Hallo Forum!
Ich bin auf der Suche nach einem neuen Multimeter. Mein altes Multimeter
ist ein Alcron DT-68, dass ich im zarten Alter von 12 Jahren bei Conrad
erstanden habe. Nun, 15 Jahre später, beginnt das Ding so langsam
auseinander zu fallen, einige Funktionen funktionieren nicht mehr
richtig und manche Funktionen vermisse ich.
Ich versuche mal kurz zu umreißen, was ist mit meinem Multimeter so
alles messen möchte:
- Gleichspannungen zwischen 0.8V und 30V
- Gleichströme zwischen 100µA und 2A
- Widerstände zwischen 0.1Ω und 10MΩ
- Wechselspannungen zwischen 5V und 30V (mit TrueRMS)
- Kapazitäten zwischen 1nF und 1mF
- Temperatur zwischen -20°C und 250°C
- Diodentester ab 2V
- Durchgangsprüfer
- Hold/Max/Min
Eine hohe Genauigkeit ist mir vor allem bei Gleichspannungen,
Gleichströmen und Widerständen wichtig. Alles andere muss nicht
sonderlich genau sein.
Außerdem wäre es schön, wenn der Durchgangsprüfer möglichst schnell
ansprechen würde. Bei meinem jetzigen Multimeter gibt es da leider eine
etwa 300 ms lange Verzögerung.
Ausgeben möchte ich wenn möglich nicht mehr als 100€. Ich habe mich
natürlich schon selber bei einigen Herstellern umgeschaut und habe
folgende Multimeter gefunden:
- Amprobe AM-270
http://www.amprobe.com/Amprobe/usen/Multimeters/Full-Size-Multimeters/AM-250.htm?PID=73123
- Benning MM 1-3
url=http://de.benning.de/de/corporate/produkte-dienstleistungen/pruef-und-messtechnik/digital-multimeter/benning-mm-1-1-mm-1-3.html
- PeakTech 3360
http://www.peaktech.de/produktdetails/kategorie/digital---handmultimeter/produkt/p-3360.html
Alle drei scheinen meine Anforderungen zu erfüllen, wobei das PeakTech
Gerät von den Dreien die beste Genauigkeit zu haben scheint.
Was haltet ihr von den Geräten? Welches würdet ihr kaufen? Gibt es
weitere Alternativen?
Grüße,
Heinrich
PS: Ich habe gehört, das UNI-T auch ganz gute und günstige Geräte haben
soll, aber ich finde deren Webseite
http://www.uni-trend.com/portfolio.html einfach unbenutzbar.
>- Temperatur zwischen -20°C und 250°C
Temperatur misst man schöner mit einer IR-Pistole ab 29€
Wichtiger wäre den Einsatzort zu kennen, da nicht jedes Multimeter von
-20 bis 50 Grad Celsius genaue Spannungen anzeigen wird. Auf flinken
akustischen Durchgangsprüfer sollte man auch achten. Des habe ich bei
Deinem 3360 nicht gelesen.
Franz Joseph schrieb:> Dave hat diverse Multimeter in den letzten 2-3 Jahren getestet:> http://www.eevblog.com/episodes/> einfach mal dort schmökern.
Danke, das werde ich mir mal ansehen!
oszi40 schrieb:>>- Temperatur zwischen -20°C und 250°C> Temperatur misst man schöner mit einer IR-Pistole ab 29€> Wichtiger wäre den Einsatzort zu kennen, da nicht jedes Multimeter von> -20 bis 50 Grad Celsius genaue Spannungen anzeigen wird.
Der Einsatzort ist ganz unterschiedlich. Von Peltier-Elementen, über
Kühlkörper-Temperaturen bis zu Laminiergeräten und Pizzaöfen ist alles
dabei. Aber wenn es IR-Pistolen schon so günstig gibt (das wusste ich
nicht), ist das sicherlich eine bessere Alternative.
oszi40 schrieb:> Auf flinken> akustischen Durchgangsprüfer sollte man auch achten. Des habe ich bei> Deinem 3360 nicht gelesen.
