Habe auf einer älteren Platine noch einen LM386N gefunden.
Im Datenblatt findet man den Schaltungsvorschlag im Anhang, anscheinend
mit 200dB Verstärkung.
Einen Versuch wäre es wert. Werde mal die 74dB-Version aufbauen und
damit den DC abhören.
Was bringt denn die Filterstufe in etwa? +20dB an der Stelle der größten
Resonanzspitze?
Sollte das mit den 200dB stimmen, könnte man fast schon über ein
passives NF-Filter nachdenken... wobei auch interessant wäre, wie laut
das Grundrauschen der ES bei dieser Konfiguration wäre.
> anscheinend mit 200dB Verstärkung
Nicht 200dB, sondern 200 fach. Das sind 46 dB.
> Was bringt denn die Filterstufe in etwa? +20dB?
Ca. 18 dB, falls Du auf minimale Bandbreite drehst, aber geh lieber mal
von 12 dB aus.
Danke für die Infos!
Würde bei der Schaltung hier
http://www.mikrocontroller.net/attachment/195576/Zweistufiges_Filter_verstellbar.gif
einer der Ausgänge des SA602 an R9 angeschlossen (oder simuliert R9
schon den Ausgangswiderstand des SA602 - im Schaltbild des ICs sieht es
so aus, als sei an jedem Ausgang ein 1k5-R nach Vcc)?
Kann man den nichtbenutzten Ausgang beim SA602 einfach offen lassen und
sind beide Ausgänge bis auf die um 180° gedrehte Phasenlage gleichwertig
(bei den Beispielschaltungen im Datenblatt sieht es so aus)?
http://www.intio.or.jp/jf10zl/LM386.htm
Der Verstärker ansich rauscht ziemlich (auch mit auf Masse gelegtem
Eingang). Habe mittlerweile statt 3R3 lieber 10R an Pin1 geklemmt.
Außerdem den Ausgang mit 10R abgeschlossen, parallel dazu meinen
75-Ohm-Kopfhörer (nur mit KH als Abschluss war das Rauschen wesentlich
stärker).
Eventuell schwingt der LM386 mehr oder weniger wild vor sich hin trotz
zusätzlichem Abblock-C 100n direkt von Pin4 nach Pin6?!
Den SA602 sollte man nicht direkt zu der Schaltung oben parallel legen,
sonst motorbootet und zischt es. Eine Drosselspule hilft auch nicht
allzu viel. Mit einem R von 180 Ohm geht es.
Leider ist das 20m-Band grade zu, denke aber, dass die 70dB in etwa
hinkommen als Grundverstärkung. Wenn noch ein paar dB vom NF-Filter
dazustoßen, müsste es passen.
(als VFO wird übrigens derzeit der AD9850 verwendet)
Richtig gut funktioniert es im Moment eigentlich nur, wenn der LM386 und
der SA602 über getrennte Spannungsquellen versorgt werden (dann ist der
Empfang aber auch wirklich gut :)).
Das Rauschen vom LM386 geht im KW-Hintergrundrauschen auf jeden Fall
völlig unter.
Ist dieser 50 nF und 10 Ohm vom Ausgang gegen GND dran? Der soll ja die
unbändige Schwingneigung dieses Bausteins unter Kontrolle halten.
Parallel zum Blockkondensator einen 100 µF Elko schalten.
Gibt es irgendwo einen Spannungsregler LM78xx? Der benötigt auch die
entsprechenden Blockkondensatoren: 0,33µ am Eingang und 0,1µ am Ausgang.
Besonders an die >=0,33µ am Eingang sollte man sich halten.
In die Spannungsversorgung zum SA602 einen Widerstand mit ca. 100 Ohm
einfügen und beim SA602 einen Blockkondensator vorsehen. Falls es noch
schwingt, auch dort einen 100µ gegen GND schalten.
Nachtrag
>Außerdem den Ausgang mit 10R abgeschlossen
Das hatte ich leider zu spät gesehen.
B e r n d W. schrieb:> Ist dieser 50 nF und 10 Ohm vom Ausgang gegen GND dran?
Du meinst die 100 nF und 10 Ohm vom Ausgang gegen GND? Die sind dran.
470n parallel dazu bringt keine Besserung, das gleiche gilt für die
Elkos.
> Parallel zum Blockkondensator einen 100 µF Elko schalten.
Alles schon ausprobiert.
Kein Spannungsregler, Batteriebetrieb.
Bleibt die Frage, ob das Rauschen bei 70dB Verstärkung normal ist.
> In die Spannungsversorgung zum SA602 einen Widerstand mit ca. 100 Ohm> einfügen und beim SA602 einen Blockkondensator vorsehen
Geblockt ist der SA602 derzeit mit 100p Kerko, 100n Kerko und 2,2µ
Tantal (alle 3 parallel).
Das Motorboating verschwindet ohne weitere Maßnahmen augenblicklich,
wenn man den 100µF-Elko an Pin6 vom LM386 auf 470µF vergrößert.
Im Anhang habe ich ein paar Bauteilwerte verändert. Irgendwie zeigt das
Programm nun eine merkwürdige Kurve auf, wenn man auf R41 klickt.
Hast du eine Ahnung, woran das liegen könnte?
Wie kann man in der Simulation den OP-Typen ändern, z.B. einen NE5532
wählen?
> wenn man den 100µF-Elko an Pin6 vom LM386 auf 470µF vergrößert
Dann ist als der Innenwiderstand der Batterie zu groß.
> ob das Rauschen bei 70dB Verstärkung normal ist
Es kann sein, daß das Rauschen mit 45 dB Verstärkung akzeptabel ist,
aber bei 70 dB nicht. Wenns nervt, muss halt doch ein weiterer OPV
davor.
> den OP-Typen ändern, z.B. einen NE5532
Es ist möglich, andere Modelle einzubinden, aber für diese Zweck würde
ich einfach einen ähnlichen aus der LTspice-Palette wählen. Zwei Punkte
haben einen relativ großen Einfluss: Das GBW-Produkt und ob er
JFet-Eingänge hat.
> Irgendwie zeigt das Programm nun eine merkwürdige Kurve auf
GND ist nicht angeschlossen.
Hallo Bernd!
B e r n d W. schrieb:> Dann ist als der Innenwiderstand der Batterie zu groß.
Jain, die Akkus sind nur noch zu gut einem drittel geladen. Damit soll
zumindest der RX in der Praxis aber störungsfrei zurechtkommen.
>> ob das Rauschen bei 70dB Verstärkung normal ist>> Es kann sein, daß das Rauschen mit 45 dB Verstärkung akzeptabel ist,> aber bei 70 dB nicht. Wenns nervt, muss halt doch ein weiterer OPV> davor.
Ja, das muss man mal ausprobieren.
Im Anhang ist eine CW-Filter-Schaltung, die bereits mit einer OP-Stufe
ca. +22dB schafft.
Der zweite OP ist im Prinzip nur Impedanzwandler, drumherum ein paar
Tiefpässe.
>> Irgendwie zeigt das Programm nun eine merkwürdige Kurve auf>> GND ist nicht angeschlossen.
Glatt übersehen, Danke für den Hinweis!
Hallo Dil
Dann sieht die Durchlasskurve ungefähr so aus (Anhang). Die Mitte liegt
dann irgendwo bei 14005 kHz. Mit einem Tiepass-Filter würden die Flanken
steiler abfallen, der Bereich zwischen den Maximas kann sowiso nicht
komplett unterdrückt werden. Es gibt auch Tiefpass-Varianten, bei denen
man eine Verstärkung vorgeben kann.
Das Maximum im NF-Bereich liegt bei 950 Hz, ist das so gewünscht? Evtl.
kann R2 auf 3.9nF erhöht werden, aber das ist Geschmackssache. Im
Prinzip geht das so, probiers einfach aus.
Gruß, Bernd
Hallo Bernd,
irgendwie ist deine Graphik gespiegelt und hat zwei Höcker, ist das
gewollt?
Nein, die 950Hz sind mir zu hoch, es war im Originalschaltplan so
gezeichnet.
Würde f(res) auf ca. 700 bis 750Hz senken.
Werde micht für den 2. OP noch nach einem echten TP umschauen, das
könnte sich lohnen.
Mittlerweile sind auch eine handvoll 74HC240 und zwei MSA-0786
eingetroffen. Leider wird in der nächsten Woche relativ wenig Zeit zum
Basteln sein, aber mal schauen.
Was machen die Resonatorexperimente? Könnte man den Keramikschwinger
eventuell direkt mit der Röhre thermisch koppeln - dann hätte er nach
dem Einschalten innerhalb kurzer Zeit eine weitgehend definierte
Temperatur, nehme ich an.
Viele Grüße!
Hallo Dil
> irgendwie ist deine Graphik gespiegelt und hat zwei Höcker
Ja, das ist so gewollt, bei 14 MHz ist der Empfänger genau bei diesen
Höckern am empfindlichsten. In der Mitte wird der VFO-Träger zugesetzt
und 700 Hz links und rechts davon bei den Höckern wird empfangen. Mit
RIT kannst Du au den anderen Höcker wechseln und damit einem
unerwünschten Signal ausweichen
Bei einem Tiefpass-Filter sinkt die Empfindlichkeit zwischen den Höckern
weniger stark ab, aber an den äußeren Flanken dafür doppelt so steil.
> Könnte man den Keramikschwinger eventuell direkt mit der Röhre> thermisch koppeln - dann hätte er nach
Dann würde sich die Temperatur nicht um 8 sondern um 80K ändern und
stundenlang weitersteigen. Heizen hift nur, falls auf eine konstante
Temperatur geregelt wird.
> Was machen die Resonatorexperimente?
Momentan versuche ich, ein wenig Leistung rauszuholen. Hinten hängt ein
SWR-Meter aus CB-Funk-Zeiten und ein Dummy-Load dran. Dem SWR-Meter
traue ich nicht allerdings nicht über den Weg, der Richtkoppler sollte
für Kurzwelle auf einen Ringkern umgerüstet werden.
Gruß, Bernd
Hallo Bernd!
B e r n d W. schrieb:> Ja, das ist so gewollt, bei 14 MHz ist der Empfänger genau bei diesen> Höckern am empfindlichsten. In der Mitte wird der VFO-Träger zugesetzt> und 700 Hz links und rechts davon bei den Höckern wird empfangen.
Ach ja, der Doppelempfang beim DC, ich vergaß...
Habe übrigens mittlerweile eine kleine Testreihe in Bezug auf die RIT
gemacht, das Ergebnis ist leider etwas ernüchternd (hatte es mir fast
gedacht).
Steht der Quarzoszillator auf seiner höchsten Frequenz (14.017kHz), dann
verändert das Zuschalten von 2pF zum Drehko die Frequenz um volle
3300Hz.
Steht der Oszillator dagegen auf seiner tiefsten Frequenz(14.005kHz),
dann verändert das Zuschalten von 2pF zum Drehko die Frequenz nur um ca.
140Hz.
(die 2pF jeweils parallel zum Drehko)
> Heizen hift nur, falls auf eine konstante> Temperatur geregelt wird.
Da hast du wohl recht! Wobei ein temperierter Resonator sicher nicht zu
verachten wäre, je nachdem, was man vorhat und wie nah man an die
Bandgrenzen kommt.
> Momentan versuche ich, ein wenig Leistung rauszuholen. Hinten hängt ein> SWR-Meter aus CB-Funk-Zeiten und ein Dummy-Load dran.
Wie viel Leistung möchtest du denn haben, geht es darum, einen
Ringmischer bei 50 Ohm zu treiben?
Viele Grüße!
> bei 14.017kHz verändert das Zuschalten von 2pF zum Drehko> die Frequenz um volle 3300Hz> bei 14.005kHz verändert das Zuschalten von 2pF zum Drehko> die Frequenz nur um ca. 140Hz.
Für Rit würde ich über ein Poti eine Kapazitätsdiode ansteuern. Bei der
Rit-Stellung "Null" wird der Empfang mit der Abstimmung auf Schwebung
gebracht. Dann wird mit Rit um 700 Hz verstimmt. Mit einer festen
Kapazität wird das nicht gehen.
>> Momentan versuche ich, ein wenig Leistung rauszuholen.> Wie viel Leistung möchtest du denn haben, geht es darum,> einen Ringmischer bei 50 Ohm zu treiben?
Nein, ich hab nur rumgestöbert und diese Parasets entdeckt. Es geht
grundsätzlich darum, ein Gefühl für diese Technik zu bekommen. Eine
ECL82, ECL84 oder ECL85 sollte leicht 5 Watt erreichen, bisher bin ich
jedoch erst bei 0.1 Watt. Für LTspice mangelt es an Röhren-Modellen und
1:1 nachbauen möchte ich auch nicht, obwohl die Original-Röhren
vorhanden wären.
http://www.w7ekb.com/glowbugs/tx/paraset.htm
Hallo Bernd!
B e r n d W. schrieb:> Für Rit würde ich über ein Poti eine Kapazitätsdiode ansteuern. Bei der> Rit-Stellung "Null" wird der Empfang mit der Abstimmung auf Schwebung> gebracht. Dann wird mit Rit um 700 Hz verstimmt. Mit einer festen> Kapazität wird das nicht gehen.
