Ich bräuchte gerade mal ein Bolzenschweißgerät mit Spitzenzündung um 5mm Alu-bolzen an 3mm Blech zu schweißen. Neu kostet das 2000- 2500,€ In der Bucht gibt es die Teile für ein Viertel gebraucht. Die sind dann aber 10- 25 Jahre alt. http://www.ebay.de/itm/Soyer-BMS-800-90-Schweisgerat-Bolzenschweisgerat-Bolzenschweisanlage-/231060979916?pt=Schwei%C3%9F_L%C3%B6ttechnik&hash=item35cc4ec0cc Nun frage ich mich: Sind das Elkos?, wie teuer käme Ersatz? Hat hier jemand so ein Teil schon mal aufgemacht? Grüße Bernd
Etwas präziser: Das sollten handelsübliche Kondensatoren sein? Wenn man schon tauscht dann alle. In welcher Preisklasse ist man bei den 90 000 uf ? Grüße Bernd
Hallo Bernd, mein Punktschweisser hat 320.000uF bei 30Volt, aber mit älteren Monsterelkos. Heute würde ich welche mit 10.000uF und 100 Volt nehmen. Höhere Spannungen sind auch handelsüblich, doch bei 10.000uF habe ich die noch nicht gefunden. (habe aber auch nicht besonders gesucht) Ich würde erstmal sehen ob die Kiste noch genug Power bringt, Elkos ersetzen kann man immernoch. Low-ESR-Typen wären optimal, sind aber auch teurer. Old-Papa
Naja, das könnte z.B. eine Batterie aus 9 mal 10000µF 200V sein. Bei den üblichen Versandhändlern sind diese Töpfe kaum zu kriegen und bei digikey, RS oder Farnell werden pro Stück ab 60 Euro aufwärts verlangt.
Na das hilft mir doch. Wenn im schlimmsten Fall die Kondensatoren getauscht werden müssen, liege ich immer noch deutlich unter dem Neupreis. Ich brauche so ein Gerät 3 Tage im Jahr. Da könnte ein Gebrauchtgerät schon ausreichen. Grüße Bernd
Grundsätzlich sind zumindest die neuen Geräte von Soyer meiner Erfahrung nach mit die besten auf dem Markt. Das liegt einerseits an dem robusten Aufbau, andererseits vor allem an den Pistolen. Da gibt es erhebliche Unterschiede und für uns war das das ausschlaggebende Argument für ein Soyer. Federspannung etc. müssen dabei absolut exakt und reproduzierbar sein, wenn der Bolzen später auch halten soll. Also bei Gebrauchtgeräten darauf achten, dass das Ding in ordnung und nicht ausgelutscht ist. Eine neue Pistole liegt gerne mal bei einigen hundert Euro! Auch für unsere Bolzen gilt (nach vielen Tests mit anderen "günstigen"): nur noch Soyer! Ich hab vor drei Jahren für ein Messegerät um die 1500 Euro bezahlt. Das ist bisher jeden Cent wert gewesen. Zur Haltbarkeit der Kondensatoren kann ich noch nicht viel sagen, aber ich kenne zumindest drei metallverarbeitende Betriebe, bei denen Soyer-Geräte schon über 15 Jahre im Dauereinsatz sind. Die Dinger funktionieren einfach :-)
Gut, da bleibe ich dran. In meiner kleinen Schlosserei habe ich viele Antiquitäten, die noch perfekt funktionieren. ( Etwas Pflege muss sein ) Das älteste Teil ist wohl mein Amboss ( 300 kg !, Bj. 1880 ), da braucht es wohl auch mehrere Arbeitsleben, um den spürbar abzunutzen. Meine große Drehbank ( Voest ) aus den frühen Sechzigern ist wohl auch unkapputbar, selbst die Steuerung (Sprecher & Schuh, Schweiz) ist robust bis zum Abwinken. Die alten ( bis zu 30 Jahren) Schweißgeräte zicken manchmal, aber da reicht meist ein kritischer Blick auf die Platine. Eine Diode, ein Elko und schon geht das wieder. Das Geld, dass ich da einspare, wird in gutes Essen investiert. (Und in eine gute Bezahlung der Mitarbeiter ) Grüße Bernd
Bernd Funk schrieb: > Das älteste Teil ist wohl mein Amboss ( 300 kg !, Bj. 1880 ), da > braucht es wohl auch mehrere Arbeitsleben, um den spürbar > abzunutzen. Die Teile nutzen leider nicht einfach immer nur ab, sondern können sich auch ganz plötzlich verabschieden. Mein Vater hatte mal einen, gebraucht, aber keine 300kg. Vielleicht die Hälfte. Auch von irgendwas Anno Tobak. Eines Tages bildete sich ungefähr von der Mitte der Oberseite aus ein senkrechter Riß. Dann macht er auch nicht mehr lange. Vollständig auseinander brach er aber nicht. Das Teil flog dann auf den Eisenschrott, denn reparieren, schweißen, kann man absolut vergessen. Man dürfte es auch schon am Klang hören, wenn sich ein Riß bildet, den man aber noch nicht sieht. Ein Bolzenschweißgerät sah ich erstmals dieses Jahr bei mir in der Wohnung im Einsatz. Die Heizkostenabrechnungsfirma montierte modernere Wärmezähler. Dazu mußte ein neuer Befestigungsbolzen für den Wärmezähler an den Heizkörper geschweißt werden. Zuverlässig wird das wohl sein müssen, denn die wollen bestimmt keinen Nachbesserer mehr los schicken.
