Moin, hat irgendjemand Empfehlungen oder Geheimtipps zu brauchbaren Tischmultimetern? Anforderungen habe ich eigentlich gar keine allzu hohen: Messung bis etwa 600V, beste Auflösung 1mV Messung bis etwa 10A, beste Auflösung 0,1mA Messung in TrueRMS Frequenzmessung nicht notwendig Kapazitätsmessung nicht notwendig Spulenmessung nicht notwendig Preislimit 300 Euro, gern auch geprüfte Gebrauchtware WICHTIG ist mir jedoch besonders die "Messgeschwindigkeit". Ich habe derzeit leider ein Gerät von UNI-T in "Gebrauch". Wenn ich dort die Messspitzen kontaktiere "überlegt" sich das Gerät erstmal irgendeine Art von Ergebnis um es dann eine geschätzte Sekunde später anzuzeigen. Weiterhin hat das gemessene wenig mit der Wirklichkeit zu tun (Abweichungen um 200mV sind normal, Werte kleiner 10mA misst es gar nicht zuverlässig).
Henk schrieb: > Messung bis etwa 10A, beste Auflösung 0,1mA Das schaffen selbst die meisten guten Tischmultimeter so nicht, die "gängigen" Agilent-Teile gehen alle nur bis 3 A. Alle anderen Forderungen dürften die erfüllen, wobei du natürlich mit deinen Preisvorstellungen schon einen Glückstreffer irgendwo landen müsstest.
Henk schrieb: > Preislimit 300 Euro, gern auch geprüfte Gebrauchtware Ein gebrauchtes 34401A bekommt man bei Ebay manchmal schon für ca. 300,- Euro oder auch etwas darunter, man muss da etwas Geduld haben. Allerdings wird das bei diesem Preis nicht "geprüft" bzw. frisch kalibriert sein, man muss es so nehmen, wie es ist und ggf. selber mit einem genauen Messgerät vergleichen. Die 34401A sind sehr langzeitstabil, so dass die Genauigkeit normalerweise auch viele Jahre ohne Kalibration sehr gut ist, wenn nicht gerade ein Defekt vorliegt. Für Ströme oberhalb 3 A muss man einen externen Shunt-Widerstand verwenden, wie z.B. http://www.ebay.de/itm/400514594588. Mit geeignetetn Shunts kann man den Strommessbereich annähernd beliebig hoch wählen.
> Henk schrieb: > > Für Ströme oberhalb 3 A muss man einen externen Shunt-Widerstand > verwenden, wie z.B. http://www.ebay.de/itm/400514594588. Mit geeignetetn > Shunts kann man den Strommessbereich annähernd beliebig hoch wählen. Der Nachfolger des 34401A, das 34461A und seit ein paar Wochen lieferbar. Neben einigen gravierenden Weiterentwicklungen wurde auch der Strommessbereich auf 10A erweitert. Wird aber wohl nicht so schnell als Gebrauchtgeraet fuer 300€ erhaeltlich sein :-(
Henk schrieb: > Wenn ich dort die > Messspitzen kontaktiere "überlegt" sich das Gerät erstmal irgendeine Art > von Ergebnis um es dann eine geschätzte Sekunde später anzuzeigen. Wie schnell hättest du es denn gern? Gestern? Für automatische Bereichswahl ist das doch kein schlechter Wert. Bedienungsanleitung lesen und Meßbereich manuell einstellen, dann gehts schneller. Henk schrieb: > Abweichungen um 200mV sind normal Dann ist dein Gerät defekt oder dekalibriert. So viel Abweichung haben nicht mal Baumarktmultimeter für 10€.
Icke ®. schrieb: >> Abweichungen um 200mV sind normal > > Dann ist dein Gerät defekt oder dekalibriert. So viel Abweichung haben > nicht mal Baumarktmultimeter für 10€. Hängt vom Messbereich ab. Bei der Anzeige von 230 V~ darf selbst ein Agilent 34401A einen Fehler von reichlich 400 mV haben. Bei der Anzeige von 1 V= sollte dagegen auch das billigste Multimeter keinen Fehler von 200 mV aufweisen. ;-)
Icke ®. schrieb: > Dann ist dein Gerät defekt oder dekalibriert. So viel Abweichung haben > nicht mal Baumarktmultimeter für 10€. Es ist eben auch kein Baumarkt- Multimeter sondern ein UNI-T. ;-) Kalibrieren bringt mir aber auch wenig bei diesem Verhalten, denn es handelt sich eher nicht um 200mV Abweichung vom real sondern mal bis +100mV und mal bis -100mV! Wie das passieren kann ist mir auch ein Rätsel, denn da sind selbst Messwerte vom AD- Wandler eines Atmega sehr viel verlässlicher als der UNI-T Zufallsgenerator. Die automatische Wahl des Messbereichs ist bereits deaktiviert bzw wird nach jedem einschalten erneut händisch deaktiviert. sehr nervig!
Henk schrieb: > Kalibrieren bringt mir aber auch wenig bei diesem Verhalten, denn es > handelt sich eher nicht um 200mV Abweichung vom real sondern mal bis > +100mV und mal bis -100mV! Um welches Uni-T und welchen Meßbereich handelt es sich überhaupt?
Es handelt es sich um das UT803 und niedrige Messbereiche. Es ist defintiv nicht so, dass ich 5V Gleichspannung im Messbereich für 100V messe. Ich weiss schon, wie man ein Messgerät bedient...
Henk schrieb: > Es handelt es sich um das UT803 Spezifiziert ist das UT803 bei DC 6/60/600 mit ±0,3% +2 Digit. Im 60V-Bereich wäre die Abweichung also normal, im 6V-Bereich dürfte sie um die 20mV betragen. Ich arbeite mit dem Nachfolger UT804, das zwar ähnlich aussieht, aber intern völlig anders aufgebaut und wesentlich genauer spezifiert ist. Ich habe es letzte Woche erst mit verschiedenen Referenzspannungsquellen getestet und keine Abweichungen festgestellt, die außerhalb der Spec lagen. Es mag schnellere Geräte geben, aber ich finde das Ansprechverhalten selbst im Auto-Bereich nicht als störend langsam. Ich messe allerdings nicht im Akkord.
Henk schrieb: > Icke ®. schrieb: >> Dann ist dein Gerät defekt oder dekalibriert. So viel Abweichung haben >> nicht mal Baumarktmultimeter für 10€. > > Es ist eben auch kein Baumarkt- Multimeter sondern ein UNI-T. ;-) > Kalibrieren bringt mir aber auch wenig bei diesem Verhalten, denn es > handelt sich eher nicht um 200mV Abweichung vom real sondern mal bis > +100mV und mal bis -100mV! > Wie das passieren kann ist mir auch ein Rätsel, denn da sind selbst > Messwerte vom AD- Wandler eines Atmega sehr viel verlässlicher als der > UNI-T Zufallsgenerator. Checke mal sorgfältig die Messleitungen die UNI-T mitgeliefert hat - wenn Du die benutzt. Was bei meinem UT61E mitkam sah zwar brauchbar aus, fühlte sich ganz brauchbar an - war aber totaler Schrott, im Prinzip Wackelkontakt/schwankender Widerstand an der Kontaktierung Kabel/Messspitze. Gab sehr interessantes Verhalten, am einfachsten zu merken war das beim Durchgangsprüfer. Die Leitungen haben dann Bekanntschaft mit einem dicken Seitenschneider gemacht ;-)
mahwe (Gast) schrieb: > http://www.datatec.de/34450A-Multimeter-Echteffekt... > allerdings 600euronen+staatshilfen OLED ? Ob das 20 Jahre durchhält?
die OLEDs gibt es immer mehr. weiss jemand, ob die mittlerweile haltbarer sind? meine teure stereoanlage hat auch welche... hoffe mal nicht, das die gleich verblassen.
Agilent dürfte eine MTBF spezifiziert haben. Daraus kann man auch auf's OLED schliessen. Bei der Stereoanlage könnte spezifizierte Nutzungsdauer bei 25 Monaten liegen. Davor schützt heute auch ein hoher Kaufpreis nicht mehr...
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