 auch in P-Kanal-Ausführung?

Danke im Voraus

Tschüss, Martin

von Arno H. (Gast)


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Leider weiss der grosse Unbekannte auch nicht alles.
Ich habe bis jetzt trotz intensiver Suche keinen selbstleitenden
P-Kanal-MosFET zu Gesicht bekommen (als Datenblatt oder sonsztigen
Existenznachweis).
Philips und Infineon stellen N-Kanal einige Kleinleistungs- Depletion
MOSFET her. Meines bescheidenen Halbwissens nach lassen sich P-Kanal
Verarmungs- MosFET nicht oder nur sehr schwer mit den üblichen
Prozessen herstellen.
Arno

von Unbekannter (Gast)


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@Arno:

Ja, manche Mosfets lassen sich in der Tat sehr schwer herstellen und
sind deshalb (diskret) kaum erhältlich da auch kaum ein Markt dafür
existiert, aber geben tut sie es. ;-)

von rimmer (Gast)


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Ich finde die Tabelle von Unbekannter sehr übersichtlich und 
klarstellend. Auch der Hinweis das Kanaltyp und Leitungstyp voneinander 
unabhängige Sachen sind ist korrekt. Ich finde man sollte es anerkennen, 
wenn sich jemand auskennt. Nicht jeder macht sich die Mühe etwas lang 
und breit darzustellen, was für ihn selbstverständlich ist.
Konkret die Mos-Typen zu kennen, welche selbstleitend sind ist nochmal 
was anderes. Aber diese Antwort haben ja schon andere (jens, klaus f) 
gegeben.

von Magnus Müller (Gast)


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@rimmer (Gast):

Der Thread ist schon seit 4 Jahren TOT !!!

von Horst (Gast)


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@Magnus Müller

warum tot? Wenn jemand googled, findet er die Seite, kann feststellen 
dass alles wichtige geschrieben ist und braucht nichts dazu zu 
schreiben.

Zum Inhalt: Die Übersicht vom Unbekannten ist nach meinem Kenntnisstand 
richtig und vollständig.
Die Angebote für die einzelnen Typen sind sehr unterschiedlich:
* selbstsperrende N-Kanal-Typen sind die große Masse in allen Größen
 (UGS pos lässt leiten)
* selbstsperrende P-Kanal-Typen gibt es deutlich weniger
 (UGS neg lässt leiten, bei vergleichbaren Typen höheren 
Durchlasswiderstand)
* selbstleitende N-Kanal-Typen ("depletion") gibt es nur wenige 
Kleinleistungstypen, zB. Supertex LND150N8 oder Infineon BSP129. Der NXP 
BSD22 ist abgekündigt. (UGS neg sperrt, UGS pos leitet noch besser)
* selbstleitende N-Kanal-Typen in disketer Form habe ich in meinen 30 
Berufsjahren noch nicht gesehen, auch wenn sie in 
Übersichtsdarstellungen von ca. 1970 als möglich auftauchten.
* Während die oben genannten MOSFET-Typen alle eine isoliertes Gate 
besitzen, pos und neg Spannungen verträgt, sind die Sperrschicht-Typen 
(JFET) aus einer Diode aufgebaut ist, die bei leitender Polung wie eine 
Diode in Durchlassrichtung Strom fließen lässt. Dieser Transistor ist 
auch selbstleitend. Mir ist nur DER Standardtyp BF245 bekannt.

von G_dal (Gast)


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Auch wenn der Thread schon TOT ist,

ab und zu frage ich mich wie die leute eigentlich bauteile suchen. "Am 
Besten mal den Lieblingsdistri anrufen" wirds wohl nicht sein.

ALs wenn ich bei Digi-Key im Produktindex J-Fet anklicke bekomme ich > 
400 EIntrage von 4 versch. Herstellern, wo u.a. auch SmD's dabei sind.

Außerdem sind unter den RF-Fets soweit ich weiß jede Menge J-Fets.

von Purzel H. (hacky)


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Die Leute sind 20 Jahre zu spaet. In den 80ern konnte man noch den 
Distributor anrufen und konnte sich da von einem Ingenieur beraten 
lassen. Leider haben die Leute die Beratung genommen, dann aber aus 
Preisgruenden bei einem Broker gekauft. Diese Distributore wurden alle 
uebernommen, die Ingenieure flogen raus und jetzt ist ein(e) 
Ungelernte(r) da : Die Kundennummer, Teilenummer und Bestellnummer bitte 
?
Wie ich gerade mitbekomme ist die Zeit der Unglernten auch Zu ende. 
Spoerle und Sasco wurden von Arrow uebernommen. dh da gibt's 
wahrscheinlich nur noch einen Webshop.

von Michael_ (Gast)


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>Ich habe bis jetzt trotz intensiver Suche keinen selbstleitenden
>P-Kanal-MosFET zu Gesicht bekommen (als Datenblatt oder sonsztigen
>Existenznachweis).
Der Wissenschaft halber:
P-Kanal Verarmung   BSS92
N-Kanal Verarmung   BSP135

von Arno H. (arno_h)


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Leider hat die Wissenschaft (wie üblich?) nur zur Hälfte recht.
Den BSS92 beschreiben die Hersteller im Gegensatz zu dir als 
Anreicherungstyp.

