Für eine 1,5-V betriebene Melde-LED suche ich eine Möglichkeit diese
elektronisch zu schalten.
Das LED-Modul wird per Impuls aktiviert und soll dann dauerhaft
leuchten. Das Rücksetzen passiert über einen Taster. Da die Spannung auf
ca. 1 V fallen kann, sind mir keine Bauteile bekannt, die bis 1 V
herunter arbeiten.
Ein Schaltregler fällt aus Kostengründen weg, es soll so einfach/günstig
wie möglich aufgebaut werden. Hat jemand eine Idee?
> Hat jemand eine Idee?
Erst mal eine LED finden, die bei 1.5V noch funktioniert.
Bis du die gefunden hast, kannst du 2 oder 3 Batterien in Reihe
benutzen.
Genau, der Einschaltimpuls kommt über einen mechanischen Kontakt und
wird auch aus der 1-V-Versorgung gespeist. Es ist also zuerst eine
Selbsthaltung nötig.
Nach einer gewissen Zeit soll diese Leuchtmeldung per SMD-Taster wieder
abgeschaltet werden.
Aus Platzgründen bekomme ich nur eine 1,5-V-Zelle in das Gehäuse.
> Aus Platzgründen bekomme ich nur eine 1,5-V-Zelle in das Gehäuse.
Ausrede. 3V Lithium sind nicht grösser.
> Das LED-Modul enthält bereits eine Ladungspumpe
Na dann benutze doch deren Spannung.
Naja, dann könnte man es mit einem RS-FlipFlop versuchen, das diskret
aufgebaut wird. Allerdings fällt da wider einiges an Spannung am
Transistor ab, was im Endeffekt dann dem Modul eventuell fehlt.
> Die TinyLogic ULP Serie von Fairchild funktioniert auch noch mit 0,9V
Das ist schonmal ein guter Tipp in die richtige Richtung. Leider treibt
der Logikausgang die 20 mA nur bei 3 V. Bei 0.9 V sind es nur noch unter
1 mA. Es wird also noch ein Halbleiter benötigt, der die rund 20 mA des
LED-Moduls schalten kann.
> Es gibt Relais mit 2 Spulen und 1.5 Volt.
Das Relais nimmt alleine 130 mA auf. Das ist nicht wirklich effizient.
Und bei weniger als 1.5 V arbeitet es auch nicht mehr.
> > Aus Platzgründen bekomme ich nur eine 1,5-V-Zelle in das Gehäuse.> Ausrede. 3V Lithium sind nicht grösser.
Es gibt 3-V-Lithium-Zellen im AA-Gehäuse. Aber das treibt den Preis
ziemlich in die Höhe. Das werde ich nur als letzte Möglichkeit nehmen.
>Das Relais nimmt alleine 130 mA auf. Das ist nicht wirklich effizient.
Es ist ein "latching" Typ. Der braucht nur Energie zum Umschalten. Dann
hält er in der (neuen) Stellung energielos.
>Und bei weniger als 1.5 V arbeitet es auch nicht mehr.
Nein, die 1.5 sind "garantierte" Spannungen.
I.d.R. haben Relais (insb. bei Raumtemperaturen) erheblich geringere
Spannungen mit der sie zurechtkommen. Muss man ausprobieren. Nicht ganz
sauber, aber für Bastelzwecke geht das.
Deine Spannung " 1 Volt " ist sowieso komisch.
Üblicherweise haben Batterien bzw. Akku entweder 1,5 oder 1,2 Volt.
Gruss
> Deine Spannung " 1 Volt " ist sowieso komisch.> Üblicherweise haben Batterien bzw. Akku entweder 1,5 oder 1,2 Volt.
Üblicherweise werden Batterien und Akus aber auch leerer und dabei sinkt
die Spannung, es wird zwar eigentlich die Kapazität bis zur Entladung
auf 0.9V spezifiziert, aber 1V ist nicht weit davon weg.
Es iust klaug, eine Schaltung auch so auszuelegen, daß sie nicht nur mit
vollen Batterien/Akkus klar kommt, sondern auch mit leerer werdenden.
Ja, die Schaltung soll die Batterie möglichst weit leer ziehen können.
