Hallo,
Ein guter Bekannter von mir hat eine eigene Fischzucht inkl. Räucherei.
Einer der Räucheröfen ist schon etwas in die Jahre gekommen und ich habe
mir überlegt diesen zu "modernisieren"
Der Räucherofen ist ein elektronischer, der mit einer Heizspirale
gezeizt wird. Außerdem hat er oben an der "Rauchabzugsöffnung" einem
Lüfter, damit der Rauch bei der "Trocknung" schneller aus dem Kamin
entweicht.
Das ganze funktioniert zurzeit folgendermaßen:
1. Fische werden aufgehägt
2. Die Temperatur wird an einem "Poti?" eingestellt
3. Heizung auf "ON" gestellt
4. Lüfter eingeschaltet (für ca. 30 Min glaube ich), damit die ganze
Feuchtigkeit "rausgesaugt" wird und die Fische etwas trocknen
5. An der Zeitsteuerung (So eine Art Eieruhr) stellt er die GESAMTE
"Heizzeit" (Räucherzeit) ein. Liegt bei 1,5 Std glaube ich.
6. Nach den 30 Min muss er wieder in die Räucherei um den
Lüfter/Rauchabzug per Schalter abzuschalten
7. Dabei muss er die "Eieruhr" kontrollieren, ob sie sich nicht
aufgehängt hat (Passiert wohl öfter bei dem alten Ding)
8. Oft kommt es vor, das die Heizung zu wenig oder zu viel heizt,
deswegen schaut er alle 15 min in die Räucherei ob alles passt. Oft muss
er am Temperaturregler drehen, damit die gewünschte Temperatur passt
(Ist sie zu niedrieg, stellt er den Regler auf maximum und wartet bis
die gewünschte Temperatur erreicht ist. Ist sie zu hoch, so muss er die
sie auf minimum stellen und im schlimmsten fall mal die Tür öffnen oder
den Rauchabzug aktivieren)
9. Nach insgesamt ca. 1,5 Std und 10 gängen in die Räucherei sind die
Fische fertig.
10. Ganz zum Schluß wird nochmal der Rauchabzug eingeschaltet, damit der
ganze Rauch "abgesaugt" wird, da er ordentlich in den Augen brennt
Wie ihr sieht, kostet das ganze einiges an Zeit und Nerven.
Jetzt wollte ich das ganze vereinfachen und automatisieren.
Perfekt wäre es wenn es folgendermaßen ablaufen würde:
1. Fische aufhängen
2. Temperatur (min / max) einstellen. Der ganze Prozess hat einen
gewissen Spielraum. Es müssen nicht immer konstante 110 grad sein.
Perfekt wäre es wenn man die Ober- und Untergrenze einstellen könnte.
(z.B. min. 100 grad / max. 120 grad) Dann würde die Heizspirale auch
nicht dauerhaft durchheizen, wenn die Temp schon um 5 grad abweicht
z.B.)
3. Zeit einstellen (Am liebsten separat für Heizung und Abzug) Der
GESAMTE Räucherprozess dauert ca. 1,5 Std. Perfekt wäre es wenn er z.B.
Heizung auf 1,5 Std stellen könnte und den Rauchabzug auf 30 Min. D.h.
Die Heizung hält die Temperatur 1,5 Std und der Lüfter geht nach der
vorgegebenen Zeit aus (30 Min)
4. Ist der komplette Räucherprozess Abgeschlossen, so soll die Lüftung
nochmal für z.B. 5 oder 10 min angehen. (Dies muss nicht am Räucherofen
einstellbar sein. Es reicht wenn es "intern" in der "Software"
programmiert wäre)
Dazu habe ich mal eine kleine Skizze erstellt (befindet sich im Anhang)
wie ich mir das ganze vorstelle. Die zwei Temperaturfühler habe ich
bewusst eingezeichnet, damit man auf der sicheren Seite ist, falls mal
einer ausfallen sollte. Die Anzeige der Temperatur sollte aus dem
Mittelwert der beiden Fühler berechnet und angezeigt werden.
Die ganzen Werte für: untere "soll" Temperatur, obere "soll" Temperatur,
Lüfter Zeitgesteuert ("Lüftertimer") sollen sich direkt am Räucherofen
über "Tipschalter" (+/-) verstellen lassen.
Die Krönung wäre, wenn man sie den ganzen Prozess und die Echtzeitdaten
(aktuelle Temperatur, verbliebene Zeit, Lüfterzustand [An/Aus]) Auf
einem Smartphone / Tablet (Android) verfolgen könnte. Vielleicht könnte
man dann auch eine Art "Alarmfunktion" einbauen (Wenn Temp. zu hoch oder
zu niedrig, wenn der Lüfter nicht anspringt usw usw)
Es muss jetzt keine App sein. Aber ein per Browser erreichbares
Webinterface wäre Top. Ist aber wie gesagt nur ein wunschdenken von mir
;) Je nach Schwierigkeitsgrad wird es eingebaut oder auch nicht
Vom Beruf bin ich Informationselektroniker für Geräte und Systemtechnik.
Ich arbeite täglich in der Werkstatt mit Geräten aus der
Unterhaltungselektronik. Sehr gute Löt- und Messkentnisse sind also
vorhanden. Das einzige was mir zum "Verhängniss" werden könnte ist die
Programmierung. Ich denke aber schon, das ich es mit etwas Hilfe
hinbekommen könnte. Habe auch kein Problem mich einzulesen und einiges
dazuzulernen ;)
Jetzte meine Frage an euch: Wie würdet ihr das ganze realisieren ? Ich
bin für jeden Tip dankbar :)
Schöne Grüße, Thomas
Auch wenn es Overkill ist und ein uC das locker schafft - als Einstieg ist vielleicht ein Raspberry Pi gar nicht so verkehrt... Temperaturfühler gibts genug, fertige Boards mit Relais auch... Wie es mit den entstehenden Temperaturen aussieht weiß ich natürlich nicht.... So erspart man sich ewiges Suchen im Datenblatt nach den richtigen Einstellungen für Timer etc, man hat ein fertiges OS, auf dem man locker einen kleinen Webserver laufen lassen kann... Vom Aufwand her ähnlich (ohne Webserver, aber natürlich auch machbar) könnte die Arduino-Geschichte sein.
@CC: Danke für die Antwort. Einen Raspberry Pi hätte ich sogar hier. Ich werde mich mal einlesen @Kevin: Natürlich ist er von der Idee begeistert... Es gibt auch einige Firmen die sowas anbieten, allerdings kostet so ein Umbau 2000-3000 €. Da ich mich mit Elektronik sehr gerne beschäftige und immer weiterbilden und dazulernen will, würde ich diese Aufgabe selbst in die Hand nehmen ;)
Thomas Tomecki schrieb: > Natürlich ist er von der Idee begeistert Na dann ran an den Speck äh Fisch.
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