Hallo Leute,
Für eine Ultra-Mega-Hyper-Krass-Fett-Viel-Strom-Platine muss ich einen
Käfig aus Stromschienen bauen. Dafür habe ich massives Kupfer zur
Verfügungn mit 5x20mm Querschnitt. Es ist bereits alles zurechtgesägt
und fixierst.
Die Kupfer-Dinger sollen mit möglichst wenig Lötzinn und mechanisch
stabil miteinander verbunden werden.
Dafür möchte ich die Teile vorher miteinander verschrauben, um die
Spalten zusammenzudrücken.. (M3-Schrauben)
Ich hab jetzt mal spaßeshalber - weil ich dachte, es funktioniert -
einen Borher angesetzt.
Aber ein Metallborher schrubbelt da nur drauf rum, so richtig ins
material arbeit der sich nicht und es bilden sich auch keine Späne aus,
wie wenn man z.B: Alu bohrt.
Ich habe auch einen neuen Bohrer probiert - da rein zu bohren ist
irgendwie verdammt schwer. Mein Loch muss nur 2.5mm groß sein, weil ich
noch Gewinde schneiden muss.
Bohre ich zu schnell?
Soll man besser einen Holzbohrer verwenden? Kupfer ist ja recht weich
;-)
Wie geht sowas, ich muss da 28 Löcher zu stande bekommen und scheitere
schon am ersten :-/
Ein normaler Metallbohrer sollte da rein gehen wie in Butter. Aber gut
schmieren mit Öl, Kupfer trägt HEFTIG Material auf (Abrieb)
Wenn's nicht geht:
- Bohrmaschine läuft rückwärts
- Bohrer ist stumpf
- Material ist nicht Kupfer sondern Hart-Bronze/Messing Legierung
(Kann verdammt hart sein und tatsächlich nicht mit HSS bearbeitbar)
Das Problem von Kupfer ist, daß es so weich ist, ein normaler Bohrer
sich schnell sehr tief hineinzieht und einen dicken Span abheben will,
und dann die Bohrmaschine dazu keine Kraft hat, oder bei 3mm den Bohrer
abbricht. Das Problem ist übrigens nicht unähnlich bei Alu, bei beiden
Materialien legt sich der Span um die Spitze vom Bohrer und verschmiert
dort so daß er wie stumpf erscheint.
Für das Bohren in Kupfer gilt eine Schnittgeschwindigkeit von 62 m/min.
Die Drehzahl bei 3mm wäre also 6500, also alles was deine Bohrmaschine
bringt.
Da sich der Bohrer so schnell hineinfrisst, darfst du ihn nur kurz ins
Loch drücken, so 1mm, und gleich wieder rausziehen, damit der Span
bricht, und das immer wieder kurz nacheinander.
Denn du kannst den Bohrer nicht auf kleineren Spanwinkel umschleifen.
Zum Kühlen damit das Kupfer nicht den Bohrer verschmiert immer wieder
Spiritis oder Öl ins Loch träufeln.
Dann wird das auch mit dem Loch was.
Ja äähm, danke.
Ich weiß, ihr lacht, aber wie entfernt man einen abgebrochenen
Borherkopf aus dem Loch :-D
MaWin... hättest dus nicht geschrieben, wärs nicht passiert :-P
>Das Problem von Kupfer ist, daß es so weich ist, ein normaler Bohrer>sich schnell sehr tief hineinzieht
Das ist ein Problem von sehr spröden Materialien wie Messing oder
Grauguss, aber nicht von Kupfer!
>Denn du kannst den Bohrer nicht auf kleineren Spanwinkel umschleifen.
es gibt spezielle Weichmetallbohrer für Alu+Kupfer mit kleinem
Spanwinkel (mit stark verdrillten Span-Nuten)
Nasenborher schrieb:> aber wie entfernt man einen abgebrochenen> Borherkopf aus dem Loch
Mit einem HM Fräser?
Oder man bohrt nebendran.
Oder man macht das Teil neu.