Und der LED-Treiber arbeitet bis auf 1 V herunter. Sonst ist es üblich,
wie ich gerade recherchiert habe, für diesen Bereich 0.9 V Bauteile zu
verwenden.
Den Ausgang der Ladungspumpe kann ich nicht nutzen, da er eine
Stromquelle für die LED enthält.
Ich werden jetzt folgendes Testen:
FlipFlop Tinylogic ULP-A 0.9 V von Freescale
N-Mosfet RYU002N05 0.9 V von Rohm
Danke, das ist die perfekte Lösung. Der 555 basiert ja auf einem RS-FF
und ist zu günstigen Preisen verfügbar.
Auf die Idee bin ich nicht gekommen, dass es den alten 555 auch als 0.9
V "Low Voltage" gibt.
Lösung ist ja jetzt schon fertig, aber nur noch mal als Gedanke (auch
wenn Du Schaltregler als zu teuer empfindest):
MCP1640 Step-Up Converter, kostet bei 1..25 Stück 57 US Cent bei
buy.microchip.com
Der arbeitet runter bis 0.65V, bei Betrieb sogar bis 0.35V
Den EN Eingang könnte man entsprechend verschalten, d.h. mit dem Ausgang
verknüpfen und Du bräuchtest nur die LEDs ohne Konvertermodul. Als
SOT-23 superklein aufbaubar.
Wie gesagt, nur als Tip.
Funkenschlosser schrieb:> Danke, das ist die perfekte Lösung. Der 555 basiert ja auf einem RS-FF> und ist zu günstigen Preisen verfügbar.
Auch der ZSCT1555? Die üblichen Verdächtigen scheinen ihn ja schonmal
nicht zu haben. Ansonsten ist das trivial mit zwei Transistoren (1x npn,
1x pnp) und zwei Widerständen zu lösen. Sättigungsspannung ist kein
Argument. Die hat ein 555 an seinem Ausgang auch.
XL
@XL: ist jetzt zwar fast schon off-topic, aber das mit den 2
Transistoren und Widerständen würde mich in DIESEM Zusammenhang
interessieren. Würde es Dir etwas ausmachen, das mal zu posten? Vor
lauter Prozessoren sind die Grundschaltungen doch immer mal wieder
erwähnenswert.
Das ist nach meinem Verständnis nicht das, was hier benötigt wird.
Astabiler Multivibrator ist natürlich bekannt. Darum schrieb ich ja in
DIESEM Zusammenhang.
> Den Ausgang der Ladungspumpe kann ich nicht nutzen, da er eine> Stromquelle für die LED enthält.
Das ist doch kein Hindernis. Denn die Spannung an der LED ist deutlich
größer, als die Spannung, die der Transistor an seiner Basis braucht.
Auch die Stromaufnahme des Transistors sollte kein problem darstellen,
da sie ja viel geringer ist, als die Stromaufnahme einer LED.
Harald schrieb:> @XL: ist jetzt zwar fast schon off-topic, aber das mit den 2> Transistoren und Widerständen würde mich in DIESEM Zusammenhang> interessieren. Würde es Dir etwas ausmachen, das mal zu posten? Vor> lauter Prozessoren sind die Grundschaltungen doch immer mal wieder> erwähnenswert.
Na so. Ist ein Flipflop aka bistabiler Multivibrator, nur daß hier im
Gegensatz zur klassischen Schaltung nicht immer nur einer der beiden
Transistoren an ist, sondern entweder beide an oder beide aus.
Wenn man mag kann man die Last auch am Kollektor des pnp (gegen - der
Batterie) anschließen. Und die "An" und "Aus" Taster kann man auch am
jeweils anderen Transistor anbringen.
Die Basiswiderstände so dimensionieren daß genug Basisstrom fließt. Für
den einen Transistor hängt das offensichtlich von der Last ab, der
zweite muß nur den Basisstrom des ersten liefern können. Die
Transistoren sollten low-sat Typen sein wenn man bis 0.9V kommen will.
Eventuell (bei höheren Spannungen, großem Temperaturbereich oder sonst
höheren Leckströmen) braucht man bei einem oder beiden Transistoren noch
einen Widerstand zwischen Basis und Emitter, damit die Schaltung auch
sicher "aus" bleibt.
XL