So war das ganze auch geplant. Die Festkapazität diente nur der
Abschätzung, wie weit sich in der Praxis die RIT bei Frequenzwechsel
verstellt.
Bei Wechsel von 14.005kHz auf 14.014kHz verstellt sie sich um mehrere
Kilohertz, das scheint mir sehr unpraktisch.
Bei einem LC-Oszillator würde sie sich in dem Bereich wahrscheinlich nur
um ein paar Hz verstellen (wobei der reine LC-Oszi natürlich unstabiler
ist).
> Nein, ich hab nur rumgestöbert und diese Parasets entdeckt. Es geht> grundsätzlich darum, ein Gefühl für diese Technik zu bekommen. Eine> ECL82, ECL84 oder ECL85 sollte leicht 5 Watt erreichen, bisher bin ich> jedoch erst bei 0.1 Watt. Für LTspice mangelt es an Röhren-Modellen und> 1:1 nachbauen möchte ich auch nicht, obwohl die Original-Röhren> vorhanden wären.>> http://www.w7ekb.com/glowbugs/tx/paraset.htm
Überhaupt erstaunlich, mit wie wenig Bauteilen solche Röhrenschaltungen
auskommen, wenn man überlegt, wie relativ schwer erkämpft 5 Watt mit
einem FET sein können.
Für die typischen "NF-Röhren" wie ECC83 und EL84/34 findet man
wahrscheinlich einige Modelle, während HF-Röhren wohl schon "zu
exotisch" sind.
> verändert das Zuschalten von 2pF zum Drehko die Frequenz um ca. 140Hz.
Dann benötigt Rit einen Kapazitätsbereich von ca. 4-20 pF mit einer
Mittelstellung bei ca. 10pF. Bei Tx wird eine Festkapazität von 10pF
parallel geschaltet, bei Rx der Rit-Drehko. Bei der Variante im Anhang
sollte die Drehko-Stellung einen geringeren Einfluss auf den
Rit-Verstellbereich haben.
Kapazitätsdioden wären auch eine gute Alternative, da werden nur zwei
Potis benötigt und die Umschaltung.
> Bei einem LC-Oszillator würde sie sich in dem Bereich wahrscheinlich> nur um ein paar Hz verstellen
Bei 500nH und Änderung von 258pF auf 260pF ergibt sich ein Unterschied
von 54kHz oder 0.018pF pro 1kHz. Dabei hab ich die Kapazität schon
relativ groß angenommen.
> bisher bin ich jedoch erst bei 0.1 Watt
Bei Ua=250V sind es jetzt 2.5W mit einer ECL80 und 2W mit einer EL95.
Letztere benötigt weniger Heizleistung (6.3V/200mA). Mit 350 Volt ginge
noch etwas mehr. Mich wundert, dass sogar die ECL80 weniger Heizleistung
benötigt, als die ECF82, welche ich als Oszillator und Vervielfacher
verwende.
> Für die typischen "NF-Röhren" wie ECC83
Ja, die mesten Modelle kommen aus der Röhrenverstärker-Ecke. Aber
eigenlich hatte ich nicht vor, Deinen Thread zu kapern. Lediglich der
Keramik-Resonator mit Vervielfacher passt zum Thema.
Hallo Bernd,
Danke für den Schaltungsvorschlag (bin wie immer beeindruckt!).
B e r n d W. schrieb:> Kapazitätsdioden wären auch eine gute Alternative, da werden nur zwei> Potis benötigt und die Umschaltung.
Wie könnte man das in den oben gezeigten Schaltplan integrieren?
C_freq bleibt als Drehko erhalten und C2, C5 und C_rit werden als
C-Diode zusammengefaßt, wobei der Poti für die RIT versorgungsseitig
zwischen einer stabilisierten +Ub und Masse geschaltet werden kann?
Den RIT-Poti könnte man ja mit einem der "übriggebliebenen" Inverter
zwischen +Ub und Masse schalten, ein zweiter R würde die C-Diode
ebenfalls versorgen und bei abgeschaltetem RIT-Poti weiter auf 10p
halten.
(ich poste gleich noch eine kleine Skizze)
>> Bei einem LC-Oszillator würde sie sich in dem Bereich wahrscheinlich>> nur um ein paar Hz verstellen>> Bei 500nH und Änderung von 258pF auf 260pF ergibt sich ein Unterschied> von 54kHz oder 0.018pF pro 1kHz. Dabei hab ich die Kapazität schon> relativ groß angenommen.
Hatte es ebenfalls spaßeshalber durchgerechnet, bei L = 1µH und RIT von
Δf = +- 1kHz ergibt sich folgendes Bild:
14005kHz: C=129,144pf , ΔC_rit: +-0,018pf
14015kHz: C=128,960pF , ΔC_rit: +-0,018pf
Die RIT würde sich bei Frequenzwechsel also kaum verstellen, leider ist
ein LC-Oszillator ohne besonderen Aufwand weniger stabil.
> Bei Ua=250V sind es jetzt 2.5W mit einer ECL80 und 2W mit einer EL95.> Letztere benötigt weniger Heizleistung (6.3V/200mA)
Glückwunsch! Mit der Leistung kann man eigentlich auch schon einen Tx
aufbauen.
B e r n d W. schrieb:> Aber> eigenlich hatte ich nicht vor, Deinen Thread zu kapern. Lediglich der> Keramik-Resonator mit Vervielfacher passt zum Thema.
Kein Problem, der Thread entwickelt sich ohnehin recht breit und in
kleinen Schlangenlinien. Außerdem habe ich auch noch einige Röhren etc.
hier rumliegen, mit denen irgendwann mal was HF-technisches gemacht
werden kann.
> So würde ich es machen
Wenn S1 auf GND schaltet, läuft die Frequenz ziemlich stark weg. Oder
das Verhältnis R3/R6 muss angepasst werden.
Als Anstoss hab ich mal 2 Varianten angehängt. Die Nr.2 sieht man
häufiger in einfachen Transceivern. Wenn der Transistor schaltet, stellt
sich automatisch am Schleifer eine mittlere Spannung ein. Dabei ist die
Schleifer-Position egal.
Danke für die schnelle Antwort und Schaltbilder!
B e r n d W. schrieb:> Wenn S1 auf GND schaltet, läuft die Frequenz ziemlich stark weg.
Stimmt, ohne weiteres geht das so nicht.
> Die Nr.2 sieht man> häufiger in einfachen Transceivern. Wenn der Transistor schaltet, stellt> sich automatisch am Schleifer eine mittlere Spannung ein. Dabei ist die> Schleifer-Position egal.
Interessantes Konzept! Wie soll denn zwischen Rx und Tx konkret
umgeschaltet werden und wozu sind die Dioden vor dem Basis-Vorwiderstand
R7 da?
Bei Rx soll die Basis von Q1 auf Masse/0V liegen, damit die RIT voll zum
Tragen kommt!?!
Bei Tx soll Q1 durchsteuern, um die RIT zu deaktivieren, also soll die
Basis von Q1 über die Diode und R7 auf +8V liegen!?!
Kann man das so sagen?
Viele Grüße!
...frage mich grade, ob für Q1 ein FET wie der BF245 besser geeignet
wäre, weil er keine Schwellspannung von 0,6V "übrigläßt" - liegt das
Gate über einen Vorwiderstand auf Masse, ist er (bei einem Source-R von
10k) hochohmig, liegt es auf +Ub, ist er niederohmig.
Oder man fügt um die Potianschlüsse a) und c) noch jeweils einen R von
10k ein - das müsste man dann in der Praxis testen.
> Wie soll denn zwischen Rx und Tx konkret umgeschaltet werden und> wozu sind die Dioden vor dem Basis-Vorwiderstand R7 da?
Während der Taster gedrückt wird, deaktiviert sich das Rit. So kann die
Sendefrequenz auf Schwebung gestellt werden, ohne zu senden. Es wird auf
Tx umgeschaltet, indem die Schaltspannung des Senders (~8V) auf die
Leitung Tx gelegt wird. Die Dioden entkoppeln das Tx-Signal vom Taster.
> Bei Rx soll die Basis von Q1 auf Masse/0V liegen,> damit die RIT voll zum Tragen kommt!?!
Es darf kein Basisstrom fließen.
> Bei Tx soll Q1 durchsteuern, um die RIT zu deaktivieren,> also soll die Basis von Q1 über die Diode und R7 auf +8V liegen!?!
Ja, jedoch darf der Basisstrom nicht zu groß werden, sonst wird durch
Ibe der Spannungsteiler zu stark beeinflusst. Andererseits soll der
Transistor voll durchschalten, damit über dem Poti nur die
Sättigungsspannung abfällt.
> ob für Q1 ein FET wie der BF245 besser geeignet wäre
Der BF245 ist selbstleitend. Er sperrt je nach Typ (ABC) erst bei <-5
Volt. IMO wäre ein kleiner MOS-Fet wie der BSS123, BSS138 oder 2N7000
bzw. 2N7002 besser geeignet.
Durch Verwendung eines PNP-Transistors oder eines P-Kanal MOS-Fets kann
die Funktion invertiert werden. Dann müssen die Dioden umgedreht und der
Taster gegen GND geschaltet werden.
Mit einem CMOS-Schalter wie dem 74HC4066 wäre es evtl auch möglich.
Hallo Bernd,
Danke für die Ausführungen und die Links zu den Schaltplänen!
Habe mittlerweile den Schaltplan Rit2_mit_varicap.gif aufgebaut. Der
Oszillator läuft schon mal sehr schön :O) !!!
Er überstreicht mit einem Drehko von 5-30p ca. 5kHz.
Die RIT funktioniert allerdings von der f-Shift her kaum (verschiedene
C-Dioden-Typen ausprobiert, derzeit eine BB204 (beide Ds parallel) in
Benutzung).
Wenn man R6 (auf der 1nF-Seite) unabhängig von der Drehkostellung erst
auf Masse legt und dann auf +8,5V, wechselt die f nur um ca. 200Hz.
Ist die im Schaltplan benutzte MV2210 etwas spezielles unter den
C-Dioden?
(von der MV2210 finde ich leider kein Datenblatt)
Viele Grüße!
Der RIT-Umfang muss mindestens 2x 700Hz, also 1,4kHz betragen, um
zwischen beiden Seitenbändern wechseln zu können.
Wenn man statt der C-Diode (ohne den RIT-Poti und dessen "drumherum")
einen C von 500pF bis 1nF zuschaltet, sinkt die f grade mal um ca.
1,1kHz.
Vielleicht ist C1 zu klein?!?
PS: theoretisch könnte man auch überlegen, für die RIT-f-Shift einen
MW-Drehko zu verwenden. Hätte hier noch einen Quetschko mit 30p bis
550p, der würde sich eventuell anbieten.
Die andere Variante wäre, sich erst mal nur auf den Sender und die
Antenne zu konzentrieren (ohne RIT und Rx) und als Rx den Weltempfänger
mit NF-CW-Filter zu benutzen.
C1 könnte auf 1nF vergrößert werden und vor allem C2 verkleinert. Da
muss man sich aber vorsichtig nach unten tasten, evtl. für C2 mal 22pF
oder noch kleiner probieren. Damit gewinnt die Varicap mehr Einfluss.
Die MV2210:
http://search.datasheetcatalog.net/key/MV2201
Die Kapazität ist eher klein für UHF. Geeignet sein sollte eine mit 5-30
oder 10-50pF.
Hallo Dil
Hier ist jetzt eine simulierte Version. Der Verstellbereich ist unten
und oben nahezu identisch. Bei "Rit_Abstimmbereich.gif" ist das Rit-Poti
nicht bis zum Anschlag verstellt, sondern nur um 20%.
Gruß, Bernd
Einige Varicap Modelle, es sollte wnigsten das Kapazitätsverhältnis
stimmen. Die Kapazität CJO gilt für eine Abstimmspannung von 1Volt.
.model BB112 D(IS=10n TT=5U CJO=470P VJ=5 M=1.75843 Rs=2 Bv=10 Vpk=12
mfg=Infineon type=varactor)
.model BB122 D(IS=10n TT=5U CJO=30P VJ=5 M=1.75843 Rs=2 Bv=30 Vpk=30
mfg=Philips type=varactor)
.model BB132 D(IS=10n TT=5U CJO=78P VJ=5 M=1.75843 Rs=2 Bv=28 Vpk=30
mfg=Philips type=varactor)
.model BB133 D(IS=10n TT=5U CJO=48P VJ=5 M=1.75843 Rs=.9 Bv=28 Vpk=30
mfg=Philips type=varactor)
.model BB409 D(IS=10n TT=5U CJO=55P VJ=7 M=1.75843 Rs=.35 Bv=28 Vpk=30
mfg=Philips type=varactor)
Hallo Bernd,
Danke für die Simulation und den Link zum Datenblatt!
Welche Möglichkeiten gibt es eigentlich, einen zweiten Quarz zum
VFO-Quarz parallel zu schalten oder eine Spule zwischen Quarz und Drehko
zu überbrücken - ohne einen mechanischen (Schiebe- oder Kipp-) Schalter
zu verwenden (es geht also um die Bereichsumschaltung z.B. von 14.000
nach 14.005 nach 14.010kHz)?
-PIN-Dioden
-Reedschalter (mechanisch, aber "fernsteuerbar")
-HF-Relais
-4066 (?)
-MOSFETs (?)
Viele Grüße!
Hallo Dil
Es geht gut mit einem mechanischen Umschalter, Leitungen natürlich nicht
zu lang machen. Reed- und andere Relais verbrauchen halt dauerhaft
Strom, bei Netzbetrieb egal.
Mosfets haben meist noch eine recht hohe GS und GD-Kapazität, ein HC4066
20 Ohm Bahnwiderstand und ein paar pF Kapazitäten. JFets haben ebenfalls
20-50 Ohm Bahnwiderstand jedoch eine geringere Kapazität zum Gate.
Pin-Dioden sind geeignet, es geht sogar recht gut mit einer 1N4148. Im
On-Zustand müssen halt 1-2 mA durchfließen.
Aber versuch doch, den Ziehbereich nach oben und unten zu erweitern. Das
sollte wenigstens von 13.999 - 14.020 gehen. Dazu bin ich gerade am
Simulieren, ich möchte Frequenzabstimmung und Rit mit zwei Potis und
Kapazitätsdioden erreichen.
Der machts mit einem Relais und 2 Drehkos:
https://www.youtube.com/watch?v=4lA-DTva2x0
Ursprünglich hatte ich das hier gesucht:
https://www.youtube.com/watch?v=hj9va9LMB78
Danke für die Infos und die coolen Links!
B e r n d W. schrieb:> Es geht gut mit einem mechanischen Umschalter, Leitungen natürlich nicht> zu lang machen.
Ich überlege im Moment, einfach zwei VFOs zu benutzen, einen für den Tx
und einen für den Rx. Die Bereichsumschaltungen müssten dann
möglicherweise an zwei verschiedenen Stellen gleichzeitig/parallel
stattfinden.
> Pin-Dioden sind geeignet, es geht sogar recht gut mit einer 1N4148. Im> On-Zustand müssen halt 1-2 mA durchfließen.
Habe hier auch noch welche mit der Aufschrift BA479G. Angeblich brauchen
die 30V?!
> Aber versuch doch, den Ziehbereich nach oben und unten zu erweitern. Das> sollte wenigstens von 13.999 - 14.020 gehen.
Meinst du ohne Bereichsumschaltung???
Also der VFO läuft auch noch, wenn man die Verbindung zum Drehko
unterbricht, dann ist man bei einem Quarz alleine schon schnell bei
14.025kHz (entspricht einer sehr kleinen seriellen Kapazität, geschätzt
>> 1p).
Mit einer seriellen Induktivität kommt man problemlos auf 13.988kHz
runter.
Wichtiger als ein großer Abstimmbereich ist mir eine gut funktionierende
RIT und Tx/Rx-Umschaltung.
> Dazu bin ich gerade am> Simulieren, ich möchte Frequenzabstimmung und Rit mit zwei Potis und> Kapazitätsdioden erreichen.
Bin gespannt!
Viele Grüße!
Ich hab die Simulation nochmal angehängt zum selber probieren.
Verstellt wird die Frequenz bei .param rx=1 ... 100.
Und Rit bei .param rit=1 ... 100. Dabei entspricht rit=50 der
Neutralstellung.
Das Verhältnis zwischen R9 und R7 verändert den Frequenzbereich und den
Rit-Einfluss. Natürlich kann das erstmal ohne L3 probiert werden. Aber
zumindest in der Simulation kann man das bis >14050 kHz hochziehen.
Interessant wäre, wie weit man das treiben kann. Möglicherweise schwingt
die Schaltung irgendwann auf einer ganz anderen Frequenz. Dies müsste
dann durch eine Butler-Schaltung verhindert werden.
Die Kapazitätsänderung der Varicaps geht bei der BB133 von ca. 10...40
pF. Hier gibt es sicher noch Reserven. Bei 15V ginge die Kapazität noch
auf 3pF zurück. Manche Kapazitätsdioden sind extra für große
Kapazitätsverhältnisse bei niedrige Abstimmspannungen ausgelegt und
erreichen die minimale Kapazität schon bei 10-12 Volt.
> Wichtiger als ein großer Abstimmbereich ist mir eine> gut funktionierende RIT und Tx/Rx-Umschaltung.
Wichtig ist auch eine kalibrierbare Skala. Stell Dir vor, Du drehst auf
14.001 und bist Dir sicher, es ist nicht außerhalb des Bandes.
PS
Der gleiche Typ nochmal mit einem Super-VXO:
https://www.youtube.com/watch?v=9-UdWy7Ul5c
Hallo Bernd,
raffiniertes Schaltungskonzept! Für L3 würde ich eine (wenn nötig)
umgewickelte Filterspule nehmen - wie schon erwähnt erfordert die
Einstellung in der Praxis sehr viel Feingefühl.
> zumindest in der Simulation kann man das bis >14050 kHz hochziehen.
Klingt gut.
> Der machts mit einem Relais und 2 Drehkos:> Youtube-Video "Upgrading an old homebrew QRP rig"
Zwischen zwei Drehkos zu schalten ist natürlich auch eine gute Idee,
wenn im Schaltmoment keine kurzfristigen Frequenzsprünge stattfinden,
die dann durch den Äther rauschen...
> Wichtig ist auch eine kalibrierbare Skala. Stell Dir vor, Du drehst auf> 14.001 und bist Dir sicher, es ist nicht außerhalb des Bandes.
Ja! Der Oszillator muss natürlich stabil genug sein, um auch langfristig
und bei T-Drift mit der Skala übereinzustimmen.
> Der gleiche Typ nochmal mit einem Super-VXO:> Youtube-Video "Super VXO shifts 80 kHz on 80 metres"
Im Anhang das Schaltbild. Kurios, dass bei solchen Aufbauten mehrere
kleine Induktivitäten in Serie verwendet werden müssen. Ob es etwas mit
der f_res von größeren Fest-Induktivitäten zu tun hat?
In jedem Fall drängt sich die Idee auf, das gleiche mit
14.318.180-Hz-Quarzen nachzubauen (Cs und Ls natürlich wertemäßig
angepasst).
> Kurios, dass bei solchen Aufbauten mehrere> kleine Induktivitäten in Serie verwendet werden müssen
Ja, die parasitäre Kapazität ist viel kleiner und dadurch die
Eigenresonanz höher. Eher gibt es 3 schwächer ausgeprägte Resonanzen.
> Für L3 würde ich eine umgewickelte Filterspule nehmen
Und falls L3 reinkommt, wird R6 nicht benötigt.
