Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Finger weg vom Marsboard!


von Bert 0. (maschinist)


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Hallo,

zur Zeit sind ja DevBoards mit ARM-SoC recht populär, ich wollte auch 
mal mitmachen und hab mir das Marsboard A10 kommen lassen. Es gibt hier 
extra keinen Link oder Verweis, weil das Teil offenbar echter 
Chinaschrott ist:

Das Board kam an mit einem Popel-Android im Flash, das keiner meiner 
vorhandenen Monitore unterstützt, nur DDC Fehler, aber kein Bild.

Gut, eine Androidbox wollte ich eh nicht, also das Linaro Sunxi Image 
heruntergeladen und auf SD-Karte geschrieben. Hurra, das bootet auch, 
aber jede Menge Fehlermeldungen,, egal.

Lt. Forum ist die Stromversorgung nicht trivial, also hab ich ein 5V 3A 
Labnetzteil angeschlossen, aber das brachte nichts.

Wollte dann u-boot-sunxi mal neu kompilieren, mit Setup fürs Marsboard, 
aber das Marsboard crasht bei jedem Compile.

Auch memtester läuft nicht durch, jede Menge Errors mit Data mask 
0x0000001100, offensichlich DDR U8 kaputt.

Hab nun eine gute h mit AVRMan, dem Supportguy von Haoyu gechattet, der 
wollte nur, daß ich Android starte und AnTuTu laufen lasse, nur wenn der 
zicke, sei das Board kaputt.

Daß memtester ganz klar einen Speicherfehler erkennt war egal, Linux 
würde nicht unterstützt, wenn Android läuft, sei alles gut.

Ich habe also ein DevBoard gekauft, auf dem Linux per definition nicht 
läuft, warum dann DevBoard? Eine Consumer-Android-Box bekomme ich auch 
anderswo...dazu brauche ich kein DevBoard.

Fazit: das Marsboard von Haoyu ist ein Scrapprodukt, es funktiobniert 
out-of-box nicht mit Linux, Support gibts nicht, also ein 
Wegwergfprodukt.


Gruß... Maschinist

von Paul (Gast)


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Da läuft Linux drauf. Steht auf deren Webseite. Da ist entweder ein 
Lötfehler oder ein Speicher-IC ist im Anus.

von Magic S. (magic_smoke)


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Klingt komisch. Kann man den Chip nicht in Eigenregie tauschen? Bevor Du 
das Ding wegschmeißt zahl ich Dir das Porto und probiere mich mal dran. 
Mit etwas Glück findet man so einen DDR IC auf einer alten Grafikkarte 
oder Speichermodul.

von Oli Ffm (Gast)


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Man kann bei den verschiedenen Allwinner A10/A20 Boards nicht jede 
beliebige Disse einfach so nehmen, sondern muß wenigstens das richtige 
Boot Script verwenden oder bauen (eine compilierte .fex Datei), sonst 
stimmen die memory timings nicht, die sind dort definiert. Also Cubie 
Image in Marboard ist ein Nogo. Wie man die Boot Dateien überträgt steht 
im Marsboard Forum.

Mein Marsboard A20 (alte Version) läuft prima als arm7 dualcore 
Testserver an der VDSL-Leitung zuhause. :)

von Easylife (Gast)


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Bert B. schrieb:
> also das Linaro Sunxi Image
> heruntergeladen und auf SD-Karte geschrieben. Hurra, das bootet auch,
> aber jede Menge Fehlermeldungen,, egal.

Bert B. schrieb:
> Lt. Forum ist die Stromversorgung nicht trivial

Bert B. schrieb:
> Fazit: (...) es funktiobniert
> out-of-box nicht mit Linux

Du willst ein nicht unterstütztes Board mit Linux booten.
Du interessierst dich nicht für Fehlermeldungen.
Du interessierst dich nicht dafür, dass andere bereits rausgefunden 
haben, dass die Stromversorgung nicht trivial ist.
Es läuft bei dir nicht out of the box.
-> Deine Schlussfolgerung: das Produkt ist schuld.

Sorry, wenn ich lächle.

von jaja (Gast)


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Oli Ffm schrieb:
> Man kann bei den verschiedenen Allwinner A10/A20 Boards nicht jede
> beliebige Disse einfach so nehmen

Das kann ich bestätigen. Auch dass der A10/A20 problemlos unter Linux 
läuft.

> sondern muß wenigstens das richtige
> Boot Script verwenden oder bauen (eine compilierte .fex Datei), sonst
> stimmen die memory timings nicht, die sind dort definiert.

Ich verwende OpenWRT mit DTS-Files (machen etwa dasselbe wie 
.fex-Dateien, sind aber universeller und können mehr). Auch dort werden 
Adresse, Frequenzen, Port-Multiplexer etc. definiert - individuell auf 
ein Board zugeschnitten.

Arbeit muss man immer hineinstecken.

@TO: Wenn Du Dein Board loswerden möchtest, nenne einen Preis (und 
berücksichtige vorsichtshalber, dass es einen Speicherfehler hat).

von Conny G. (conny_g)


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Wenn die Memory Timings nicht stimmen, dann hat es ja gar keinen 
Speicherfehler? :-)

von picopfer (Gast)


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was soll denn dieser ganze Quatsch hier?
Wusel, wusel Linux.....

von bootldr (Gast)


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Für die memory-timings ist nicht der Linux kernel zuständig, sondern der 
Bootloader. Bootscript wurde oben ja schon erwähnt. Ich nehme an dass 
das dann vom bootloader ausgeführt wird.
Üblicherweise wird der bootloader aus einem internen SRAM ausgeführt, 
dann initialisiert er das SDRAM und kopiert den linux kernel da rein. 
(Der passt nicht in ein internes SRAM). Der Linuxkernel muss sich dann 
eigtl. nicht mehr um irgendwelche SDRAM-timings kümmern, der läuft ja 
schon aus dem SDRAM und wenn die timings da nicht passen ist auch der 
Kernelcode der ausgeführt wird schon voller Bitfehler.
Beim Linuxkernel kommt dann der device tree (DTS) ins Spiel. Der muss 
zum SoC und Board passen, sonst kennt der Kernel nicht die richtige 
Peripherie.

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