Wenn ich einen dieser kleinen 1.8VA 9V Printtrafos von Gerth habe, aber
leider kein brauchbares Datenblatt dazu finde:
Wie viele Windungen sind auf der Primär- und auf der Sekundärseite?
Wieviel Widerstand? Welche Induktivitäten? Die Werte bräuchte ich nur
ungefähr um eine Schaltungsidee zu simulieren, bevor ich mir einen
geeigneten Trafo bestelle.
Gibt es andere Trafohersteller die mehr Angaben rausrücken?
Die Werte sind fast identisch mit den Werten eines 1.8VA 9V Trafos von
anderen Herstellern, soweit es keine Sondertypen sind sondern derselbe
Kern verwendet wird.
Nimm also irgendein Datenblatt. Bei so kleinen Trafos gilt: Viele
Windungen, hoher ohmscher Widerstand, hohe Induktivität, oher
Unterschied zwischen Leerlaufspannung und Nennspannung, meist
kurzschlussfest.
>Wie viele Windungen sind auf der Primär- und auf der Sekundärseite?>Wieviel Widerstand? Welche Induktivitäten? Die Werte bräuchte ich nur
Solche Infos wirst Du vermutlich kaum in einem DB finden, weil die
normalerweise keinen interessieren. Da hilft nur selber ausmessen.
Im Studium GET hatte ich im Laborversuch mal eine Trafoausmessung, und
eine Kennlinie Zi zu Za zeichnen, bzw. den Strom über U von Ik bis
Leerlauf aufzeichnen, auf einem Blatt als Kurve malen. Das gibt etwas
Aufschluß.
Die Kurve I über U gibt erstaunlicherweise eine Viertelellipse. Das ist
dann wieder für die Mathematik geeignet.
Windungen und Induktivität spielten da bei dem Versuch überhaupt keine
Rolle.
Martin schrieb:> Wie viele Windungen sind auf der Primär- und auf der Sekundärseite?> Wieviel Widerstand? Welche Induktivitäten?
Was soll das werden?
Den Widerstand kannst du selbst messen. Evtl. auch die Induktivität.
Knacke so einen Trafo und wickle die stärkere Sekundärwicklung ab.
Über die Spannung kommst du auf die Primärwindungen.
Aber so einen Trafo kannst du kaum selbst wickeln.
Ich hatte mal so etwas bei BLOCK. Der Primärdraht ist so dünn, den kann
nur ein Automat wickeln. Ein Berühren mit einem Finger hat den
Drahtbruch zur Folge.
Spreche mit den Trafoleuten. Ein Muster kostet ca. 100 EUR.
> Aber so einen Trafo kannst du kaum selbst wickeln.
Würde ich auch nie machen, wenn es mehr als 5 Windungen sind. Das endet
ohne professionelle Maschinen immer in einer Art Knotengeflecht mit viel
Luft dazwischen.
Ich hab das auch nicht von dir erwartet. Wir alten Knacker mit
verschrumpelten, zittrigen Händen schaffen das kaum.
Das können eigentlich nur zarte Frauenhände. Damals in der
Spulenwickelei war das jedenfalls so.
Michael_ schrieb:> Ich hab das auch nicht von dir erwartet. Wir alten Knacker mit> verschrumpelten, zittrigen Händen schaffen das kaum.> Das können eigentlich nur zarte Frauenhände. Damals in der> Spulenwickelei war das jedenfalls so.
Wie denn? Sahst du wirklich noch Spulenwicklereien von Hand?
Eine alte Strick-Oma hat vielleicht noch die Geduld.
Ich stand schon vor 40 Jahren ehrfürchtig vor maschinengewickelten
Kreuzspulen für HF aus alten Empfängern. Sowas wäre von Hand nie
gegangen, und man hatte wohl auch schon vor 50 Jahren Maschinen dafür.
Michael_ schrieb:>> ...zarte Frauenhände. Damals in der> Spulenwickelei war das jedenfalls so.
Zarte Frauenhände? In unserer Wickelei saßen gestandene Weiber, die
einem Laufjungen (mich) täglich einen roten Kopf gemacht haben ;-) Die
johlten noch über ihre Witze, da war ich schon einen Flur weiter ;-)
Zart war da wohl nur iche...
BTT Trafowickler war mal eine zeit lang fast mein 2. Vorname, deshalb
würde ich ohne Not keinen dieser kleinen Mörkel wickeln wollen. Maschine
hätte ich...
Old-Papa
Mir geht es um Fertigprodukte. Für unter 2€ fang ich doch nicht zum
wickeln an...
Hat jemand eine Größenordnung bezüglich Wicklungszahl, Widerstand und
Induktivität der Primär- und Sekundärseite von einem dieser Kleintrafos?
Martin schrieb:> Mir geht es um Fertigprodukte. Für unter 2€ fang ich doch nicht zum> wickeln an...> Hat jemand eine Größenordnung bezüglich Wicklungszahl, Widerstand und> Induktivität der Primär- und Sekundärseite von einem dieser Kleintrafos?
Na dann frag doch beim Hersteller die Daten an.
Wilhelm F. schrieb:> Wie denn? Sahst du wirklich noch Spulenwicklereien von Hand?
Na klar! Was jetzt China ist, war damals die DDR.
Psst! Nicht weitersagen. Fast dreißig Jahre hab ich dort sinnlos von der
Pieke auf an verschiedenen Stellen meine Zeit verplaempert.
http://www.elektrouhren-freaks.de/elektrouhren/firmengeschichten/elfema/index.php
Testfrage, weißt du was eine Fiedermaschine ist?
Old Papa schrieb:> Zarte Frauenhände? In unserer Wickelei saßen gestandene Weiber, die> einem Laufjungen (mich) täglich einen roten Kopf gemacht haben ;-) Die> johlten noch über ihre Witze, da war ich schon einen Flur weiter ;-)> Zart war da wohl nur iche...
Kenne ich. Wohl dem, der nicht in eineem Weiberbetrieb mit der Basis zu
tun hat. Aber es war schön.
Martin schrieb:> Hat jemand eine Größenordnung bezüglich Wicklungszahl, Widerstand und> Induktivität der Primär- und Sekundärseite von einem dieser Kleintrafos?
Hast du nicht gelesen, was ich oben schon geschrieben hab und was du
selbst herauskriegen kannst? Erwartest du, das ich für dich den
Gleichstromwiderstand usw. messe? Der Rest ist sowieso Geheimnis des
Trafoherstellers.
Michael_ schrieb:> Testfrage, weißt du was eine Fiedermaschine ist?
Den Test bestehe ich sicher nicht. Ich suche jetzt auch nicht im
Internet. Aber du wirst es mir bestimmt erklären.
> Michael_ schrieb:>>> Testfrage, weißt du was eine Fiedermaschine ist?
Das ist die Maschine, die die Isolierzwischenlagen an den Seiten mit
"Fransen" ausstattet.
Route_66 schrieb:> Das ist die Maschine, die die Isolierzwischenlagen an den Seiten mit> "Fransen" ausstattet.
Bingo!
Sowas habe ich leider nicht, wenn, dann müssen ein Lineal und das
Cuttermesser herhalten.
Old-Pap
Mal am Rande:
Kann jemand von Euch noch eine Ringkernwickelmaschine gebrauchen?
Es wäre einfach zu schade, sie zu verschrotten...
Und ja, ich kann sogar noch damit umgehen
Jörg