Auslander Student nach dem Studium in Deutschland zu arbeiten

OP #3363155
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Hallo alle,

ich komme aus Vietnam und bin gerade fertig mit dem Master E-Technik in 
BW.
Ich habe waehrend des Studium bei der Bosch als Werkstudent gearbeitet 
und dort auch mein Thesis geschrieben. Meine Note ist nicht 1.0 aber 
immer noch im OK-Bereich (oder net??? <2.0).
Ich habe bis jetzt versucht, ueberall ohne Erfolg ein Job zu suchen. Und 
derzeit will Bosch auch keinen neuen MA einstellen.
Ich wurde gesagt, als Absolvent in DE, darf ich 18 Monaten bleiben  um 
Job zu suchen.
Aber viel Geld fuer das Aufenthalt in DE habe ich auch net, ohne das 
Student-Status habe ich keine Werkstudent/Praktikum-Stelle mehr :(

Eine billige Arbeitstelle bringt mir auch nicht weite. Da laut 
Auslaendersamt muss das Gehalt mindesten 45k Euro/Jahr sein, dann kann 
ich ein Arbeit-Visum bekommen.

Ich moechte fragen, ob die Industrie in DE noch mehr MA braucht, oder es 
gibt gerade zu viel Absolvent? Lohnt es sich noch 6 Montaten oder 1 Jahr 
zu warten?

Ich freue mich auf alle Rueckmeldung.
Gruss.

PS: Ich bin schon 7 Jahre in DE, und vielen Dank DE fuer das Studium :)
Gast #3363161
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Du darfst als Hiwi auch ohne Immatrikulation arbeiten. Du brauchst aber 
wie Du ja auch sagtest in 18 Monaten eine feste Stelle.

Versuch Dich bei Zeitarbeitfirmen (Dienstleister) zu bewerben. Die 
stellen jeden ein!


Das mit 45 k stimmt nicht. Du brauchst nur einen Arbeitsvertrag. Es 
könnte auch 38k sein. 45 k brauchst Du nur für Blaue Karte. Als 
Hochschulabsolvent von einer deutschen Uni brauchst du keine Blaue 
Karte.
OP #3363176
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Mr.T schrieb:
> Nam Tran P. schrieb:
>> Ich moechte fragen, ob die Industrie in DE noch mehr MA braucht
>
> Warum fragst du dann hier und nicht "die Industrie"?

Von deren Website mit volle Stellenauschreibungen, nehme ich an, 
brauchen die noch mehr MA.
Aber von alle Absage bekomme ich das Gefuehl, es ist schon genug.
Deswegen vielleicht kann jemand hier mir etwas genauer sagen. :)

Tau Tau schrieb:
> Wie lautet denn das Thema Deiner Thesis?

Ich habe Digital Regelung auf FPGA fuer Power-Supply gemacht.
Gast #3364238
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grundsätzlich Nachweis eines jährlichen Mindestbruttogehalts von 46.400 
Euro,

Ausnahme: bei Erteilung einer Blauen Karte EU an Naturwissenschaftler, 
Mathematiker und Ingenieure sowie an Ärzte und IT-Fachkräfte wird eine 
niedrigere Gehaltsgrenze von 36.192 Euro zu Grunde gelegt

Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

http://www.bamf.de/DE/DasBAMF/Aufgaben/BlaueKarte/blauekarte-node.html
Gast #3364526
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ich dachte die Blue Card gibt es in "Mangelberufen" wie Elektrotechnik 
und Informatik für nicht EU Ausländer schon ab 35k Jahresgehalt?

die 46k Mindestgehalt gelten nur für alle Berufe, Ärzte, 
Naturwissenschaftler, Ingenieure und IT Kräfte benötigen nur 36192 Euro 
Jahresgehalt und das zahlen sogar kleine Firmen und die meisten 
Dienstleister zahlen mehr

Quelle (Abschnitt "wer kann eine blue card beantragen?"

