unbekanntes Bauteil, Birnchen

#3330993
Lesenswert?

Hallo,

Ich bin schon wiederholt auf derartige Birnchen gestoßen und kann sie 
nicht einordnen. Es hat offensichtlich etwas mit IR-Empfänger zu tun.
Kann mich jemand aufklären??

Dank und Gruß
Bruno
Angehängte Dateien:
Gast #3331035
Lesenswert?

Bruno M. schrieb:

> Wechselspannung? Wenn ja höhere Spannung?

Wechselspannung -- muss nicht, darf aber (meistens)

Höhere Spannung unbedingt, so ab 60V bis 200V zum Starten. Achtung, 
Strom begrenzen auf wenige mA!

Wenn Du sagt, dass Du sie aus einem "alten Fernseher" hast, könnte es 
sich auch um eine einfache Hochspannungsstabilisierung gehandelt haben, 
wobei das mit der Leuchtschicht etwas komisch wäre.
#3331146
Lesenswert?

Achim_anymouse schrieb:
> Weil "alter Fernseher"; könnte also auch aus den 70ern, frühen 80ern
> stammen, damals waren LEDs noch nicht so weit verbreitet :)

Ich hatte zugegebenermaßen noch nie einen Fernseher aus dieser Zeit 
offen vor mir, allerdings hätte ich erwartet, dass die zwei LEDs auch 
noch im Budget waren, wenn schon in der Fernbedienung eine verbaut ist.
Gast #3331165
Lesenswert?

Die Glimmlämpchen könnten einen Überspannungsschutz dar stellen, ähnlich 
wie heute Varistoren, z.B. am Antenneneingang. Die Elektroden sind auch 
richtig dick kräftig, damit sie nicht gleich von alleine abfallen, wenn 
mal Ampereströme auf treten. Wenn es solche Lämpchen gegen Überspannung 
sind, dann können die niederohmig werden wie ein Varistor. Ein weiteres 
Indiz dazu wäre, wenn es in der Schaltung keinen Vorwiderstand gibt.
#3331170
Lesenswert?

@Achim:

> Höhere Spannung unbedingt, so ab 60V bis 200V zum Starten. Achtung,
> Strom begrenzen auf wenige mA!
>

Voller Erfolg!
 - ein rosa Birnchen 220V, 16mA
 - ein grünes Birnchen 220V, 80mA

Danke für den Tip!

@vn nn:

>Zeig mal die ganze Platine

Lohnt sich nicht. Auf der Platine sind nur noch die dazugehörigen 
Widerstände und das Tastenfeld (analog zur IR-Fernbedienung) mit 
zugehörigem IC.
Gast #3331580
Lesenswert?

DC schrieb:
> Damals gab es auch Ultraschall

... und in einem solchen wurde das US-Empfangssignal mit einem 
Parallelschwingkreis selektiert (ergab über 100Vss Wechselspannung) und 
dann über eine Glimmlampe auf einen Kondensator gegeben, der den Zustand 
der Lautstärke/Helligkeit/Farbsättigung speicherte. Die Glimmlampe ist, 
wenn sie aus ist, ein fast perfekter Isolator.
Aber der TO schreibt ja von einer IR-Fernbedienung.
Gast #3331610
Lesenswert?

In meinem Besitz befindet sich noch ein uralter HiFi-Receiver von Quelle 
Universum, der war gar nicht mal schlecht. Er hatte 8 Sensortasten mit 
jeweils zwei Metallplättchen, mit denen man per Fingerberührung den 
Sender umschalten konnte. Ich glaube, die hatten auch Glimmlämpchen 
gegen ESD. Einer der 8 Kanäle ist in der Hinsicht auch kaputt. Den Plan 
könnte ich allenfalls mal suchen, es war aber ein japanisches IC drin.

In einer industriellen Anwendung als Entwickler hatte ich tatsächlich 
die Glimmlämpchen als Überspannungsschutz drin, sie sind oft verkannt, 
weil sehr wirksam. Ungefähr wie Gasableiter. Ich surfte mal im Internet, 
und fand einen einzigen Hersteller, der bei den Glimmlampen noch 
Parameter wie Helligkeit an gab, stark leuchtend, schwach leuchtend. Für 
den Überspannungsschutz reicht ja schwach leuchtend.
Gast #3331793
Lesenswert?

Wilhelm F. schrieb:
> Er hatte 8 Sensortasten mit
> jeweils zwei Metallplättchen, mit denen man per Fingerberührung den
> Sender umschalten konnte. Ich glaube, die hatten auch Glimmlämpchen
> gegen ESD.

Das kenne ich von TV. In der DDR waren das ungarische Abstimmeinheiten.
Mist nur, wenn eine Fliege darüber lief. Die hat da schön den Kanal 
umgeschaltet.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren