Hallo Leute, meine Nachbarin ist schwerbehindert und ist auf ihren Rollstuhl angewiesen. Ihr aktueller Elektro-Rollstuhl ist mittlerweile 12 Jahre alt, aber in meinen und ihren Augen immer noch sehr gut. Nun gibt es damit aber drei Probleme. 1) Die Reifen sind abgenutzt 2) Der Rollstuhl geht ab und an aus bzw. in irgendeinen Fehlermodus 3) Es gibt es Riss in der Stoff-Rückenlehne Ich vermute, dass das Sanitätshaus unmengen von Geld für die Reparatur haben wollte, weshalb die Krankenkasse eine Reparatur abgelehnt hat und stattdessen eine Neuversorgung wollte. Allerdings mit einem - wie soll ich das sagen - Schrott-Teil. Ich überlege, ob es nicht Sinn macht, die Reparatur von mir bzw. meinem Unternehmen machen zu lassen. Die Reifen sind vermutlich noch das größte Problem, da der Hersteller angeblich insolvent ist. Da werde ich aber sicherlich von Freunden aus China etwas bekommen. Bei der Elektronik vermute ich defekte Kondensatoren in der 12 Jahre alten Schaltung. Und die Rückenlehne kann ich für wenig Geld beim Sattler um die Ecke fertigen lassen. Wird vermutlich sogar weniger kosten, als das Original-Ersatzteil. Jetzt frage ich mich allerdings, wie ich die Kosten für so eine Reparatur von der Krankenkasse erstattet bekommen kann. Hat da jemand einen Tipp für mich?
Dimitri Roschkowski schrieb: > Jetzt frage ich mich allerdings, wie ich die Kosten für so eine > Reparatur von der Krankenkasse erstattet bekommen kann. Schon mal bei der Kasse angefragt?
A. K. schrieb: > Schon mal bei der Kasse angefragt? Nach etwa einer dreiviertelstunde Herumtelefoniererei und Gesprächen mit Verwaltungspersonal ohne Ergebnis habe ich es dann sein lassen.
Probier es über ein Sanitätshaus deiner Wahl. Also mit dir als Subauftragsnehmer, oder so.
Vorsicht, du arbeitest mit im weitesten Sinne mit Medizinprodukten; als Dienstleister brauchst du eine IK-Nummer, wie das mit medizinisch-technischen Dienstleistungen aussieht weiß ich leider nicht.
A. K. schrieb: > Probier es über ein Sanitätshaus deiner Wahl. Also mit dir als > Subauftragsnehmer, oder so. Ich mag es nicht, meinen Kuchen mit anderen zu teilen ;) Vor allem dann, wenn sie nichts tun. Deshalb würde mich da schon der Weg vom Rezept zu schwarzen Zahlen auf dem Konto interessieren. Thi Lo schrieb: > Vorsicht, du arbeitest mit im weitesten Sinne mit Medizinprodukten; als > Dienstleister brauchst du eine IK-Nummer, wie das mit > medizinisch-technischen Dienstleistungen aussieht weiß ich leider nicht. Die Beantragung dieser IK-Nummer ist ja nur ein zweiseitiges Formular, das man ausfüllen muss. Die Nummer gibt es 4free. Die kann man sich auf jeden Fall mal beantragen - kann ja nicht schaden.
Kannst du / kann sie mit den Reifen nicht zum Fahrradladen gehen? Einer in meiner Umgebung hatte mal letztens an einem Rollstuhl geschraubt, als ich im Laden stand.
Dimitri Roschkowski schrieb: > wie ich die Kosten für so eine > Reparatur von der Krankenkasse erstattet bekommen kann. Der versicherten Kundin die Reparatur in Rechnung stellen und die beantragt die Erstattung bei ihrer Kasse. Man sollte die Kostenübernahme sich als Versicherter da aber VORHER zusichern lassen. Ich glaube, da gibts dann noch eine Selbstbeteiligung von zwei Prozent vom Bruttoeinkommen, oder so. So genau weiß ich es leider nicht verbindlich. Versicherte sollten das aber auf Anfrage heraus bekommen. Ohne Gewähr.
