Dynamischer Spannungsteiler

Gast #3365675
Lesenswert?

Ich bin beim herumsurfen auf folgende Schaltung gestossen; angeblich aus 
einer alten Funkamateuer Ausgabe. Welchen OpAmp sollte man hier 
verwenden ? Habe es schon mit verschiedenen Rail-to-Rail Typen versucht. 
Die Ergebnisse sind nicht besser. Was ist theoretisch erreichbar ? Ab 
einem Widerstandsverhältnis von 100 Ohm zu 1 MOhm ergeben sich Störungen 
im Spannungsverlauf. Was könnte man schaltungstechnisch verbessern ?
Im Anhang: Einmal als Bildschirmkopie (PNG); einmal als LTSpice Datei.
Angehängte Dateien:
Gast #3365722
Lesenswert?

HansWerner schrieb:
> ergeben sich Störungen
> im Spannungsverlauf.

Ich konnte keine finden - wenn man die Eingangsspannung richtig macht. 
Du brauchst dich nicht zu wundern, wenn du als Eingangssignal 30V Sinus 
drauf gibst. Da ist der OPA zeitweise ohne Versorgungsspannung und die 
Transistoren werden zeitweise invers betrieben. Das muss nicht 
funktionieren und in Wirklichkeit geht vermutlich einiges kaputt.

Nimm mal für die Quelle V1 den Wert SINE(25 2 50)

Fritz schrieb:
> Und was soll diese Schaltung eigentlich tun?

Die erzeugt einen virtuellen GND.
Gast #3365752
Lesenswert?

andreas6 schrieb:
> Hallo,
>
> nimm mal eine Gleichspannung als Versorgung. Dann funktioniert die
> Schaltung sogar.
>
> MfG. Andreas

Na ja, und was sollen dann die ganzen Dioden in der Schaltung ?
Mal abgesehen von den beiden LEDs mit den 680 Ohm Widerständen.
Mein Fehler: Hab normale Schaltdioden eingesetzt.
Gast #3365785
Lesenswert?

Helmut S. schrieb:
> Eigentlich geht die Schaltung mit jedem Opamp, wenn du noch einen 2,2nF
> Kondensator zwischen Ausgang des Opamps und dem -Eingang des Opamp
> einfügst. Dieser Kondensator ist ganz wichtig für die Stabilität. Siehe
> Anhang. Plot mal V+. Dann den C mal auf 2.2p ändern und simulieren.
> Überzeugt?

Mmmmmmh, du hast einen Störimpuls auf den Ausgang gegeben und die 
Eingangsspannung auf 20V beschränkt.
Ohne den 2,2p Kondensator ergeben sich Schwingungen.
Der kann eigentlich nicht Schaden.
Trotzdem ergeben sich bei einem Lastwiderstandverhältnis von 100 Ohm zu 
1 MOhm unschöne Abweichungen. Aber nur in der negativen Halbwelle.
Das muß doch was zu bedeuten haben. Irgendwo ist eine Unsymmetrie.
Grübel. grübel.
Bei Gleichspannung treten erst Abweichungen bei einem 
Widerstandsverhältnis von etwa 10 Ohm zu 1 MOhm auf.
Der Typ des Operationsverstärkers scheint wirklich keine grossen 
Auswirkungen
zu haben.
Gast #3366492
Lesenswert?

> Die TDA2030 gibts m.W. schon mindestens 30Jahre.

Vermutlich, weil sie einfach gut und billig sind und für einiges mehr 
taugen, als wozu sie ursprünglich vorgesehen waren. Ich hab' damit schon 
Sachen gemacht, das plaudere ich hier besser nicht aus, sonst bricht 
wieder en Shit-Strom aus.

Jedenfalls denke ich, dass dieser Chip für den Anwendungsfall wie 
gemacht ist. Da brauchst Du nur ein Poti dran hängen und bist schon 
fertig. Schutz gegen zu hohem Strom, zu viel Wärme sowie Schwingungen 
schon inclusive:
1
   Ub+
2
    o         TDA2030
3
    |          ______
4
   |~|        |      |
5
   | |<-------|+     |---+-----o Ausgang
6
   |_|     +--|-     |   |
7
    |      |  |______|   |
8
    o      |             |
9
   Ub-     +-------------+

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren