Forum: Offtopic Alte EPROMS - Ersatz nur noch aus dem Antiquariat?


von Uhu U. (uhu)


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Das Korpus delicti ist ein EPROM aus einer Aufzugsteuerung Bj 1983.

Der Hersteller behauptet, in die defekte CPU-Platine für 1250 € muß ein 
EPROM, der programmiert stolze 400 € kostet. Der EPROM sei angeblich 
heute nicht mehr zu bekommen. Die Typenbezeichnug für das Teil wird 
nicht genannt.

Für welche Typen aus 1983 gibt es denn heute keinen kompatiblen Ersatz 
mehr?

von Jörg E. (jackfritt)


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Ohne dem Typen zu kennen schwer zu sagen.
allerdings behaupte ich mal eher das sich damit niemand 
auseinandersetzten kann/will.
wir haben unser Super Super Programmer auch nur noch in einer Ecke 
stehen weil es
Kein LPT mehr an irgendeinem unserer PC gibt. Die zugehörige Software 
wird wohl auch nicht mehr laufen...
somit nix mehr programmierbar.

von Läubi .. (laeubi) Benutzerseite


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Für welche Typen aus 1983 gibt es denn heute keinen kompatiblen Ersatz
> mehr?

Gab hier schon mal eine ähnliche Diskussion, ein EPROM wird man schon 
finden aber:
- Hilft es dir ohne die "Software"/Inhalt nix
- Wird der Hersteller natürlich nur "Garantie" für das Orginal 
übernehmen

Von daher muss man auch überlegen, seit dem sind 30 Jahre Vergangen, 
d.h. das Teil "kostet" etwas mehr als 1€ pro Monat der Preis relativiert 
sich also schnell wenn man bedenkt das dafür ggf. uralte Chips, Hardware 
(Programmieradapter), Software (für den Programmer + EPROM Inhalt) 
vorgehalten werden müssen.

von Jörg S. (joerg-s)


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Jörg Esser schrieb:
> wir haben unser Super Super Programmer auch nur noch in einer Ecke
> stehen weil es Kein LPT mehr an irgendeinem unserer PC gibt.
Ne LPT Karte ist allerdings in ein paar Minuten für ein paar Euro 
nachgerüstet...

von Claus M. (energy)


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Vielleicht sollte man lieber die komplette Steuerung mal erneuern, bevor 
nächste Woche das nächste Teil kaputt geht. Nach 30 Jahren sollte das 
Ding mal abgeschrieben sein.

von Uhu U. (uhu)


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Der erste Schritt in so einem Fall ist doch wohl, daß man die Prüfsumme 
des EPROMS auf dem defekten Board prüft und den Chip kopiert, wenn sie 
noch richtig ist.

Für den Austausch der Platine sind nochmal 500 € angefallen, da kann man 
natürlich nicht all zu viel geistige Beweglichkeit dafür erwarten.

Das ganze riecht förmlich danach, daß man sich bei der Gelegenheit an 
der Notlage des Liftbetreibers ordentlich gewärmt hat...


Claus M. schrieb:
> Vielleicht sollte man lieber die komplette Steuerung mal erneuern, bevor
> nächste Woche das nächste Teil kaputt geht.

Das ist ja - wie aus dem Eingangsposting zu ersehen ist - passiert.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Das ganze riecht förmlich danach, daß man sich bei der Gelegenheit an
> der Notlage des Liftbetreibers ordentlich gewärmt hat...

Das ist natürlich eine boshafte Unterstellung, die aufs allerschärfste 
zurückzuweisen ist, wie kannst Du nur ...