>> Der machts mit einem Relais und 2 Drehkos:> Zwischen zwei Drehkos zu schalten ist natürlich auch eine gute Idee,
Wobei ich ein richtiges Rit als praktischer empfinde, denn die richtige
Frequenz ist viel einfacher zu finden.
> wenn im Schaltmoment keine kurzfristigen Frequenzsprünge stattfinden,
Zum Umschaltzeitpunkt darf noch keine Leistung rausgehen, das ist eine
Frage des Timings. Der bereits schwingenden Oszillator ist eher von
Vorteil.
>>> "Super VXO shifts 80 kHz on 80 metres">> mehrere kleine Induktivitäten in Serie verwendet werden müssen> Ja, die parasitäre Kapazität ist viel kleiner
Es müssen nicht mehrere Induktivitäten in Serie verwendet werden, IMO
funktioniert es am Besten mit einer kapazitäts- und verlustarmen
Induktivität auf einem kleinen Ringkern, also selber wickeln.
> das gleiche mit 14.318.180-Hz-Quarzen nachzubauen
So weit wird sich das schwer ziehen lassen. Der max. sinnvolle Wert für
die Induktivität wird für 14 MHz bei ca. 20 µH liegen. Da muss man ein
wenig experimentieren. Dann lieber einen 14.060 MHz Quarz beschaffen,
der wird eher bis zum unteren Bandende reichen.
B e r n d W. schrieb:>> das gleiche mit 14.318.180-Hz-Quarzen nachzubauen>> So weit wird sich das schwer ziehen lassen. Der max. sinnvolle Wert für> die Induktivität wird für 14 MHz bei ca. 20 µH liegen. Da muss man ein> wenig experimentieren. Dann lieber einen 14.060 MHz Quarz beschaffen,> der wird eher bis zum unteren Bandende reichen.
3.5795MHz -> 3.5000MHz => Ziehfaktor ca. 0,978
14.3182MHz -> 14.0000MHz => Ziehfaktor ca. 0,978
Wenn das eine geht, muss das andere auch gehen!
Bin leider noch nicht zum Ausprobieren gekommen.
>>> Der machts mit einem Relais und 2 Drehkos:>> Zwischen zwei Drehkos zu schalten ist natürlich auch eine gute Idee,>> Wobei ich ein richtiges Rit als praktischer empfinde, denn die richtige> Frequenz ist viel einfacher zu finden.
Viele DXer scheinen auf einen zweiten VXO für den DC zu schwören. Warum,
ist mir noch nicht klar. Auf jeden Fall macht es die Konstruktion
einfacher.
> Es müssen nicht mehrere Induktivitäten in Serie verwendet werden, IMO> funktioniert es am Besten mit einer kapazitäts- und verlustarmen> Induktivität auf einem kleinen Ringkern, also selber wickeln.
Die seriellen Induktivitäten addieren ihre ohmschen Widerstände, die
einzelnen parasitären Kapazitäten verkleinern sich dagegen durch die
Reihenschaltung.
HF-Esotherik oder praktisch gewonnene Erfahrung? Das ruft eigentlich
nach einer kleinen Versuchsreihe...
Viele Grüße!
Hallo Dil
> 3.5795MHz -> 3.5000MHz => Ziehfaktor ca. 0,978> 14.3182MHz -> 14.0000MHz => Ziehfaktor ca. 0,978> Wenn das eine geht, muss das andere auch gehen!
Rechnerisch ist es das gleiche Verhältnis, aber eine Drift wirkt sich
bei 14 MHz ungleich stärker aus. Ich kann mich an meine BFO-Versuche bei
10,7 MHz erinnern, obwohl nur 5 kHz drunter (10.665 MHz), war schon eine
Drossel notwendig.
> HF-Esotherik oder praktisch gewonnene Erfahrung?
Wie gesagt, nach ein paar kHz wird es schon mühsam. Ab 100 kHz wird
praktisch ein LC-Oszillator draus mit allen Nachteilen. Das sieht man
schon am flachen Phasenverlauf in der Simulation. Selbst bei einem
freilaufenden VFO würde man den Frequenzbereich auf 100kHz eingrenzen.
Falls qualitativ hochwertige Bauteile verwendet werden, hält sich die
Drift möglicherweise noch in Grenzen.
Hallo Dil
Schau Dir mal das Schaltbild an:
http://www.qsl.net/sp5ddj/vxo.htm
Zwischen den Drosseln geht ein kleiner C gegen GND. Das scheint noch ein
Geheimtip für einen größeren Ziehbereich nach unten zu sein.
Gruß, Bernd
Hallo Bernd,
Danke für den Link!
Läuft der 80m-Oszillator (weiter oben) von VK3YE dann auch schon als
LC-Oszillator?
Dass sich die Drift bei 14MHz stärker bemerkbar macht, kann ich mir gut
vorstellen.
B e r n d W. schrieb:> Zwischen den Drosseln geht ein kleiner C gegen GND. Das scheint noch ein> Geheimtip für einen größeren Ziehbereich nach unten zu sein.
Was man alles machen kann, da muss man erst mal drauf kommen.
Mir kam neulich noch eine Idee zum Thema "Quarz-Ladder-Filter als
Preselektor".
Du meintest ja, dass ein Ladderfilter seinen Durchlassbereich
prinzipbedingt unterhalb der Nennfrequenz hat.
Wenn man aber jeweils zwei Quarze* parallel schalten würde, könnte man
vielleicht doch mit 14,000MHz-Quarzen einen Preselektor für den Bereich
irgendwo zwischen 14,000MHz und 14,010MHz bauen (reicht ja, wenn er nur
ein paar kHz breit ist).
*(schaltet man zwei Quarze in diesem Frequenzbereich parallel, erhöht
sich ja die f_res um ein paar kHz)
Viele Grüße!
> Läuft der 80m-Oszillator (weiter oben) von VK3YE dann auch schon> als LC-Oszillator?
Die Stabilität wird noch etwas besser sein, als ein reiner
LC-Oszillator. Selbst ein sauber gebauter LC-Oszillator kann ausreichend
stabil sein. Das muss jeder selber entscheiden, ob er es dem Gegenüber
zumuten kann. Manche beschweren sich doch schon bei 20 Hz Abweichung.
Aber Versuch macht klug. Probiers einfach, der Weg ist das Ziel.
> Quarz-Ladder-Filter als Preselektor
Du kannst zwei parallelschalten und zum Ziehen einen C in Reihe. So geht
das auch im Ladder-Filter weiter nach oben. Ein Russe hat das mal
gemacht, ich finde aber leider die Website nicht mehr.
