"Schwefelresistente Widerstände"??

Gast #3285776
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Hi,

bin grad dabei ne Bestellung zusammenzustellen und dabei ist mir 
folgendes aufgefallen:
Ich such bei Farnell nach 0402 100kOhm Widerstände.
Die billigsten (auf 100 Stück bezogen) sind folgende:
http://de.farnell.com/multicomp/mcmr04x1003ftl/widerst-0402-100k-1-schwefel-resist/dp/2072519

schwefel-resist? Ist das jetzt gut oder schlecht? Das Datenblatt meint, 
dass sie widerstandsfähiger gegenüber Schwefel wären.
Nachdem ich eine "normale" Anwendung habe, sollte das bei mir keine 
Rolle spielen.

Das merkwürdige ist aber: Alle anderen Widerstände sind meist etwa 
doppelt so teuer.


Die Frage also: Was ist der Nachteil von denen? Und warum sind die so 
billig? Kann ich die auch nehmen?

Danke!
(Firma: privatfrickler.de) #3285787
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Hallo,

normale Widerstände werden durch schwefelhaltige Gase sehr schnell 
zerstört, weil die Kontakte Silber enthalten.

Bisher dachte ich, man stelle Schwefel-beständige Widerstände her, in 
dem man statt Silber einfach Gold verwendet, das scheint in deinem Fall 
nicht so zu sein.

Vielleicht verwenden die irgendwas richtig billiges für die Kontakte? 
Und können deswegen bessere Preise machen? Und sind zufällig dadurch 
auch noch schwefel-immun?

vlg

 Timm
(Firma: privatfrickler.de) #3285846
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Hallo,

Reinhard Kern schrieb:
> Timm Reinisch schrieb:
>> Vielleicht verwenden die irgendwas richtig billiges für die Kontakte?
>
> Laut Datenblatt Zinn bleifrei.

wo steht das? Ich sehe nur, dass die äußere Schicht der Außenkontakte 
aus einer bleifreien Zinnlegierung ist. Das ist doch eigentlich immer 
so. Die kritische Stelle ist aber die Kontaktierung der 
Widerstandsschicht.

vlg
 Timm
Gast #3285936
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dumdi dum schrieb:
> Nur so: wo hat man denn üblicherweise Schwefelhaltige Gase, die
> man beim
> Design beachten muss?

In allen chemischen und pharmazeutischen Anlagen (Herstellung von 
sulfunamieden)sowie bei der Herstellung von Fertiglebensmitteln. 
Zwiebeln enthalten viel Schwefeln, weshalb automatische Schneideanlagen 
auch Schwefelfest sein sollten.
Gast #3285987
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weinbauer schrieb:
> In der Weinherstellung wird Schwefeldioxid verwendet, hatte schon
> Sensorausfälle wegen der Ausgasung.

Schwefeldioxid? Ich bin bisher immer davon ausgegangen, daß es sich um 
Schwefel (ohne Oxid) handelt, damit dieser den eventuell vorhanden 
Sauerstoff bindet.
Gast #3286465
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> Nur so: wo hat man denn üblicherweise Schwefelhaltige Gase, die man beim
> Design beachten muss?

Z. B. in Thermalbädern. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass 
normale Elektronik dort nur 1-2 Jahre überlebt, dann ist alles schwarz 
korrodiert.

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