Nee, so wird das schon in etwa sein. Es ist natürlich klar, daß etwas 
andere Preise als für die nackten Teile aufgerufen werden, einerseits, 
weil die Logistik auch beim Hersteller, den ganzen alten Krempel wieder 
aus dem Keller zu holen, einen Testaufbau zu reaktivieren und jemanden 
das Zeug testen zu lassen auch etwas kostet, und andererseits, weil der 
Aufzughersteller doch sicherlich auch etwas Gewährleistung und 
Haftung für die wieder instandgesetzte Steuerung übernehmen wird. Das 
ist schließlich keine Bastelelektronik, und daher kann das nicht damit 
verglichen werden, wenn jemand anderes aus dem Forum seinen alten 
EPROMer hervorkramt und ein altes 2764 aus der Bastelkiste 
wiederverwendet.

Wenn allerdings Einzelposten aufgelistet werden, dann ist ein einzelnes 
EPROM für 400 EUR natürlich starker Tobak, das ist etwas zu plump, 
deswegen ist ja die Unterstellung auch aufs allerschärfste 
zurückzuweisen, und nicht brutalstmöglichst.

von Claus M. (energy)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Claus M. schrieb:
>> Vielleicht sollte man lieber die komplette Steuerung mal erneuern, bevor
>> nächste Woche das nächste Teil kaputt geht.
>
> Das ist ja - wie aus dem Eingangsposting zu ersehen ist - passiert.

Erschließt sich mir nicht, wo das aus dem Eingangsposting zu erkennen 
ist.

von Uhu U. (uhu)


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Claus M. schrieb:
> Erschließt sich mir nicht, wo das aus dem Eingangsposting zu erkennen
> ist.

Was meinst du, warum dort der Preis für das Board - in Euro - steht?

von Gerd E. (robberknight)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Claus M. schrieb:
>> Erschließt sich mir nicht, wo das aus dem Eingangsposting zu erkennen
>> ist.
>
> Was meinst du, warum dort der Preis für das Board - in Euro - steht?

Weil der kluge Hausverwalter vorher einen Kostenvoranschlag eingeholt 
hat? Da stehen bei mir zumindest auch Preise für Boards in Euro drin.

von Uhu U. (uhu)


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Gerd E. schrieb:
> Weil der kluge Hausverwalter vorher einen Kostenvoranschlag eingeholt
> hat?

Oben hatte ich den Begriff Notlage erwähnt. Das hieß in dem Fall, daß 
der gut frequentierte Aufzug ausfiel und schnellstmöglich wieder in 
Betrieb gehen mußte. Als der erste Defekt behoben war, fanden die 
Fuzzies heraus, daß auch noch das Board kaputt war und jetzt mußte es 
noch schneller gehen...

Und präventiv irgend welche Kostenvoranschläge einzuholen, ist doch 
etwas realitätsfremd.

von Wilhelm F. (Gast)


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Uhu, mach mal ein Foto von dem EPROM. Es wird allerdings alleine nichts 
nutzen. Mit Datei würde ich es dir aber mit großer Wahrscheinlichkeit 
aus meinem eigenen Bauteilbestand brennen und zusenden können, weil ich 
viele Bausteine ab 1979 besitze.

Wobei ich manchmal sehr erstaunt bin. TI 2516 von 1979 verlieren die 
Daten gar nicht gerne, die muß ich im Löschgerät mit fünf normalen 
Zyklen löschen, also zwei Stunden, bis die Daten endlich weg sind.

von Uhu U. (uhu)


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Ich komme an das Teil nicht ran - sonst wüßte ich, was es für ein Typ 
ist.

Die Reparatur ist wie gesagt ausgeführt und ich empfinde den Preis als 
eine ziemliche Frechheit. Das wurde denen dann nachträglich mitgeteilt 
und zurück kam eine wunderliche Rechtfertigung, aus der man eigentlich 
nur schließen kann, daß mein Verdacht so falsch nicht sein kann.

Mir kann jedenfalls keiner erzählen, daß man 4-5 Stunden Arbeitszeit 
braucht, um so einen EPROM zu duplizieren und Aufzüge sind keine 
Brötchen, deren Rezept man nach einem halben Jahr einfach wegschmeißt. 
Und schon gar nicht, wenn man weiß, daß man die Anlage über Jahrzehnte 
zu warten hat.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Für welche Typen aus 1983 gibt es denn heute keinen kompatiblen Ersatz
> mehr?