Arno

von Michael (Gast)


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P Kanal Verarmung kenne ich auch nur in der JFET-Variante. Als MOSFET 
wirds eng. Vermutlich sind die Dinger aber auch einfach zu langsam 
weshalb es dafür kaum Anwendungen gibt. Die Elektronenbeweglichkeit ist 
ja nun doch wesentlich höher als die Löcherbeweglichkeit. Gibts da 
Abhandlungen dazu warum es keine P Kanal Depletion MOSFETs gibt? Der 
genaue Grund würd mich mal interessieren.

von Falk B. (falk)


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@  Mini Troll (hacky)

>Die Leute sind 20 Jahre zu spaet. In den 80ern konnte man noch den
>Distributor anrufen und konnte sich da von einem Ingenieur beraten
>lassen.

Jaja, früher war alles besser. Ein Distri ist ein Bauteilgrosshändler, 
kein Ingenieurbüro oder Consultant.

>Spoerle und Sasco wurden von Arrow uebernommen. dh da gibt's
>wahrscheinlich nur noch einen Webshop.

Wenn der gescheit strukturiert ist und man ordentlich filtern kann ala 
Farnell/RS (auch wenn beide da noch Nachbesserungsbedarf haben), dann 
geht das in Ordnung.

MFG
Falk

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Es klafft trotzdem eine Lücke zwischen Hochschulabgangswissen und 
verfügbaren Bauelementen am Markt. Da sind die Lehrlinge oft besser am 
Ball.


Es gab mal Leistungs-Verarmungstypen MOSFETs. Die Firma hat sie aber 
aufgegeben. Vermutlich ging die Marktdurchdringung nicht schnell genug. 
Ich meine Lovoltech.
Dann gibts noch ALD 'programmierbare' MOSFETs. Hier zu finden:
http://www.aldinc.com/ald_prodselguide.htm

Werden vermutlich während der Herstellung durch ein doppeltes Gate wie 
Flash-Speicher 'vorgespannt'.

Auf ICs integriert geht vermutlich mehr.


Warum gibt es hier offensichtlich keinerlei IC-Selbsthersteller im Pool 
so wie Platinen-Pools oder Verfahrenstechniker für Halbleiter? Wo 
treiben sich die Mitarbeiter von z.B. AMD nach Feierabend oder die wohl 
nun vielen arbeitslosen vom Infineon-Ableger rum?

von Arno H. (arno_h)


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von MaWin (Gast)


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> In den 80ern konnte man noch den
> Distributor anrufen und konnte sich da von einem Ingenieur beraten
> lassen. Leider haben die Leute die Beratung genommen, dann aber aus
> Preisgruenden bei einem Broker gekauft

Kaum.
Sie haben genommen, was ihnen der nette Herr aufgeschwatzt hat, egal was 
es kostet und daß es nicht das optimale Bauteil war, sondern eben das 
was dem Herrn den grössten Profit einbrachte.

Solche 'Beratung' kann man sich heute als Hrsteller nicht mehr leisten, 
andere Hersteller sind klüger und verbauen nicht die aufgeschwatzen 
Bauteile, sondern bessere, billigere.

Das senkt den Bedarf an solchen 'Beratern'.

Ach übrigens: Die Kritik gilt bei jedem Verkäufer auch im Baumarkt.

von Max (Gast)


Angehängte Dateien:

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Hallo zusammen,

auch wenn dieser Thread schon lange abgeschlossen ist habe ich für alle 
die es interessiert hier noch die Ergänzung zu der Tabelle, die 
Unbekannter aufgestellt hat. Im Anhang finden sich dazu die Kennlinien 
der einzelnen MOSFET-Typen. Ich habe diese mit dem Tietze-Schenk 
abgeglichen und gehe daher mal davon aus, dass die nun von mir 
verbreitete Information korrekt ist.

Grüße
Max

von Volli (Gast)


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Guten Morgen,

wir schreiben jetzt das Jahr 2019..

Wie ist jetzt der Stand der Dinge ???

Schönen Sonntag

von Kert (Gast)


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Volli schrieb:
> Guten Morgen,
>
> wir schreiben jetzt das Jahr 2019..
>
> Wie ist jetzt der Stand der Dinge ???
>
> Schönen Sonntag

Zu dumm oder zu faul zum Suchen?

von NoxFräse (Gast)


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Was ist denn das für eine wachsweiche Frage 13.5 Jahre nach Eröffnung 
des Threads?

Was willst Du denn wissen? Hast Du Dir schon mal die Produkte der oben 
erwähnten Hersteller angesehen?
https://ixapps.ixys.com/family.aspx?i=3

Die ursprüngliche Frage war: "Das Gehäuse müsste ein TO92 sein, später 
vielleicht SOT23. Der FET sollte ca. 200mA schalten können.
Könntet ihr mir bitte einen Typen nennen, der diese Eigenschaften
aufweist."

Im Link sind einige im SOT89 Gehäuse. In 13.5 Jahren sollte man es aber 
schaffen, das Layout von SOT23 auf SOT89 anzupassen.

von Arno H. (arno_h)


Angehängte Dateien:

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BSS159 sollte passen. Hersteller wie Supertex und IXYS sind inzwischen 
bei Microchip und Littelfuse gelandet.
Im Anhang ist auch mal die mangelnde Verfügbarkeit von P-Depletion 
MOSFET dokumentiert. Der Autor wurde hier auch schon lobend erwähnt.

Arno

von unbekannter (Gast)


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Wie ist jetzt der Stand der dinge?

von Pandur S. (jetztnicht)


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Der Stand der Dinge ?
Es gibt sehr wenige Depletion Fets. Deren Zweck ist doch in erster Linie 
zusammen mit einem Widerstand eine Stromquelle zu bilden. Welche 
uebrigens sehr schnell ist. Ob P- oder N- ist doch eigentlich egal. Beim 
Einen ist der Widerstand oben, beim Anderen unten. Daher braucht's nur 
einen. Am liebsten mit hoher Spannungsfestigkeit. Damit kann man zB 
diskrete OpAmps mit Differenz Eingangsstufen von mehrenen 100V bauen. 
Die Geschwindigkeit der Stromquelle geht dann in die Bandbreite des 
OpAmps ein.

von Unbekannt (Gast)


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Ich habe momentan keine Depletion Fets, diese finde ich auch nirgends.

von Axel S. (a-za-z0-9)


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Unbekannt schrieb:
> Ich habe momentan keine Depletion Fets, diese finde ich auch nirgends.

Schlimm!

Bauteile, die vor 17 Jahren obsolet waren, sind also immer noch obsolet. 
Und das obwohl jemand die Thread-Leiche ausgebuddelt hat. Wer hätte das 
gedacht! Wer hätte das denken können!!1!elf

von Klaus F. (Gast)


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Unbekannt schrieb:
> Ich habe momentan keine Depletion Fets, diese finde ich auch nirgends.


Beitrag "Re: Selbstleitende MOSFETS"
Inzwischen bei Microchip,
den LND150 gibt es sogar bei Reichelt

von Depletion (Gast)


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Klaus F. schrieb:
> Inzwischen bei Microchip,
> den LND150 gibt es sogar bei Reichelt
Das ist nun so ziemlich der schwächste Typ den man finden kann. Max. 
Strom 1mA.
Wenn man bei Reichelt nach "depletion" sucht, findet man noch einige 
andere, z.B. BSP149, BSP129, DN3135K1-G.
Die sind noch nicht komplett ausgestorben und sind für manche Anwendung 
super einzusetzen. Auch wenn einige nicht verstehen wie man sie sinnvoll 
nutzen kann.

von Unbekannt (Gast)


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Kannst du mir einen besseren empfehlen?

von unbekannter (Gast)


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Pandur S. schrieb:
> Der Stand der Dinge ?
> Es gibt sehr wenige Depletion Fets. Deren Zweck ist doch in erster Linie
> zusammen mit einem Widerstand eine Stromquelle zu bilden. Welche
> uebrigens sehr schnell ist. Ob P- oder N- ist doch eigentlich egal. Beim
> Einen ist der Widerstand oben, beim Anderen unten. Daher braucht's nur
> einen. Am liebsten mit hoher Spannungsfestigkeit. Damit kann man zB
> diskrete OpAmps mit Differenz Eingangsstufen von mehrenen 100V bauen.
> Die Geschwindigkeit der Stromquelle geht dann in die Bandbreite des
> OpAmps ein.

Viel Dank für die Antwort. :)

von Unbekannt (Gast)


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Depletion schrieb:
> Klaus F. schrieb:
>> Inzwischen bei Microchip,
>> den LND150 gibt es sogar bei Reichelt
> Das ist nun so ziemlich der schwächste Typ den man finden kann. Max.
> Strom 1mA.
> Wenn man bei Reichelt nach "depletion" sucht, findet man noch einige
> andere, z.B. BSP149, BSP129, DN3135K1-G.
> Die sind noch nicht komplett ausgestorben und sind für manche Anwendung
> super einzusetzen. Auch wenn einige nicht verstehen wie man sie sinnvoll
> nutzen kann.

Vielen Dank! Hab mir gerade welche geholt für mein Projekt

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Axel S. schrieb:
> Bauteile, die vor 17 Jahren obsolet waren, sind also immer noch obsolet.

Verarmungs-MOSFETs sind keineswegs obsolet, sondern es sind eben 
Bauteile für bestimmte Nischenanwendungen.

Gerade erst vor ein paar Monaten habe ich eine Baugruppe entwickelt, bei 
der es wichtig ist, dass die internen Elkos bzw. Supercaps nach dem 
Ausschalten recht zügig komplett entladen werden. Mit einem 
Verarmungs-MOSFET (BSP149) war dies sehr einfach zu realisieren, ohne 
dass ein Shunt dauerhaft Strom zieht.

von Al-Anon (Gast)


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Unbekannt schrieb:
> Kannst du mir einen besseren empfehlen?

Gegenfragen: Kannst Du (nicht) lesen? Kannst Du (nicht) suchen?

von Unbekannt (Gast)


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Al-Anon schrieb:
> Unbekannt schrieb:
>> Kannst du mir einen besseren empfehlen?
>
> Gegenfragen: Kannst Du (nicht) lesen? Kannst Du (nicht) suchen?

Doch mir wurde aber zunächst nichts angezeigt.

von unbekannter (Gast)


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Unbekannt schrieb:
> Al-Anon schrieb:
>> Unbekannt schrieb:
>>> Kannst du mir einen besseren empfehlen?
>>
>> Gegenfragen: Kannst Du (nicht) lesen? Kannst Du (nicht) suchen?
>
> Doch mir wurde aber zunächst nichts angezeigt.

Seite Neustarten Hilft!

Beitrag #7017676 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7325797 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7325804 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Peter D. (peda)


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Verarmungstypen gibt es auch für 1000V und 1,6A:
IXTY1R6N100D2

https://www.mouser.de/ProductDetail/IXYS/IXTY1R6N100D2?qs=6UKyFUzHTlnus6Y%252BjFQc7w%3D%3D

von Verwirrt (Gast)


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Hi,

such mal nach "Depletion N-Channel MOSFET".

DN1509K1-G könnte passen: 
https://www.mouser.de/ProductDetail/Microchip-Technology/DN1509K1-G?qs=rQCxX1QmdjI47ijS5ywstg%3D%3D

von A-Freak (Gast)


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>  von Peter D. (peda) 23.01.2023 16:07

Hey Danke für den Tipp

von Jens G. (jensig)


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Seit es GaN-Fets gibt, gibt's auch wieder reichlich selbstleitende 
Mosfets.

von Falk B. (falk)


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Jens G. schrieb:
> Seit es GaN-Fets gibt, gibt's auch wieder reichlich selbstleitende
> Mosfets.

Wirklich? Werden die meisten aber nicht als Hybride mit einem 
selbstsperrenden N-Kanal MOSFET verbaut, damit die Gesamtkonstruktion 
wieder ein normaler selbstsperrender MOSFET wird? Zeig mal ein 
Datenblatt eines reinen, selbstleitenden GaN MOSFETs.

von Jens G. (jensig)


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Falk B. schrieb:
> Jens G. schrieb:
>> Seit es GaN-Fets gibt, gibt's auch wieder reichlich selbstleitende
>> Mosfets.
>
> Wirklich? Werden die meisten aber nicht als Hybride mit einem
> selbstsperrenden N-Kanal MOSFET verbaut, damit die Gesamtkonstruktion
> wieder ein normaler selbstsperrender MOSFET wird? Zeig mal ein
> Datenblatt eines reinen, selbstleitenden GaN MOSFETs.