B e r n d W. schrieb:> http://www.qro.ru/ua3djy/filter/en/
Danke für den Link, interessantes Konzept! Der R_e sollte auf jeden Fall
etwas größer als 50 Ohm ausfallen, denke ich (weil der T jua noch
parallel liegt).
Im Anhang ein Schaltbild, wie ich mir das Filter von der Art her
vorstelle.
Über einen reinen LC-Oszillator hatte ich auch schon nachgedacht. Für
die RIT wäre das natürlich vorteilhaft.
Ansonsten haben meine bisherigen Experimente in diese Richtung ergeben,
dass man schon einen wirklich hohen Stabilisierungsaufwand betreiben
muss, um die Drift erträglich zu halten.
> Manche beschweren sich doch schon bei 20 Hz Abweichung.
Wer sich bei QRP-Verbindungen über 20Hz Drift aufregt, zu dem sage ich
lieber nichts.
;O)
Mir gefällt nach wie vor die Idee mit dem umschaltbaren Drehko sehr gut.
Habe hier zwei Drehkos, die in etwa den Bereich von 10p bis 500p
überstreichen.
Wenn man die irgendwie "linearisieren" könnte für einen Quarzoszillator,
wäre ich ein gutes Stück weiter.
Leider bildet die serielle Abstimmkapazität zum Quarz schon selber alles
andere als eine lineare Skala für den Frequenzverlauf - außerdem ist ein
C-Bereich von sehr klein bis groß gefragt (ab unter einem viertel pF
gehts, wenn man will, schon los).
Der zuvor verwendete UKW-Drehko mit ca. 4p bis 30p hatte auf jeden Fall
einen zu keinen Abstimmbereich.
> Habe hier zwei Drehkos, die in etwa den Bereich von 10p bis 500p> überstreichen. Wenn man die irgendwie "linearisieren" könnte
Du könntest die zwei Achsen koppeln und zusätzlich den Stator des
Rx-Drehkos mit einem kleinen Hebel um ein paar Grad drehbar machen
(siehe Anhang).
> wie ich mir das Filter von der Art her vorstelle.
Die Frage ist, ob Du so viele Stufen brauchst. Für die
Großsignalfestigkeit reicht IMO eine Absenkung um >20dB aus. Pro Stufe
verlierst Du auch ca. 1dB Nutzsignal. Der Rest läßt sich leichter im
NF-Filter beseitigen.
Außerdem hat das Filter bei der 3fachen Frequenz seine erste
Oberwellenresonanz. Gerade bei dieser Frequenz kann aber der DC-Receiver
durch die Harmonischen des VXO Signale empfangen. Dieser Empfang bei der
Harmonischen kann jedoch mit einem LC-Filter vermieden werden
Danke für die Simulation und die Bilder! Wenn man jetzt noch kleine Cs
parallel zu den Quarzen schalten würde, würde die f noch etwas weiter
nach oben rutschen?
Was für ein "Gerät" ist da eigentlich zu sehen? Ein achsenverstellbarer
Doppeldrehko von einem alten AM-Super?
B e r n d W. schrieb:> Du könntest die zwei Achsen koppeln und zusätzlich den Stator des> Rx-Drehkos mit einem kleinen Hebel um ein paar Grad drehbar machen> (siehe Anhang).
Die Idee ist gut! Im Moment treibt mich aber noch die Frage um, ob man
die besagten Drehkos so ans Quarz hängen kann, dass ein möglichst
linearer Verstellbereich entsteht.
Meine, ich hätte mal irgendwo eine Seite gesehen, auf der man solche
Berechnungen durchführen kann (dann wird ein C parallel und ein C in
Serie zum Drehko geschaltet).
> Außerdem hat das Filter bei der 3fachen Frequenz seine erste> Oberwellenresonanz. Gerade bei dieser Frequenz kann aber der DC-Receiver> durch die Harmonischen des VXO Signale empfangen. Dieser Empfang bei der> Harmonischen kann jedoch mit einem LC-Filter vermieden werden
Dem könnte man entgegenwirken, indem man das Signal über einen in
Resonanz betriebenen HF-Trafo einkoppelt (also in der Praxis über eine
10,7-MHz-Filterspule mit entsprechend weit ausgedrehtem Topf).
> Wenn man jetzt noch kleine Cs parallel zu den Quarzen schalten würde,> würde die f noch etwas weiter nach oben rutschen?
Nein, der Ziehbereich wird kleiner und die Frequenz etwas niedriger. Cp
muss neutralisiert werden, was durch Parallelschalten einer Induktivität
geht. Die Resonanz der Beiden muss ubngefähr bei 14 MHz liegen.
Verschwindet die Parallelrsonanz des Quarzes, ist der Weg nach Oben
frei. Gleichzeitig wird auch das Ziehen linearer.
> dass ein möglichst linearer Verstellbereich entsteht.
Mit den Kapazitätsdioden ging das relativ gut, weil sich die
Nichtlinearität der Varicap und des Quarz-Ziehens zumindest teilweise
aufhebt.
Typische Drehkos sind so aufgebaut, dass sie den MW-Bereich in einem
LC-Schwingkreis möglichst linear abdecken. Für eine Banspreizung kann
der Abstimmbereich recht gut linearisiert werden, für das Ziehen eines
Quarzes passt das leider nicht richtig.
Erstmal sollte der Bereich des Drehkos nicht größer sein als nötig. Um
die Kapazität zu reduzieren, könnten beim Rotor 3/4 der Platten entfernt
werden, um auf ca. 100pF zu kommen.
> Was für ein "Gerät" ist da eigentlich zu sehen?
Das war vermutlich der Drehko eines alten Telefunken Zweikreisers.
B e r n d W. schrieb:> Nein, der Ziehbereich wird kleiner und die Frequenz etwas niedriger. Cp> muss neutralisiert werden, was durch Parallelschalten einer Induktivität> geht.
Warum steigt, nebenbei gefragt, bei Quarzen eigentlich die f_res, wenn
man sie parallelschaltet?
> Mit den Kapazitätsdioden ging das relativ gut, weil sich die> Nichtlinearität der Varicap und des Quarz-Ziehens zumindest teilweise> aufhebt.
Das waren aber auch spezielle C-Dioden-Typen.
> Erstmal sollte der Bereich des Drehkos nicht größer sein als nötig. Um> die Kapazität zu reduzieren, könnten beim Rotor 3/4 der Platten entfernt> werden, um auf ca. 100pF zu kommen.
Bei den Teilen geht das leider nicht, es sind welche in so einem
weiß-durchsichtigen Plastikgehäuse.