Viel Spass beim Gewindeschneiden, ich würde wenn möglich selbstsichernde
Muttern und U Scheiben vorziehen.
> ist ein angebrachter Ansatz
Wie wäre es: selbst mit richtigem Spitzen-Winkel 130 Grad für weiches
Material anschleifen? (Normale Bohrer haben 118 Grad).
Sowas ekliges wie kleine Gewinde in reines Kupfer hab ich mit Alkohol
als Schmiermittel gemacht. Warum mir Öl da nix gebracht hat, weiß ich
nit mehr. Dafür gab's beim Werkzeughändler extra Gewindebohrer für
weiche Metalle.
Wenn's 'nur' ums Heften vor dem Löten geht, könntest du es mit
Blechschrauben versuchen ohne Gewindebohren. Durchmesser der Bohrung und
Schraubenlänge muß vorher ausprobiert werden.
Nasenborher schrieb:> Ich weiß, ihr lacht, aber wie entfernt man einen abgebrochenen> Borherkopf aus dem Loch :-D
Der Rat meines Lehrmeisters vor 50 Jahren war: "Neues Stück machen."
:-)
Gruss
Harald
Nasenborher schrieb:> aber wie entfernt man einen abgebrochenen> Borherkopf aus dem Loch
Zange, Pinzette, Ausdreher oder Senkerodierer (in dieser Reihenfolge).
Über wie viele Löcher wie tief reden wir eigentlich? Bei genügend Zeit
sind Gewinde in Küpfer eigentlich kein Problem.
Mit viel Geduld kriegt man auch den abgebrochenen Bohrer raus.
Von der anderen Seite an der exakt! gleichen Stelle nochmal
bohren.
Dann mit einem Dorn oder einem kurzen Stück passenden Rund-
material ( da gibt es doch noch den Schaft des abgerissenen
Bohrers ), das Ding rausschlagen.
Grüße Bernd
Bernd Funk schrieb:> Von der anderen Seite an der exakt! gleichen Stelle nochmal> bohren.
Wenn die Bohrerspitze ganz in dem Loch steckt (was ja zu vermuten ist)
dann bohrt er aber in die abgerissene Spitze hinein, was u.U. zum
nächsten abgerissenen Bohrer führt.
Ausserdem steht dann immer noch das Material der beiden Kegel wenn er
Spitze an Spitze bohrt. Wie will er da mit einem gleichstarken
Durchschlag was machen können?
Wenn der Bohrer halbwegs bündig abgerissen ist hat man evt. die Chanche
mit einem Senker seitlich an der Abrißkante des Bohrers zu schlagen und
ihn so stückweise links rauszudrehen.
Sieht schlecht aus. ich muss mal sehen. Ich denke ich werde es zu
gegebener Zeit von der anderen Seite aus probieren.
Ich hab mir erstmal eine Vielzahl borher bestellt ;-) In der Lieferzeit
werde ich mir wohl Alu-U-Profile besorgen, die innen einmal 20mm und 5mm
haben, sodass ich mir eine Bohrschablone bauen kann. Damit ist
hoffentlich das Bohren etwas entschärft...
Mir ist hier ein Borher seitlich weggedrifte, je tiefer es ins material
reinging. das ist echt zu kotzen. ich hab aber auch beschissenes
Werkzeuig dafür -.-
Zudem werde ich des Gesamtaufbau auch wieder auseinander nehmen und das
alles einzeln borhren. wie ich mit den Abweichungen umgehe.. mal sehen.
aber eigentlich müssen nur die Gewinde-Bohrungen gut sitzen, der rest
kann ja krumm und schief sein oder sogar zu groß gebohrt, um meine
kilomteter weiten toleranzen wieder auszugleichen. es muss ja nur ein
schraubenkopf die position halten können.
Das Hauptproblem ist doch:
Wenn ich genug Material rumliegen habe, klappt fast Alles.
Habe ich aber kein Material und ich " muss" ein Teil
retten, geht es fast immer daneben. :)
So ist das halt.
Grüße Bernd
Wie wäre es, die Teile nicht zu verschrauben und statt dessen hart zu
löten?