http://www.bluecard-eu.de/blaue-karte-eu-deutschland/
Gast #3366028
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Hi Nam,
kannst gerne deine Mail hier posten, dann werde ich dich kontaktieren. 
Als Landsmann könnte ich dir evtl. weiterhelfen. E-Technik-Studium und 
Schnitt < 2.0 ist schon mal nicht schlecht :-). Hab vor 3 Jahren auch ET 
erfolgreich abgeschlossen, noch mit Diplom und arbeite seitdem glücklich 
in Bayern ;-)

Viele Grüße,
Bách
OP #3366030
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Bách schrieb:
> Hi Nam,
> kannst gerne deine Mail hier posten, dann werde ich dich kontaktieren.
> Als Landsmann könnte ich dir evtl. weiterhelfen. E-Technik-Studium und
> Schnitt < 2.0 ist schon mal nicht schlecht :-). Hab vor 3 Jahren auch ET
> erfolgreich abgeschlossen, noch mit Diplom und arbeite seitdem glücklich
> in Bayern ;-)
>
> Viele Grüße,
> Bách

Hi Bách,

meine Email ist chocobombo@gmail.com.
Vielen Dank im voraus :)
Gast #3366064
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Nam Tran P. schrieb:
> Ist die Job-Situation in Nord oder Ost-DE besser? ich habe gehört, es
> gibt viel neue Firmen im Ost-DE (Dresden, Leipzig, oder Berlin...)

Die Jobsituation ist tendenziell in Süddeutschland besser. Je weiter 
nördlich du kommst, je bescheidener wird es, Ausnahme vielleicht der 
Großraum HH. Im Osten sieht es bis auf wenige Ausnahmen so richtig 
Sch... aus. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern geht fast gar 
nichts. So manch einer von da ist des Jobs wegen nach Sachsen gezogen. 
Doch seit den Pleiten von Quimonda und quasi der gesamten Solarbranche 
gibt es auch da ein Überangebot an Ingenieuren und technischen 
Fachkräften.(1) Ausnahme ist Dresden. Da boomen insbesondere die 
Startups und kleinere KMUs. Doch bei beiden ist der Verdienst nicht 
gerade üppig. Wie lange sich die Firmen halten können weiß auch keiner. 
Spätestens bei der nächsten Krise dürfte insbesondere vielen Startups 
die Luft ausgehen. Außerdem explodiert da gerade die Bevölkerungszahl 
mit dem Ergebnis, dass es kaum noch bezahlbare Wohnungen gibt. Selbst 
für 6. Stock im Plattenbau gibt es Warteliste.

(1): Mein Chef ist ein Sparfuchs, das Gehalt was er zahlt grenzt schon 
fast an Körperverletzung. Trotzdem hat er keine Probleme neue 
Mitarbeiter (auch Ingenieure) zu finden. Die Sekretärin bekommt pro 
Monat so zwischen 50 und 100 Initiativbewerbungen. 
Stellenausschreibungen gab es deshalb schon einige Jahre nicht mehr. 
Mangels besserzahlender Alternativen bleiben die auch alle in der Firma. 
Die Fluktuation lag letztes Jahr bei 2%.
OP #3366120
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heute mal anonym schrieb:
> Nam Tran P. schrieb:
>> Ist die Job-Situation in Nord oder Ost-DE besser? ich habe gehört, es
>> gibt viel neue Firmen im Ost-DE (Dresden, Leipzig, oder Berlin...)
>
> Die Jobsituation ist tendenziell in Süddeutschland besser. Je weiter
> nördlich du kommst, je bescheidener wird es, Ausnahme vielleicht der
> Großraum HH. Im Osten sieht es bis auf wenige Ausnahmen so richtig
> Sch... aus. In Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern geht fast gar
> nichts. So manch einer von da ist des Jobs wegen nach Sachsen gezogen.
> Doch seit den Pleiten von Quimonda und quasi der gesamten Solarbranche
> gibt es auch da ein Überangebot an Ingenieuren und technischen
> Fachkräften.(1) Ausnahme ist Dresden. Da boomen insbesondere die
> Startups und kleinere KMUs. Doch bei beiden ist der Verdienst nicht
> gerade üppig. Wie lange sich die Firmen halten können weiß auch keiner.
> Spätestens bei der nächsten Krise dürfte insbesondere vielen Startups
> die Luft ausgehen. Außerdem explodiert da gerade die Bevölkerungszahl
> mit dem Ergebnis, dass es kaum noch bezahlbare Wohnungen gibt. Selbst
> für 6. Stock im Plattenbau gibt es Warteliste.