Bernd Funk schrieb: > (Und in eine gute Bezahlung der Mitarbeiter ) > > Grüße Bernd Schön, es gibt doch noch einen Arbeitgeber der es versteht seine Mitarbeiter Wert zu schätzen und nicht nur zu Knechten!
Jörg Esser schrieb: > Bernd Funk schrieb: > > >> (Und in eine gute Bezahlung der Mitarbeiter ) >> >> Grüße Bernd > > Schön, es gibt doch noch einen Arbeitgeber der es versteht seine > Mitarbeiter Wert zu schätzen und nicht nur zu Knechten! Auf jeden Fall! Das kann mal ganz schlagartig kippen, wenn die Lage mal nicht mehr gut ist. Ich erlebte das schon, eine spätere Marktsättigung nach einer innovativen Idee. Ein Firmengründer hatte ein Spezialprodukt, was fünf Jahre gut geht, er auch laufend Personal einstellt, und dann geht auf einmal nichts mehr. Aber das wollen wir dem Bernd nicht wünschen, er zeigt ja hier auch mal tolle Projekte und Ausschnitte seiner Arbeit, und hat hier und da mal was neues. Vielleicht ist er damit auf dem richtigen Weg, um gut am Markt zu bestehen.
Wilhelm F. schrieb: > Jörg Esser schrieb: > >> Bernd Funk schrieb: >> >> >>> (Und in eine gute Bezahlung der Mitarbeiter ) >>> >>> Grüße Bernd >> >> Schön, es gibt doch noch einen Arbeitgeber der es versteht seine >> Mitarbeiter Wert zu schätzen und nicht nur zu Knechten! > > Auf jeden Fall! > > Das kann mal ganz schlagartig kippen, wenn die Lage mal nicht mehr gut > ist. Ich erlebte das schon, eine spätere Marktsättigung nach einer > innovativen Idee. Ein Firmengründer hatte ein Spezialprodukt, was fünf > Jahre gut geht, er auch laufend Personal einstellt, und dann geht auf > einmal nichts mehr. > > Aber das wollen wir dem Bernd nicht wünschen, er zeigt ja hier auch mal > tolle Projekte und Ausschnitte seiner Arbeit, und hat hier und da mal > was neues. Vielleicht ist er damit auf dem richtigen Weg, um gut am > Markt zu bestehen. Ich mache meinen Krempel seit 35 Jahren. Immer an der Grenze zum Machbaren. Meine Mitarbeiter sind seit Jahrzehnten voll dabei, und bringen Leistung. Das muss honoriert werden. Und wir sind Pfälzer: Motto: Leben und leben lassen. Ich brauche keine Finca in Malle. Wenn wir ein neues Projekt beginnen, und der Spaß ist noch da, packen wir das an. Diese Lebenseinstellung kann man von unseren französichen Nachbarn lernen.( 15 km! ) Was soll es, das letzte Hemd hat keine Taschen. Grüße Bernd
Bernd Funk schrieb: > Und wir sind Pfälzer: > Motto: Leben und leben lassen. Dieses Motto kenne ich bislang nur von älteren Kölnern, die es auch so beherzigen. > Diese Lebenseinstellung kann man von unseren französichen > Nachbarn lernen.( 15 km! ) Auf jeden Fall. Ich lernte auf einem Seminar mal Saarländer kennen, die direkt an der Grenze auch mehr französisch geprägt waren. Die wissen noch, wie man richtig lebt. Franzosen können Deutsche auch heute immer noch zur Weißglut bringen, vor allem Terminabgehetzte, aber sie leben ja ihren Stil, und nicht ganz erfolglos. Die Ingenieure aus Saarbrücken und Randgebieten sprachen den halben Tag nur von Schwenki. Das erlebt man aber sonst auch nirgend wo. Oder mittags in einer Kantine, die da im Saarland wirklich durch die Bank überall ausgezeichnet gut sind: Erst wird gut gess, dann geschafft. > Was soll es, das letzte Hemd hat keine Taschen. Genau.
