Hallo Mikrocontroller-Board, aktuell schreibe ich an meiner Masterarbeit. Gegenstand der Masterarbeit ist die Spezifikation und prototypische Entwicklung eines Messgerätes, welches Einsatz in autonomen Fertigungsanlagen u.A. in der Automobilbranche finden soll. Die kommunikation zwischen unterschiedlichen Komponenten würde ich gerne durch eine optische Datenstrecke realisieren, da ich so unter Umständen von vornherein Probleme mit (elektro)mangetischen Wechselfeldern in Nähe der Übetragungsleitungen vermeiden kann. In der notwendigen schriftlichen Diskussion der Pro- und Kontrapunkte der verschiedenen möglichen Lösungen (Kupfercoax, KupferTP, LWL, ..) würde ich mich ganz gerne auf ein paar wissenschaftlich Fundierte Studien zum Thema EMV berufen. Meine Suche auf IEEE Xplore hat bisher lediglich sehr spezifische Paper aus Luft- oder Raumfahrt und der Automobilbranche zutage gefördert, die sich nur schwerlich zu allgemeineren Aussagen generalisieren lassen. :) Ist euch da zufällig das ein oder andere Paper bekannt, das sich mit dem Thema im Kontext unterschiedlicher Übertragungmedien beschäftigt? Viele Grüße und danke für's Lesen Jakob
Das gute daran,ist, dass man sich niht auf Fachartikel berufen muss. Denn solche Felder lassen sich leicht rechnen. Das Magnetfeld eines Leiters laesst sich mit Biot-Savart genau rechnen. Wie man Felder schirmt, und wie man Stoereinfluesse wegmacht ist bekannt und nicht allzu schwierig. Das Thema EMV geht viel eher darum, wie macht man's billigst und trotzdem Zuverlaessig. Consumergeraete sind ueblicherweise im Plastikgehaeuse. Also wie mache ich in Click und Schnapp billigst Gehaeuse, das trotzdem genuegend schirmt. Und darueber publiziert man keine Papers, das sind Herstellergeheimnisse. Das wuerd ich auch nicht verschenken, auch nicht patentieren.
Jakob Holderbaum schrieb: > Die kommunikation zwischen unterschiedlichen Komponenten würde ich gerne > durch eine optische Datenstrecke realisieren, da ich so unter Umständen 1.Da spart einige EMV-Probleme, könnte aber bei viel Schmutz noch "interessant" werden. 2.Strom brauchen die meisten Geräte trotzdem? 3.Fragen kostet nix http://www.sachsenkabel.de/lwl_singlemode_multimode.html
@Troll: Interessanter Aspekt, da habe ich so tatsächlich noch garnicht drüber nachgedacht! :) Ich werde mal schauen, evtl bringe ich tatsächlich ein paar exemplarische Rechnungen in die Thesis ein, guter Tipp. @oszi40: Was genau meinst Du mit "interessant bei viel Schmutz"? :) Eine Stromversorgung ist ebenfalls erforderlich, ja. Siehst Du da weitere Probleme? Mit entsprechenden Entstörungsfiltern im Leistungszulauf sehe ich das nicht so kritisch. Der Tipp bei Sachsenkabel nachzufragen ist auch nicht schlecht, werde jetzt mal ein kleines Schreiben aufsetzen. Wen es interessiert, ich habe nach entsprechender Recherche ein ganz interessantes Paper zu dem Thema gefunden: https://ieeexplore.ieee.org/xpl/articleDetails.jsp?arnumber=467494&contentType=Standards Vielen Dank für eure Beiträge, das hat mir geholfen! :)
>>"interessant bei viel Schmutz"?
In Maschinenhallen sind Spannungprobleme und Schmutz durchaus möglich.
Falls Du schon mal selbst GF gemessen hast, dann weißt Du bestimmt auch,
daß die Grenzflächen der jeweiligen Stecker "hygienisch" sauber sein
sollten?
Ach, es geht um Schmutz im Sinne von Dreck! :D Recht hast Du, ein Faktor den ich definitv berücksichtigen sollte. Auch hier würden ja LWL punkten, da die Steckverbindungen ohne metallischen Kontakt auskommen (punkten, solange die optischen Endpunkte sauber bleiben - versteht sich).
Jakob Holderbaum schrieb: > Eine Stromversorgung ist ebenfalls erforderlich, ja. Siehst Du da > weitere Probleme? Mit entsprechenden Entstörungsfiltern im > Leistungszulauf sehe ich das nicht so kritisch. Hallo Jakob, EMV ist ein komplexes Thema. Da geht es nicht nur um leitungsgebundene Störeinstrahlung 61000-4-6 (ichd enke auf die schielst Du). Sondern: Feldgebundene Einstrahlung 61000-4-3 Emissionen 61000-..... ESD Surge, Burst Und Deine Netzeleitung? Muss die nicht in der EMV berücksichtigt werden? Was ist mit ESD auf den Geräten, ... Für Deine Anwednung gibt es sicher eine Norm, notfalls die MRL. Da stehen Deine ganzen EMV Anforderungen drinnen. rgds
Ich sehe ein kleines Denkproblem: Du definierst die Lösung ohne vollständige Anforderungen. Korrekt währe: Die Schnittstelle muss aus den und den Gründen folgenden Spezifikationen genügen.... (Datenrate, Latenz, Normen hinsichtlich Sicherheit, EMV usw.) Folgende Schnittstellen stehen zur Verfügung. Mit Hilfe der Nutzwertanalyse wird folgende Schnittstelle als für diese Anwendung optimal vorgeschlagen... Und in die Nutzwertanalyse gehören dann technische, wirtschaftliche usw. Begründungen und Verweise. macht leider Arbeit Hauspapa
@6A66: Ich gebe Dir Recht, die Komplexität des riesigen Themas EMV ist wirklich erschlagend. Meine Erfahrungen liegen auch tatsächlich nicht direkt in diesem Themengebiet. Ich bin recht fit im Entwurf von Software und Hardware, auch die Kombination aus beidem, habe jedoch in meinem bisherigen beruflichen, privaten und universitären Umfeld wenig mit dem Thema EMS/ESD direkt zutun gehabt. Danke für die Hinweise bzgl IEC, 61000-4-3 klingt ziemlich genau nach den Anforderungen, die ich erfüllen möchte. Könntest Du mir noch kurz sagen, für was MRL steht? Sicherlich ist die Spannungsversorgung ein Punkt, der in der Gesamtbetrachtung der EMV-Parameter eine Rolle spielt. Hast Du Leseempfehlungen bzgl. dieses speziellen Themas? @Hauspapa: Im Grunde hast Du Recht. Es würde durchaus Sinn machen, die Anforderungen noch weiter in Betracht zu ziehen. Also zusätzlich zu dem schwammigen Term "Störfreiheit" weitere Faktoren in die Begründung einzubeziehen. Ich denke, dass ich diese Themen tatsächlich vor der Diskussion bzgl. der Leitungsgestaltung aufgreifen werde, um differenzierter argumentieren zu können. Das "leider" können wir ruhig streichen. Wenn es keine Arbeit machen würde, wäre es den Abschluss ja auch nicht wert ;) Danke euch für die ganzen Hinweise! :)
Jakob Holderbaum schrieb: > für was MRL steht? MaschinenRichtLinie http://www.maschinenrichtlinie.de/home/ Jakob Holderbaum schrieb: > Danke für die Hinweise bzgl IEC, 61000-4-3 klingt ziemlich genau nach > den Anforderungen, die ich erfüllen möchte. Bei der EMV geht es nicht um "möchte" sondern um "muss". Für jedes Gerät gibt es eine Norm die angewendet werden soll/muss. Diese Norm spezifiziert auch die ANFORDERUNGEN an die EMV. Und da ist IMMER mehr drinnen als die 61000-4-6 sondern meist auch die von mir oben zitierten anderen Bestandteile. rgds
Jakob Holderbaum schrieb: > Meine Erfahrungen liegen auch tatsächlich nicht direkt in > diesem Themengebiet. Ich bin recht fit im Entwurf von Software und > Hardware, Tja, das kann sich im rauhen Umfeld des Marktes draußen schnell ändern :) rgds
>Meine Erfahrungen liegen auch tatsächlich nicht direkt
Der Pessimist ist ein Optimist, der Erfahrungen gesammelt hat.
Jakob Holderbaum schrieb: > Die kommunikation zwischen unterschiedlichen Komponenten würde ich gerne > durch eine optische Datenstrecke realisieren, da ich so unter Umständen > von vornherein Probleme mit (elektro)mangetischen Wechselfeldern in Nähe > der Übetragungsleitungen vermeiden kann. Das ist ein Trugschluss. Die optischen Empfänger enthalten eine empfindliche Analogstufe, die sich durchaus auch stören lässt. Optische Übertragung ist eigentlich nur dann wirklich sicher, wenn nur die Strecke störanfällig ist und die Sender/Empfänger "sauber".
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