1702A vielleicht?  Allein dafür ein Programmiergerät aufzutreiben,
dürfte schon eine Aktion werden …

von Gerd E. (robberknight)


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Wie in so manchem anderen Handwerk gibt es auch bei den 
Aufzugstechnikern schwarze Schafe.

Bei uns im Firmengebäude war auch häufig der Aufzug defekt. Es wurde ein 
Teil nach dem anderen getauscht, angeblich alles eindeutig defekt. Die 
Hausverwalterin hatte keine Lust/Zeit sich drum zu kümmern und hat die 
gewähren lassen.

3 bis 4 K€ und etliche Beschwerden der Mieter später wollten die das 
nächste Teil für 1.5K€ tauschen. Dann wurde es ihr zu bunt und sie hat 
das alles gestoppt und ne andere Firma kommen lassen.

Die haben sich das zwei Stunden genau angeschaut und im Schaltkasten 
hinten drin ne verrottete Klemme an der Stromversorgung gefunden. Das 
Teil getauscht und seit dem läuft der Aufzug wieder wie ne eins.

Der war zwar dadurch ne ganze Woche außer Betrieb aber im nachhinein die 
absolut richtige Entscheidung.

von Wilhelm F. (Gast)


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Jörg Wunsch schrieb:

> Uhu Uhuhu schrieb:
>> Für welche Typen aus 1983 gibt es denn heute keinen kompatiblen Ersatz
>> mehr?
>
> 1702A vielleicht?  Allein dafür ein Programmiergerät aufzutreiben,
> dürfte schon eine Aktion werden …

Ab ca. 1978 hatten EPROMs nur noch eine einzige Betriebsspannung von 5V.

Einem User hier im Forum half ich vor kurzem auch noch mal mit sieben 
Stück 27C256 für seinen 30 Jahre alten ehemals wohl teueren HP-Analyzer. 
Das Gerät funktionierte nach dem EPROM-Tausch wieder, und der User 
bedankte sich.

Beim 1702A wird der Aufwand unermeßlich. Wenn nicht noch einer, älter 
als ich, der auch ins Forum schaut, da eine Programmieranlage besitzt.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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@ UHU

Schreib mir mal eine PN mit den Anlagendaten

Hersteller Typ etc. steurungsunterlagen und/oder Fotos

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Für die Allgemeinheit ich hatte kürzlich einen ähnlichen Fall einer 
Stockwerkeigentümergemeinschaft.

Einkaufspreis für mich beim Steuerughersteller 60€+Porto für ein "ZRAM"
(Echtzeituhr mit SRAM und Batterie Huckepack wie in 386ern
Preis des vorherigen Serviceunternehmens und Errichters (20+x Jahre) 
700+X ChF

Mein Preis war deutlich fairer --> ich habe den neuen Servicevertrag 
bekommen.

C'est la vie.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Jörg Wunsch schrieb:
>> Für welche Typen aus 1983 gibt es denn heute keinen kompatiblen Ersatz
>> mehr?
>
> 1702A vielleicht?

Daß 1983 noch jemand diese Fossilien eingesetzt hat, ist kaum noch 
vorstellbar. Andererseits, wer weiß, wie lange diese Steuerung schon auf 
dem Markt war; das Datum wird ja das Datum der Aufstellung des Aufzuges 
sein und nicht das der Entwicklung der Steuerung.

Allerdings lässt sich mit 'nem simplen Adapter auch ein 1702 durch ein 
zeitgemäßeres EPROM ersetzen; es wird ja schließlich nicht in der Anlage 
beschrieben, sondern nur ausgelesen - und das geht auch, wenn man es mit 
einem Adapter durch ein anderes, größeres EPROM ersetzt. Schnell genug 
sind andere EPROMs allemal.