Krankenkassen, die inzwischen auf Milliardenbeträgen sitzen, die sie eigentlich den Arbeitnehmern und Arbeitgebern zurückzahlen müssten, versuchen ums Verrecken erst mal GAR NICHT zu bezahlen. Wenn eine Reparatur nicht als Position bei denen aufgeführt ist, dann wird NIE repariert. Da aber ein neues Gefährt zu den Positionen der KK gehört, die bezahlt werden, werden sie eher 10000 Euro für ein neues Teil ausgeben als 150 Euro für ne Reparatur, verbunden mit der Vermutung, dass bei der nächsten Reparatur der "Driver" des Gefährtes inzwischen auf "Wolke" umgestiegen ist... Die zahlen auch keine Stützstrümpfe in der Schwangerschaft bei Trombosegefahr. NACHHER die Venenoperation, DIE wird gezahlt. Ach ja und noch was: Lieber von einem 1m²-Kuchen die Hälfte abbekommen, als von einem 1cm²-Kuchen alles kriegen. Das zu Thema "teilen"... Ich finde die Idee mit der Kooperation mit dem Sanitätshaus hervorragend. Sicherlich wäre das nicht der letzte Auftrag, an den man vielleicht NUR über ein Sanitätshaus rankommt.
J. Ad. schrieb: > Ach ja und noch was: Lieber von einem 1m²-Kuchen die Hälfte abbekommen, > als von einem 1cm²-Kuchen alles kriegen. > Das zu Thema "teilen"... Jetzt prüfe die gleiche Annahme unter der Voraussetzung, dass es insgesamt nur 1cm²-Kuchen gibt und die schon relativ knapp knapp an der Grenze zum nichts mehr verdienen stehen. J. Ad. schrieb: > Ich finde die Idee mit der Kooperation mit dem Sanitätshaus > hervorragend. Sicherlich wäre das nicht der letzte Auftrag, an den man > vielleicht NUR über ein Sanitätshaus rankommt. Die ganzen Sanitätshäuser haben eigene Werkstätten, in denen die Reparaturen durchführen. Und Reparatur ist bei denen entweder das defekte Teil komplett austauschen oder wenn kein Ersatzteil verfügbar ist, Neuversorgung für viel Geld (und dementsprechend auch viel Gewinn). Wieso sollten die auf Sonderreparaturen in einem Massenmarkt zurückgreifen?
Dimitri Roschkowski schrieb: > Jetzt prüfe die gleiche Annahme unter der Voraussetzung, dass es > insgesamt nur 1cm²-Kuchen gibt und die schon relativ knapp knapp an der > Grenze zum nichts mehr verdienen stehen. Jammern geht immer. > Die ganzen Sanitätshäuser haben eigene Werkstätten, in denen die > Reparaturen durchführen. Und Reparatur ist bei denen entweder das > defekte Teil komplett austauschen oder wenn kein Ersatzteil verfügbar > ist, Neuversorgung für viel Geld (und dementsprechend auch viel Gewinn). > Wieso sollten die auf Sonderreparaturen in einem Massenmarkt > zurückgreifen? Du bist der Geschäftsmann, DU musst das Geschäftsmodell entwickeln. Die Erfinder es iPhone hätten sich auch hinstellen können und sagen: Och, die Menschen haben doch alle schon ein Mobiltelefon...
okay ich hab davon auch keine ahnung ... mhmmmm
Nebenbei kann ich mir nicht vorstellen, dass überhaupt jeder da dran uneingeschränkt rumbasteln darf. Stichwort MPG.
vn nn schrieb: > Nebenbei kann ich mir nicht vorstellen, dass überhaupt jeder da dran > uneingeschränkt rumbasteln darf. Stichwort MPG. Das Sanitätshaus darf daran rumbasteln. Ergo ist es wenn, dann nur eine Frage von einer Zulassung, Genehmigung oder ähnlichem. Also eine Formalie.
Ach ne, sag bloß? Was ich wohl mit "nicht jeder" gemeint habe? Und ja, natürlich muss es irgendwer dürfen, schließlich baut und repariert den Kram (und nicht nur popelige Rollstühle, alles von der Absaugpumpe bis zum Tomographen) ja wer.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.