Damit bekommst du bessere mechanische Stabilität. Bei der Konstruktion
hab ich Angst um weich gelötete Verbindungen. Einmal beim Transport mit
der Ecke irgendwo angestossen und schon ist es passiert. Lass die Bohrer
liegen und nimm den Lötbrenner zur Hand (am besten mit
Sauerstoffflasche, dann ist das ratzfatz gemacht und hält.
Hast du zuerst den Körner benutzt?
Blöde frage, aber ich habe schon oft gesehen, dass die Leute einfach
losbohren ohne zu körnen, der Bohrer verrutscht dann, und bricht bei
kleinen Durchmesser natürlich ab.
Was mir auffällt? Wie glatt sind denn die Stirnflächen der Querstreben?
Wenn die sägerauh sind, dann ists aber Essig mit:
Nasenborher schrieb:> Ultra-Mega-Hyper-Krass-Fett-Viel-Strom
Wäre es nicht ökonomischer, damit einfach mal bei einer Schlosserei oder
beim Feinmechaniker vorbeizuschauen? Das ist doch in 10 Min mit 5? in
die Bierkasse erledigt.
Tom
Nein, gebohrt wird mit ständer.. bin doch ein echter Mann.
Habe natürlich ordentlich ordentlich anvisiert und gekörnt wie sau.
Das mit dem hart Löten ist so ne sache. Irgendwann muss ich das teil ja
auch mal auf die Platine löten. Ich wollte das verschraubte teil dann in
einem Schritt im ofen auf 250°C bringen, die wärmekapazität das lötzinn
schmelzen lassen und die platine drauf legen, sollte klappen. Ich
bekomme die Dickkupferplatinen aber auch erst in 2 wochen oder so..
Ich möchte es vor dem finalen Lötprozess eigentlich ungern
unauseinandernehmbar machen, falls ich irgendwelche Abmessung verkacke..
oder was beim Platinen-Hersteller schief geht.
Sobald das mit den Platinen verlötet ist, sollte es so stabil sein, dass
mechanische belastbarkeit kaum ein problem is.
Das dicke Ende kommt ja erst noch, wenn NaBo in die Sacklochbohrung
M3-Gewinde schneiden möchte. Bei seiner bisherigen Erfahrung sehe ich da
schwarz. Besser hart löten lassen oder NOTFALLS selbstschneidende
Schrauben sofort nach dem Bohren eindrehen.
@Udo: das ist alles durchaus sehr glatt geschliffen. habe mir
mühegegeben. Aber da es verlötet wird, und die Lötstelle keine weiten
wege überbrücken muss, wird es im der Leitfähigkeit keine probleme
geben.
Der Aufbau ist Stromtechnisch eh übertrieben. Hier geht es auch um die
Indutktivitätsminimierung. In den Stromschienen wechselt der Strom von
+2kA auf -2kA in NoTime, da zählt jedes nH.
Das ganze werden 4 asymetrische IGBT halbbrücken.
Also ich weiß nich was es mit dem Gewindeborhen auf sich hat. ich habs
mal getestet und eigentlich hab ich dabei keine probleme gehabt. hmmh.
Man bekommt halt bei so vielen löchern irgendwann schmerzen im
handgelenkt, aber das kennt man ja^^
Da muss ich an mein Praktikum in einer Werkzeugmacherei denken, Erster
Kontakt mit einer Gewindebohrmaschine, M4 Sackloch. Da hat dann der
Meister auch gesagt:
Harald Wilhelms schrieb:> "Neues Stück machen."
:-)
"gewindeborhmaschine" hmmh. Neudeutsch für "Hand"? :-O Ich weiß nich wie
die Technisch bewanderten unter euch denken, aber ich als
HF-Analogtechniker am Ende des Studiums habe weder sinnvolles Werkeug,
noch sonderlich begabung oder erfahrung was mechanisches angeht.
Aber ich teile gerne meine fehlende Erfarung, zur Belustigung.. so ganz
kann ich meine Versuche ja selbst nicht Ernstnehmen, ich steh vor der
ganzen geschichte, wie es in meinem Trickfilm dargestellt werden würde.
