Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Spannungsversorgung "Puffern" 3,3V-Display in manntragendem Segelflug


von Julian (Gast)


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Hallo an Alle,

ich habe folgendes Problem. In einem Segelflugzeug (Bordnetzversorgung 
12 V aus einem Bleiakku) betreibe ich u.A. ein Kollisionswarngerät (Typ: 
TRX1500, Hersteller: Garrecht Avionik). Dieses Gerät hat ein externes 
Display auf dem die Verkehrsdaten augezeigt werden (Typ: Square, 
Hersteller: Butterfly Avionik).

Nun zum eigentlichen Problem; Das Display wird vom Basisgerät (TRX1500) 
mit 3,3 V versorgt. Liegt diese Versorgungsspannung nicht "sauber" an 
(Wackelkontakt in der Bordelektronik, Prellen beim Anstecken des Akkus, 
...), wird im Dispaly der RAM gelöscht/fehlerhaft. Konsequenz ist dann, 
dass das Display neu bespielt werden muss. Das Grundproblem lässt sich 
nicht so ohne weiteres lösen, finde den Wackler nicht, - kann auch nicht 
die Maschine neu verkabeln (Zulassungsproblematik). Nun stellt sich für 
mich die Frage ob es denn möglich ist, das Display zu puffern?! So wären 
zumindest die Wackler nach Kontaktieren der Steckverbindung weg. Macht 
das Sinn oder ist das Quatsch? Gibt es eine bessere Idee?

Ich denke an einen Kondensator, weiß aber nicht wie ich das machen soll. 
Das Baisgerät darf ja sicher nicht beliebig stark mit dem Aufladen des 
Kondensators belastet werden. Ausserdem weiß ich nicht, wie weit die 
Spannung maximal abfallen darf, sodass das Display noch ordentlich 
arbeitet. Ich seht; ich habe keine Ahnung. Kann mir jemand helfen?!

Julian.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Julian schrieb:
> Ich denke an einen Kondensator, weiß aber nicht wie ich das machen soll.

Ich würde es mal mit einem Doppelschichtkondensator probieren
(landläufiger Name „Goldcap“, wenngleich das nur einer der möglichen
Markennamen ist).  Die Dinger sind vergleichsweise hochohmig (also
nichts mit dickem Aufladestromstoß), haben aber eine recht hohe
Kapazität bezogen auf ihr Volumen.  Zwar verkraften sie keine sehr
großen Entladeströme, aber da der ganze TRX1500 ja gerade mal 1,5 W
aufnimmt, wird das LCD ja nicht so sehr viel Strom brauchen.

Solche Kondensatoren werden beispielsweise bei der mittlerweile
allgegenwärtigen Standlichtfunktion von Fahrradleuchten benutzt, um
die Energie zu speichern.

von MaWin (Gast)


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> Das Grundproblem lässt sich
> nicht so ohne weiteres lösen, finde den Wackler nicht

Das ist keine Lösung.
Ursache suchen und finden,
beispielsweise Wackler im Display selber.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Julian schrieb:
> Ich denke an einen Kondensator, weiß aber nicht wie ich das machen soll.
> Das Baisgerät darf ja sicher nicht beliebig stark mit dem Aufladen des
> Kondensators belastet werden.
Stichwort RCD-Kombination. Geht natürlich nur, wenn das Display mit 
einer Diodenspannung (Schottky ca. 0,5V) weniger auch noch läuft...
1
   +Ubatt --o-->|---o---- Display
2
            |       |
3
            -       |
4
           | |      -
5
           | |      ^
6
            -       |
7
            |       |
8
            '---o---'
9
                |
10
               ===
11
                |
12
      GND ------o--------

> Ausserdem weiß ich nicht, wie weit die Spannung maximal abfallen darf,
> sodass das Display noch ordentlich arbeitet.
Was spricht gegen Ausprobieren und Messen?

Aber irgendwie scheint mir ein Kollisionswarngerät zu wichtig für so 
ein Gebastel...

von Uwe (Gast)


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> kann auch nicht die Maschine neu verkabeln (Zulassungsproblematik)
hat es denn noch eine Zulassung, wenn das Kollisionswarngerät defekt ist 
!?
z.B. angenommen ich habe ein Auto das hat noch gültigen TÜV aber ich 
weiß das die Bremse kaputt ist (geht mal, dann wieder nicht) also nen 
Wackelkontakt.
Dann zu sagen ich darf die Bremse nicht neu verdrahten weil dann die 
Zulassung weg ist!  Was solln das werden ???!

von Julian (Gast)


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Danke für Eure Antworten,

wie gesagt; das Grundproblem ist eher nicht zu lösen. Deswegen würde ich 
gerne an solch ein Pufferlösung tüfteln!

Gegen tüfteln spricht prinzipiell nichts. Es handelt sich hierbei um 
kein gesetzlich vorgeschriebens Gerät!

Zur Berechnung des Kondensators. Stimmt das so?

C = (zeit * strom) / (spannung1-spannung2)

spannung1 : betriebsspannung (3,3V)
spannung2 : spannung auf die der kondensator maximal in der zeit t 
abfallen darf (2,5V)

C=(5s * 5mA)/(3,3V - 2,5V) = 31,25 mF

Wo bekomme ich nun einen solchen goldcap-Kondesator her und was heißt 
"relativ hochomig" absolut gesehen?!

Julian.

Muss ich sonst noch etwas beachten. Nur parallel dazuschalten oder 
brauche ich sonst noch was?!

von Düsendieb (Gast)


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von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Julian schrieb:
> Zur Berechnung des Kondensators. Stimmt das so?
Nur, wenn der Strom (annähernd) konstant ist...

Julian schrieb:
> Wo bekomme ich nun einen solchen goldcap-Kondesator her
Welchen?
> und was heißt "relativ hochomig" absolut gesehen?!
Bezogen auf was?

> C=(5s * 5mA)/(3,3V - 2,5V) = 31,25 mF
Ich würde mal tippen dass du mit 5mA für dieses "Display" nicht ganz 
hinkommen wirst...

von Düsendieb (Gast)


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