Wow, so schlimm habe ich nicht gedacht.
Die Medien sagen fast gar nichts darüber.
Gast #3366219
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Nam Tran P. schrieb:
> Tau Tau schrieb:
>> Nam Tran P. schrieb:
>>> Die Medien sagen fast gar nichts darüber.
>>
>> Nee. Die sagen, es gibt einen Fachkräftemangel.
>
> Haha, ja genau. Das war meine Hoffnung während des Studiums.
> So eine Verschwörung.

das ist keine Verschwoerung- das sind einfach die Interessen dieser 
Leute (Industrie  FAUDEI  Hochschulen usw.) Je mehr Ingenieure es 
gibt, desto mehr klingeln die Kassen bei denen.

Was erwartet ihr, dass diese Leute in den Medien sonst sagen?!?

Glaubt ihr, es ist denen wichtig, wie es den einzelnen Ingenieuren auf 
dem Arbeitsmrkt geht??!
Gast #3368135
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3366150 schrieb:
> das sind einfach die Interessen dieser
> Leute (Industrie  FAUDEI  Hochschulen usw.) Je mehr Ingenieure es
> gibt, desto mehr klingeln die Kassen bei denen.

Das interessante daran ist nun mal, dass es plausibler scheint wenn die 
obengenannten von Fachkräftemangel reden als wenn die Professoren von 
Orchideenfächern wie Agyptologie etc von Fachkräftemangel reden.

Denn es scheint adhoc glaubhaft das immer irgendwo irgendwie an neuen 
technischen Errungenschaften geforscht und gearbeitet wird. Wichtig ist 
aber in erster Linie für Arbeitgeber etc eine gute Konkurrenzsituation 
zu haben.

Eventuell interessiert dich aber Österreich? Guck mal hier: 
http://www.tucareer.com/SiteJobs

viele Jobs davon in Wien - eine sehr schöne Stadt! Ob das jetzt mit 
deinem Visum etc auch ok geht kann ich aber nicht sagen.
Gast #3406545
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am besten du machst dir ein liste von firmen und schreibst 
initiativbewerbungen. das hilft meistens als bewerbung auf 
ausgeschriebene stellenanzeigen.

wenn man auf der karriereseite von bosch nach elektrotechnik sucht, 
findet man ein paar stellen in reutlingen.
https://your.bosch-career.com/de/web/de/de/bewerben/jobsearch/-/cui/extsearch/ZRB_PSRCH_DE


https://your.bosch-career.com/de/web/de/de/bewerben/jobsearch/-/cui/extsearch/ZRB_PSRCH_DE


und auf der seite von der arbeitsagentur gibt es 200 stellenangebote mit 
dem suchbegriff elektrotechnik in reutlingen mit suchradius 10km:

http://jobboerse.arbeitsagentur.de/vamJB/stellenangeboteFinden.html?execution=e1s7&d_6827794_p=1#a358706291

leider sind die meisten dienstleister, aber besser als nichts.
Gast #3407480
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Shark schrieb:
> grundsätzlich Nachweis eines jährlichen Mindestbruttogehalts von 46.400
> Euro,
Klingt hart für einen Ingenieur und einer mit bachelor-Abschluss kann 
das ja kaum erreichen. Andererseits verhindert dies ein grenzenloses 
Lohndumping. Wundert mich nicht, dass gerade Bosch ihn beschäftigt hat 
und ihn dann nicht gebrauchen kann. Power Regulation dürfte da ständig 
anfallen. Wahrscheinlich nehmen sie sich aber wieder einen billigen 
Studenten, statt einen Ingenieur einzustellen. Da erklärt sich dann auch 
viel im Bezug auf die nicht enden wollenden Meldungen zu der Qualität 
bestimmter Boschprodukte.

Nam Tran P. schrieb:
> Danke für den Tip :)
> Ich bin schon wieder in Vietnam. Vielleicht gibt es hier auch etwas.
Da war die deutsche Wirtschaft wohl nicht schnell genug, um Dich zu 
halten. Aber im Ernst: Bevor Du Dich hier ausnutzen lässt, solltest Du 
Dich gfs mal in den Staaten umsehen, wenn Dein Englich gut genug ist. 
Würde mich jetzt mal interessieren, wie man dort ankommt, wenn man 
"Bosch" als Referenz nennt. (Ich meine das völlig wertfrei).
Gast #3407503
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War da nicht etwas wenn man 500.000 EUR in Deutschland investiert und 5 
Arbeitsplätze schafft darf man als nicht EU Bürger auch hier bleiben?

www.jobworld.de kann ich für Arbeitnehmer empfehlen, hatte diese Seite 
früher verwendet um meine ehemaligen Jobs zu finden.

Das Ausländerrecht in Europa ist absoluter Müll und trifft meist ohnehin 
die falschen.
Ich habe sogar Kunden in Vietnam, Hanoi mit etwas Durchhaltevermögen 
lässt sich dort sicherlich auch etwas im FPGA Bereich aufbauen, die 
Leute leben dort ja nicht hinter dem Mond.
Gast #3408038
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>>Ich bin schon wieder in Vietnam.

Hoffentlich nur "Studienzwecken"? Wer so lange in D war, sollte wissen, 
wie die Uhren hier ticken und nicht nur 1000 Bewerbungen versenden, 
sondern auch mal nachfragen wie der Stand der Bearbeitung ist!
OP #3419202
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Ich habe einpaar Information aus der Arbeitmarkt in Vietnam.

Im E-Technik Bereich gibt hier auch viel Firmen, aber meisten nur Sale 
and Production. Die Entwicklung macht man in EU, Japan, Korea oder 
Taiwan. Eigentlich gibt es in Vietnam kaum Firmen, die in die 
Entwicklung investieren. Die Technologie wird eingekauft, fertig. Die 
Arbeit für E-techniker handelt sich um Anwendung oder Service bei 
Kunden.

Was hier viel gibt ist Informatik (web, software, apps, network, ...). 
Ich weiß nicht wie tief macht man die Entwicklung hier.

Dank mein Master in Halbleiter, habe ich gerade ein Angebot von ON 
Semiconductor in Dong Nai bekommen. Mit dem Einstiegsgehalt von 
560$/month (40.75h/week). Keine Ahnung, was die HR hier denkt.
Dies Gehalt ist vielleicht genug nur zum Leben, wenn man etwas mehr 
haben will (haus, auto, urlaub,...), dann geht es nicht mehr. Die Preise 
für solche Bedürfnisse sind genau so hoch wie in DE, sogar mehr.

In Vietnam, es ist besser Ausländer zu sein. Der ON Semiconductor hat 
ein Bus zwischen Stadtmitte und Industriegebiet (Bien Hoa 2) (40km). 
Aber nur für ausländische Ingenieur (Japanisch, EU, Malaysisch,... ).
Diese 40km Strecke ist fast nix in DE, aber die Straße in Vietnam ist 
einfach zu schlecht zu fahren. Es ist sogar gefährlich zu fahren, weil 
LKW-Fahrer hier kein Rücksicht für andere Leute nehmen.

Hoffe auf besseres Angebot.
OP #3427114
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Wie ist es "Ingenieur in Vietnam"?
Nach Jahre lange in DE, habe ich das Gefühl, man ist stolz darauf 
Ingenieur zu sein.
In Vietnam, "Ingenieur" = naja, du kannst etwas, aber wir nehmen lieber 
eine Ausländer, der kann bestimmt besser.
In der letzten paar Monaten habe ich viele Leute getroffen. Die alle 
haben technisches Studium mit Bachelor, Master, PhD-Abschluss in Vietnam 
oder Ausland (USA, EU, Japan,...). Die meisten von den arbeiten nicht 
mehr mit Technik, sondern in Sale, Manager oder selbständig Händler 
(wegen besseres Einkommen). Der Rest versucht mit Nebenjob 
durchzukommen. 10h-12h/day Arbeitszeit (Haupt+Nebenjob) ist völlig 
normal für Arbeitnehmer in Vietnam (das gilt für diejenige, die 
versuchen besseres Leben zu haben).

