Hallo,
ich wollte mal fragen, ob es möglich ist, einen Richtkoppler zum Messen
des Stehwellenverhältnisses mit OP-Verstärkern zu bauen.
Ich meine bei Frequenzen unter 10MHz nur mit Widerständen und
OP-Verstärkern.
Hallo Peter,
ja, so etwas gibt es.
Wurde mal vor vielen Jahren von Charles Wenzel (Wenzel Ass.)
im RF-Design beschrieben.
http://www.techlib.com/electronics/index.html
Auf dieser Seite findest du ziemlich unten das Item
Test Euqipment
und unter diesem 'Isolator/Zirkulator.
Das könnte sein, was du suchst.
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Wilhelm
Hallo,
ich habe einen Zirkulator mit AD8000 2009 konstruiert gebaut und
vermessen.
Die Beschreibung war unter "Messen mit dem FA-NWT, Low Frequency
Circulator/Isolator" im Netz zu finden.
Besteht Interesse an einem funktionierende Zirkulator ?.
wenn wir mehr ueber den koppelgrad und die isolation wuessten... je
mehr, desto mehr bandbreite muss der opamp bringen. desto rauschiger ist
er dann aber auch.
allenfalls sind 10 dB realistisch..
Hallo,
hier sind noch einige Infos zu meinem Projekt.
Ein bild auf Aufbau aus 2011.
Bitte schaut in die PDFs; dort findet man im Dateinamen und im Text eine
Beschreibung zu den Messungen und auch einen (Teil-)Schaltplan.
@Uwe S
Interessantes Projekt und bis über 150 MHz? Ich staune da nur!
Aber was wird beim ersten Messdiagramm dargestellt? Die
Reflexionsdämpfung an Port-1? Und wie sieht der Frequenzgang für die
Durchgangsrichtung aus?
Hallo Mike,
ich habe jetzt nicht alle Messungen gefunden und könnte die S21
Messungen später neu erstellen.
Wie es der Text des Dateinamen schon beschreibt eine S12 Messung, also
die Isolation der drei Ports voneinander.
>Wie es der Text des Dateinamen schon beschreibt eine S12 Messung...
Auch "01-Circulator-Isolator_AD8000__RL_50R_MCL_BTRM-50_.pdf" ???
Sieht eher nach einer S11 Messung aus, bzw. ist ziemlich anders als S21
und S32.
Brauchst aber nichts extra nachzumessen, mich interessiert bloss wie
etwa der Frequenzgang für S12, S23 und S31 aussah. (z.B. > -1dB von
1..150 MHz)
Beträgt der Bezugswellenwiderstand 50 Ohm? Ich kenne diesen Feedback-Pin
am AD8000 nicht. Ist der identisch mit dem normalen Ausgangspin eines
OP, sodass die beiden 100 Ohm an jeder BNC-Buchse als parallelgeschaltet
gelten können?
Hallo Mike,
so jetzt habe ich mir Zeit genommen, der FA-NWT01 (Netzwerktester von
funkamateur.de) wurde vor den Messungen neu kalibriert und somit kann
man den Messwerten vertrauen.
Bild 1: 01-Messung_S21.pdf
Gen: P1, Det: P2, P3 mit 50Ohm abgeschlossen
Bild 2: 02-Messung_S31.pdf
Gen: P1, Det: P3, P2 mit 50Ohm abgeschlossen.
Bild 3: 03-Messung_S31-offen_50R.pdf
Gen: P1, Det: P3
Vergleichsmessung: P2 Offen: 0dB Linie zu P2 mit 50Ohm abgeschlossen.
Bild 4: 04-Messung_S32.pdf
Gen: P2, Det: P3, P1 mit 50Ω abgeschlossen.
Bild 5: 05-Messung_S31-Richtkoppler-kalibriert.pdf
Hier habe ich die 0dB Kurve in den FA-NWT01 kalibriert,
so sehen wir mit einem guten 50 Ohm Widerstand an P2 die Direktivität =
Richtschärfe.
Der Zirkulator, ist hiernei als Isolator beschaltet, so wird er zu
einem OPA Richtkoppler.
Hallo Christoph,
Christoph Kessler (db1uq) schrieb:> Beträgt der Bezugswellenwiderstand 50 Ohm? Ich kenne diesen Feedback-Pin> am AD8000 nicht. Ist der identisch mit dem normalen Ausgangspin eines> OP, sodass die beiden 100 Ohm an jeder BNC-Buchse als parallelgeschaltet> gelten können?
ja der Feedback-Pin = Output Pin, so dass man mit sehr kurzen
Verbindungen einen Gegengekoppelten OPV aufbauen kann.
Anfänglich, im ersten Aufbau, hatte ich zu viele Streukapazitäten und
der sehr schnelle AD8000 oszillierte.
Die ursprüngliche Frage war nach einem Richtkoppler, keinem Zirkulator.
Der Zirkulator läßt sich als Messrichtkoppler einsetzen, wenn man am
Port A ein Sinussignal einspeist, am Port B den zu messenden Zweipol
anschließt, und am Port C den Betrag (und eventuell Phase bezogen auf
Port A) misst.
Eigentlich reicht die Beschaltung als Isolator, das ist sogar
sinnvoller.
Eine Richtschärfe von 20 dB ab 100 MHz taugt aber nur für ein
Schätzometer, richtige Messrichtkoppler haben eher 40 dB und mehr.
Bei idealem 50 Ohm Abschluß an Port B dürfte nichts an Port C ankommen,
bei Totalreflexion (Kurzschluß oder Leerlauf) müßte die Amplitude gleich
der am Port A sein.