Der Adapter muss nur das nicht-JEDEC-Pinout des 1702 auf z.B. das des 
2732 adaptieren, und die Angelegenheit ist erledigt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Wilhelm F. schrieb:
> Ab ca. 1978 hatten EPROMs nur noch eine einzige Betriebsspannung von 5V.

Für Neuentwicklungen vielleicht.

Aber selbst zwischen einem 1702A und einem 2708 (der ja immer noch
drei Betriebsspannungen brauchte) liegen Welten.

von Uhu U. (uhu)


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Winfried J. schrieb:
> Schreib mir mal eine PN mit den Anlagendaten

Sieh mal in Dein AOL-Postfach.

von Uhu U. (uhu)


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Jörg Wunsch schrieb:
> Aber selbst zwischen einem 1702A und einem 2708 (der ja immer noch
> drei Betriebsspannungen brauchte) liegen Welten.

Den 2708 habe ich für $2,95 angeboten gefunden - also scheint es 
zumindest dieses Fossil noch zu geben. Zumindest für den müßte man nicht 
das Antiquariat bemühen, wenn es denn das passende Teil wäre.

von J. A. (gajk)


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Muss ein Aufzughersteller oder ein solcher Reparaturbetrieb nicht nach 
ISO9XXX arbeiten?

Und dort gibt es doch sicherlich Dokumentationspflichten, wo wo man 
einzelne Bauteile etc. herbekommt. Ich vermute man braucht dann auch 
zertifizierte Zulieferer.

Das Eprom beim Kumpel zu brennen wird daher vielleicht schon rein 
haftungstechnisch nicht laufen.

Was ist, wenn aus dem AUFzug ein ABzug wird?

Zu den 400 Euro: Klingt viel, womöglich ist schon MwSt. mit dabei, dann 
sind es noch 339 Euro. Die Firma kommt zweimal, beim Einbau und beim 
Ausbau und ist hierzu ne Stunde unterwegs: schnell noch mal 80 Euro für 
Fahrkosten dabei.
Bleiben 259 Euro. Die Firma muss erst mal suchen, wer solche alten 
Dinger noch rechtssicher brennen kann. Da sucht man schnell ne Stunde. 
Die Brennerei will dann natürlich auch noch was davon haben und die 
eigentliche Firma kann und wird auch nicht für lau arbeiten.

So kommen für so einen 1-€-Artikel dann schnell 400 Euro zusammen. Aber 
es stimmt: das ist bitter.

von Uhu U. (uhu)


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J. Ad. schrieb:
> Das Eprom beim Kumpel zu brennen wird daher vielleicht schon rein
> haftungstechnisch nicht laufen.

Darum gehts nicht.

> womöglich ist schon MwSt

Natürlich nicht.

> Die Firma kommt zweimal, beim Einbau und beim Ausbau und ist hierzu ne
> Stunde unterwegs: schnell noch mal 80 Euro für Fahrkosten dabei.

Nein, die Firma verlangte für den Austausch der 1250 € - Platine mit dem 
400 € EPROM noch 500 € extra für Fahrt und Arbeitszeit vor Ort.

> Aber es stimmt: das ist bitter.

"Bitter" ist geradezu schmeichelhaft... So einen Job hätte ich auch 
gern.

von Peter D. (peda)


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Gerd E. schrieb:
> Wie in so manchem anderen Handwerk gibt es auch bei den
> Aufzugstechnikern schwarze Schafe.

Ich würde auch vermuten, diese Firma stochert nur im Nebel, anstatt 
systematische Fehlersuche zu betreiben.
Mit dem Tausch des EPROM wird der Fehler bestimmt nicht behoben sein.

Wenn ich mal einen EPROM getauscht habe, dann für ein Upgrade, aber 
nicht weil er defekt war.
Defekt sind eher irgendwelche Treiber-ICs für Ein-/Ausgänge.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Den 2708 habe ich für $2,95 angeboten gefunden

Den könntest du von mir auch geschenkt bekommen, davon habe ich noch
eine Schachtel voll.