Vietnam ist wie Paradies für Ausländer. Es gibt in Ho Chi Minh Stadt 
einen  sehr schönen Stadtteil (Phu My Hung). Die meisten Ausländische 
Arbeiter und die Top-5% Vietnamese wohnen dort. Was bekommt ein 
ausländischer Arbeiter in Vietnam?
     - Schönes Haus in einer hoch-modern Stadtteil.
     - Das selbes Gehalt wie in Heimat (oder mehr?)
     - Bonus für Lebensstandard-Unterschied.
       (obwohl für welche das Leben in Vietnam besser ist)
     - Schulgebühr für Kinder in einer International Schule
       (>20k USD/year/Kind)
     - Und was, ich nicht weiß.

In Vietnam, es ist wichtiger, welche Passport man hat, nicht was man 
kann. Man fühlt sich, diskriminiert in eigenem Land.
Manche Vietnamese Ingenieur haben mit mir gesagt, die kann genau so gut 
wie die ausländische Kollegen und müssen mehr arbeiten für weniger Lohn. 
Deshalb macht die Arbeit kein Spaß.


Es ist mir klar, dass die internationale Firmen nur in Vietnam 
investiert, wegen billiger Arbeitskraft und Natur-Rohstoffe. Ich weiß 
nicht, wer ist daran schuld? Die Top Manager, oder es ist einfach so? 
Wir leben ja schon in 21-te Jahrhunderts.


Von mir, ich versuche mit dem Manager von ON Semiconductor Vietnam (ein 
Koreanisch) zu verhandeln, ob ich den Shuttle-Bus für ausländische 
Mitarbeiter benutzen kann.
Gast #3452702
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wie sieht es eigentlich aus, wenn man sich als Deutscher da bewirbt? 
gerade im Bereich Software? so wie du schreibst, müsste man da ja 
hoffiert werden? mit was für Gehältern kann man da rechnen? nehmen wir 
mal an als Projektleiter in der C++ oder Java Entwicklung?
Gast #3452727
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Nam Tran P. schrieb:
> Es ist mir klar, dass die internationale Firmen nur in Vietnam
> investiert, wegen billiger Arbeitskraft und Natur-Rohstoffe. Ich weiß
> nicht, wer ist daran schuld? Die Top Manager, oder es ist einfach so?
> Wir leben ja schon in 21-te Jahrhunderts.

Nutze es zu deinem Vorteil und versuche auch etwas internationales zu 
machen.
Deine Mitstreiter die sich selbstständig gemacht haben, haben auf Zeit 
gesehen wohl bessere Chancen (aber auch größere Risiken) als eine 
Arbeits-Drohne bei ON Semiconductor.
Oder versuche dich mit anderen Ingenieuren zusammenzuschließen.

Ich bin kein Fan von Konzernen, habe selber einmal in einem gearbeitet 
(hatte wohl einen guten Job) aber unter'm Strich war ich nicht mehr als 
eine Nummer. Und wenn es hart auf hart kommt oder sich die Leute in den 
Chefetagen denken das irgendwo eingespart werden muss werden gleich 
tausende Leute entlassen und diese stehen dann meist vor dem Nichts (nun 
gut Ingenieure finden wohl was neues aber es ist auch nicht gesagt das 
man nicht umziehen muss und sich wieder einen neuen Freundeskreis 
aufbauen muss).
Gast #3453066
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MaWin schrieb:
> est du doch lesen:
> "Mit dem Einstiegsgehalt von 560$/month"

er schrieb, Ausländer bekommen mehr und es kommt auf den Pass an, nicht 
auf das Können. Da er Viatnamese ist, dachte ich, als Ausländer sei mehr 
drin.