Unter anderem deswegen frage ich ja hier im Forum nach, was ihr von den
Geräten haltet. Vielleicht hat der ein oder andere das Gerät ja und kann
mir sagen, wie gut der Durchgangsprüfer ist.
oszi40 schrieb:> http://www.mikrocontroller.net/articles/Multimeter
Das kenne ich. Dort ist das Peaktech Gerät sogar als Mittelklasse
gelistet, also kann es eigentlich nicht so schlecht sein, oder?
Heinrich schrieb:> Ausgeben möchte ich wenn möglich nicht mehr als 100€...
Nanana, übertreibe mal nicht gleich. Kauf dir bei Pollin ein oder zwei
billige Multimeter und gut ist es erstmal. Wenn dir dann mal
weitergehende Wünsche in den Sinn kommen, dann schau dich um nach einem
dedizierten Kapazitätsmesser, einem dedizierten Frequenzmesser und einen
Oszi.
Meine Erfahrung ist, daß man so ein 10..15 Euro-Pollin-Teil wirklich am
häufigsten benutzt - selbst dann, wenn man am Arbeitsplatz ein
Präzisions-Tischgerät herumstehen hat. Das braucht man dann nur für
spezielle Fälle, aber nicht, um mal eben in einer Schaltung
herumzustochern.
W.S.
@W.S.:
Ein billiges Pocket-multimeter zum "rumstochern" habe ich bereits. Ich
suche wirklich eines mit einigermaßen vernünfigen Genauigkeit. Ein
Präzisions-Tischgerät möchte ich aber nicht, selbst wenn ich mir eines
leisten könnte. ;)
Heinrich schrieb:> Ich> suche wirklich eines mit einigermaßen vernünfigen Genauigkeit.
Dann mach dir die Mühe und lade dir die Datenblätter der potentiellen
Kanditaten herunter und wähle danach aus. Hier im Forum wirst du die
Absolution nicht bekommen.
Franz Joseph schrieb:> Dann mach dir die Mühe und lade dir die Datenblätter der potentiellen> Kanditaten herunter und wähle danach aus. Hier im Forum wirst du die> Absolution nicht bekommen.
Das habe ich bereits, danke. Ich bin auch keineswegs hier um Absolution
zu erhalten. Ich hatte gehofft, dass es hier eventuell einige Leute
gibt, die Erfahrungswerte mit mir teilen wollen oder Hinweise geben
können, die eben nicht in den Datenblättern stehen, wie z.B. über den
erwähnten Durchgangsprüfer oder über Dinge wie Batterielaufzeit,
Verarbeitung, etc. Auch gibt es vielleicht noch andere Geräte von
anderen Herstellern, die in Frage kämen, die ich aber bisher übersehen
habe.
Wenn ich ein Problem nur durch das Lesen von Datenblättern, Büchern oder
anderen Quellen lösen könnte, würde ich nicht in einem Forum fragen.
Heinrich schrieb:> @W.S.:> Ein billiges Pocket-multimeter zum "rumstochern" habe ich bereits. Ich> suche wirklich eines mit einigermaßen vernünfigen Genauigkeit. Ein> Präzisions-Tischgerät möchte ich aber nicht, selbst wenn ich mir eines> leisten könnte. ;)
Na dann Fluke - 179 oder besser gossen metrahit x-tra. Frage
beantwortet.
Peaktech von Reichelt für ca. 25€. Möchte ich nicht mehr hergeben,
besonders wg dem ganzen Schnickschnack (hab neulich damit nen feinen
Braten gemacht, Dank Typ K Temp.Probe in einem Edelstahlfühler, welche
damit einwandfrei lief).
Btw: Auf der Maloche gibts Fluke - der letzte Scheiß, dauernd die
Batterien leer und auch sonst irgendwie nervig träge.
Klaus.
Klaus R. schrieb:> Fluke - der letzte Scheiß, dauernd die> Batterien leer und auch sonst irgendwie nervig träge.>> Klaus.
Wie bitte? Kenne keines das einen schnelleren Bar-Graphen hat (bezogen
auf das 179).