1702A sind an mir aber auch vorbeigeschrammt, mit diesen
Hochspannungsexemplaren (Programmierung irgendwie mit -50 V an
allen Pins) habe ich mich nie rumschlagen müssen.

von Peter D. (peda)


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Ich hab auch mal eine Steuerung gemacht für eine Anlage und wenn ein 
Eingangssignal nicht plausibel ist, geht sie in die 
Sicherheitsabschaltung, stellt sich also quasi tot.
Über die UART kann man dann abfragen, welcher Eingang das verursacht 
hat.
Die Steuerung ist also nicht defekt, sondern irgend ein Sensor oder eine 
Leitung.
Für Fahrstühle könnte ich mir was ähnliches vorstellen.
Daher meine Zweifel, ob das Auswechseln der Steuerung den Fehler behebt.

von Uhu U. (uhu)


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Der erste Fehler war angeblich ein defektes Netzteil. Man weiß natürlich 
nicht, was das für ein Defekt war und wenn da eine Spannung aus dem 
Ruder gelaufen ist, kann es natürlich die Hauptplatine incl. EPROM 
braten.

Aber weil das genaue hingucken ja so unheimlich teuer ist, stochert man 
lieber gleich im Nebel und investiert das Knowhow ins 
Rechnungschreiben...

von Stephan H. (stephan-)


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zu der Zeit hatten Eproms sogar noch bis zu 3 Spannungen.
12V, 5V und -5V.

Daher wäre ein Foto davon wohl die verläßlichste Variante.
Dafür läßt sich auf alle Fälle was basteln. Auch ohne mehrere 
Spannungen.
Kommt ja nur auf die Adressen/Daten,CE und OE an.

Ich denke die wollen/können den Fehler nicht mehr finden.
Wer will mit dem alten Kram noch zu tun haben ?

von Wilhelm F. (Gast)


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Stephan Henning schrieb:

> Ich denke die wollen/können den Fehler nicht mehr finden.
> Wer will mit dem alten Kram noch zu tun haben ?

Ein Service-Handwerker beschäftigt sich heutzutags mit der Elektronik 
eines Gerätes meistens gar nicht. Für den gilt: Gerät oder Baugruppe 
funktioniert, oder Gerät funktioniert nicht.

So war das zumindest bei uns. Die ollen Relaiskisten Telefonanlagen 
wurden ja beim Kunden noch richtig mit Schaltplan und Meßgeräten 
entstört. Ab den neueren Mikroprozessor-Anlagen nicht mehr. Ein 
Handwerksbetrieb hat keinen eigenen Entwicklungsplatz, und für den Chef 
ist ein EPROM allenfalls ein magischer Stein. Da gab es nur die 
Einsendung an den Hersteller.

Ausnahmen sind allenfalls mal Fernsehtechniker, aber da liege ich heute 
bestimmt auch falsch. In einem Nachbargebäude Hochhaus von 1968 hat man 
gerade die komplette alte Türsprechanlage raus gerissen, und ersetzt.

Aufzüge können aber schon sehr alt werden. Ich kannte noch Häuser mit 
Pater-Noster-Aufzug, die auch aus Prestigegründen seltene Besonderheit 
bestimmt heute noch in Betrieb sind. Aber es ist selten, in ganz Köln 
vielleicht eine Handvoll. Bis auf ein paar Nachteile wie Vorsicht beim 
Ein- und Aussteigen waren die Dinger gar nicht mal so verkehrt. In einem 
Bürogebäude mit z.B. 5 Stockwerken ging es teils schneller als mit dem 
modernsten neuesten Aufzug. In einem Ford-Entwicklungsgebäude in Köln 
hatten sie sogar "Turbo"-Rolltreppen, mit bestimmt der fünffachen 
Geschwindigkeit als in einem Kaufhaus. Das ging bei Menschenandrang noch 
viel schneller als ein Aufzug. Man mußte aufpassen, daß man nicht wie 
von einer Rampe abgeschossen ein paar Meter hinter das Ende weiter flog. 
;-)

von Holm T. (Gast)


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Meine 2Cent: der Eprom wäre aufzutreiben und verhältnismäßig preiswert 
zu programmieren gewesen, aber: er war nicht kaputt.