Ein Metallbauer in nem Elekronikforum. Knuffig. Und wenndse nur 15km bis zu den Wagges hast, kanns auch bis Karlsruhe nicht weit sein.
Joachim ... schrieb: > Ein Metallbauer in nem Elekronikforum. Knuffig. > Und wenndse nur 15km bis zu den Wagges hast, kanns auch bis Karlsruhe > nicht weit sein. Wo ist das Problem? Metallbau ohne Elektrik/ Elektronik ist doch langweilig. Und von Landau in der Pfalz ist es wirklich nicht weit nach Karlsruhe. Aber: Wer will da schon hin? Wenn man Jahrzehnte auf dem Land lebt, sind Städte ( Frankfurt, München, Ludwigshafen oder Karlsruhe ) nicht prickelnd, sondern nervig. Geschäftlich muss ich da hin, freiwillig niemals. Grüße Bernd
>Wo ist das Problem? Nirgends. War nur so ein Gedanke... ich komm nämlich auch aus dem Metallbereich (Feinmechaniker). Hab grad gestern morgen wieder an ner Mehanik rumgeschnitzt. Aber Elektronik mach ich doch lieber. >Aber: Wer will da schon hin? Ja, ne? Wenn ich mal wieder mitm Rad von KA aus auf die Kalmit fahr komm ich dich besuchen. Ich bring ne Flasche Badischen Wein mit - daß du mal was Gscheites aufm Tisch stehen hast ;-)
Joachim ... schrieb: > Wenn ich mal wieder mitm Rad von KA aus auf die Kalmit fahr komm ich > dich besuchen. Ich bring ne Flasche Badischen Wein mit - daß du mal was > Gscheites aufm Tisch stehen hast ;-) Das gilt jetzt. Grüße Bernd
Bernd Funk schrieb: > Joachim ... schrieb: > >> Wenn ich mal wieder mitm Rad von KA aus auf die Kalmit fahr komm ich >> dich besuchen. Ich bring ne Flasche Badischen Wein mit - daß du mal was >> Gscheites aufm Tisch stehen hast ;-) > > Das gilt jetzt. Oh, das wird aber schwer für Joachim. :-)
Naja, ich dachte ich probiers mal. Die Pällzer hauen nämlich immer solche Nägel rein wie gut ihr Wein sei (Bernd Funk wohnt am Rand zu nem Anbaugebiet) und daß man badischen Wein nur dazu brauchen kann um sich damit, O-Ton eines Pfälzers aus Edenkoben: "allefalls die Fieß zu wäsche"...
Das habe ich anders gemeint: Der Bernd wird es sich nicht nehmen lassen dir einen Pfälzer anzubieten, dessen Anbaugebiet nicht seiner Wohngegend entspricht. Dann kannst du die Kalmit knicken, plane einen weiteren Tag ein. :-)))
@ Joachim ... (joachim_01) >Ein Metallbauer in nem Elekronikforum. Knuffig. Und auf Crossover-Mucke steht er auch noch >Bernd Funk (metallfunk) ^^^^^^^^^^^ ;-)
Falk Brunner schrieb: > @ Joachim ... (joachim_01) > >>Ein Metallbauer in nem Elekronikforum. Knuffig. > > Und auf Crossover-Mucke steht er auch noch > >>Bernd Funk (metallfunk) > ^^^^^^^^^^^ > > ;-) Ach, warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Heißt Bernds Firma nicht schlicht und einfach sogar Metall-Funk?
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