Heinrich schrieb:> dass es hier eventuell einige Leute> gibt, die Erfahrungswerte mit mir teilen wollen oder Hinweise geben> können
Dann solltest du dich melden, wenn du das eine oder andere Gerät in die
nähere Wahl gezogen hast und hoffen, dass jemand dieses Multimeter
bereits hat und dich über dessen eventuelle Unzulänglichkeiten aufklären
möchte. Das könnte aber eine Wunschvorstellung bleiben, denn welcher
(Deutsche) gibt gerne zu, dass er sich schlecht entschieden hat?
...Bargraph? Wofür das? Braucht niemand.
Ich kann mal nachschauen, welches das ist, aber schon eher upper class.
Wie auch immer, alleine, dass ich alle 3 Monate ne neue Batterie im
Sekretariat holen muss, kotzt mich an. Das kann Peaktech besser, fertig.
Klaus.
Das UT61E wäre ev. etwas für dich. Es bietet aber keine
Temperaturmessung.
egal² schrieb:> oder besser gossen metrahit x-tra. Frage> beantwortet.
Wo gibt es das für einen Hunderter? Da würde ich auch eines nehmen!
Georg W. schrieb:> egal² schrieb:>> oder besser gossen metrahit x-tra. Frage>> beantwortet.> Wo gibt es das für einen Hunderter? Da würde ich auch eines nehmen!
Hmm, stimmt auch wieder. Dann würde ich vorschlagen gar keines, weil
> Ausgeben möchte ich wenn möglich nicht mehr als 100€.
mit dem
> Ein billiges Pocket-multimeter zum "rumstochern" habe ich bereits. Ich> suche wirklich eines mit einigermaßen vernünfigen Genauigkeit. Ein> Präzisions-Tischgerät möchte ich aber nicht, selbst wenn ich mir eines> leisten könnte. ;)
schliesst sich aus - er hat nach Genauigkeit und nicht nach
Auflösung gefragt. Und nach der Formulierung wohl den Mittelweg
zwischen "Pocket-multimeter zum rumstochern" und "Präzisions-Tischgerät"
Hätte auch mal eine Frage an euch, wenn es schon um Multimeter geht.
Welches dieser billigdinger kann mit nA umgehen?
Ich habe ein Fluke bei dem ist schluß bei 1 microA...tiefer gehts nicht.
Dann habe ich mir mal 2 gleiche billige Dinger für je 7 euro
gekauft...die
gehen bis 100 nanoAmpere runter.
Gibt es auch welche die etwas weiter runter gehen?
Die Genaugkeit ist nicht so wichtig...hauptsache da steht bei mir nicht
immer 0.00 im display.
oszi40 schrieb:> Temperatur misst man schöner mit einer IR-Pistole ab 29€
Au weiha, wenn du das behauptest dann messe mal zuerst auf blankem
Aluminium (nicht oxidiert) und danach auf schwarzem! Du wirst dich
wundern wie ungenau das ist!
Franz Joseph schrieb:> Dann solltest du dich melden, wenn du das eine oder andere Gerät in die> nähere Wahl gezogen hast und hoffen, dass jemand dieses Multimeter> bereits hat und dich über dessen eventuelle Unzulänglichkeiten aufklären> möchte. Das könnte aber eine Wunschvorstellung bleiben, denn welcher> (Deutsche) gibt gerne zu, dass er sich schlecht entschieden hat?
Dann sollte ich vielleicht lieber in einem englischen Forum fragen? Ich
habe gesehen, dass der EEVBlog auch ein Forum hat...
Georg W. schrieb:> Das UT61E wäre ev. etwas für dich. Es bietet aber keine> Temperaturmessung.
Das sieht doch recht gut aus. Verstehe ich das richtig, dass das Ding
Frequenzen bis 220MHz detektieren kann? Und es hat sogar einen
USB-Anschluss. Weiß da jemand näheres über das Protokoll?
