Gast
#3360075
Hallo Leute, für ein einmaliges Hobbyprojekt möchte ich das Ausgangssignal eines Instumentenverstärkers mit max. 1MHz Bandbreite und max. 10V Amplitude für ein Oszilloskop aufbereiten. Hierzu möchte ich zum ersten eine schaltbare Verstärkung *1 / *10 / *100 (optimal *1000) und zum zweiten einen (ebenfalls schaltbaren) Tiefpass bei ca. 10kHz ermöglichen. Die hohen Verstärkungen sind vor allem für kleine 100µV-Signale gedacht; auch für den Ausgang reicht mir ein Fenster -10V ... +10V. Wenn die Einstellungen fest wären, könnte man das ganze sicherlich mit einem einzigen OpAmp schaffen. Wenn man das ganze aber schaltbar haben möchte, wird es sicherlich komplizierter. Wie würde man das am besten umsetzen? Ein OpAmp für die Verstärkung, ein anderer für den Tiefpass? Oder besser gleich zwei für die Verstärkung? Diese Werte sind erstmal Wunschkonzert, und wenn ich im Ergebnis 3-5% Genauigkeit erreiche, und ein 200Hz-400µV-Signal erahnen kann, bin ich zufrieden. Vielen Dank für Eure Mühe! ---- Der Rahmen: Im Moment knabbere ich etwas an der Schaltung für einen Differentialverstärker als Oszi-Vorsatz. Ich orientiere mich dabei am Tek 5A21. Gewünschte Bandbreite sollten ganz grob die genannten 1 MHz sein (700kHz wären auch okay). Beim Common-Mode hatte ich als "Maximale Spez" an runde 100V gedacht, so dass beim Messen an +/-50V die Schaltung nicht gleich gegrillt wird. Die Eingangstufe würde aus AC/DC-Schaltung, Spannungsteiler plus einer kleinen Schutzbeschaltung bestehen, danach wäre ein AD620 geplant (der sollte auch bei 10x noch knapp die genannten 700 kHz schaffen). Aufgrund des Spannungsteilers für die hohe CommonMode-Spannung möchte ich danach das Signal wieder verstärken und wegen Rauschens optional tiefpassfiltern. Ein Tek 5xxx inkl. des Diff-Amp-Moduls ist mir zu groß (und zu selten) um es als viertes Oszi anzuschaffen; beim Tek 7xxx wird es dann langsam zu teuer. Die Bandbreite bzw. Hochspannungsfestigkeit eines kommerziellen Differentialtastkopf brauch ich nicht. Im Moment ziehe ich einen Lochrasteraufbau mit bedrateten Bauelementen noch vor. Zum Ätzen fehlt mir derzeit noch Erfahrung und Gerätschaft. Bei den doch eher niedrigen Frequenzen sollte das weniger eine Rolle spielen; Rauschen, einkoppelnde Störungen und hohe CMRR sehe ich da eher als Problem.