Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik unbekanntes Bauteil, Birnchen


von Bruno M. (brumay)


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Hallo,

Ich bin schon wiederholt auf derartige Birnchen gestoßen und kann sie 
nicht einordnen. Es hat offensichtlich etwas mit IR-Empfänger zu tun.
Kann mich jemand aufklären??

Dank und Gruß
Bruno

von Lampenputzer (Gast)


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Das sind Glimmlämpchen.
Einmal ohne u. einmal mit Leuchtschicht.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Bruno M. schrieb:
> Es hat offensichtlich etwas mit IR-Empfänger zu tun.

Offensichtlich? Wieso offensichtlich?

Das obere sieht so aus wie eine Glimmlampe.

von U. B. (Gast)


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Glimmlämpchen.

von Kevin (Gast)


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Nix IR.

Glimmlampe, Gasentladung, Trigger oder Schutzschaltung

von Kevin (Gast)


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Zeig die ganze Platine.

von Guest (Gast)


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Das scheinen Glimmlampen zu sein. Die weisse Innenbeschichtung dient 
dazu, die Leuchtfarbe zu ändern.

von Lampenputzer (Gast)


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Ich war der Erste.

von Bruno M. (brumay)


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Danke für die Antworten!

Ich war auf IR-Empfänger gekommen, weil die gezeigten auf der 
Schaltplatine eines alten Fernsehers sitzen.
Glimmlämpchen war eigentlich auch meine erste Vermutung, aber es ist mir 
nicht gelungen sie zum Leuchten zu bringen.
Wechselspannung? Wenn ja höhere Spannung?

von Achim (Gast)


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Bruno M. schrieb:

> Wechselspannung? Wenn ja höhere Spannung?

Wechselspannung -- muss nicht, darf aber (meistens)

Höhere Spannung unbedingt, so ab 60V bis 200V zum Starten. Achtung, 
Strom begrenzen auf wenige mA!

Wenn Du sagt, dass Du sie aus einem "alten Fernseher" hast, könnte es 
sich auch um eine einfache Hochspannungsstabilisierung gehandelt haben, 
wobei das mit der Leuchtschicht etwas komisch wäre.

von Vn N. (wefwef_s)


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Zeig mal die ganze Platine. Vielleicht einfach das Lämpchen vorn am 
Fernseher (wobei es fraglich wäre, warum dann keine LED)?

von Achim_anymouse (Gast)


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vn nn schrieb:
> (wobei es fraglich wäre, warum dann keine LED)?

Weil "alter Fernseher"; könnte also auch aus den 70ern, frühen 80ern 
stammen, damals waren LEDs noch nicht so weit verbreitet :)

von Vn N. (wefwef_s)


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Achim_anymouse schrieb:
> Weil "alter Fernseher"; könnte also auch aus den 70ern, frühen 80ern
> stammen, damals waren LEDs noch nicht so weit verbreitet :)

Ich hatte zugegebenermaßen noch nie einen Fernseher aus dieser Zeit 
offen vor mir, allerdings hätte ich erwartet, dass die zwei LEDs auch 
noch im Budget waren, wenn schon in der Fernbedienung eine verbaut ist.

von DC (Gast)


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vn nn schrieb:
> dass die zwei LEDs auch
> noch im Budget waren, wenn schon in der Fernbedienung eine verbaut ist.

Wenn er eine IR-Fernbedienung hatte...
Damals gab es auch Ultraschall und vorher sogar Kabel-Fernbedienung.

von Wilhelm F. (Gast)


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Die Glimmlämpchen könnten einen Überspannungsschutz dar stellen, ähnlich 
wie heute Varistoren, z.B. am Antenneneingang. Die Elektroden sind auch 
richtig dick kräftig, damit sie nicht gleich von alleine abfallen, wenn 
mal Ampereströme auf treten. Wenn es solche Lämpchen gegen Überspannung 
sind, dann können die niederohmig werden wie ein Varistor. Ein weiteres 
Indiz dazu wäre, wenn es in der Schaltung keinen Vorwiderstand gibt.

von Bruno M. (brumay)


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@Achim:

> Höhere Spannung unbedingt, so ab 60V bis 200V zum Starten. Achtung,
> Strom begrenzen auf wenige mA!
>

Voller Erfolg!
 - ein rosa Birnchen 220V, 16mA
 - ein grünes Birnchen 220V, 80mA

Danke für den Tip!

@vn nn:

>Zeig mal die ganze Platine

Lohnt sich nicht. Auf der Platine sind nur noch die dazugehörigen 
Widerstände und das Tastenfeld (analog zur IR-Fernbedienung) mit 
zugehörigem IC.

von Bruno M. (brumay)


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Sorry, muß heißen 0,16mA und 0,8mA

von HildeK (Gast)


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DC schrieb:
> Damals gab es auch Ultraschall

... und in einem solchen wurde das US-Empfangssignal mit einem 
Parallelschwingkreis selektiert (ergab über 100Vss Wechselspannung) und 
dann über eine Glimmlampe auf einen Kondensator gegeben, der den Zustand 
der Lautstärke/Helligkeit/Farbsättigung speicherte. Die Glimmlampe ist, 
wenn sie aus ist, ein fast perfekter Isolator.
Aber der TO schreibt ja von einer IR-Fernbedienung.

von Wilhelm F. (Gast)


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In meinem Besitz befindet sich noch ein uralter HiFi-Receiver von Quelle 
Universum, der war gar nicht mal schlecht. Er hatte 8 Sensortasten mit 
jeweils zwei Metallplättchen, mit denen man per Fingerberührung den 
Sender umschalten konnte. Ich glaube, die hatten auch Glimmlämpchen 
gegen ESD. Einer der 8 Kanäle ist in der Hinsicht auch kaputt. Den Plan 
könnte ich allenfalls mal suchen, es war aber ein japanisches IC drin.

In einer industriellen Anwendung als Entwickler hatte ich tatsächlich 
die Glimmlämpchen als Überspannungsschutz drin, sie sind oft verkannt, 
weil sehr wirksam. Ungefähr wie Gasableiter. Ich surfte mal im Internet, 
und fand einen einzigen Hersteller, der bei den Glimmlampen noch 
Parameter wie Helligkeit an gab, stark leuchtend, schwach leuchtend. Für 
den Überspannungsschutz reicht ja schwach leuchtend.

von Michael_ (Gast)


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Wilhelm F. schrieb:
> Er hatte 8 Sensortasten mit
> jeweils zwei Metallplättchen, mit denen man per Fingerberührung den
> Sender umschalten konnte. Ich glaube, die hatten auch Glimmlämpchen
> gegen ESD.

Das kenne ich von TV. In der DDR waren das ungarische Abstimmeinheiten.
Mist nur, wenn eine Fliege darüber lief. Die hat da schön den Kanal 
umgeschaltet.

von Lothar S. (loeti)


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Die zwei Glimmlämpchen sind für "Standby" das klare und "On" das weiße.

Grüße Löti

von Wilhelm F. (Gast)


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Michael_ schrieb:

> Mist nur, wenn eine Fliege darüber lief. Die hat da schön den Kanal
> umgeschaltet.

Die Umschaltung mit der Fliege sah ich selbst schon. Mein Receiver war 
aber nicht ganz so empfindlich, daß er auf Fliegen reagierte. Man mußte 
schon fester tippen, nicht nur eben leicht berühren.

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