Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ungepulste Miniatur-Lichtschranke


von David S. (tischler)


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Nabend allerseits,

in einem kleinen Röhrchen (Durchmesser 4cm) werden Kugeln hindurch 
gefördert. Diese Kugeln gilt es zu zählen.
Natürlich kommt hier nur eine Lichtschranke in betracht.
Ich dachte an eine relativ simple - IR-LED und Phototransistor, da wir 
ja eine optimale Umgebung haben: Abgedunkelt, geringer Abstand. Noch 
dazu sollen die Bauteile jedoch relativ klein sein, da ich kein riesiges 
Loch in das Röhrchen bohren möchte.

Es müsste doch machbar sein, die IR-LED ungepulst mit "normaler" 
Lichtstärke zu betreiben? (Habt ihr zufälligerweise direkt ein kleines 
Exemplar parat?)
Demnach wäre die Schaltung ebenfalls recht simpel: Vorwiderstand an die 
IR-LED und Senderseite ist fertig.
Empfängerseite: vor dem Phototransisor der Abzweig zum µC - Kugel im 
Rohr, kein Licht am Phototransistor, er sperrt, VCC am µC bzw. HIGH.
Kugel weg, Licht da, öffnet, LOW am µC

Sehe ich irgendetwas falsch? Oder brauche ich doch den riesigen 
Schaltungsaufwand hierfür?

Wäre euch dankbar, falls jemand eine IR-LED und einen passenden 
Phototransistor parat hat.

Grüße, Tischler

von Michael_ (Gast)


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David Schwandt schrieb:
> in einem kleinen Röhrchen (Durchmesser 4cm) werden Kugeln hindurch
> gefördert. Diese Kugeln gilt es zu zählen.

Kleines Röhrchen und 4 cm Kugel? Beim Militär wäre das schon ein 
ordentliches Kaliber.
Aus was sind die Kugeln und das "Röhrchen". Da gäbe es sonst noch 
Alternativen.
Evtl. könnte auch ein Microschalter gehen.

von David S. (tischler)


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Microschalter fällt aus, denke ich zumindest, da die Lebensdauer nicht 
lang genug ist. Er müsste pro Einsatztag ca. 5.000 - 10.000 Betätigungen 
mitmachen... übers Jahr gerechnet sind wir da bei 150.000 - 300.000.
Ich möchte nicht ein, zwei mal im Jahr den Schalter ersetzen.
Außer natürlich, du kennst extrem langlebige - dann spare ich mir 
natürlich viel Aufwand.
Das Röhrchen ist ein einfaches Plastikrohr, die Kugeln sind nicht aus 
Metall sondern einer Art Gummi.

von Michael_ (Gast)


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Nochmal, da kommen in deinem "Plastikröhrchen" bei 24h etwa aller 10sec 
eine Gummikugel in Hühnereigröße langgeballert?
Ein stinknormaler Marquward Schalter macht >1E6 Schaltspiele mit.
Da ist doch eher dein Plasterohr kaputt.
Natürlich geht auch eine Lichtschranke. Bei dem Rohrdurchmesser brauchst 
du aber kein Miniatur. Da kannst du ruhig 5mm Typen nehmen.

von Achim_anymouse (Gast)


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Michael_ schrieb:
> Bei dem Rohrdurchmesser brauchst
> du aber kein Miniatur. Da kannst du ruhig 5mm Typen nehmen.
Sind doch auch noch Miniatur :)

Zum Schalter: Hier sollte man noch den Widerstand aufgrund der 
Schalterbetätigung beachten. Ggf. kommen dann die Kugeln nicht so gut 
oder gar nicht mehr durch.

@Themenersteller
Ließ Dir auch mal den Thread durch:

Beitrag "Möglichst simple IR-Lichtschranke"

Gepulst macht man, weil (glaube ich): (a) Bessere Unterscheidung 
zwischen zufälligen  Streulicht und gewünschtem Signal, und (b) Stärkere 
Leistung der LED im Puls (dazwischen kann die LED dann abkühlen) und 
somit höhere Reichweite.

Bei 4cm könntest Du wohl noch auf eine Optik verzichten, vor allem wenn 
Du sicher bist, dass immer der Strahl unterbrochen wird (also 
Kugeldurchmesser > Rohrinnenradius)

von Photon (Gast)


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Ich habe das vor ein paar Tagen mit einer gnaz ähnlichen Anwendung 
gemacht, da ging es um Legosteine und nicht um Kugeln:

BPW40 mit Spannungsteiler + (fast) beliebige Lichtquelle.

Habe es mit einem laserpointer, einer normalen Taschenlampe (Birne) und 
einer weißen LED probiert. Funktioniert mit allen super, auch bei 
Tageslicht.

Grüße

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