Hi, suchender, Du Opfer der 2-Klassen-Personalwirtschaft,
(2-Klassen-Personalwirtschaft: Fach- und Führungspersonal, dazwischen
ein fast unüberschreitbarer tiefer Graben.)
> Meine Frage an euch: Gibt es hier QuerAUSsteiger?
"Aussteiger" klingt nach Flucht, nach kopflose Flucht, nach wie "von der
Gosse in die Tonne". Bloß nicht!
"Suchender" wo immer Du Dir Dein Einkommen zukünftig verdienen willst,
Du wirst darin weit besser sein müssen als der Durchschnitt dort. Wozu
sonst sollten Deine potenziellen Kunden Dich ansprechen?
Wechsel der Tätigkeit bedeutet, aus einem recht gut behüteten Job
auszusteigen und damit eine Menge, was Euer Personalwesen für Dich
macht.
Das erfordert Anstrengungen, zu denen sich Otto Normalkonsument niemals
bequemt.
Diese Anstrengungen bringt nur auf, wer den unbändigen Willen in sich
spürt wie E.T. mit seinem "Ich will heim."
Angenommen, Dir schwebt eine Tätigkeit X als wünschenswert vor Deinen
Augen.
Dann benutze Deine jetzige Arbeit als "Standbein" zur Finanzierung
Deiner Vorbereitung auf X.
Mit einiger Wahrscheinlichkeit weckt Dein X in Dir Kräfte, die Deine
derzeitigen Bosse vernachlässigt haben, bis sie eingeschlafen waren.
Erkundige Dich, wie sich die Besten Deiner Konkurrenten zu X
vorbereiten, was die so gut macht, wie Du ihnen das mit Deinem Job als
Sprungbrett noch besser machen kannst.
Nimm vom Weiterbildungsprogramm Deiner Firma mit, was Dir nützen könnte.
Erkundige Dich, was Dir IHK, VDE, VDI, Refa und andere bieten könnten,
was Dein Arbeitgeber sogar bezahlt.
Sobald Dein Management bemerkt, Du wolltest wohl runter von der bequemen
Bahn "Fachkraft-Fachkraft-Fachkraft-....Fachkraft-Frühentsorgung", wird
es bei der Besetzung von richtigen Projekttätigkeiten eher an Dich
denken.
Ein Kollege hat sich von unserer damaligen Firma sogar den MBA bezahlen
lassen.
Ciao
Wolfgang Horn