Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Photovoltaikplatte simulieren


von Peter (Gast)


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Hallo,

Ich habe einen alten SunnyBoy Wechselrichter ergattern können, von dem 
ich nicht weiß ob und wenn ja was daran defekt ist. Aus diesem Grund 
möchte ich ihn mit einem simulierten Photovoltaikmodul testen. Soweit 
ich weiß, verhält sich eine normale Spannungsquelle ja anders als so ein 
Modul. Ließe sich deshalb so ein Modul mit den nötigen innenwiderständen 
zum testen nachbauen?

Viele Grüße
Peter

von Peter (Gast)


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Okay, was muss ich denn genau dabei beachten?

von Erich (Gast)


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Die Spezifikation des Wechselrichters.
Gruss

von Peter (Gast)


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Okay, es handelt sich bei dem Wechselrichter um folgenden Typ:

http://www.solar-schmidt.de/documents/sma_swr2000-02-ad0801.pdf

Ich habe mir dazu überlegt, dass ich einfach die 230V über einen 
trenntrafo und einem Brückengleichricher auf die dc Seite gebe. Die ac 
Seite würde ich dann normal an das Stromnetz anschließen. Ich vermute 
nur, dass der Wechselrichter nicht damit klar kommt, dass er im Prinzip 
ja unendlich viel Energie aus dem dc Kreis ziehen kann.
Könnt ihr mir sagen, wie ich diesen Kreis zu beschalten habe?

Viele Grüße

von Julian B. (julinho)


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Der Wechselrichter zieht soviel Strom, wie er verträgt.

Das Problem wird sein, dass er den MPP-Tracken will, aber nur eine 
ziemlich wellige Gleichspannung sieht, die sich nicht wie ein Solarmodul 
verhält.

Frag doch einfach jemand, der ein Solarmodul hat.

Achja, Photovoltaikplatte heißen die Dinger nicht!!!

von Poeler (Gast)


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Tag,

am besten wäre ein strombegrenztes Netzteil und eine "große" Z-Diode. 
Die Z-Diode paralel zur Stromquelle, darüber fällt nun die DC-Spannung 
für den WR ab. Die Diode(n) muss natürlich im Leerlauf die gesammte 
Energie verbraten, die Du dem WR zuführen möchtest. z.B. 300V/5A

Bei einem Trafo mit Gleichrichtung wird der WR keinen Arbeitspunkt 
finden, ist der Trafo zu klein, von der Leistung her, wird der WR ihn in 
die Knie zwingen...
Um die Funktion an sich zu testen, könnte es gehen. Aber vorsicht mit 
hohen Einschaltströmen am WR, der interne Zwischkreis hat ein bischen 
Kapazität, also erstmal wie ein Kurzschluss. Kommst du nun mit nem Trafo 
an, können schnell ein paar Halbleiter die Füße hoch machen.

Hier vielleicht ein paar Ohm (mit ein par Watt) in Serie schalten, ob er 
damit einspeisen wird wäre zu testen.

Gruß Poeler

von Julian B. (julinho)


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Poeler schrieb:
> Die Diode(n) muss natürlich im Leerlauf die gesammte
> Energie verbraten, die Du dem WR zuführen möchtest. z.B. 300V/5A

Eine Z-Diode mit 1500 Watt, die möchte ich gerne mal sehen!
Und die Kondensator-Bank dazu auch.


Einen Wechselrichter testet man am besten mit einem Solarmodul!

von PSblnkd (Gast)


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@Peter
Der SB2000 verträgt nach Datenblatt bis zu 10A Eingangsstrom. Ob es 
danach eine Begrenzung seitens des WR gibt, würde ich nicht testen. Das 
könnte die letzte Aktion gewesen sein, d.h. mit einem einfache 
Gleichrichter nach einem Regeltrafo vom Netz her den Eingang beschicken 
wollen, ist sehr bedenklich. Auch eine Strombegrenzung mit einem 
einfachen Widerstand entsprechender Leistung würde wahrscheinlich die 
WR-Funktion gar nicht erst in Gang bringen. Der MPP-Tracker sucht den 
Punkt der maximalen Leistung auf der realen PV-Kennlinie und die ist bei 
einer Widerstandsstrombegrenzung nicht gegeben.

Am besten geht es mit einem elektronisch geregelten 
Gleichspannungs-Netzteil mit  entsprechenden Parametern, z.B. 300V/10A. 
Die NT sind in der Regel so konstruiert, dass sie beim Erreichen des 
einstellbaren Maximalstromes vom vorherigen Spannungsquellenbetrieb 
nahtlos in den Stromquellenbetrieb übergehen.
Das entspricht in etwa der realen Kennlinie einer PV-Anlage. Mit einem 
einzelnen Modul geht der WR auch nicht, weil dann die Eingangsspannung 
zu gering ist.

Grüsse aus Berlin

PSblnkd
(der lange Zeit in der PV-Branche gearbeitet hat)

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