Forum: Offtopic Bergung Costa Concordia live


von Icke ®. (49636b65)


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Waynes interessiert, hier kann man live verfolgen, wie der Äppelkahn 
gehoben wird:

http://www.n24.de/n24/Mediathek/Live/d/3237626/bergung-der-costa-concordia-in-italien.html

Beeindruckend, daß dies bei dem Brocken überhaupt möglich ist. Respekt 
an die Ings...

von Paul B. (paul_baumann)


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Erst mal sehen, ob sich das Gerät überreden läßt....

>Respekt an die Ings...

Respekt zunächst erst mal an DIE ,welche die Arbeit machen.

MfG Paul

von Icke ®. (49636b65)


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Paul Baumann schrieb:
> Erst mal sehen, ob sich das Gerät überreden läßt....

'nen gutes Stück guckt der Pott schon raus.

> Respekt zunächst erst mal an DIE ,welche die Arbeit machen.

Naja, die Ings haben sich ja schon die Arbeit gemacht, sich auszudenken, 
wie die Arbeit überhaupt gemacht werden muß.

von J. A. (gajk)


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Icke ®. schrieb:
> Waynes interessiert, hier kann man live verfolgen, wie der
> Äppelkahn
> gehoben wird:
>
> http://www.n24.de/n24/Mediathek/Live/d/3237626/ber...
>
> Beeindruckend, daß dies bei dem Brocken überhaupt möglich ist. Respekt
> an die Ings...

Respekt, ja! Allerdings haben die Italiener da schon etwas Erfahrung mit 
dem Turm in Pisa - den haben sie auch ein wenig aufgerichtet, dass er 
ihnen nicht zusammenfällt.

von Jens M. (Gast)


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Paul Baumann schrieb:
> Respekt zunächst erst mal an DIE ,welche die Arbeit machen.

Schon ne Klasse Leistung


J. Ad. schrieb:
> Respekt, ja! Allerdings haben die Italiener da schon etwas Erfahrung mit
> dem Turm in Pisa - den haben sie auch ein wenig aufgerichtet, dass er
> ihnen nicht zusammenfällt.

Das wird ein Bergungsunternehmen sein. Die Italiener sind dann als 
lokaler Ansprechpartner mit an Bord.


Wilhelm F. schrieb im Beitrag #3323719:
> Ich habs heute in Wikipedia-Nachrichten gelesen.

Was es nicht alles gibt


> Aber wie bewerkstelligen die die Abwrackung handwerksmäßig? Muß man dazu
> Horden Inder und Chinesen kommen lassen, Handwerker, Schweißer, die
> darin gute Erfahrungen haben?

Wenn die Kiste es bis zum nächsten Dock schafft in das Sie rein passt 
wird sie dicht geschweißt und zum Schrotthändler geschleppt. Irgendwo 
auf der Welt.

von Icke ®. (49636b65)


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Jens Martin schrieb:
> Das wird ein Bergungsunternehmen sein. Die Italiener sind dann als
> lokaler Ansprechpartner mit an Bord.

Ist eine italienisch/amerikanische Koproduktion. Beide keine Anfänger:

http://www.micoperi.com/
http://www.titansalvage.com/

Inzwischen steht der Kahn aufrecht, allerdings bis zum "Hals" im Wasser. 
Und sieht ordentlich ramponiert aus.

von Johannes S. (demofreak)


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Icke ®. schrieb:
> Inzwischen steht der Kahn aufrecht, allerdings bis zum "Hals" im Wasser.
> Und sieht ordentlich ramponiert aus.

Wenn man so sieht, wie eingedrückt der Kasten ist, fragt man sich, durch 
welchen glücklichen Umstand dort nicht noch viel mehr Leute ums Leben 
gekommen sind. Die haben sich scheinbar alle wie Heringe auf der 
Backbordseite zusammengedrängt, als sich der Kahn sanft auf die Felsen 
gebettet hat.

