Hallo kann mir irgendjemand sagen, ob ich im folgendem Fall einen Tiefpass benötige? Das dynamische Mikrofon hat eine Bandbreite von 20 - 10000 Hz und die Grenzfrequenz soll ebenfalls ein bei 10kHz liegen? Naja theoretisch bin ich nicht der Meinung. Aber ich könnte glauben, dass man trotzdem einen einbauen sollte. Achso der Vorversärker für das Mikro verstärkt eine Banbreite von 100 -20000 Hz. Ich bin mir nicht sicher, aber ich vermute, dass das kein Problem sein sollte. Ihr wisst ja, dass die Bandbreite des Mikrofonvorverstärkers über die des Mikrofons hinausgeht
Meistens verwendet man im Mischpult einen Trittschalltfilter. Das ist ein steilflankiger Hochpass, der das Rumpeln durch niederfrequente Bewegungen rausfiltert. Möglicherweise macht das auch deine Endstufe. Hochpass benötigt man eher beim digitalisieren. Ist deine Endstufe eine Digitalendstufe, macht sie das vielleicht selbst.
Eine Begrenzung der Bandbreite ist wichtig, damit Du Dir keine Radiowellen einfängst. Dein Vorverstärker hat sie offensichtioch schon drin. Die Grenzfrequenzen des Verstärkers und des Mikrofons müssen nicht übereinstimmen.
Ich kann dir nicht ganz folgen. Was verstehst du unter Endstufe? Ja ich möchte digitalisieren. Das soll über einen IC laufen; sprich ->dynamisches Mikrofon-> rauscharmer Vorverstärker --> IC. Ich weiß, dass man zwischen Vorverstärker und den IC oft einen Tiefpass schaltet. Da aber vom Mikrofon empfangene Signal nur in der Bandbreite 100 bis 10000Hz schwingt, dachte ich man könne ja bei fg=10kHz den Tiefpass dieses Mal rauslassen. Ob das so funktionieren würde? Ja stimmt an einen Hochpass habe ich gar nicht gedacht - danke. Ich könnte also die Tiefen des Mikrofon an den die Bandbreite des Vorverstärker anpassen, indem ich einen Hochpass gebrauche. Müsste der da nicht theoretisch einen Hochpass zwischen Mikro und Vorverstärker sein? Sowas habe ich noch nie gesehen. Hinter dem Vorverstärker wäre der doch doch nutzlos. ???
Hallo Stefan, danke dir für deinen kurzen und prägnanten Beitrag. Du meinst also, dass es nicht unbedingt von Nachteil ist, wenn die Bandbreiten des Mikros und des Vorverstärkers sich unterscheiden. Ist das wirklich so erfreulich unkritisch =)
@rava: Die Frage war: Claude Juncker schrieb: > ob ich im folgendem Fall einen Tiefpass > benötige? Und deine Antworten lauten: rava schrieb: > Das ist ein steilflankiger Hochpass, und > Hochpass benötigt man eher beim digitalisieren. Krieg ich irgendwie nicht auf die Reihe. @claude: Sag mal, was du überhaupt machen willst. Wo willst du das Mikrofon anschließen? Eine Bühnen-Anlage oder generell etwas analoges? Oder willst du das Mikrofonsignal digitalisieren? (Der Beitrag steht bei Mikrocontroller und digitale Elektronik!) Wenn du digitalisieren willst, dann kommt es auf deine Abtastfrequenz an. Such mal nach "Nyquist-Shannon-Abtasttheorem". Das heißt, dein Mikrofon-Signal sollte keine Frequenzanteile mehr enthalten, die über die Hälfte der Abtastfrequenz hinausgeht. Oder anders gesagt, die Abtastfrequenz soll mindestens das doppelte der höchsten Frequenzanteile entspricht. Dementsprechend mußt du die Abtastfrequenz oder dein Tiefpaßfilter auslegen.
rava schrieb: > Hochpass benötigt man eher beim digitalisieren. Die meisten Leute verwenden einen Tiefpass vor dem ADC, auch Antialiasing Filter genannt.
Ja, da habt ihr beide natürlich Recht. Das Abtasttheorem kenne ich und was es bedeutet. Ich weiß auch dass man normaler Weise einen Tiefpass in so eine Messkette einbaut, um die obere Grenzfrequenz fest zu legen. Apropo - ich möchte einen Schalldruckpegel messen. Das soll mit Hilfe eines ADC im IC digitalisiert werden. Da das ja irgendwie normal ist, sprich Tiefpass in so einem Fall, frage ich ob jemand was weiß, was passiert, wenn ich keinen Tiefpass benutze, weil ich einfach das obere Ende des Frequenzbereichs des Mikros (10kHz) als so zu sagen "Tiefpass" missbrauchen kann. Also im Endeffekt eine Messkette für Schalldruck nur eben ohne Tiefpass. Also ich glaube, dass Stefan meine Frage schon beantwortet hat. Oder seid ihr anderer Meinung?
Wenn du sicherstellen kannst, daß aus dem Vorverstärker in keinem Fall eine höhere Frequenz in Richtung Digitalisierung kommt (auch nicht durch Einstreuung durch ungenügende EMV-Abschirmung usw) dann kannst du natürlich den Tiefpaß zwischen VV und ADC weglassen. Der soll ja genau das verhindern.
Meine Meinung schrieb: > Wenn du sicherstellen kannst, daß aus dem Vorverstärker in keinem Fall > eine höhere Frequenz in Richtung Digitalisierung kommt (auch nicht durch > Einstreuung durch ungenügende EMV-Abschirmung usw) dann kannst du > natürlich den Tiefpaß zwischen VV und ADC weglassen. Der soll ja genau > das verhindern. genau. Dann ist ja der VV schon 'der Tiefpass'. Tue es Dir nicht an. Mach das richtige. Bau einen Tiefpass ein.
