Hallo miteinander Ich stehe momentan auf dem Schlauch: Bei einem Parallelschwinkreis welcher von einem Oszillator über einen Vorwiderstand von 3k3 angetrieben wird, habe ich massive Änderungen in der Amplitude und Phasenverschiebung. Wenn ich nun ein Sweep mache, ermittle ich so die Resonanzfrequenz. Der Schwingkreis wird anschliessen bei dieser betrieben (mit einer leichten + Tolleranz). Schaltungsbedingt habe ich eine kleine Phasenverschiebung zwischen Amplitude und Phase, wodurch sich beide Signale ähnlich verhalten können (siehe Bild log.jpg). Was ich mir aber nicht erklähren kann, ist dass meine Schwelle (Am Trigger) welche bei 102% von dem Amplitudenmaximum beim Sweep ist, nach unterschiedlicher Zeit überschritten wird. Dazu müsste doch massiv Leistung in den Schwinkreis kommen, aber hier ist ein 3k3 Vorwiderstand. Oder die Güte müsste sich ändern. Aber der ganze Aufbau liegt bei mir auf dem Tisch in einem normalen Zimmer, ist also nicht grossen Temperatur- Feuchtigkeitsschwankungen ausgesetzt. Die Log-Messung habe ich über 8h gemacht, wobei alle 1s eine neue Messung ausgegeben wurde. Die ADC-Werte habe ich mit einem Multimeter überprüft und der Drift stimmt wirklich. Den Oszillator habe ich mit dem KO und einem Frequenzzähler getestet, und dieser ist im ns Bereich stabil. Speisspannung ebenfalls geprüft (wobei hier sich auch die ADC-Ref ändern würde, was dem "Drift-Resultat" entgegenwirkt). Hat jemand einen Rat?
Naja, gut 1% Drift würde ich jetzt nicht als extrem bezeichnen. Evtl. sieht man auf log.jpg die Temperaturänderung im Zimmer (Sonneneinstrahlung, Türöffnung mit Luftaustausch...). Sag doch mal was zu den verwendeten Bauelementen.
>Was ich mir aber nicht erklähren kann, ist dass meine Schwelle (Am >Trigger) welche bei 102% von dem Amplitudenmaximum beim Sweep ist, nach >unterschiedlicher Zeit überschritten wird. Die Triggerschwellen von Oszis driften teilweise ganz erheblich. Wahrscheinlich ist mit deinem Schwingkreis alles in Ordnung.
Naja, die Temperatur ist in etwa (+- 2° konstant), Luftfeuchtigkeit denke ich auch (habe ich aber nicht gemessen). Schema habe ich im Anhang. Es geht bei der Schaltung darum, Kapazitäten messen und definieren zu können. Deswegen werden über J1 Kondensatoren mit einem Koaxkabel angeschlossen. Die erwähnte Phasenverschiebung ist von R14 und D1 (RC Filter) nachfolziebahr. Kai Klaas schrieb: > Die Triggerschwellen von Oszis driften teilweise ganz erheblich. > Wahrscheinlich ist mit deinem Schwingkreis alles in Ordnung. Die Triggerschwelle ist nicht vom KO, sondern die vom uC errechnete nach einem Sweep.
Hhm, D2 und D3 gefallen mir nicht so gut. Und die Koaxkabelgeschichte macht die Resonanz empfindlich gegen Streukapazitäten. Parallelschwingkreise haben ihre Tücken und werden oft völlig unterschätzt. Bei stark unterschiedlichen Dämpfungen muß in der Regel die Quellimpedanz des Treibers angepaßt werden, sonst bleibt vom Impedanzmaximum nichts übrig. Es kann sich derart stark verbreitern, daß es nicht mehr detektiert werden kann. Manchmal kann man sich mit einer zusätzlichen Phasenmessung helfen. Oder man schaltet der Induktivität eine Grundkapazität parallel, zu der sich die Meßkapazität hinzuaddiert. Auch das kann in bestimmten Fällen hilfreich sein, aber nicht immer...
Kai Klaas schrieb: > Hhm, D2 und D3 gefallen mir nicht so gut. Und die Koaxkabelgeschichte > macht die Resonanz empfindlich gegen Streukapazitäten. Die Dioden sind als ESD Schutz gedacht (habe ich getestet und die können die 16kV mit Kondensator (weiss nicht mehr welcher es war) aushalten). Die Anpassung habe ich über den 3k3 Widerstand vorgenommen. Dieser Wert habe ich mithilfe eines Spektrumanalyzers herausgefunden. Was meinst du mit Streukapazitäten? der alte Hanns schrieb: > "nachfolziebahr" ? UPS, peinlich: 3 Fehler in einem Wort. Sollte natürlich nachvollziehbar heissen.
>Die Dioden sind als ESD Schutz gedacht (habe ich getestet und die können >die 16kV mit Kondensator (weiss nicht mehr welcher es war) aushalten). Und arbeiten dann als spannungsabhängige Kapazitätsdioden;)
Wie kann ich dann einen ESD Schutz einbauen, der fast keine Kapazität hat und ebenfalls stabil ist und 16kV aushält? Die "normalen" TVS und ESD Dioden habe ja eine viel grössere Kapazität und sind ev. noch instabiler.
>Wie kann ich dann einen ESD Schutz einbauen, der fast keine Kapazität >hat und ebenfalls stabil ist und 16kV aushält? Indem du gegen höhere Hilfspannungen klemmst, wodurch sich im Normalbetrieb die Sperrspannung an den Schutzdioden nur wenig ändert. Übrigens lassen sich nicht alle Schaltungen zuverlässig gegen ESD schützen. Dann schreibt die CE vor, daß man das ausdrücklich in der Gerätebeschreibung erwähnt und den Bediener dazu anhält, vor der Berührung der Schaltung Potentialausgleichsmaßnahmen zu ergreifen.
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