Naja. mal sehen. Morgen gehts in den Baumakarkt. hoffentlich gibts da
U-Profule. Ich will mit unbedingt ne Bohrschablone bauen. wozu auch
immer. ist so ein bauchgefühl. ich muss in die 7cm langen querstreben ja
irgendwie von der seite reinkommen, ohne dass der borher zur seite
abrutscht. alptraum.
denk daran, dass Weichlot bei Einwirkung von Hitze 110 - 140 °C langsam
rekristallisiert und die Lötstellen dramatisch an mechanischer
Stabilität und elektrischer Leitfähigkeit abnehmen
Nasenborher schrieb:> Das ganze werden 4 asymetrische IGBT halbbrücken
Baust du eine Lokomotive?
Ich? Budget? Hö? Was? NEIN.
Wenn ich was von gewindeschreidmaschine höre... schau mal in den anhang
-> das kapppt auch ;-) irgendwie zumindest. muss ja nicht perfekt sein.
Wenn du eine ordentliche Bohrschablone bauen willst, brauchst du aber
auch Bohrbuchsen. Im Gegensatz zum Alu sind die gehärtet und setzen dem
Bohrer, so er denn abdriften sollte, auch nennenswert Widerstand
entgegen. Ob das dünne weiche Alu diese Funktion zuverlässig und über
die gesamte Bohrdauer erfüllen kann, wage ich zu bezweifeln.
@ernst: nein, ich baue 4 asymetrische halbbrücken.
Die Leitfähigkeit bei hohen temperaturen entzieht sich ehrlichgesagt der
relevanz; das soll bei Zimmertemperatur betrieben werden. Und was macht
es schon eine sub-mm dicke lötzinnschicht.. ja ist halt schlechter
leitfähig als Kupfer, aber dafür auch vom Weganteil her nichtig.
@tmomas: ist in planung. irgendwo werde ich schon ein rohr autreiben.
wie gesagt.. 28 löcher. sollte doch möglich sein. muss ja nicht
grundsolide und für die ewigkeit halten.
Sag mal, rein interessehalber: Welche Anschlussleistung ist denn mit
"Ultra-Mega-Hyper-Krass-Fett-Viel-Strom" gemeint? ich kann mir keine
Anwendung vorstellen, die einen derartigen Aufbau rechtfertigen würde.
Zumindest die Kombination mit Standard-FR4-Platinenmaterial mach mMn.
wenig Sinn... Vieleicht sollte man hier ansetzen.
Ne, genau wegen solcher art diskussion wird eben nicht gesagt was es
wird ;-) Es soll beim Thema bleiben. wbei das wichtigste wohl geklärt
ist., danke soweit :-)
Wie gesagt: das Kupfer ist Ohmisch gesehen völliger overkill. Aber auf
den 400u-Dickkupferplatinen sitzen 20 parallelgeschaltete IGBTs, die
hart abgeschaltet werden, wonach sich die Stromrichtung durch die
asym.Halbbrücke schlagartig umkehren kann. und do ein dI von 4kA ist ein
kleiner Horror, bei 600V Spannungsfestigkeit der Transistoren. Und jetzt
wegen ActiveClamping mehere us im Aktiven bereich zu verweilen generiert
einfach unheimlich viel Wärme. Deswegen: induktivität klein halten, und
das beste rausholen.
Was hier zu sehen ist, ist ja nur die LowSide.. es gibt noch 4 weitere
IGBT-parall-gräber, die die HighSide darstellen werden.
An die Enden des Kupfer-Kastens werden direkt große Elkos angeschaubt.
Udo Schmitt schrieb:> Bernd Funk schrieb:>> Von der anderen Seite an der exakt! gleichen Stelle nochmal>> bohren.> Wenn die Bohrerspitze ganz in dem Loch steckt (was ja zu vermuten ist)> dann bohrt er aber in die abgerissene Spitze hinein, was u.U. zum> nächsten abgerissenen Bohrer führt.> Ausserdem steht dann immer noch das Material der beiden Kegel wenn er> Spitze an Spitze bohrt. Wie will er da mit einem gleichstarken> Durchschlag was machen können?
