Hallo zusammen, wir renovieren zur Zeit eine Wohnung in unserem Haus und als ich heute aus dem Urlaub zurück kam war ich überaus erstaunt, was der Elektriker so alles fabriziert hat (meine Eltern kennen sich mit so was überhaupt nicht aus und haben auch nicht nachgefragt). Die Liste von unverständlichen Installationen ist lang, mir brennt aber im Moment eine Sache auf dem Herzen, simples Setup: 1 Raum, 2 Lampen an der Decke, 1 Ausschalter für beide Lampen parallel. So wurde es gelöst: Bei Lampe 1 kommen zwei 5 Adrige Kabel aus der Decke. Lampe 1 hängt an 2x blau und 2x braun. 2xPE ist mit einer Klemme freihängend verbunden. 2x schwarz und 2x grau hängen frei. An Lampe 2 kommt 1x 5 Adriges Kabel, Lampe an braun und blau. Die Adern schwarz, grau, PE hängen frei. Der Installateur hat also direkt an den Lampen parallel geschaltet, und es hängen zig Kabel von der Decke. Das gleiche Spiel geht dann bei den anderen Räumen mit Wechsel- und Kreuzschaltungen weiter. Bei jeder Lampe hängt entweder 1 oder 2 5-Adrige Kabel aus der Decke. Die Installation vollkommen ohne Installationsdosen, oder "tiefen Schalterdosen". Alles hängt frei in der Luft. Das es sich hier um eine schreckliche Lösung handelt scheint klar, aber ist es Fachgerecht / erlaubt so zu arbeiten? Hoffentlich könnt Ihr mir weiterhelfen. Schöne Grüße Jan
Narbend, Das ist schwer zu beurteilen, da zumindest ich, deine Beschreibung nicht genau genug finde. Mach doch mal ein paar Fotos, damit kann man das sicher besser beurteilen. Grundsätzlich hört sich das mit dem PE aber ungünstig an, dieser ist laut Beschreibung zwar durchverbunden aber nicht zur Lampe geführt, verstehe ich das richtig ? Gruß, Martin
Vielleicht noch mal genauer: Die Lampen selbst sind bisher nur die einfachen Platikfassungen in die eine Birne eingeschraubt werden kann: Lampe 1: es kommen 2 Kabel mit jeweils 5 Adern aus der Decke (ca. 50cm): Kabel 1 blau + Kabel 2 blau + Birne verbunden Kabel 1 braun + Kabel 2 braun + Birne verbunden Kabel 1 PE + Kabel 2 PE mit Klemme verbunden Kabel 1 schwarz, Kabel 2 schwarz, Kabel 1 grau, Kabel 2 grau hängen einfach 50cm von der Decke mit so "Plastik Endkappen". Kabel 2 führt nun zu Lampe 2 (denke ich zumindest), dort kommt nur ein 5 adriges Kabel an: braun + Lampe verbunden blau + Lampe verbunden PE + grau + schwarz hängen 50 cm aus der Decke, wieder mit den Plastikkappen am Ende. Bei bedarf kann ich morgen mal ein Foto machen, dann bin ich wieder dort.
> Bei jeder Lampe hängt entweder 1 oder 2 5-Adrige Kabel aus der Decke
Klingt wie eine gute zukunftsorientierte Installation. Man hat insgesamt
3 Zuleitungen zu den Lampen, und kann sie beliebig schalten, mit
Doppelschalter oder in Kreuzschaltung. Da reicht der Strom sogar noch
für einen Ventilator.
So wie ich das verstehe, werden beide Lampen parallel betrieben. Daher muss der Strom auch irgendwie zur zweiten kommen. Handelt es sich um schutzisolierte Leuchten, dann kann PE auch nicht angeschlossen werden - dennoch tut man gut daran, den PE durchzuverbinden - wer weiss, was später mal am anderen Ende angeschlossen wird? Willst Du unbedingt Abzweigdosen in der Wand? Aber Bilder würden einiges erklären, schließlich benötigt jede Kreuz- / Wechselschaltung erst einmal zwei Drähte zwischen den Schaltern (Sparwechsel reicht auch einer weniger) und der Aufwand, eine separate Leitung zum zweiten Schalter zu legen, ist immer teurer, als die 5 adrige Leitung vom ersten Schalter über die Leuchte zum zweiten Schalter zu legen.