Eventuell kann man solche "frequenzrichtigen" variablen Cs auch
irgendwie selber basteln, z.B. als Schiebeversion mit
Gewindestangenvortrieb. Wenn man sie aus Platinenmaterial baut, kann man
das Kupfer entsprechend einer e-Funktion (oder wie auch immer sie
geformt sein sollten) in Form bringen. Dazwischen müsste noch eine
definierte Isolierschicht.
Was für eine Funktion beschreibt denn einen frequenzrichtigen C zum
Quarzziehen?
Hallo Dil
Sind bei 500pF die beiden Packete parallelgeschaltet oder hat der Drehko
2 x 500pF. 2 x 250pF wäre schon deutlich angenehmer. In der Simulation
macht ein Digit an der hintersten Kommastelle der Ziehinduktivität schon
1 kHz aus. Da kommt es also schon auf 100ppm Stabilität an.
Beim Drehko ist es nicht so kritisch. Die Linearität sieht auch nicht
mal so schlecht aus, das könnte mit der Drehko-Charakteristik hinkommen.
Jetzt gibt es noch ein Problem mit dem Umschalten. Vermutlich ist der
Quarz in Richtung Kollektor unempfindlicher. Deshalb würde ich nur
dieses Drehko-Packet umschalten.
Eine Alternative wäre, zwei Oszillatoren vorzusehen, den Rx-VXO
durchlaufen zu lassen und den Tx-VXO nur bei Bedarf einzuschalten.
Danke für das simulierte Schaltbild!!!
So ganz blicke ich noch nicht durch, wie es funktioniert und wofür Q2
und V3 da sind (und ob/wie es umgeschaltet werden soll).
B e r n d W. schrieb:> Sind bei 500pF die beiden Packete parallelgeschaltet oder hat der Drehko> 2 x 500pF. 2 x 250pF wäre schon deutlich angenehmer. In der Simulation> macht ein Digit an der hintersten Kommastelle der Ziehinduktivität schon> 1 kHz aus. Da kommt es also schon auf 100ppm Stabilität an.
Es sind Einzeldrehkos mit echter 6mm-Achse. Habe hier aber auch noch
irgendwo Rundfunkdrehkos mit Doppeldrehkos inside (UKW und KW/MW - die
mit den "angeschliffenen" kurzen Achsen mit Innengewinde)). Da könnte
sogar noch einer mit ca. 2x120p dabei sein.
> Eine Alternative wäre, zwei Oszillatoren vorzusehen, den Rx-VXO> durchlaufen zu lassen und den Tx-VXO nur bei Bedarf einzuschalten.
Zwei Oszillatoren wäre ok, aber die müssten dann beide zumindest auf der
Oszillatorebene durchlaufen, weil sporadisch (also vom Keyer)
geschaltete Tx-VXOs einen Anlaufzirp haben.
Oder zurück zum AD9850/51 - der gibt alles (zumindest relativ) bis aufs
1/10 Hz genau aus. Oder ein temperierter LC-Oszillator mit C-Dioden. Das
ist aber beides für einen "Schmalband"-CW-TRx letztlich oversized...
> wofür Q2 und V3 da sind
Es kann nichts umgeschaltet werden. Ich hab die Rückkoppel-Schleife des
Oszillators aufgetrennt, um den Verlauf der Resonanzen zeigen zu können.
V3 wird für die AC-Simulation benötigt und Q1 wird als Last hinten
drangehängt. Out befindet sich jedoch schon an der Basis von Q1.
Schwingbedingung für einen Oszillator ist:
Bei der Phase 0° eine Verstärkung > 1. Die Schaltung scheint ziemlich
schwingfähig zu sein.
Der große Ziehbereich wird erreicht, weil beide Kapazitäten vor und nach
dem Quarz gleichzeitig variiert werden.
> Da könnte sogar noch einer mit ca. 2x120p dabei sein.
Für zwei Oszillatoren werden dann auch zwei identische Drehkos benötigt.
Aber für den ersten Versuch reichts mal.
Hallo Bernd!
B e r n d W. schrieb:> Es kann nichts umgeschaltet werden. Ich hab die Rückkoppel-Schleife des> Oszillators aufgetrennt, um den Verlauf der Resonanzen zeigen zu können.> V3 wird für die AC-Simulation benötigt und Q1 wird als Last hinten> drangehängt. Out befindet sich jedoch schon an der Basis von Q1.
Ach so, hatte schon gerätselt, ob es eine Art
Differenzverstärker-Oszillator sein könnte...
> Der große Ziehbereich wird erreicht, weil beide Kapazitäten vor und nach> dem Quarz gleichzeitig variiert werden.
Kannst du näher erklären, warum das so ist? Wirkt die Verwendung von
zwei variablen Kapazitäten auch linearisierend?
> Für zwei Oszillatoren werden dann auch zwei identische Drehkos benötigt.> Aber für den ersten Versuch reichts mal.
Da ist der Knackpunkt - zwei gleiche Drehkos mit einer C von ca. 2 x
100p - muss mal die Altbestände durchsehen, ob sich noch etwas in der
Richtung finden läßt.
Ansonsten, wenn beide Drehkos unabhängig voneinander einstellbar sind
(was mir auf jeden Fall reichen würde), müsste der Empfangsdrehko den
Bereich vom Sendedrehko überstreichen -+750Hz, wenn ich es richtig sehe.
Viele Grüße!
>> Der große Ziehbereich wird erreicht, weil beide Kapazitäten vor>> und nach dem Quarz gleichzeitig variiert werden.> Wirkt die Verwendung von zwei variablen Kapazitäten auch linearisierend?
Andersrum wirkt die Verwendung einer festen Kapazität begrenzend, wie
bei der Bandspreizung. Die Induktivität wirkt linearisierend. Mit einem
kleineren Drehko und einer größeren Induktivität wird es noch etwas
linearer.
> Für zwei Oszillatoren werden dann auch zwei identische Drehkos
Dann wird evtl. doch diese Variante interessant (Rit):
Beitrag "Re: einfacher 20m-CW-Sender mit AD9850 und MOSFET"
Ich meine eine Mischung der beiden Schaltungen. Von der einen das Rit,
von der anderen die beiden Drehko-Packete und die Zieh-Induktivität.
Das müsste man mal überlegen.
Wenn es darum geht, noch kleinere Kapazitäten zu nutzen, hätte ich noch
zwei UKW-Drehkos mit jeweils 2x 2p-28p
Ist die Simulation oben eigentlich mit 14,000MHz-Quarzen oder mit
14,318MHz-Quarzen durchgeführt?
Viele Grüße!
Dil schrieb:> Ist die Simulation oben eigentlich mit 14,000MHz-Quarzen oder mit> 14,318MHz-Quarzen durchgeführt?
Mittlerweile gesehen, steht ja im Dateinamen, dass es 14,318MHz-Quarze
sind...