Alo, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen, ich hab' bei einem
abgebrochenen 3mm-Bohrer in Kupfer exakt dagegengebohrt und tatsächlich
ist der zweite Bohrer auch weggeknackst - und beide saßen bombenfest in
der Bohrung, kein 'rausschlagen, kein 'rausdrehen...
Ich hab' dann als letzten Ausweg mit einem 3mm-Betonbohrer beide
HSS-Stümpfe aus der Bohrung gekrümelt. In den resultierenden Tunnel, den
man nicht mehr Bohrung nennen kann, ein Gewinde zu schneiden, kann man
aber getrost vergesssen...
Habs rausgefräßt. Dremel ala Zahnarztstyle. Womit? Scheinbar egal. Geht
alles im arsch am Bohrer stahl. Aber stumpf + megadrehzahl zwingt jedes
metall nieder.
Nasenbohrer schrieb:
>Habs rausgefräßt.
Meine Fräße!
:-(
Warum denke ich oft, daß es Pflicht sein sollte, vor einem E-Technik-
Studium eine handwerklichen Beruf erlernen zu müssen? Das muß doch ei-
nen triftigen Grund haben....
gez. Buna-Pelzer
Nja, an dem gedanken ist durchaus was dran. Selbst ein E-Technik Studium
scheint ohne Hobby-Aktivitöät (die heutzutage recht selten und teuer
ist) fast ncihts wert. Die gewöhnlichen Unistudenten können vor lauter
theorie keine Praxis, die gwöhnlichen FH-Leute können vor lauter praxis
ohne genügend Theorie nicht über ihr Grundwissen hinauswachsen, egal was
man macht, man ist am arsch, wenn man ncht selbst extrem viel tut..
Aber man muss auch sagen: nicht jeder muss alles können. Dafür leben wir
in einer Gesellschaft - und da muss ich nicht wissen, wie man Milch
melkt und aufbereitet. Da geht eifnach nicht.
Ich habe halt keine Übung. Da würde auch eine Ausbildung nichts helfen.
Beim ersten mal wird das ergebnis da auch nicht besser.
Meine Fresse,
Da will einer eine Megastrommaschine bauen und bekommt nichtmal die
Löcher in das älteste Metall der Welt gebohrt? Das konnten schon die
Urururopas der Römer.
Das geht mit jedem (guten) Baumarktbohrer und ohne Öl (dafür Spiritus)
wie in Butter. Maschine muss nur richtig herum laufen ;-). Danach
Gewinde ist schon eher blöd, man muss halt oft rausdrehen, um die Späne
zu entfernen. Oder man hat Gewindebohrer, die einem die Späne nach oben
rauswürgen, sowas gibbet auch.
Mein letzter Kupferkühler ist erst ein paar Wochen her (auch
20mm-Material), ich hab einfach gebohrt......
Old-Papa
Nasenborher schrieb:> Ok, ich denke das mit dem Weichmetall-Borher ist ein angebrachter> ansatz. Meine vorhanden borher höhren schon auf späne zu werfen, bevor> das loch 2mm tief ist.
Schalt mal deine Rechtschreibkorrektur auf "deutsch" um. Das sieht ja
grausig aus.
Bohre halt kleiner vor und nimm zum schmieren Petroleum. Hast doch keine
China Bohrer oder ? Die sind meistens unter zuhilfe nahme von
Reisschnaps händisch geschliffen...;-)
herbert schrieb:> Bohre halt kleiner vor und nimm zum schmieren Petroleum. Hast doch keine> China Bohrer oder ? Die sind meistens unter zuhilfe nahme von> Reisschnaps händisch geschliffen...;-)
Muss ne scharfe Brühe sein, wenn man damit schleifen kann...
Duck&weg
Old-Papa
PS: Petroleum (oder Diesel) geht gerade so, ich mach immer Spiritus. Da
soll ja nicht geschmiert werden (macht Kupfer eh schon), es soll gekühlt
werden!