Oder hat sich der Formschluss mit dem Meeresgrund erst im Laufe des 
letzten Jahres eingestellt?

/Hannes

von Holm T. (Gast)


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Naja, was da ramponiert ist, ist doch im Wesentlichen das "Lametta" das 
außen dran hängt. Sonderliche Formstabilität war da nie rein konstruiert 
worden, jedenfalls niedrig im Verhältnis zum Rumpf.

Gruß,

Holm

von Johannes S. (demofreak)


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Holm Tiffe schrieb:
> Naja, was da ramponiert ist, ist doch im Wesentlichen das "Lametta" das
> außen dran hängt.

Klar, aber dieses Lametta ist ja normalerweise Aufenthaltsort für 
Personen.

Ich kann mir den zeitlichen Ablauf einer solchen Geschichte irgendwie 
nicht so richtig vorstellen. Bisher wäre ich davon ausgegangen, dass 
sich zum Zeitpunkt des Aufsetzens noch jede Menge Leute im Inneren des 
Kahns befunden haben, die erst so nach und nach nach oben bzw. backbord 
rausklettern. So zerdrückt, wie der Kasten da steuerbords aussieht (die 
außenliegenden Kabinen sind ja ebenfalls eingedrückt) kann da aber 
keiner mehr gewesen sein.

Also haben die wohl auf den letzten paar Metern vor dem Aufsetzen alle 
zusammengedrängt draußen gehockt oder waren wenigstens instinktiv schon 
recht weit hoch geklettert.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Johannes S. schrieb:
> So zerdrückt, wie der Kasten da steuerbords aussieht (die außenliegenden
> Kabinen sind ja ebenfalls eingedrückt) kann da aber keiner mehr gewesen
> sein.

So schnell ist der doch auch nicht in seine missliche Lage gekippt.
Das war ja kein Autounfall; auf dem Wasser geht alles etwas langsamer
vor sich.

Selbst die Titanic hatte noch einige Stunden Zeit zwischen dem
Aufsetzen auf dem Eisberg und dem Versinken.

von Jens M. (Gast)


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Johannes S. schrieb:
> Wenn man so sieht, wie eingedrückt der Kasten ist, fragt man sich, durch
> welchen glücklichen Umstand dort nicht noch viel mehr Leute ums Leben
> gekommen sind.

Die Schiffsführung hat es immerhin geschafft die Evakuierung einzuleiten 
bevor sich das Schiff zur Seite legte. Daher waren die meisten an Deck.

> Die haben sich scheinbar alle wie Heringe auf der
> Backbordseite zusammengedrängt, als sich der Kahn sanft auf die Felsen
> gebettet hat.

Er ist dann aber langsam auf die Felsen gedrückt worden und drohte zu 
kentern. Soweit ich es erinnere habe Sie erst dann evakuiert, aber 
immerhin.

>
> Oder hat sich der Formschluss mit dem Meeresgrund erst im Laufe des
> letzten Jahres eingestellt.

Muss wohl.

IMHO Gibt es wohl auch keine Havarie wo die Betroffenen so viel Glück 
gehabt haben (die meisten jedenfalls).

1000e an Menschen an Bord, Nacht, Schiff Leck mit defekter Maschine und 
manövrierunfähig dazu eine unfähige Schiffsführung und was passiert?

Der Wind drückt das Schiff sanft auf eine Stelle (vermutlich die 
einzige) an der steilen Felsküste wo der Wackelkahn weder zerbricht, 
absäuft oder kentert sondern sich langsam auf die Seite neigt und und 
liegen bleibt.

Da hat Poseidon aber einen sehr gütigen Tag gehabt.

Außerdem kenne ich seitdem das dünnste Buch der Welt.








Italienische Heldensagen ;-).

von Dave B. (gaston)


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Das die das Wrack solange haben liegen lassen wundert mich ja ein 
bisschen.
Das lag ja auch in Sichtweite von einem Fischerort.

Wenn das irgendwo im nirgendwo passiert wäre, wäre das ja eine ganz 
andere Geschichte, aber das das nun 20 Monate da rum stand.

Andernorts sind Metalldiebe so dreist und schrauben nachts 
Metallfallrohre von den Häusern und entwenden Kanalisationsdeckel und 
Bahnkabel, aber an so eine Goldgrube hat sich wohl niemand rangetraut.


Zerlegt werden die Schiffe ja meist komplett in "Billiglohnländern" ohne 
Schutz- oder Umweltauflagen, dafür auch gerne mal olle Flugzeugträgerli 
( 
http://www.dailymail.co.uk/news/article-2338992/Britains-famous-warship-docks-time-Team-80-workers-prepare-spend-months-stripping-Ark-Royal-use-razor-blades-tin-cans.html 
)

von Icke ®. (49636b65)


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Jens Martin schrieb:
> Italienische Heldensagen ;-).

Pöhse...

Allerdings sind nicht alle Italiener vom Schlage eines Schettino. 
Immerhin verdanken wahrscheinlich viele Passagiere ihr Leben dem Einsatz 
der Inselbewohner, die die Rettung tatkrätig unterstützt haben. Leider 
verzerrt sich das Bild vom Volk am Stiefel immer wieder, weil in den 
Medien nur die Deppen und Poser des Landes präsent sind.

von John D. (Gast)


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Jens Martin schrieb:
>
> Außerdem kenne ich seitdem das dünnste Buch der Welt.
...
> Italienische Heldensagen ;-).

"An Engineer's Guide to Fashion" ist aber ähnlich dünn...

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Johannes S. schrieb:
> Oder hat sich der Formschluss mit dem Meeresgrund erst im Laufe des
> letzten Jahres eingestellt?

Das Schiff ist ja immer mehr mit Wasser vollgelaufen und wurde dadurch 
immer schwerer. Für das Wunder, das da fast 4000 Leute an Bord waren und 
unter 1% davon starben, muss man wirklich dankbar sein - Poseidon hat 
netterweise 'ne Schaufel Sand druntergetan.

von (prx) A. K. (prx)


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Jens Martin schrieb:
> IMHO Gibt es wohl auch keine Havarie wo die Betroffenen so viel Glück
> gehabt haben (die meisten jedenfalls).

http://de.wikipedia.org/wiki/Champollion_(Schiff)#Untergang

"Da der Leuchtturm von Al Manara außer Betrieb war, steuerte die 
Champollion auf ein anderes Licht zu, das sich als Leuchtfeuer des 
Flughafens erwies, 15 Kilometer südlich des Hafens von Beirut."

Weil nur 600m vom Strand entfernt kamen die meisten davon.

von John D. (Gast)


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A. K. schrieb:
> Jens Martin schrieb:
>> IMHO Gibt es wohl auch keine Havarie wo die Betroffenen so viel Glück
>> gehabt haben (die meisten jedenfalls).
>
> http://de.wikipedia.org/wiki/Champollion_(Schiff)#Untergang

Da sind aber 6,5% der an Bord befindlichen Menschen umgekommen, anstatt 
der bereits genanten <1%.

von (prx) A. K. (prx)


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Wenn man es mit der Quote anderer missglückter Landungen vergleicht, 
dann haben die schon verteufelt viel Glück gehabt.

PS: Insbesondere wenn man es mit dem umgekehrten Fall vergleicht - wenn 
ein Pilot den Leuchtturm anpeilt.

von Uhu U. (uhu)


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Poseidon muß auf den Idioten von einem Kapitän auf der Costa Concordia 
schon länger ein Auge gehabt haben...

von Frank D. (Firma: Spezialeinheit) (feuerstein7)


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Ich frage mich, was mit den ganzen Schätzen an Board passiert, da sind 
ja nicht nur Metalle zu hohlen. Die Pasagiere werden sicher einiges 
liegengelassen haben, weiterhin ist bestimmt der Weinkeller noch voll, 
Zigarreten, Technik (das ganze Spielzeug auf der Brücke), Boardshop...
Irgendwie glaube ich nicht, dass irgendwelche Schweisser in 3te 
Weltländern die Sachen plündern.

von Jens M. (Gast)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Poseidon muß auf den Idioten von einem Kapitän auf der Costa
> Concordia schon länger ein Auge gehabt haben...


Na der war halt mit anderen Sachen beschäftigt, ausspannen z.B.

John Drake schrieb:
> "An Engineer's Guide to Fashion" ist aber ähnlich dünn...

Die werden aber auch nicht als Couturieres beschäftigt ;-)

Icke ®. schrieb:
> Pöhse...
>
> Allerdings sind nicht alle Italiener vom Schlage eines Schettino.

Natürlich nicht, ist nur ein Witz.

A. K. schrieb:
> http://de.wikipedia.org/wiki/Champollion_(Schiff)#Untergang

Da war nur 1/10 an Passagieren und Mannschaft an Bord und es war noch 
ein Schiff.

Meine Meinung als nicht Schiffbauer:

Diese Origami Faltarbeit die sich Kreuzfahrer nennt ist doch eine 
schwimmende Zeitbombe. Ein Fake um Touris auszunehmen, topplastig und 
nur durch die Breite am sofortigen kentern gehindert.

Nun gelingt der Schiffsführung das Kunststück sich mit diesem Fahrzeug 
Hülle über mehrere Schotten aufzureißen. Genau auf Höhe der 
Hauptmaschine. Die  fällt aus und die Kiste läuft voll. Nachdem was man 
so liest und hört haben Sie nicht mal eine Schadensaufnahme gemacht.

Jetzt haben Sie ein Problem: Machen Sie die Längsschotts dicht kentert 
ihnen die Kiste durch  (einseitiger Wasserballast). Machen Sie die 
anderen Schotten dicht bricht Sie durch (wenn mehr als die die 
berechneten Abteile absaufen).

Von Passagieren und Besatzung die dabei draufgehen weil Sie selbige eben 
nicht sofort nach oben geholt haben gar nicht zu reden.

Kein SOS kein gar nichts, im Gegenteil. Dem Hafenmeister haben Sie 
erklärt das auf ihrem dahin dümpelndem Dampfer alles supertoll in 
Ordnung ist.

Ich setze auf so einen Seelenverkäufer (in allen Belangen) nur gegen 
Bezahlung einen Fuß.

von Uhu U. (uhu)


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Jens Martin schrieb:
> Von Passagieren und Besatzung die dabei draufgehen weil Sie selbige eben
> nicht sofort nach oben geholt haben gar nicht zu reden.

Die werden eben wie das behandelt, was sie sind: billige Massenware. 
Geitz ist geil...

von Icke ®. (49636b65)


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Fred Feuerstein schrieb:
> Ich frage mich, was mit den ganzen Schätzen an Board passiert, da sind
> ja nicht nur Metalle zu hohlen.

i.d.R. sichern sich die Bergungsfirmen sämtliche Eigentumsrechte am 
Schiff und seiner Ladung. Die werden die Filetstücke schon rausholen, 
bevor der Rest zum Schrottverwerter geschleppt wird. Den Wein kann man 
bestimmt nächstes Jahr als "Concordia Special Edition, 
Schicksalsjahrgang 2012" in der Bucht kaufen.

von Jens M. (Gast)


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Icke ®. schrieb:
> Fred Feuerstein schrieb:
>> Ich frage mich, was mit den ganzen Schätzen an Board passiert, da sind
>> ja nicht nur Metalle zu hohlen.
>
> i.d.R. sichern sich die Bergungsfirmen sämtliche Eigentumsrechte am
> Schiff und seiner Ladung. Die werden die Filetstücke schon rausholen,
> bevor der Rest zum Schrottverwerter geschleppt wird. Den Wein kann man
> bestimmt nächstes Jahr als "Concordia Special Edition,
> Schicksalsjahrgang 2012" in der Bucht kaufen.

Touriwein
das lass sein

von (prx) A. K. (prx)


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Jens Martin schrieb:
> Ich setze auf so einen Seelenverkäufer (in allen Belangen) nur gegen
> Bezahlung einen Fuß.

Für lau werden die dich garantiert nicht durchfüttern. ;-)

Ist halt wie immer bei Katastrophen: Wenn dabei viele umkommen landet es 
weltweit in den Medien. Wenn vor Ort einer gegen den Baum fährt, dann 
steht es allenfalls in der Lokalpresse. Das Ergebniss ist eine völlig 
verzerrte Wahrnehmung der tatsächlichen Sicherheit.

von Uhu U. (uhu)


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A. K. schrieb:
> Das Ergebniss ist eine völlig verzerrte Wahrnehmung der tatsächlichen
> Sicherheit.

Wobei sich die Sicherheitsleute aber einig sind, daß diese Riesenpötte 
mit der Einwohnerschaft einer kleinen Stadt ein riesiges 
Schadenspotential bergen. Und je mehr solche Seelenverkäufer auf den 
Ozeanen rumtuckern, um so näher rückt die Katastrophe, die dann nicht 
mehr so glimpflich ausgeht.

Die Kreuzfahrer endeten eben zuweilen in einem Gemetzel, weswegen die 
Muselmanen heute noch als die Ausgebuhrt des Teufels gelten...

von J. A. (gajk)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Jens Martin schrieb:
>> Von Passagieren und Besatzung die dabei draufgehen weil Sie selbige eben
>> nicht sofort nach oben geholt haben gar nicht zu reden.
>
> Die werden eben wie das behandelt, was sie sind: billige Massenware.
> Geitz ist geil...

Stimmt, am "t" sollte man nicht sparen...

Spaß beiseite, jedes Todesopfer ist natürlich eines zu viel. Es ist aber 
doch ein Wunder, dass nicht noch MEHR Menschen durch die schnittige 
Fahrweise des Capitano ums Leben gekommen sind.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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J. Ad. schrieb:
> durch die schnittige Fahrweise des Capitano

Der Mann hat sich sicher nicht mit Ruhm bekleckert, aber man sollte
auch immer im Blick behalten, dass seine "Stippvisite" zur Insel ja
offenbar ausdrücklicher Wunsch der Reederei war.  Das ganze Desaster
wird also billigend in Kauf genommen, Hauptsache, die Leute können
"mal was erleben" …

von J. A. (gajk)


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Jörg Wunsch schrieb:
> J. Ad. schrieb:
>> durch die schnittige Fahrweise des Capitano
>
> Der Mann hat sich sicher nicht mit Ruhm bekleckert, aber man sollte
> auch immer im Blick behalten, dass seine "Stippvisite" zur Insel ja
> offenbar ausdrücklicher Wunsch der Reederei war.  Das ganze Desaster
> wird also billigend in Kauf genommen, Hauptsache, die Leute können
> "mal was erleben" …

Noch schlimmer! Wohin das Schiff fährt, unter Gewährleistung der 
Sicherheit der Passagiere und der Besatzung, muss allein der Kapitän 
entscheiden. Eine Rosta Cordalis ist ja keine ferngelenkte Drohne!

von (prx) A. K. (prx)


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J. Ad. schrieb:
> Eine Rosta Cordalis ist ja keine ferngelenkte Drohne!

Der kann aber nun wirklich nix dafür. ;-)

von A. $. (mikronom)


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Jens Martin schrieb:
> Ich setze auf so einen Seelenverkäufer (in allen Belangen) nur gegen
> Bezahlung einen Fuß.

Wer nur einen Fuß auf ein Schiff setzt wird ganz sicher im Wasser 
landen!

von Mac G. (macgyver0815)


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Andi $nachname schrieb:
> Wer nur einen Fuß auf ein Schiff setzt wird ganz sicher im Wasser
> landen!