Naja, war auch ein bißchen ironisch gemeint. Du hast schon recht, wenn 
es um Schaltanwendungen geht. Aber für HF-Zwecke gibt es schon schöne 
selbstleitende Monster ;-)
Ach ja - der Begriff MOSFET war bei GaN wohl auch eher fehlplatziert. 
Sind ja keine MOS... (wenn es um den eigentlichen GaN-Fet geht)

: Bearbeitet durch User
von Jörg B. (joergb2)


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In Siliciumcarbid gibt es sowas auch bis 1700V und bis 63A, siehe 
https://unitedsic.com/products/sic-jfets/uf3n170400b7s/

von Arno H. (arno_h)


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Falk B. schrieb:
> Wirklich? Werden die meisten aber nicht als Hybride mit einem
> selbstsperrenden N-Kanal MOSFET verbaut, damit die Gesamtkonstruktion
> wieder ein normaler selbstsperrender MOSFET wird? Zeig mal ein
> Datenblatt eines reinen, selbstleitenden GaN MOSFETs.
In einer AN habe ich als Grund dafür gelesen, dass es besser wäre einen 
aktiv zu schliessenden Schalter zu haben, als einen der beim Einschalten 
schon geschlossen ist. Zusätzliche Schutzmaßnahmen wären nötig.
Dazu kommt noch: Was der Bauer nicht kennt...

Arno

von Jens G. (jensig)


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Jörg B. schrieb:
> In Siliciumcarbid gibt es sowas auch bis 1700V und bis 63A, siehe
> https://unitedsic.com/products/sic-jfets/uf3n170400b7s/

Interessantes Teil, aber Asufgabenstellung ebenfalls leicht verfehlt - 
ist nämlich auch kein Mosfet,

Arno H. schrieb:
> Dazu kommt noch: Was der Bauer nicht kennt...

Das hat nichts mit dem nichtswissenden Bauern zu tun, sondern es ist 
einfach umständlicher, z.B. bei einem SNT mit einem selbstleitenden T 
dafür zu sorgen, daß er aktiv ausgeschaltet wird, solange das SNT noch 
im Startup ist. Genau so auch bei jeder µC-Mosfet-Kombination, wo immer 
brav empfohlen wird, einen R parallel zu G-S zu schalten, damit er beim 
Reset auch ja schön aus bleibt. Da ist ein  selbstleitender T irgendwie 
ein bißchen Kontraproduktiv.
Aber klar, es gibt sicherlich auch Anwendungen, wo man ein 
Normally-On-Verhalten möchte.

von Andreas S. (Firma: Schweigstill IT) (schweigstill) Benutzerseite


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Jens G. schrieb:
> Aber klar, es gibt sicherlich auch Anwendungen, wo man ein
> Normally-On-Verhalten möchte.

In einem aktuellen Produkt setze ich einen selbstleitenden MOSFET ein, 
um nach dem Ausschalten eines Gerät dafür zu sorgen, dass die 
Betriebsspannung zügig und sicher abgebaut wird, ohne durch einen 
daueraktiven Entladewiderstand den Energieverbrauch und die Erwärmung in 
die Höhe zu treiben. Es ist aber schon recht komisch, dass die Baugruppe 
im Normalbetrieb recht kühl bleibt, aber nach dem Abschalten für kurze 
Zeit deutlich handwarm wird. Die hohe Energie wird durch einen 
Doppelschichtkondensator als Kurzzeit-USV bereitgestellt. Würde aber 
dieser Kondensator nach Ende der Stützfunktion nicht zügig entladen 
werden, bliebe die Baugruppe womöglich tagelang in einem Schwebezustand 
zwischen ein- und ausgeschaltet. Durch den selbstleitenden MOSFET ist 
dann sichergestellt, dass auch der für die Steuerung verwendete 
Microcontroller schon nach kurzer Zeit keinen Saft mehr hat.

von Jörg B. (joergb2)


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Jens G. schrieb:
> Jörg B. schrieb:
>> In Siliciumcarbid gibt es sowas auch bis 1700V und bis 63A, siehe
>> https://unitedsic.com/products/sic-jfets/uf3n170400b7s/
>
> Interessantes Teil, aber Asufgabenstellung ebenfalls leicht verfehlt -
> ist nämlich auch kein Mosfet,

Auf einer Messe hat mir mal ein Chefentwickler von UniSic erklärt, das 
JFETs eigentlich einfacher zu bauen sind. Ein Vorteil muss auch sein, 
das es gut möglich sein soll, diese JFETs zu kaskadieren, so dass man 
auch Schalter von 10 kV, oder im Extremfall bis 40 kV bekommt. Das 
Standardprodukt ist aber ein Hybrid aus SiC-JFET und 
NiederspannungsMOSFET. Soll damit die einfache Ansteuerung eines MOSFET 
haben und gleichzeitig noch schneller schalten als ein normaler SiC.

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