Gast
#3299999
Ich wollte mir einmal ansehen, wie so ein Sperrwandler funktioniert und ein wenig damit in LTSpice experimentieren. Prinzipiell funktioniert es, jedoch verstehe ich nicht, wieso hohe transiente Spitzen auftreten, wenn der Schalter zu schnell eingeschaltet wird. Anfangs hatte ich einen idealen spannungsgesteuerten Schalter verwendet. Hier kamen die Spitzen schon erstmalig zum Vorschein. Wenn ich einen Transistor als Schalter verwende, sind die Spitzen weg, solange die Anstiegszeiten des Rechtecks nicht zu steil sind. Die Spitzen treten beim Einschalten der Primärseite auf. Durch extremes hineinzoomen stellte ich fest, dass der Primärstrom im Einschaltmoment auf fast 6A ansteigt, sekundär ebenso 6A fließen, und zwar in Sperrichtung durch die Diode. Das ist im Bild die obere Kurve ID1. Gleichzeitig nimmt aber die Spannung an der Diode nicht zu - siehe graue Kurve. Dann kommt so eine Spitze und die Ströme beruhigen sich schlagartig. Komisch ist noch, dass nach der Spitze der Diodenstrom bloß 20mA beträgt, die Spannung an der Diode aber 18V ist (graue Kurve). OK, das spielt sich in 180ps ab, un da spielt vielleicht die Kapazität der Diode eine nicht ganz unwesentliche Rolle ;-) Aber verstehen kann ich es eigentlich nicht ganz. Sind das nun Artefakte von LTSpice oder treten diese Phänomene real ebenfalls auf? Danke und Grüße PS: Der Effekt tritt auf, wenn man die Anstiegszeiten des Pulsgenerators auf 1e-9 setzt.
