Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Tischmultimeter


von Henk (Gast)


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Moin,
hat irgendjemand Empfehlungen oder Geheimtipps zu brauchbaren 
Tischmultimetern?

Anforderungen habe ich eigentlich gar keine allzu hohen:
Messung bis etwa 600V, beste Auflösung 1mV
Messung bis etwa 10A, beste Auflösung 0,1mA
Messung in TrueRMS
Frequenzmessung nicht notwendig
Kapazitätsmessung nicht notwendig
Spulenmessung nicht notwendig
Preislimit 300 Euro, gern auch geprüfte Gebrauchtware

WICHTIG ist mir jedoch besonders die "Messgeschwindigkeit". Ich habe 
derzeit leider ein Gerät von UNI-T in "Gebrauch". Wenn ich dort die 
Messspitzen kontaktiere "überlegt" sich das Gerät erstmal irgendeine Art 
von Ergebnis um es dann eine geschätzte Sekunde später anzuzeigen. 
Weiterhin hat das gemessene wenig mit der Wirklichkeit zu tun 
(Abweichungen um 200mV sind normal, Werte kleiner 10mA misst es gar 
nicht zuverlässig).

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Henk schrieb:
> Messung bis etwa 10A, beste Auflösung 0,1mA

Das schaffen selbst die meisten guten Tischmultimeter so nicht, die
"gängigen" Agilent-Teile gehen alle nur bis 3 A.  Alle anderen
Forderungen dürften die erfüllen, wobei du natürlich mit deinen
Preisvorstellungen schon einen Glückstreffer irgendwo landen müsstest.

von MT (Gast)


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Welches Modell von Uni-T denn?

von Johannes E. (cpt_nemo)


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Henk schrieb:
> Preislimit 300 Euro, gern auch geprüfte Gebrauchtware

Ein gebrauchtes 34401A bekommt man bei Ebay manchmal schon für ca. 300,- 
Euro oder auch etwas darunter, man muss da etwas Geduld haben.

Allerdings wird das bei diesem Preis nicht "geprüft" bzw. frisch 
kalibriert sein, man muss es so nehmen, wie es ist und ggf. selber mit 
einem genauen Messgerät vergleichen.

Die 34401A sind sehr langzeitstabil, so dass die Genauigkeit 
normalerweise auch viele Jahre ohne Kalibration sehr gut ist, wenn nicht 
gerade ein Defekt vorliegt.

Für Ströme oberhalb 3 A muss man einen externen Shunt-Widerstand 
verwenden, wie z.B. http://www.ebay.de/itm/400514594588. Mit geeignetetn 
Shunts kann man den Strommessbereich annähernd beliebig hoch wählen.

von Thomas J. (tom16)


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> Henk schrieb:
>
> Für Ströme oberhalb 3 A muss man einen externen Shunt-Widerstand
> verwenden, wie z.B. http://www.ebay.de/itm/400514594588. Mit geeignetetn
> Shunts kann man den Strommessbereich annähernd beliebig hoch wählen.

Der Nachfolger des 34401A, das 34461A und seit ein paar Wochen 
lieferbar. Neben einigen gravierenden Weiterentwicklungen wurde auch der 
Strommessbereich auf 10A erweitert.

Wird aber wohl nicht so schnell als Gebrauchtgeraet fuer 300€ 
erhaeltlich sein :-(

von Icke ®. (49636b65)


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Henk schrieb:
> Wenn ich dort die
> Messspitzen kontaktiere "überlegt" sich das Gerät erstmal irgendeine Art
> von Ergebnis um es dann eine geschätzte Sekunde später anzuzeigen.

Wie schnell hättest du es denn gern? Gestern? Für automatische 
Bereichswahl ist das doch kein schlechter Wert. Bedienungsanleitung 
lesen und Meßbereich manuell einstellen, dann gehts schneller.

Henk schrieb:
> Abweichungen um 200mV sind normal

Dann ist dein Gerät defekt oder dekalibriert. So viel Abweichung haben 
nicht mal Baumarktmultimeter für 10€.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Icke ®. schrieb:
>> Abweichungen um 200mV sind normal
>
> Dann ist dein Gerät defekt oder dekalibriert. So viel Abweichung haben
> nicht mal Baumarktmultimeter für 10€.

Hängt vom Messbereich ab.  Bei der Anzeige von 230 V~ darf selbst ein
Agilent 34401A einen Fehler von reichlich 400 mV haben.

