Hallo zusammen, ich erarbeite mir gerade ein paar Grundlagen von Operationsverstärkern. Dazu habe ich mir ein paar Neztteilschaltungen angeschaut (FS '73 etc.). In der Originalschaltung und in allen Abwandlungen hier im Forum ist hinter dem Op Amp immer eine Diode mit Kathode in Richtung Op Amp. Bei mir funktioniert das nicht!! Vermutlich habe ich einfach nur ein +/- vertauscht oder nicht verstanden... Kann mir bitte jemand sagen, wie ich das richtig mache? Vielen Dank & schönen Abend, Matthias
Matthias Quade schrieb: > In der Originalschaltung und in allen Abwandlungen hier im Forum ist > hinter dem Op Amp immer eine Diode mit Kathode in Richtung Op Amp. Bei > mir funktioniert das nicht!! Kein Wunder, denn du hast den entscheidenden Widerstand/die Stromquelle weggelassen, der/die die Darlingtonschaltung Q1/Q2 mit Basisstrom versorgt. Die Diode bildet mit der anderen Diode am Stromregler eine Oder-Schaltung, der Strom wird entweder vom Spannungsregler oder vom Stromregler abgeleitet und damit die Endstufe abgeregelt.
Hallo Arno, danke für deine Antwort. Ich glaube, ich habe es falsch verstanden, denn leider funktioniert es immer noch nicht :-( Hast du noch einen Hinweis für mich? VG M
Hi, So kann R6 ja keinen Basisstrom fließen lassen und damit können Q1 und Q2 auch keinen Strom durchlassen, damit R6 einen Basisstrom fließen lassen könnte. Lege R6 mal vom gemeinsamen Kollektor Q1 und Q2 [ +15V] zur Basis von Q1. Der OP wird dann, wenn die Ausgangsspannung > U_Set wird, einen Teil des von R6 zur verfügung gestellten Basisstromes abziehen und die Ausgangsspannung wird sinken. Wenn die Ausgangsspannung < U_Set wird zieht der OP keinen Basisstrom ab und die Transistoren lassen mehr Strom fließen, was die Ausgangsspannung erhöht. Gruß : Marco
Matthias Quade schrieb: > In der Originalschaltung und in allen Abwandlungen hier im Forum ist > hinter dem Op Amp immer eine Diode mit Kathode in Richtung Op Amp. Ist bei diesen Schaltungen auch eine Strombegrenzung drin? Falls Ja, dann ist diese Diode hier ein Überbleibsel des "Oring-Netzwerks" (zu deutsch "Veroderungsnetzwerk"). Marco L. schrieb: > Lege R6 mal vom gemeinsamen Kollektor Q1 und Q2 [ +15V] zur Basis von > Q1. Und mach den R5 mal raus, oder wenigstens wesentlich hochohmiger...
> Und mach den R5 mal raus, oder wenigstens wesentlich hochohmiger...
Das mit dem R5 ist schon in Ordnung, auch der Wert. Durch diesen
Widerstand fließen max. 7...8mA und der dient dazu, die Basisladung von
Q2 schneller abzubauen und den schnell wieder sperren zu können.
Dreh die Diode herum. Aber wofür soll sie gut sein? Es braucht da gar keine.
Flow schrieb: > Dreh die Diode herum. Nein. > Aber wofür soll sie gut sein? Eröffnungspost lesen und: Beitrag "Re: Diode hinter Operationsverstärker: Wie geht das?!" > Es braucht da gar keine. Doch.
Für das was du im Moment machen willst brauchst Du an dieser Stelle bestimmt keine Diode, das ist völliger Quatsch! Wenn Du dir andere Schaltungen anschaust musst Du diese schon verstehen bevor Du teile davon selbst einsetzt... Das was du sicherlich gesehen hast ist eine Möglichkeit eine Spannungs- sowie Stromregelung zu implementieren - die Dioden 'verordern' die beiden Steuersignale. Das eine kommt von der Spannungsmessung und Schwellwertkontrolle, das andere von der Strommessung und dessen Schwellwertkontrolle - beide müssen die Ausgangsspannung mindern können. Das niedrigere der beiden Signale an den Kathoden der Dioden bestimmt das Potential des Signals an den zusammengeschalteten Anoden, welches per Pullup nach oben gezogen wird. Hier ist das in einer typischen solchen Schaltung zu sehen: http://linuxfocus.berlios.de/common/images/article251/schematic.gif
Hallo, Tiptop! Es funktioniert so :-) Vielen Dank auch an Marko für seine Erklärung, das habe ich verstanden! In der Tat gibt es eine Strombegrenzungsschaltung, die habe ich aber erstmal rausgelassen und wollte die Funktion eins nach dem Andern verstehen. Daher ist das Kommentar von Sascha sicherlich berechtigt. Der OpAmp ohne die Diode (und ohne den Widerstand (!))ist mir von der Funktion her klar. Da er dabei aber immer als Stromquelle dient, habe ich mich gefragt, wie denn die Diode da überhaupt funktionieren kann! Ähnlich wie Flow gerade argumentiert. Aber da sie nunmal in allen Schaltungen (die auch den Strom regeln) drin ist, habe ich mir gedacht, dass es ja irgendwie funktionieren muss. Da mit dem Basiswiderstand ja eine ganz andere Regelung notwendig ist (Strom aufnehmen), macht dann auch die Diode wieder Sinn! Ich bedanke mich für diese Erkenntnis. VG, M
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