Nicht wenn das Schiff an Land steht oder wenn es ein Raumschiff ist ;-)

von Joachim .. (joachim_01)


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Ich bin nicht sicher ob der Zossen verschrottet wird. Vielleicht geht er 
nach Afrika und wird dort von Schleppern über einem Strohmann gekauft. 
Auf so nen Kahn gehen bestimmt 10.000 Asylanten, das ist ein riesen 
Geschäft. Auch Onassis hat mit Seelenverkäufern sein Imperium aufgebaut.

von (prx) A. K. (prx)


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Joachim ... schrieb:
> Ich bin nicht sicher ob der Zossen verschrottet wird.

Hast du die Bilder von der rechten Seite gesehen? Bissel zerdatscht 
schaut der Kahn schon aus.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Der Punkt warum das Teil kein 2. Leben bekommen wird ist imho der 
irreparable Schaden im Maschinenraum.  Und das Tuckerding darin 
schleppt niemand am Uhrkettel raus weil es im Rumpf für die Ewigkeit 
eines Schifflebens versenkt wird. Maschinenwechsel ist da nicht 
vorgesehen.
Wenn man bis dahinvorgedrungen ist hat der Kahn nur noch Schrottwert. 
Schon jetzt ist die Bergung um ein vielfaches teurer als ein Neubau. Da 
rentiert auch keine Wiederbelebung.einziger Grund für die Bergung dürfte 
das Image aller Beteilgten sein. Sonst hätte mann das Teil genauso schön 
in den Tiefen vor der Insel entsorgen können.

my2cent

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Joachim ... schrieb:
> Ich bin nicht sicher ob der Zossen verschrottet wird. Vielleicht geht er
> nach Afrika und wird dort von Schleppern über einem Strohmann gekauft.

Ob und wie weit man den Journalisten trauen kann, weiss ich nicht, aber 
sie reden eindeutig von Verschrottung. So auch Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Costa_Concordia

von J. A. (gajk)


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Gab es nicht mal Überlegungen, alte Bohrinseln einfach in der Tiefsee zu 
versenken?

Als ab mit dem Kahn auf den großen Ozean und dorthin, wo das Wasser sehr 
sehr tief ist und dann den Stöpsel ziehen.

Das Ding ist einfach zu groß und hat zu großen Tiefgang, als dass man es 
irgendwo anlanden könnte, auf Sand setzen und dann auseinanderschweißen. 
Oder?

P.S. Ich hätte es übrigens für sinnvoll gefunden, wenn der Kapitän 
während der Bergung/Aufrichtung des Schiffs hätte vor Ort zusehen 
müssen.

von (prx) A. K. (prx)


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J. Ad. schrieb:
> Als ab mit dem Kahn auf den großen Ozean und dorthin, wo das Wasser sehr
> sehr tief ist und dann den Stöpsel ziehen.

Ist noch ziemlich viel Dreck drin. Ist ja nicht so, dass diese Schaluppe 
wegen Treibstoffmangel koppheister ging.

von Wilhelm F. (Gast)


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J. Ad. schrieb:

> Gab es nicht mal Überlegungen, alte Bohrinseln einfach in der Tiefsee zu
> versenken?
>
> Als ab mit dem Kahn auf den großen Ozean und dorthin, wo das Wasser sehr
> sehr tief ist und dann den Stöpsel ziehen.

Den Meeresboden als Müllhalde, wenn es vermeidbar ist? Auch wenn es 
anders was kostet? Aus den Augen, aus dem Sinn, man muß ja selbst den 
Meeresboden nicht täglich sehen. Bei Schiffen, die man nicht mehr bergen 
konnte, ein Unfall wie bei der Titanic, ist das eine andere Sache, da 
ging es gar nicht mehr anders. Schwupp, ist der Kahn weg, und 
verschwindet in 3000m Tiefe.