Ja, genau das habe ich mir auch gedacht. Ich bin froh das wir einer Meinung sind =) Mal eine ganz andere Frage, was ist eigentlich die Impedanz eines Tiefpasses? Ist die gleich der Größe des Widerstandes in eine RC-Glied und wie ist das bei anderen Tiefpassfiltern von anderer Art. Kann man darüber etwas Pauschales sagen?
@admins: Ich bitte um Entschuldigung dafür, dass ich den Thread an der falschen Stelle geöffnet habe. Und danke
Claude Juncker schrieb: > was ist eigentlich die Impedanz eines > Tiefpasses? Dafür gibt es Formeln.
Die Impedanz "eines Tiefpasses" gibt's nicht. So wie man auch nicht fragen kann: "Was ist eigentlich die Geschwindigkeit eines Autos?". Du kannst einen Tiefpaß für jede gewünschte Impedanz berechnen. Dafür gibt's auch Software (Filterentwurf). Wenn du den Tiefpaß zwischen VV und ADC schaltest, mußt du idealerweise die Ausgangsimpedanz des VV wissen und die Eingangsimpedanz des ADC. Und mit diesen Werten, der Steilheit des Filters (Ordnung), der Charakteristik (Bessel, Tschebychev, Butterworth u.a.) kannst du dann den Tiefpaß berechnen.
hast du schonmal versucht, kupfer wegzuschleifen? ich kann mir vorstellen, dass das weich wird und dein Werkzeug verklebt. habe ich aber noch nie versucht :-)
Die Impedanz ist der Eingangswiderstand welcher die Quelle sieht. Für einen Tiefpass aus R und C gilt Ze = R + 1/j*omega*C, ist dieser komplex und frequenzabhängig.
TP schrieb: > Die Impedanz ist der Eingangswiderstand welcher die Quelle sieht. > > Für einen Tiefpass aus R und C gilt Ze = R + 1/j*omega*C, ist dieser > komplex und frequenzabhängig. Falsch. Eine Impedanz ist kein Eingangswiderstand. Der Widerstand ist eine feste Größe, also frequenzunabhängig. Die Impedanz ist der Wechselstromwiderstand, und von daher frequenzabhängig. Es gibt eine Eingangsimpedanz und eine Ausgangsimpedanz. Und das von jeder betrachteten Baugruppe. Das Mikrofon hat eine Ausgangsimpedanz, die zur Eingangsimpedanz vom Vorverstärker passen sollte. Nennt man jeweils Anpassung. Der Vorverstärker hat auch eine Ausgangsimpedanz, die nicht identisch sein muß mit der Eingangsimpedanz. Diese Ausgangsimpedanz sollte zur Eingangsimpedanz der folgenden Stufe passen, sei es eine Lautsprecher-Endstufe oder wie in diesem Fall, ein Analog-Digital-Wandler. Und wenn sich nach dem Vorverstärker noch unser Tiefpaß befindet, so hat auch dieser eine Eingangsimpedanz, die zum Ausgang des Vorverstärkers passen muß und eine Ausgangsimpedanz, die zum Eingang des Wandlers passen soll. Und die Formel ist R+jX, wobei R der Gleichstromwiderstand ist und jX der komplexe Widerstand. Der kann je nach Frequenz und Bauteilen entweder kapazitiv sein oder induktiv. Wenn er induktiv ist, ist X=wL. Kapazitiv ist er X=1/wC. (jeweils steht das "w" für "omega", also die Kreisfrequenz). Und ja, auch ein Tiefpass kann je nach Frequenz auch ein induktives Verhalten haben. Sieht man sehr gut, wenn man sich die Ortskurve im Smith-Chart ansieht. Es ist also nicht ganz so einfach, wenn man's richtig machen möchte. Aber man kann es ausrechnen.
TP schrieb: > Du wiedersprichst Dich und schwadronierst... "Wieder" kommt von "wiederholen" Was du meinst, ist sicher "widersprechen". Von daher meine Frage: Wo ist der Widerspruch? Das sind physikalische Fakten, überall nachzulesen. Erläutere deine Aussage bitte mal genauer!
Hallo Calculon, ich bin beeindruckt von der Genauigkeit deiner Erklärung über die Impedanz im Allgemeinen und im Genauen anhand der Impedanz eines Tiefpasses. Ich gebe zu, dass ich das nicht gleich nachvollziehen konnte als ich dein Beitrag zum ersten Mal gelesen habe. Inzwischen habe ich ein wenig im Internet nachgesehen und festgestellt, dass es richtig ist. Das konnte mir beim Verstehen erlernen weiter helfen. Dennoch sehe ich gerade nicht, welchen Wert ich in der imaginären Komponente jX der Impedanz beimessen soll. Was bedeutet die Imaginären der Komplexen eigentlich für die Impedanz. Ich kann mich noch erinnern, das j=i=sq-1 ist. Allerdings bin ich verwirrt. Ich wüsste jetzt z.B.: nicht wie ich das in eine Dimensionierung einer Impedanz einfließen lassen sollte. Verstehst du was, ich meine?
Was bedeutet diese Angabe, kleiner Tipp: Es bezieht sich auf Mikrofon Vorverstärker. "Eingangsimpedanz: >18 kOhm (typ. 40 kOhm)" Heißt es, dass die Impedanz mit > 18 kOhm so wie 40 kOhm eines frequenzunabhängigen Widerstandes R angesehen werden kann?
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