Hatte heute das gleiche Problem, NaBo, deswegen hatte ich gegoogelt, wie
man massives Kupfer bohrt - und bin auf Deinen Thread gestoßen. Seltsam:
Löcher 3.5mm und größer gehen ohne Probleme mit Standard-HSS-Bohrern.
aber bei 2.5- oder 3mm-Löchern schmiert der Bohrer und bricht dann ab.
Da sollten eigentlich auch Gewinde zur Befestigung einer 10W-Led rein.
Teil vergurkt, aus, Ende. Ich befestige die jetzt mit Wärmeleitkleber.
Volle Zustimmung zu dem "Praxis-Problem" von E-Technik-Studenten - oh
ja, eine Lehre vorher wäre hilfreich gewesen. Das Grundpraktikum reicht
echt nicht aus. Und auch als alter Heimwerker fehlt einem in vielen
Dingen die Praxis.
Hoffe, daß Deine E-Lok mittlerweile läuft... :-)
goldoehrchen schrieb:> Hatte heute das gleiche Problem, NaBo, deswegen hatte ich gegoogelt, wie> man massives Kupfer bohrt - und bin auf Deinen Thread gestoßen. Seltsam:> Löcher 3.5mm und größer gehen ohne Probleme mit Standard-HSS-Bohrern.> aber bei 2.5- oder 3mm-Löchern schmiert der Bohrer und bricht dann ab.> Da sollten eigentlich auch Gewinde zur Befestigung einer 10W-Led rein.> Teil vergurkt, aus, Ende. Ich befestige die jetzt mit Wärmeleitkleber.>> Volle Zustimmung zu dem "Praxis-Problem" von E-Technik-Studenten - oh> ja, eine Lehre vorher wäre hilfreich gewesen. Das Grundpraktikum reicht> echt nicht aus. Und auch als alter Heimwerker fehlt einem in vielen> Dingen die Praxis.>> Hoffe, daß Deine E-Lok mittlerweile läuft... :-)
Das Problem sind minderwertige Bohrer. Deren Spanraum ist dermaßen
klein, Späne können nicht abfließen. Eventuell wird auch mit viel zu
hoher Drehzahl und/oder zu hohem Vorschub gebohrt, auch das verhindert
den Spanfluss. Bisher habe ich in alle möglichen Kupfersorten
erfolgreich bis runter zu 1mm gebohrt.
Old-Papa
Matthias L. schrieb:> In den resultierenden Tunnel, den> man nicht mehr Bohrung nennen kann, ein Gewinde zu schneiden, kann man> aber getrost vergesssen...
Mit einer entsprechenden Metallwerkstatt und Know-how hat man da
durchaus noch Möglichkeiten. Auf einer Fräsmaschine hat man mit
Fräsern weniger Probleme als wie mit Bohrern (Wandern und verbiegen).
Entweder man schweißt die Kupferlöcher zu und schneidet neu oder
fräst größere Löcher und baut Gewindenieten ein.
Geht nicht, gibts nicht.
Ein bisschen konnte ich mir mal von einem Feinmechnikermeister
abgucken. Der hatte Tricks drauf, das glaubt man gar nicht.
Abgebrochene HSS-Werkzeuge hat der im Material zertrümmert um die
wieder heraus zu bekommen. Hartes Material wie HSS ist nämlich auch
spröde. Man braucht halt nur einen entsprechenden harten Dorn oder
Meißel.
Bei den Bohrern konnte der die Dinger für fast jedes Material so
anschleifen, dass alles gelang.
Wenn man keine Fräsmaschine hat, kann man auch eine Bohrhülse aus
gehärtetem Material benutzen um die Abdrift zu verhindern.
Nasenborher schrieb:> Nein, gebohrt wird mit ständer.. bin doch ein echter Mann.
Das mag ja sein, aber benutzt Du auch eine Tisch-/Standbohrmaschine?