Natürlich schade, dass es keine Temperatur messen kann. Früher gab es
mal Adapter, wenn denen man ein Typ-K Thermoelement an einem normalen
Multimeter betreiben konnte. Gibt es sowas noch? Und wenn ja, wie heißen
die?
egal² schrieb:> Dann würde ich vorschlagen gar keines, weil>>> Ausgeben möchte ich wenn möglich nicht mehr als 100€.>> mit dem>>> Ein billiges Pocket-multimeter zum "rumstochern" habe ich bereits. Ich>> suche wirklich eines mit einigermaßen vernünfigen Genauigkeit. Ein>> Präzisions-Tischgerät möchte ich aber nicht, selbst wenn ich mir eines>> leisten könnte. ;)>> schliesst sich aus - er hat nach Genauigkeit und nicht nach> Auflösung gefragt. Und nach der Formulierung wohl den Mittelweg> zwischen "Pocket-multimeter zum rumstochern" und "Präzisions-Tischgerät"
Gar keines ist auch keine Lösung. Ich weiß natürlich, dass ich für 100€
keine super hohe Genauigkeit erwarten kann. Unterhalb von 100€ gibt es
bei der Genauigkeit von Multimetern aber dennoch teilweise große
Unterschiede. Daher suche ich im Prinzip jenes Multimeter mit der besten
Genauigkeit für unter 100€.
Momentan schwanke ich zwischen dem PeakTech 3360 un dem UNI-T UT61E. Ich
hoffe ja immernoch, dass jemand seine Praxiserfahrungen mit mir teilt,
denn bei keinem der beiden Geräte steht z.B. etwas zur Geschwindigkeit
des Durchgangsprüfers.
Moritz A. schrieb:> Heinrich schrieb:>> - Gleichströme zwischen 100µA und 2A>> Lese hierzu mal> http://alternatezone.com/electronics/ucurrent/uCurrentArticle.pdf, ist> nicht zwingend so sinnvoll wie es erscheint, dann lieber ein uCurrent> oder etwas ähnliches für ca 20€ nachbauen und dafür auf die µA-Range> verzichten.
Danke, das ist sehr interessant!
Heinrich schrieb:> Momentan schwanke ich zwischen dem PeakTech 3360 un dem UNI-T UT61E. Ich> hoffe ja immernoch, dass jemand seine Praxiserfahrungen mit mir teilt,
Habe das UT61E an meinem Arbeitsplatz.
Hatte es mir damals bestellt, da ich der Ansicht war bzw. immer noch
bin, dass es für meine Zwecke ausreicht.
Die Genauigeit im DC-Spannungsbereich hatte ich mal mit einem
fabrikneuen und kalibrierten Agilent Multimeter verglichen. Die
Abweichung lag über einen weiten Bereich bei ca. 3mV, was ich als sehr
gut empfinde.
Widerstände kann man bis in den 10 mOhm bereich hinab auch relativ genau
bestimmen, wenn man die Messleitungen über die Relativ-Taste
"herauskalbriert". Verglichen habe ich das mit einem 4-Leiter mOhm
Meter.
Die Durchangsprüfung erfolgt unmittelbar, ohne störende Verzögerung.
Das Gehäuse ist solide und wertig verarbeitet.
Das Einzige, was mich (nach 3Jahren) als ein wenig nervt ist, dass der
Drehschalter bei längerer Nichtbenutzung evtl. mal ein kleines
Kontaktproblem hat. Dies ist aber 2-3 maligem hin- und herdrehen des
selbigen auch gleich wieder behoben.
Was ich nicht mehr missen möchte, ist die true RMS Eigenschaft. Trotz
mehrerer Multimeter, welche ich privat besitze kann ich mit keinem eine
Wechselspannung halbwegs genau messen. - Daher werde ich mir
mittelfristig auch privat ein TRMS Gerät zulegen. - Das UT61E steht auch
hier definitiv in der engeren Auswahl.
Heinrich schrieb:> Das sieht doch recht gut aus. Verstehe ich das richtig, dass das Ding> Frequenzen bis 220MHz detektieren kann?
Bis 15MHz auf alle Fälle, darüber benutze ich lieber einen
Frequenzzähler. Die Empfindlichkeit (Amplitude) sinkt mit steigender
Frequenz. Wenn man unter die Schwelle rutscht wird ein instabiler und
viel zu geringer Wert angezeigt.
> Und es hat sogar einen> USB-Anschluss. Weiß da jemand näheres über das Protokoll?
Ich vermute es ist eine "verpackte" COM-Schnittstelle, denn als ich
meines kaufte gab es bei manchen Händlern noch eine Ausführung mit
klassischer serieller Schnittstelle. Realisiert ist sie
potentialgetrennt es über einen Infrarot-Adapter, der hinten angesteckt
wird. Vielleicht kannst du die Kommunikation hier mitschneiden.
> Natürlich schade, dass es keine Temperatur messen kann. Früher gab es> mal Adapter, wenn denen man ein Typ-K Thermoelement an einem normalen> Multimeter betreiben konnte. Gibt es sowas noch? Und wenn ja, wie heißen> die?>
Meinst du einen Temperaturumformer? Der wird dein Budget sprengen.
Der Durchgangsprüfer reagiert sehr schnell.
Die Genauigkeit ist im Vergleich zu meinen anderen Messgeräten sehr gut
(Quelle MetraHit 18C, Gleichspannung):
Soll (V) HP3456A EX613 MetraHit29S UT61E
0,000000 -0,000029 0,000000 -0,000025 -0,002000
0,270000 0,265867 0,265490 0,265610 0,265100
-0,270000 -0,265606 -0,265600 -0,265628 -0,265100
1,000000 0,995703 0,995300 0,995130 0,994800
2,000000 1,995780 1,995500 1,994670 1,994700
2,700000 2,696220 2,696100 2,694710 2,691000
egal² schrieb:> Genauigkeitsangaben von Multimetern werden i.d.R. anders spezifiziert...
Kaum stellt man hier belastbare Aussagen in Form von realen Messwerten
rein kommt sofort ein Korinthenkacker aus seinen Loch gekrochen. Ich
fordere dich auf deinen Anforderungen entsprechend selbst solche Daten
aufzunehmen, aufzuarbeiten und hier zu präsentieren! Dann darfst du
meine Daten konstruktiv kritisieren.
@Georg W. (gaestle)
>> Genauigkeitsangaben von Multimetern werden i.d.R. anders spezifiziert...>Kaum stellt man hier belastbare Aussagen in Form von realen Messwerten>rein kommt sofort ein Korinthenkacker aus seinen Loch gekrochen.
Wo er recht hat, hat er recht. Was soll man mit diesen ewig langen
Zahlenkolonnen anfangen? Eine Abweichung in % oder ppm ist hier deutlich
aussagekräftiger. Ist in 3 Minuten in einer Exceltabelle ausgerechnet.
analyzer schrieb:> Habe das UT61E an meinem Arbeitsplatz.> ...> Die Genauigeit im DC-Spannungsbereich hatte ich mal mit einem> fabrikneuen und kalibrierten Agilent Multimeter verglichen. Die> Abweichung lag über einen weiten Bereich bei ca. 3mV, was ich als sehr> gut empfinde.
Das hast du vermutlich mit einem Fabrikneuen UT61E gemacht. Interessant
wäre, diese Messung nach 3 Jahren zu wiederholen, ob die Genauigkeit
immer noch so gut ist.
Gerade die Langzeit-Stabilität ist doch das, was hochwertige Multimeter
auszeichnet. Mich würde wirklich interessieren, wie sich das UT61E da
verhält.
Johannes E. schrieb:> Das hast du vermutlich mit einem Fabrikneuen UT61E gemacht. Interessant> wäre, diese Messung nach 3 Jahren zu wiederholen, ob die Genauigkeit> immer noch so gut ist.
Nein, es war nicht fabrikneu.
Das war ca. vor einem Jahr, also war das UT61E folglich so um die 2
Jahre alt.
Hatte die Chance genutzt, als ein Kollege ein neues Agilent bekam.
