Eines vorweg: Ich weiß, das die folgende Modifikation IN DER EU illegal ist, aber ich will sie in Südamerika einsetzen. Also ohne rechtliche Diskussion: Wie bekannt sein sollte macht der Dieselpartikelfilter bei aktuellen EURO 5 / EURO 6 Fahrzeugen beim Betrieb außerhalb der EU mit dem dort üblichen schwefelhaltigeren Kraftstoff massive Probleme. Ich will mit meinem EURO5 Pickup (Ford Ranger 2012) durch Amerika, also auch in den "schwefelhaltigen" und vor allem geografisch hochgelegenen Süden. Hat jemand seriöse Infos wie man das Steuergerät austrickst, sodass es sich nicht über den ausgebauten DPF beschwert? Meinen Beobachtungen zufolge gibt es einen Differenzdrucksensor vor und nach dem Filter, der die Filterverschmutzung / Belegung misst. Dazu gibt es aber eben noch irgend eine Form von Plausibilitätsrechenmodell, sodass einfaches vorspielen, dass der Filter nicht verstopft ist, nach einer gewissen Fahrstrecke zu einer Fehlermeldung führt.
Ich hatte mal nen Ford, da ist der DPF nach 80000km weggebröselt. Erst war die Servicelampe an und die Leistung weg, nach einmal ausbauen und durchblasen war genug rausgebröselt dass der Differenzdruck wieder gepasst hat und alles wieder super ging. Man konnte durchschauen. Nur gerusst hat er dann :-) Also: - Ford fragen - oder Sensoren vermessen und Messwerte nachbauen (vermutlich macht die ECU bei stehendem Motor ne Kontrollmessung, könnte also schiefgehen) - oder Löcher reinbohren :-)
Normalerweise kann man Steuergeräte doch umcodieren. Jemand mit entsprechender Hard-/Software und Kenntnissen sollte sowas innerhalb von ein paar Minuten hinbekommen. Keine Garantie, dass das bei deinem Ford funktioniert, aber das wäre der erste Schritt, den ich versuchen würde. Zudem sowas dann auch problemlos rückgängig gemacht werden kann.
Mit schwefelhaltigem Diesel (und in Südamerika ist die Suppe wirklich richtig schlecht) gibt es noch andere nette Effekte bei modernen europäischen Dieselmotoren. Ich würde die Hände von Experimenten lassen und bei Ford anfragen. Die helfen wirklich. Es kann aber einige Wochen dauern, bis eine Antwort kommt.
Martin schrieb: > Hat jemand seriöse Infos wie man das Steuergerät austrickst, sodass es > sich nicht über den ausgebauten DPF beschwert? Bau den Filter doch einfach aus. Was interessiert dich ein sich darüber beschwerendes Steuergerät?
Martin schrieb: > Ich will mit meinem EURO5 Pickup (Ford Ranger 2012) durch Amerika, Mal am Rande gefragt: Was kostet es Dich, das Ding dort hinzubekommen?
@Rufus: Der Transport mit RoRo kostet ca. 1600€. Ist aber nicht der Punkt, da ich lange am Fahrzeug und der Wohnkabine gebastelt habe und daher mein Fahrzeug dabeihaben will. @Lothar: Wenn das Steuergerät über den DPF meckert schaltet es angeblich auch in den Notlauf mit reduzierter Leistung und das will man gerade in diesen kritischen Situationen nicht @Georg: Die bei Ford sind wirklich sehr nett, sagen aber nur, das das europäische Modell für die europäischen Zulassungsbestimmungen gebaut wurde. Mehr können (oder dürfen) sie wohl nicht sagen. @TK: Mit "Tuningunternehmen", vor allem solchen die Zusatzhardware einbauen, habe ich leider sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Die wissen anscheinend auch nicht wirklich was sie tun und verkaufen halt eine Lösung, die unter Normalbedingungen im Auslieferungszustand funktioniert.
Martin Brunner schrieb: > Mehr können (oder dürfen) sie wohl nicht sagen. Schade. Wir hatten des öfteren solche Anfragen. Es gab eigentlich immer eine Lösung. Leider habe ich keine Kontakte zu Ford.
Martin Brunner schrieb: > Der Transport mit RoRo kostet ca. 1600€. Was genau muss man sich darunter vorstellen? 1600€ klingt natürlich erstmal nach viel Geld, aber andererseits würde ein Leihwagen dieser Größenordnung vor Ort auch einiges kosten (und ich nehme an, daß das kein 2-Wochen-Trip werden soll), und das ganze Gepäck, das Du vermutlich im Wagen transportierst, müsstest Du ja auch erstmal "über den Teich" bekommen. Die 1600 sind aber one-way, oder etwa hin-und-zurück? Wie sieht das eigenlich mit Versicherungen etc. aus, ist die hiesige Haftpflicht-, Kasko- etc. Versicherung für so ein Projekt ausreichend?
1600 sind hin- und zurück. Allerdings + Zusatzspesen die ich nicht genau kenne. Die rechnen pro m³ ab und mein Auto ist recht kompakt. Eine normale europäische Versicherung ist komplett wirkungslos, da braucht man was spezielleres. Projektstart ist aber frühestens im übernächsten Frühjahr, dafür aber gleich 6 Monate, sonst lohnt es sich nicht. Vorher stehen noch einige Testfahrten und Trainings an. Das Problem mit dem Diesel habe ich ehrlich gesagt vorher nicht gekannt und bin daher etwas verzweifelt... OBD2 Tester und Werkstatthandbuch etc. habe ich besorgen lassen, da mir das durchaus bewusst war.
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