Buna-Pelzer schrieb:> Warum denke ich oft, daß es Pflicht sein sollte, vor einem E-Technik-> Studium eine handwerklichen Beruf erlernen zu müssen? Das muß doch ei-> nen triftigen Grund haben....
Es wäre auch schön wenn man vorher die Rechtschreibung lernen müsste.
Die Beiträge von dem Borher [sic] sind grausig zu lesen. Bis zum ersten
Bild dachte ich er wäre ein Troll.
Old P. schrieb:> Das Problem sind minderwertige Bohrer.Nemesis schrieb:> Mit einer entsprechenden Metallwerkstatt und Know-how hat man da> durchaus noch Möglichkeiten.
Das Problem sind Trolle ...
oszi40 schrieb:>> ist ein angebrachter Ansatz>> Wie wäre es: selbst mit richtigem Spitzen-Winkel 130 Grad für weiches> Material anschleifen? (Normale Bohrer haben 118 Grad).
Und angelegentlich mit ruhiger Hand und einer scharfkantigen,
feingekörnten Schleifscheibe (oder einer Diamant-Schlüsselfeile) den
ersten Millimeter der Spanfläche "stumpfer" schleifen, so daß ein
kleinerer Spanwinkel entsteht. Dabei kann man auch die Querschneide ein
wenig ausdünnen, das verbessert die Zentrierung und mindert das
Verlaufen des Werkzeugs.
Siehe dazu auch:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b2/Winkel_in_der_Zerspanungstechnik.pnghttp://www.bilder-hochladen.net/files/33s5-4-a87f.jpg
Nasenborher schrieb:> ich muss in die 7cm langen querstreben ja irgendwie von der seite> reinkommen, ohne dass der borher zur seite abrutscht. alptraum.
Ständerbohrmaschine, Schraubstock, Körnung, Schneidengeometrie (in
dieser Reihenfolge) => ein Träumchen.
Old P. schrieb:> PS: Petroleum (oder Diesel) geht gerade so, ich mach immer Spiritus. Da> soll ja nicht geschmiert werden (macht Kupfer eh schon), es soll gekühlt> werden!
Es soll vor allem das Anbacken des Materials am Werkzeug verhindert
werden. Das kann Petroleum viel besser als Spiritus.
Da ist ein grundsätzliches Problem.
Bohrer sind normalerweise so angeschliffen, dass sie bei Stahl
oder auch rostfreiem Stahl funktionieren.
Bei Kupfer, Messing oder Bronze ziehen sich diese Bohrer
von allein in das Material und brechen ab.
Hier ist eine andere Schneidengeometrie nötig.
Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:
A: Bohrer im Werkzeughandel kaufen, die speziell geeignet sind.
B: Bohrer verändern ( umschleifen )
Warum glauben die Elektroniker eigentlich,
das die Metallverarbeitung so nebenhergeht?
Wir Schlosser bauen doch auch nicht mal nebenher einen Operations-
verstärker.
Grüße Bernd
> Warum glauben die Elektroniker eigentlich,> das die Metallverarbeitung so nebenhergeht?
Weil das dickste Metall, dem sie normalerweise begegnen, die 35um Kupfer
auf der Platine sind ;)
Bernd F. schrieb:> Da ist ein grundsätzliches Problem.>> Bohrer sind normalerweise so angeschliffen, dass sie bei Stahl> oder auch rostfreiem Stahl funktionieren.>> Bei Kupfer, Messing oder Bronze ziehen sich diese Bohrer> von allein in das Material und brechen ab.> Hier ist eine andere Schneidengeometrie nötig.> Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:>> A: Bohrer im Werkzeughandel kaufen, die speziell geeignet sind.> B: Bohrer verändern ( umschleifen )
Ich habe noch nie spezielle Bohrer gebraucht um weiche Materialien wie
in Alu zu bohren, schon gar nicht bei relativ kleinen Bohrlochgrößen.