War auch keine große Messreihe, die ich da durchgeführt hatte. Wollte
nur für mich persönlich wissen, wie genau das UT61E in etwa ist.
Meiner Meinung nach für den Hobbygebrauch mehr als ausreichend.
@analyzer:
Das hilft mir sehr weiter! Vielen vielen Dank! :)
Georg W. schrieb:> Ich vermute es ist eine "verpackte" COM-Schnittstelle, denn als ich> meines kaufte gab es bei manchen Händlern noch eine Ausführung mit> klassischer serieller Schnittstelle. Realisiert ist sie> potentialgetrennt es über einen Infrarot-Adapter, der hinten angesteckt> wird. Vielleicht kannst du die Kommunikation hier mitschneiden.
Etwas reverse engineering wäre mal wieder ein nettes Projekt. Sobald ich
was herausfinde, poste ich es hier im Forum. Kann aber noch ein wenig
dauern. ;)
Georg W. schrieb:> Der Durchgangsprüfer reagiert sehr schnell.>> Die Genauigkeit ist im Vergleich zu meinen anderen Messgeräten sehr gut> (Quelle MetraHit 18C, Gleichspannung):> Soll (V) HP3456A EX613 MetraHit29S UT61E> 0,000000 -0,000029 0,000000 -0,000025 -0,002000> 0,270000 0,265867 0,265490 0,265610 0,265100> -0,270000 -0,265606 -0,265600 -0,265628 -0,265100> 1,000000 0,995703 0,995300 0,995130 0,994800> 2,000000 1,995780 1,995500 1,994670 1,994700> 2,700000 2,696220 2,696100 2,694710 2,691000
Das sieht doch sehr gut aus. Vielen Dank für deine Mühen! :)
Nach all dem wird es dann wohl ein UNI-T UT61E werden.
Und für die Temperaturmessung kaufe ich mir dann einfach noch ein
billig-Multimeter, wie von "Jorg Wünsch" vorgeschlagen. Die Genauigkeit
in der Temperaturmessung ist mir nicht so wichtig. ;)
Ich kann das UT61E auch nur empfehlen. Wenn man die Wartezeit für den
Versand in Kauf nimmt, kann man es direkt aus China für gut 40€ inkl.
Versand bekommen.
Der Diodentester und Messungen im Autorange sind ziemlich schnell.
Dazu ist es noch (relativ zu anderen DMMs dieser Preisklasse) sehr
genau.
Als kleines Schmankerl hat es auch noch einen Bargraph.
Was dem Multimeter für deine Einsatzzwecke fehlt, ist die
Temperaturmessung.
Das Peaktech 3360 hat zwar die Temperaturmessung, ist aber wohl nicht so
genau und stürzt angeblich auch ganz gerne mal ab (
http://www.youtube.com/watch?v=3-_dUB8vy8U ).
Das Uni-T UT61B hat die Temperaturmessung, ist aber nicht so genau wie
das UT61E. Dafür bekommst du für das, was das Peaktech 3360 beim
Reichelt kostet, fast ein UT61B und ein UT61E zusammen, bist noch unter
100€ und kannst zwei Werte gleichzeitig messen ;)
Bevor ichs vergesse: Das UT61E hat keine Hintergrundbeleuchtung. Dafür
hat das UT61B eine.
Michael_ schrieb:> Das hat noch andere interessante Messbereiche.
Du meinst wohl eher Schätzbereiche ;)
> - Schalldruck 40...100 dB, ± 5 dB
Das ist für eine logarithmische Einheit arg daneben, mehr als Faktor 3
Abweichung.
Daniel V. schrieb:> Hätte auch mal eine Frage an euch, wenn es schon um Multimeter geht.>> Welches dieser billigdinger kann mit nA umgehen?>...> Die Genaugkeit ist nicht so wichtig...hauptsache da steht bei mir nicht> immer 0.00 im display.
Das geht mit wohl jedem Digitalmultimeter - wenn du hierfür ganz einfach
den Spannungsmessbereich benutzt. Die Toleranz des Eingangswiderstandes
geht dann natürlich voll in die Messgenaugkeit ein.