Vor Jahren las ich mal eine Buchpassage mit einer Frage an den 
Meeresforscher Jacques Cousteau, ob der Meeresboden noch genau so ist 
wie in seiner Anfangszeit Mitte des 20. Jhdt.. Er muß da wohl den Tränen 
nahe gewesen sein, und das Wort Müllhalde verwendet haben.

> Das Ding ist einfach zu groß und hat zu großen Tiefgang, als dass man es
> irgendwo anlanden könnte, auf Sand setzen und dann auseinanderschweißen.
> Oder?

Chinesen und Inder haben aber eine große Abwrackindustrie. Dort werden 
in der Regel alle ausgemusterten Großschiffe hin gebracht. Das Abwracken 
kostet da im Gegensatz zu anderswo nicht viel, geringe Löhne, 
Menschenüberfluß und wenig Zeitdruck machen es dort möglich. Eine 
Reportage dazu war mal im TV. Es ist ungefähr so, als wenn man ein Stück 
Gammelfleisch Aasfressern vor wirft, die erledigen das.

Vor Jahren las ich mal "Das Totenschiff" von B. Traven. B. Traven 
schrieb sein Leben lang überwiegend sozialkritische Werke, weil er 
selbst in übler Situation war. Er war flüchtig, staatenlos, und nur auf 
den Weltmeeren unterwegs, weil er an Land nirgend wo auf der Welt mehr 
Zutritt hatte. Zeitraum etwa nach dem WW1. Es wurden damals viele 
Handelsschiffe versenkt, oft voll beladen mitsamt der Fracht. 
Versicherungsfälle. Auch gab es nagelneue Hochseeschiffe, die nicht 
manierlich liefen, was man vorher bei der Planung noch nicht wußte. Z.B. 
die Höchstgeschwindigkeit nach dem Stapellauf 20 Knoten langsamer als in 
Berechnungen, und mehr Treibstoff fressend. Das taugte ja dann für den 
schnellen Handelsverkehr nichts. Also dann baldige Versenkung, natürlich 
nicht auffällig gleich nach dem Stapellauf, sondern zu einem zufällig 
scheinenden Zeitpunkt.

von J. A. (gajk)


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A. K. schrieb:
> J. Ad. schrieb:
>> Als ab mit dem Kahn auf den großen Ozean und dorthin, wo das Wasser sehr
>> sehr tief ist und dann den Stöpsel ziehen.
>
> Ist noch ziemlich viel Dreck drin. Ist ja nicht so, dass diese Schaluppe
> wegen Treibstoffmangel koppheister ging.

Ein paar Buddeln Touristen-Schampus werden auch noch irgendwo lagern. 
Klar, das muss man rausholen.

von Wilhelm F. (Gast)


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J. Ad. schrieb:

> Ein paar Buddeln Touristen-Schampus werden auch noch irgendwo lagern.
> Klar, das muss man rausholen.

Hoffentlich schmeckt man einen evtl. hoch getriebenen Preis da auch noch 
raus. ;-)

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Winfried J. schrieb:
> Sonst hätte mann das Teil genauso schön
> in den Tiefen vor der Insel entsorgen können.

So hat man es ja mit der America aka American Star am Strand von 
Fuerteventura gemacht - 1994 gestrandet und bis heute einfach verrosten 
lassen. Mittlerweile sieht man die Wrackreste wohl nur noch bei Ebbe:
http://de.wikipedia.org/wiki/America_%28Schiff,_1940%29

Da die Giglioaner (Giglionesen?) aber bis zu %30 Einbrüche im Tourismus 
haben, blieb den Behörden wohl nichts weiter übrig, als die Schüssel zu 
entsorgen.

von Rainer U. (r-u)


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Wilhelm F. schrieb:
> Chinesen und Inder haben aber eine große Abwrackindustrie. Dort werden
> in der Regel alle ausgemusterten Großschiffe hin gebracht.