Jan schrieb: > Das es sich hier um eine schreckliche Lösung handelt scheint klar, aber > ist es Fachgerecht / erlaubt so zu arbeiten? Was meinst du mit "schrecklich"? a) daß er keine extra Abzweigdose gesetzt hat, sondern die Weiterverbindung zu Lampe 2 per Lüsterklemme im Baldachin von Lampe 1 macht? b) daß er 5-polige statt der nominal ausreichenden 3-poligen Leitung gelegt hat und die Installation so künftig auch mehrflammige Lampen oder das getrennte Schalten der beiden Lampen oder einen Deckenventilator erlaubt? Für mich erscheint ganz klar daß du keine Ahnung von der Materie hast. Du solltest dich deswegen mit Kritik zurückhalten. XL
Der Installateur hat es eigentlich nur gut gemeint und die Installation fachgerecht ausgeführt. Installationsdosen werden heutzutage eigentlich nicht mehr genutzt. Hat den Hintergedanken, dass, wenn mal was ist, an der Decke immer die Tapete ruiniert hat um an die Dose zu kommen. Heutzutage wird das Kabel vom Schalter zur Lampe direkt geführt und von dort aus zur nächsten etc. - außerdem hat er vorsorglich ein 5-adriges gelegt, falls man z.b. die Lampen getrent schalten möchte - statt Wechselschalter also Serienschalter, Schalter 1 Lampe 1, Schalter 2 Lampe 2. Daher sehr vorbildlich, das macht nicht jeder! P.S.: Stell dir nun mal vor, es ist alles fertig, und es kommt der Wunsch deiner Eltern, die Lampen getrennt zu schalten. Und anstatt nun die Tapeten zu ruinieren, um an die Dosen zu kommen und anstatt ein neues Kabel zu legen, weil zu wenig Adern vorhanden sind, geht der Elektriker mit nem Lächeln zu dir, tauscht den Schalter aus, steckt ne Ader an Lampe 1 um, eine Ader an Lampe 2, und fertig.
Schönen Dank an alle für die Infos. Axel Schwenke schrieb: > Was meinst du mit "schrecklich"? Ich finde die Lösung schrecklich, da wir nun beim Aufhängen der Lampen 10 Adern + Klemmen und Abschlusskappen in den Lampen-Baldachinen verstecken müssen. Für mich gehören solche Verschaltpunkte in dafür vorgesehene Dosen, gerne auch in tiefe Schalterdosen. Ich betrachte Lampen als Einrichtungsgegenstand und nicht als Gehäuse für Hausinstallationen. Aber es ist ja fachgerecht ausgeführt und damit bin ich dann auch zufrieden. Nochmals schönen Dank an alle.
Jan schrieb: > gerne auch in tiefe Schalterdosen. genau, wo man dann keine normale Lamper mehr direkt an der Öffnung anbringen kann. Ich hab in meiner Wohnung genau diesen Mist mit diesen Dosen und hab beim Einzug nur geflucht, weil ich keine meiner Lampen wie gewohnt direkt anbringen konnte, sondern ewig herumdoktern musste. Als ich im Baumarkt nach einer Lösung gesucht habe und auch gefragt habe, haben die dort nach meiner Schilderung nur den Kopf geschüttelt und gemeint, dass da jemand aber richtig Mist gebaut hat...
Justus Skorps schrieb: > Ich hab in meiner Wohnung genau diesen Mist mit diesen > Dosen und hab beim Einzug nur geflucht, weil ich keine meiner Lampen wie > gewohnt direkt anbringen konnte, sondern ewig herumdoktern musste. dafür gibt es doch eine einfache Lösung, rufe den Elektriker der es so installiert hat und lass ihn die Lampen installieren. In die Decke nachträglich eine Lampendose einzufräsen macht nicht wirklich spass. Sotwas sollte man gleich bei Rohbau mit machen lassen, dann verschwinden die Kabel komplett in der Decke.
> ... da wir nun beim Aufhängen der Lampen > 10 Adern + Klemmen und Abschlusskappen in den Lampen-Baldachinen > verstecken müssen. Zukunftssicher ist das schon, aber wer möchte schon statt des sonst üblichen Jogurtbeschers eine Salatschüssel als Überwurf bei der Aufhängeöse haben ? ;-)
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