Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Subtrahierer mit Open-Drain Comparator


von Martin D. (martin_d69) Benutzerseite


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Wie der Titel schon alles verrät...
Ist es möglich mit einen solchen Comparator:
http://www.analog.com/static/imported-files/images/functional_block_diagrams/ADCMP370_fbl.png
Einen Subtrahierer zu gestalten?

Ich würde einen pull Up an den Ausgang legen und dann an minus 
rückkoppeln.
Geht das?

von Christian L. (cyan)


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Martin D. schrieb:
> Geht das?

Warum nimmst du keinen OPV? Komparatoren sind nur bedingt für analoge 
Funktionen geeignet. Was willst du also konkret machen?

LG Christian

von Helmut L. (helmi1)


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Einen Komparator wuerde ich nicht als OPAmp missbrauchen. Ein Komparator 
ist gegenkoppelst. OPs sind meistens intern schon so kompensiert das sie 
dabei nicht Anfangen zu schwingen.

von Martin D. (martin_d69) Benutzerseite


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Konkret gesagt möchte ich den internen Komparator nutzen der noch über 
(ungenutzt) ist.
http://www.st.com/web/en/resource/technical/document/datasheet/CD00187085.pdf
Und klar, in meinem testaufbau hatte ich einen opv. Ich wollte nur 
wissen ob das geht.
Damit spare ich mir dann ein paar Bauteile.

von Martin D. (martin_d69) Benutzerseite


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@Helmut:
Ergänzt man die Komparatorschaltung um eine positive Rückkopplung 
(Mitkopplung), so erhält man einen sogenannten Schmitt-Trigger, der im 
Prinzip das gleiche macht wie der Komparator, aber zufolge der 
Rückkopplung noch schlagartiger umschaltet.
Kopiert aus Google...

Ich finde nirgends eine Angabe das ein Komparator intern rückgekoppelt 
ist.
Was ich gelesen habe ist das eine kleine Kapazität am Ausgang ein 
schwingen hervorrufen kann. Wo ist denn genau gesagt der Unterschied zum 
opv?

von Helmut L. (helmi1)


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Martin D. schrieb:
> Ich finde nirgends eine Angabe das ein Komparator intern rückgekoppelt
> ist.

Ist er auch nicht. Nur ist er intern nicht Frequenzkompensiert und damit 
schneller. Aber genau das macht ja das Problem. Wenn du den Komparator 
jetzt aussen Gegenkoppelst faengt das Teil meistens an zu schwingen an.

> Was ich gelesen habe ist das eine kleine Kapazität am Ausgang ein
> schwingen hervorrufen kann. Wo ist denn genau gesagt der Unterschied zum
> opv?

Einen Kondensator am Ausgang vom OP zu GND verringert die Phasenreserve 
des OPs. Bei hoehren Frequenzen ist es nicht mehr so das der positive 
Eingang 0 Grad und der negative 180 Grad Phase hat sondern es kommt noch 
eine Frequenzbezogene Komponente dazu. So wandert die Phase von 180 Grad 
beim negativen Eingang langsam zu 360 Grad. Der Rest der noch bis zu 
dieser Phaselage fehlt nennt man Phasenreserve. Und so wird dann aus 
einer Gegenkopplung eine Mitkopplung und das Teil schwingt. Beim Op ist 
es jetzt so das durch interne Massnahmen (Kondensator) die Verstaerkung 
bei dieser kritischen Frequenz schon kleiner 1 geworden ist und das 
damit verhindert wird. Beim Komparator fehlt diese Massnahme in der 
Innenschaltung. Dort ist die Verstaerkung groesser 1 bei der kritischen 
Frequenz und das Teil kann zu schwingen anfangen.

von Martin D. (martin_d69) Benutzerseite


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Vielen vielen Dank,

die Antwort ist klasse und trifft genau auf den Punkt. Dann kann ich ja 
nachher los basteln ohne viel haarverlust ;)

Beste Grüße Martin

von Helmut L. (helmi1)


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Martin D. schrieb:
> Dann kann ich ja
> nachher los basteln ohne viel haarverlust ;)

Ist es denn schon so schlimm? :=)

von Martin D. (martin_d69) Benutzerseite


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Manche Tage frage ich mich schon wieso die schönen rechenergebnisse mit 
der Schaltung nicht im geringsten was gemeinsam haben...

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