Dazu genügen mir Bohrer aus gut sortierten Baumärkten völlig. Ich
brauche dafür weder Hand gedengelte goldene Superbohrer noch sündhaft
teure Industrie-Ständerbohrmaschinen für mehrere k-Euro. Viel Gefühl
beim Bohren (vor allem im Vorschub) + Schneidflüssigkeit (die
Schneidölsauerei habe ich durch Spiritus ersetzt), gutes Einspannen im
Bohrmaschinenschraubstock und rechtzeitig wieder raus aus dem Bohrloch,
um die Späne zu beseitigen - alles im kleinsten Drehzahlbereich. Dauert
etwas länger, aber klappt mit HSS-Bohrern immer. Da bricht keiner ab.
Wer das nicht kann muss sich halt teures Equipment zulegen. Damit kann
dann auch jeder Dussel bohren.
;-)
Bernd F. schrieb:> Wir Schlosser bauen doch auch nicht mal nebenher einen Operations-> verstärker.
Öhm, aber mal ne elektrische Uhr ist doch auch kein Problem. Immer
diese Verallgemeinerungen, auch manche Elektroniker können etwas
bohren, fräsen und drehen.
Grüße, Guido
Guido B. schrieb:> Bernd F. schrieb:>> Wir Schlosser bauen doch auch nicht mal nebenher einen Operations->> verstärker.>> Öhm, aber mal ne elektrische Uhr ist doch auch kein Problem. Immer> diese Verallgemeinerungen, auch manche Elektroniker können etwas> bohren, fräsen und drehen.>> Grüße, Guido
Ja, jeder ernsthafte "Elektroniker" muss das auch. Denn diese bauen bzw.
bearbeiten für ihre Entwicklungen auch ordentliche Gehäuse und Gedöhns.
Ich selbst bin zwar auch Metaller (und Tontechniker, und Fotofix....),
einen OPV könnte ich aber ganz sicher hinstricken. Das ist aber nun
keine Bedingung, jeder hat andere Begabungen. Was fehlt kann man sich
aneignen, muss man aber auch nicht.
Old-Papa
Hallo
"Warum glauben die Elektroniker eigentlich, das die Metallverarbeitung
so neben her geht?"
Weil man bei der Metallverarbeitung alles sieht und alles nach
vollziehen kann, man sieht das z.B. eine Schraube abgebrochen ist, ein
Gewinde "verhunzt" ist, irgendwas nicht passt usw. (bitte nicht aufregen
und erst mal weiter lesen)
In der Elektrik gibt es 1001 verschiedene Möglichkeiten, Fehlersuche und
richtig Messen ist "alles", doch Fehlersuche und richtiges Messen sind
in vielen Fällen alles andere als Trivial-sehr beliebt sind dann die
Fehler welche nur hin und wieder ohne erkennbaren Gründe auftreten.
Elektrik => 95% Fehlersuche 4,9% Ersatzteilbeschaffung und
Arbeitsvorbereitung 0,1% echte Reparaturzeit ;-)
Man sieht Strom nicht, arbeitet mit Größen zu der Mensch keine direkte
Sinne hat und Werte die in der Elektronik lächerlich gering sind sind
für einen Menschlichen Körper schon "irrsinnig" hoch - z.B. Frequenzen
über 20kHz (Gehör) bei Muskeln und Bewegungen wohl schon bei 10Hz oder
Zeiten unter 200ms.
Das was man als Elektroniker von der Metallverarbeitung meist mitbekommt
sieht halt "grob" und simpel nachvollziehbar aus - das es im Detail auch
dort sehr verzwickt und theoretisch sein kann bekommt halt nur selten
mit.
Es sind halt verschiedene Welten die sich höchsten im Groben
überschneiden.
Hennes
Kupfer kann man sehr gut mit einen Bohrer für Holz bearbeiten. Es gibt
zwar Bohrer mit Zentrumspitze für Metall, aber die sind meist schwer zu
bekommen.
BG
Ich hätte ja behauptet, in den knapp zwei Monaten hätte der TO sein
Kupfer auch mit einem scharfgeschliffenen Löffel schon fertiggebohrt.
In den relevanten Größen (2,4mm bis 10mm) hatte ich bei Kupfer auch mit
normalen HSS-Bohrern in der Standbohrmaschine nie ein Problem.