In der Tat sind die Kosten für viele westliche Produkte in solchen 
Ländern preislich eher auf unserem Niveau.
OP #3453252
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Nach 2-3 Monate in Vietnam, endlich habe ich auch gemerkt, es ist nicht 
so schlecht wie ich dachte :) Es gibt sehr viel Möglichkeiten.

cyblord ---- schrieb:
> Also dann bleiben in Vietnam nach Abzug von Steuern, Miete, KFZ,
> Nebenkosten und Essen gerade mal 400$ übrig :-)
> Viel mehr hat ein Durchnitts-Ing. der in München wohnt, laut Aussagen
> von einigen speziellen Typen hier, auch nicht.
Naja, der Lebensunterhalt in Vietnam ist nicht so günstig.
 _ Steuer ist nicht viel.
 _ Miete: es kommt darauf an. Für ein vernünftige Apartment (~60m^2), 
zahlt man in Ho Chi Minh Stadt mindesten 200-300USD. Es gibt auch 
billiger, aber hier spreche ich von deutsche Standard.
 _ KFZ: Sprit kostet hier wie 1USD/1 liter.
 _ Essen: 3-5 USD am Tag ist normal. Aber es könnte viel viel mehr sein.
 _ Nebenkosten: es gibt kein Limit :)

Sascha schrieb:
> wie sieht es eigentlich aus, wenn man sich als Deutscher da
> bewirbt?
> gerade im Bereich Software? so wie du schreibst, müsste man da ja
> hoffiert werden? mit was für Gehältern kann man da rechnen? nehmen wir
> mal an als Projektleiter in der C++ oder Java Entwicklung?
Es gibt in Vietnam viele Jobs im Bereich software.
Mit dem Gehalt für die Ausländer, die sich selbst in Vietnam bewirbt, 
kenne ich nicht aus. Die meisten Ausländer in Vietnam sind über 
Mutterkonzern im Ausland nach Vietnam geschickt.
Auf eine Reise, habe ich ein Japaner getroffen. Nice guy :) Er arbeitet 
als Patent-Anwalt in Japan und macht Urlaub in Vietnam. Er hat mir 
erzählt, es ist auch schwierig für die junge Ingenieur in Japan. Die 
Firmen wollen nur die Leute mit Berufserfahrung. Daher suchen die 
meisten Absolventen ein Job in Ausland, mit der Hoffnung auf eine Stelle 
in Japan später. Die Jobs als Bridge-Ingenieur sind sehr beliebt, wegen 
der Sprache, Japanisch ist Hardcore :)
Ein Freund von mir hat in Japan 5 Jahre Chemie studiert, und arbeitet 
derzeit als Übersetzer bei eine IT-Firma in Vietnam.

Martin schrieb:
> Nutze es zu deinem Vorteil und versuche auch etwas internationales zu
> machen.
> Deine Mitstreiter die sich selbstständig gemacht haben, haben auf Zeit
> gesehen wohl bessere Chancen (aber auch größere Risiken) als eine
> Arbeits-Drohne bei ON Semiconductor.
> Oder versuche dich mit anderen Ingenieuren zusammenzuschließen.
Ich gehe nicht mehr zu ON Semiconductor Vietnam. Die gibt mir nur ein 
einmalige Bonus (2-Monatengehalt ~1000USD), kein Bus-Transport. 80km 
(hin und zurück) jeden Tag mit dem Verkehr in Vietnam ist 1000USD nicht 
wert. Derjenige, der schon in Vietnam auf der Landstraße gefahren ist, 
weiß wovon spreche ich.

Ich habe gerade eine Stelle bei Bosch Gasoline System Vietnam bekommen. 
Die Arbeit hat nicht viel zu tun mit E-Technik, vielleicht bin ich 
aufgenommen wegen meiner deutsch Kenntnisse :) Meine Arbeit ist bei der 
Produktion. Das Gehalt ist schon besser als bei ON, und es gibt bei 
Bosch Bus-Shuttle für alle Mitarbeiter.
Ich denke, es ist auch ein Chance für mich etwas total neu zu lernen.
Vielleicht die logische Ingenieur-Arbeitsweise ist das wichtigste.

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