Bei der Anzeige von 1 V= sollte dagegen auch das billigste Multimeter
keinen Fehler von 200 mV aufweisen. ;-)

von Henk (Gast)


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Icke ®. schrieb:
> Dann ist dein Gerät defekt oder dekalibriert. So viel Abweichung haben
> nicht mal Baumarktmultimeter für 10€.

Es ist eben auch kein Baumarkt- Multimeter sondern ein UNI-T. ;-)
Kalibrieren bringt mir aber auch wenig bei diesem Verhalten, denn es 
handelt sich eher nicht um 200mV Abweichung vom real sondern mal bis 
+100mV und mal bis -100mV!
Wie das passieren kann ist mir auch ein Rätsel, denn da sind selbst 
Messwerte vom AD- Wandler eines Atmega sehr viel verlässlicher als der 
UNI-T Zufallsgenerator.

Die automatische Wahl des Messbereichs ist bereits deaktiviert bzw wird 
nach jedem einschalten erneut händisch deaktiviert. sehr nervig!

von Icke ®. (49636b65)


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Henk schrieb:
> Kalibrieren bringt mir aber auch wenig bei diesem Verhalten, denn es
> handelt sich eher nicht um 200mV Abweichung vom real sondern mal bis
> +100mV und mal bis -100mV!

Um welches Uni-T und welchen Meßbereich handelt es sich überhaupt?

von Henk (Gast)


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Es handelt es sich um das UT803 und niedrige Messbereiche. Es ist 
defintiv nicht so, dass ich 5V Gleichspannung im Messbereich für 100V 
messe. Ich weiss schon, wie man ein Messgerät bedient...

von Icke ®. (49636b65)


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Henk schrieb:
> Es handelt es sich um das UT803

Spezifiziert ist das UT803 bei DC 6/60/600 mit ±0,3% +2 Digit. Im 
60V-Bereich wäre die Abweichung also normal, im 6V-Bereich dürfte sie um 
die 20mV betragen. Ich arbeite mit dem Nachfolger UT804, das zwar 
ähnlich aussieht, aber intern völlig anders aufgebaut und wesentlich 
genauer spezifiert ist. Ich habe es letzte Woche erst mit verschiedenen 
Referenzspannungsquellen getestet und keine Abweichungen festgestellt, 
die außerhalb der Spec lagen.
Es mag schnellere Geräte geben, aber ich finde das Ansprechverhalten 
selbst im Auto-Bereich nicht als störend langsam. Ich messe allerdings 
nicht im Akkord.

von Jasch (Gast)


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Henk schrieb:
> Icke ®. schrieb:
>> Dann ist dein Gerät defekt oder dekalibriert. So viel Abweichung haben
>> nicht mal Baumarktmultimeter für 10€.
>
> Es ist eben auch kein Baumarkt- Multimeter sondern ein UNI-T. ;-)
> Kalibrieren bringt mir aber auch wenig bei diesem Verhalten, denn es
> handelt sich eher nicht um 200mV Abweichung vom real sondern mal bis
> +100mV und mal bis -100mV!
> Wie das passieren kann ist mir auch ein Rätsel, denn da sind selbst
> Messwerte vom AD- Wandler eines Atmega sehr viel verlässlicher als der
> UNI-T Zufallsgenerator.

Checke mal sorgfältig die Messleitungen die UNI-T mitgeliefert hat - 
wenn Du die benutzt.

Was bei meinem UT61E mitkam sah zwar brauchbar aus, fühlte sich ganz 
brauchbar an - war aber totaler Schrott, im Prinzip 
Wackelkontakt/schwankender Widerstand an der Kontaktierung 
Kabel/Messspitze.

Gab sehr interessantes Verhalten, am einfachsten zu merken war das beim 
Durchgangsprüfer.

Die Leitungen haben dann Bekanntschaft mit einem dicken Seitenschneider 
gemacht ;-)

von mahwe (Gast)


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von Hmm (Gast)


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mahwe (Gast) schrieb:

> http://www.datatec.de/34450A-Multimeter-Echteffekt...
> allerdings 600euronen+staatshilfen


OLED ?

Ob das 20 Jahre durchhält?

von Gregor B. (Gast)


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von Kai (Gast)


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die OLEDs gibt es immer mehr. weiss jemand, ob die mittlerweile 
haltbarer sind? meine teure stereoanlage hat auch welche... hoffe mal 
nicht, das die gleich verblassen.

von Soul E. (Gast)


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Agilent dürfte eine MTBF spezifiziert haben. Daraus kann man auch auf's 
OLED schliessen.

Bei der Stereoanlage könnte spezifizierte Nutzungsdauer bei 25 Monaten 
liegen. Davor schützt heute auch ein hoher Kaufpreis nicht mehr...

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