Ich kann alle möglichen Roms programmieren, auch bipolar (..und bin eine 
4ma), 1702A noch nicht wieder, weil es bisher nicht dringend war. Ich 
besitze einen Programmierzusatz vom K1510 in dem sich die ganze 
Treiberei mit Netzteil(en) befindet, das Ding wird mit TTL Pegel 
angesteuert, Schaltplan ist verfügbar,
wo ist das Problem?

Ich kenne aber derartige Preisgestaltungen von "vorhergehenden" 
Handwerkern zur Genüge und das war auch schon Anlaß dafür das ich 
mehrere neue Kunden habe.

BTW: Mit falschem Eprom Inhalt wäre der Aufzug nicht zum Abzug geworden, 
eine sicherheitsrelevante Firmware die keine Checksumme über den ROM 
macht ist eh krank.

Die Ursache weshalb ich olle Programmer besitze ist mein Hobby, u.a. 
alte Rechner..

Gruß,

Holm

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Wilhelm hat es auf den Punkt gebracht.

die elektronischen Baugruppen werden auch bei Aufzugsteuerungen Komplett 
erneuert. Allerdings übernehme ich dabei die ALtEPROMs und EEPROMs und 
sichere deren Inhalt. Damit stehe ich aber ziemlich allein.

Der Mutterkonzern von Uhus Lifthersteller und Servicefirma ist 
allerdings in der Branche bekannt Modernisierungen dadurch zu forcieren, 
dass er für Altanlagenreparaturen die Ersatzteilpreise in die Höhe 
treibt.

Als Altanlage gelten anlagen welche nicht dem Stand der Technik 
entsprechen und welche Evaluierungungen mit Fristen zur Anpassung an die 
geltenden Normen erhalten (TÜV)

Dies trifft in der Regel auf Anlagen zu, welche ca. 25Jahre und älter 
sind.

Waren Aufzuganlagen noch vor 50 Jahren auf 50-jährige Betriebsdauer 
ausgelegt so liegt die avisierte Lebensdauer für Aufzüge heute im 
Schnitt bei 30 Jahren.

Dabei sind Microprozessorsteuerung der 1. und 2. Generation heute in der 
Regel ca. 25-40  Jahre alt und werden kaum mehr repariert sondern durch 
Modernere ersetzt.

Da dies einen "Umbau" darstellt ist dabei der derzeitige Stand der 
Technik und die gültigen EN-Normen anzuwenden. Das heist, alle 
Abweichungen der Anlage als Ganzes sind in diesem Zuge zu beheben.

Hier in Österreich bedeutet das z.B. Aufzüge für die Personenbeförderung 
ohne Kabinenabschlusstüre müssen bis 2017 komplett angepasst oder 
stillgellegt werden, da Österreich per Bundesgesetz über die 
Anforderungen der aktuellen EN hinaus dies fordert.


@ Uhu

 dies kannst du auch als Antwort auf deine Mail verstehen da die 
Ersatteile selbst im Fachgrosshandel nicht  gelistet sind und folglich 
lediglich beim Hersteller vorgehalten werden.

Hier rächt sich, dass der Lift keine der am offenen Markt frei 
erhältichen Steuerungen enthält, sondern eine proprietäre Steuerung zur 
anwendung kam.

Das ist in der Aufzugbranche schon seid den 50er Jahren üblich und die 
Großkonzerne beherrschen den Markt mit "billigen Liften" welche hohe 
Unterhaltskosten nach sich ziehen.

MFG Winne

PS. das Problem mit meiner HP ist bekannt  ich habe bereits einen neuen 
webspace aber der Domaitransfer macht Probleme.

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