Sehr schön zu sehen übriges im Film "Workingman's death"

http://de.wikipedia.org/wiki/Workingman%E2%80%99s_Death

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Wilhelm F. schrieb:

> Es wurden damals viele
> Handelsschiffe versenkt, oft voll beladen mitsamt der Fracht.

Wohl eher mitsamt dem Frachtgut.

Die Fracht werden sich diejenigen, die den Kahn versenken lassen
haben, schon noch behalten haben …

http://de.wikipedia.org/wiki/Fracht
http://de.wikipedia.org/wiki/Frachtgut

von Georg W. (gaestle)


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J. Ad. schrieb:
> Das Ding ist einfach zu groß und hat zu großen Tiefgang, als dass man es
> irgendwo anlanden könnte, auf Sand setzen und dann auseinanderschweißen.
> Oder?
Das machen die Inder per Manpower mit Frachtern.  Bei Hochwasser mit 
Vollgas auf den Strand. Dann arbeiten sie sich von oben nach unten vor. 
Wenn ausreichend "geleichtert" ist wird der Rest mit Winden weiter auf 
den Strand gezogen.
Man könnte es in ein Dock bringen und mit einem Longfrontbagger 
abwracken. Das wird noch interessant wie es im Endeffekt ablaufen wird.
So ein Kreuzfahrer ist der reinste Leichtbau. Alle wollen Außenkabinen, 
deshalb wird in die Höhe gebaut. Wenn die Aufbauten zu schwer ausfallen 
würden wäre das Schiff instabil. Die Dinger erinnern mich an auf die 
Seite gestellte Schuhkartons. Die Kabinen werden auch vormontiert und in 
die Decks hineingeschoben.

A. K. schrieb:
> Ist noch ziemlich viel Dreck drin. Ist ja nicht so, dass diese Schaluppe
> wegen Treibstoffmangel koppheister ging.
Das wird das geringste Problem sein, den Treibstoff konnte man ja zum 
Großteil abpumpen. Ich will gar nicht wissen was da drinnen alles vor 
sich hin gärt und welche Giftstoffe noch zusätzlich entstanden sind. Da 
drinnen ist ja im Prinzip alles enthalten was man in einer Kleinstadt 
vorfindet. Das stellt sicherlich auch eine Gefahr für diejenigen dar, 
die da drinnen arbeiten und auch die beiden Leichen suchen müssen.

von Wilhelm F. (Gast)


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Jörg Wunsch schrieb:

> Wilhelm F. schrieb:
>
>> Es wurden damals viele
>> Handelsschiffe versenkt, oft voll beladen mitsamt der Fracht.
>
> Wohl eher mitsamt dem Frachtgut.
>
> Die Fracht werden sich diejenigen, die den Kahn versenken lassen
> haben, schon noch behalten haben …
>
> http://de.wikipedia.org/wiki/Fracht
> http://de.wikipedia.org/wiki/Frachtgut

B. Traven schrieb am Ende seines Werkes noch, daß er im Laderaum an ein 
Glas Zwetschgenmarmelade kam, was besonders lecker war. Als das Schiff 
unter ging, trennte er einem Neger (Heizer) mit einem Spaten in einem 
schließenden Schott noch den Fuß ab, um ihn vor Ertrinken zu retten. Die 
Geschichte endete dann, daß noch ein paar wenige Besatzungsmitglieder 
auf einem Stück Schrott Tage lang an der Meeresoberfläche herum trieben.

Er selbst wurde ja zu Lebzeiten nie mehr gesichtet und geoutet, und 
beendete seine Erzählung geschickt an einem Punkt.

von Dietmar M. (dim10)


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von John D. (Gast)


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Deutschland - die Sahelzone des Humors.

von J. A. (gajk)


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Dietmar M. schrieb:
> http://www.der-postillon.com/2013/09/frisch-aufger...
>
> :-)

...aber dann von Klimaerwärmung reden.

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