Ich habe mal einen Artikel zu einer Messbrücke von Rohde & Schwarz für
deren vektoriellen Netzwerkanalysator gesehen, vielleicht irgendwo hier:
http://www.rohde-schwarz.de/de/service_support/downloads/neues_von_rohde_schwarz/
im HP-Journal könnte auch ähnliches zu finden sein.
http://www.hpl.hp.com/hpjournal/journal.html
Ein passiver Messrichtkoppler 40 kHz to 150 MHz:
http://www.rohde-schwarz.de/file/ZRA_22_web.pdf
Directivity
up to 1 MHz ≥45 dB
up to 150 MHz ≥40 dB
oder neuer: http://www.rohde-schwarz.de/file/ZRC_dat_en.pdf 40kHz..4 GHz
von HP habe ich noch das hier gefunden
http://www.hpl.hp.com/hpjournal/pdfs/IssuePDFs/1984-11.pdf
An Advanced 5-Hz-to-200-MHz Network Analyzer
wie die 5 Hz erreicht werden she ich so auf die Schnelle nicht, in den
Blockschaltplänen steht immer 0,25 MHz als Untergrenze.
Danke Christoph,
danke sehr, Du hat eine sehr schöne Zusammenfassung meines Aufbaus
geschrieben.
Das Dokument
http://www.hpl.hp.com/hpjournal/pdfs/IssuePDFs/1984-11.pdf
kannte ich noch nicht und nun wandert es in die Wissensbasis.
vy 73 DC5PI
Bis 10MHz gab es in den UKW Berichten mal eine Schaltung mit OPs.
Es war ein Zirkulator für Videosignale.
Wenn von Interesse, mache ich mir die Mühe und suche mal in welchen Heft
der Artikel steht.
Ralph Berres
Ralph Berres schrieb:> Bis 10MHz gab es in den UKW Berichten mal eine Schaltung mit OPs.>> Es war ein Zirkulator für Videosignale.>> Wenn von Interesse, mache ich mir die Mühe und suche mal in welchen Heft> der Artikel steht.>> Ralph Berres
Das wäre toll! Könntest du davon ein PDF machen, ich habe die UKW
Berichte leider nicht :-(
In den UKW Berichten 2000-2 ist unter dem Titel aktiver Richtkoppler
von J.V. Parpat ein Artikel erschienen.
Ob ich das hier veröffentlichen darf weis ich nicht. Immerhin liegt ein
Copyright darauf.
Das Heft kann man aber bei den UKW Berichten sicherlich noch erwerben.
Ralph Berres
Moment mal, nur zur Klarheit versuche ich mal, das alles in ein paar
andere Worte zu fassen:
Man hat einen Generator mit einem bestimmten Quellwiderstand (zumeist 50
oder 75 Ohm), dessen Signal man einem Prüfling zuführt, über dessen
Eingangswiderstand man sich nicht im Klaren ist (weswegen man ihn
erfassen möchte, nach Betrag und Phase) - OK?
Bei allen historischen Schaltungen wird dazu eine Brücke gebaut, bei der
derjenige Brückenzweig, wo der Prüfling enthalten ist, zwingend den
gewünschten "Normalwiderstand" also zumeist 50 Ohm darstellt. Der andere
Brückenzweig kann, muß aber nicht zwingend ebenfalls mit 2x 50 Ohm
dargestellt werden. Gemessen wird dann die Spannungsdifferenz zwischen
den beiden Mittelabgriffen der beiden Brückenzweige, die zuerst per
Balun von symmetrisch auf massebezogen umgesetzt werden mußte. Und genau
dieses Schaltungsprinzip war früher ein großes Problem, denn man hatte
noch keine schnellen OpV's zum hochohmigen Abtasten der Mittelabgriffe,
so daß selbige durch den transformierten Eingangswiderstand des
Spannungsmessers belastet wurde.
Mir geht da schon seit längerem eine ganz andere Idee im Kopf herum:
Also, stellt euch mal folgendes vor:
Am Generatorausgang befindet sich die altbekannte Brücke, der eine Zweig
aus 50 Ohm und dem Prüfling gegen Masse, der andere Zweig ist
hochohmiger, z.B. 2x 220 Ohm - aber der Fußpunkt dieses Zweiges geht
nicht gegen Masse, sondern an den Ausgang eines AD8000. Dessen E+ geht
an den Mittelabgriff des ersten Brückenzweiges (also wo es zum Prüfling
geht) und der E- geht an die Mitte der o.g. 220 Ohm Widerstände.
Damit haben wir am Ausgang des AD8000 exakt null Volt, wenn der Prüfling
rein ohmsch 50 Ohm beträgt und wir haben eine von Null verschiedene
Wechselspannung am Ausgang des AD8000, wenn der Prüfling in Betrag
und/oder Phase von 50 Ohm abweicht. Den Betrag kann man leicht messen ud
für die Messung der Phase muß man sich was einfallen lassen. Mir gehen
da einige Varianten durch den Kopf.
Wenn z.B. die Spannung aus dem Generator amplitudengeregelt ist, kann
man mit 2 Komparatoren bei +0.7*Amplitude und -0.7*Amplitude und etwas
nachfolgender Logik einigermaßen frequenzunabhängig zwei um 90°
aufeinander stehende Signale zum phasenempfindlichen Gleichrichten
erzeugen. Bis 160 MHz sollte das ganz passabel machbar sein. Mit der
sehr viel einfacher meßbaren Amplitude und einem auf die Weise
ermittelten Phasenwinkel kann man dann weiterrechnen.
W.S.