OPV-Schaltung unter Flybacktrafo

Gast #3288036
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Hallo Leute,
ich baue gerade einen Flyback-Wandler und das auch recht kompakt. 
Prinzipbedingt sitzt unter dem Flyback-Trafo eine Analoschaltung 
(OPV+Komparator zur Primärstormüberwachung usw).
Neben dem Trafo sitzt ein CPLD und die Spannungsversorgung.

Die Analogschaltung ist natürlich auf der Unterseite der Platine, also 
zwischen Trafo und Schaltung ist nochmal eine geschlossene Kupferfläche 
(TopLayer). Die Streufluss-Feldlinien stehen duch die Lage der Windung 
eher senkrecht auf der Platine. (RM14-Kern)

Ist sowas potentiell Problematisch? (Streufeld)
Wenn ja: was kann man dagegen tun?

Ich habe mal gelesen, dass man mit Kupferklebeband um den Trafo, den 
Steufluss kurtzschließen kann, hat damit jemand Erfahrung?
Gast #3288245
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DerAlbi schrieb:
> ich baue gerade einen Flyback-Wandler und das auch recht kompakt.
> Prinzipbedingt sitzt unter dem Flyback-Trafo eine Analoschaltung
> (OPV+Komparator zur Primärstormüberwachung usw).
> Neben dem Trafo sitzt ein CPLD und die Spannungsversorgung.

Ich gehe mal davon aus, dass du OPV und Komparator nutzt, um Current 
Mode zu fahren!?
Die Felder vom Streufeld kannst du doch durch geeignete Kondensatoren in 
deiner Messchaltung auskoppeln. Schalten tut der Flyback im Current Mode 
ja erst, wenn der Strom den Grenzwert schon erreicht hat.
Gast #3288294
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Nein eigentlich nicht. Leichte planlosigkeit, warum ich da nicht dran 
gedacht habe. Das was wirklich stärt ist das Schalten. Der Zeitabluf der 
Störung ist also so, dass es die funktion der Schaltung nicht wirklich 
beeinflussen kann. Ist bestechend einfach.

Aber mich würde evtl noch die Streufluss-Kurschlusswindung interessieren 
- vielleicht hat das schon jemand gemacht :-)
Gast #3289423
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Streufeld-Kurzschlusswindung ?

Dein Sreufeld ist im Wesentlichen an den Schnittkanten bzw. im 
Luftspalt.
Wenn Du einen Kern hast bei dem der Luftspalt im Mittelschenkel 
geschliffen ist und nicht über Isolierstoffeinlagen über alle Schenkel 
geht, ist dein Streufeld eher ein Problem der Erwärmung der 
Kupferwicklung im Luftspaltbereich (innen).

So oder so ist Dein Luftspalt Streufeld irgendwo ganz weit oben über der 
Elektronik.
Ein RM Kern ist da schon eine recht dankbare Geschichte.

Also das was ich an Kupferbändern um Kerne kenne ist:

a:
Vollständig die Wicklung bedeckend (volle Windung), aber elektrisch 
isoliert, so das es nicht zu einem Stromfluss durch die Folie kommt.
Wahlweise potentialfrei oder an GND / PE etc.
Erhöht aber brutal die Windungskapazität.
Das Schließen der Windung wäre tatsächlich ein Kurzschluss.

b:
Vollständig geschlossen, nicht isoliert, aber außen um den Kern herum so 
das es nicht als Windung wirkt.
Das würde ich in diesem Fall machen und das Kupfer auf GND Potential 
bringen.

c:
Bei SELV Geräte als Erdungswicklung (nicht el. geschlossen) zwischen 
prim / sek

Bei dieser ganzen Kupferwickelgeschichte erhöht man die Kapazität der 
Wicklung, was unter Umständen alles nur noch schlimmer macht.
Gegen Magnetfelder hilft Kupfer auch nicht wirklich.

Ich denke Dein Layout wird bei 30-50A eher der ausschlaggebende Punkt 
sein.
Probier es einfach aus, die ganze Theorie macht Dich irgendwann matschig 
und es passiert dann doch was will.
Das meiste passiert Leitungsgebunden und vieles davon entzieht sich all 
den Überlegungen die man gemacht hat und ist noch nicht mal auf den Oszi 
zu fangen.

Unter 100Mhz Oszi kannst Du übrigens vergessen.
Die 20Mhz Teile zeigen Dir schöne Kurven. Die wirklich wichtigen Infos 
stecken aber in den ganz schnellen Ereignissen.

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