Probleme mit Kondensator für Schwingkreis

#3394817
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Guten Tag,
ich bin dabei einen Parallelschwingkreis mit einer Resonanzfrequenz so 
nah wie möglich um 1 MHz zu entwerfen.

Der Schwingkreis muss eine möglichst hohe Impedanz bei 1 MHz haben 
(daher auch der Wert für die Resonanzfrequenz)

Bei dem Versuch Indutivität und Kapazität aufeinander abzustimmen stoße 
ich auf das Problem, dass ich einen Wert für die Kapazität (253,3 nF) 
bekomme bei dem es sich um keinen bestellbaren Standardwert für 
Kondensatoren handelt.

Trimmer-Kondensatoren kommen leider nicht in Frage, weil sie nur im 
pF-Bereich erhältlich sind.

Hat jemand einen Lösungsvorschlag bzw. hilfreiche Tipps?

Vielen Dank für ihre Hilfe

Mfg
Klaus
Gast #3394840
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hmm..., bist du dir mit den _[nF]_ sicher? Bei 1 MHz gehören dazu 
Größenordnung 100 nH Induktivität, also ein dünner Draht von 10 cm Länge 
oder eine entsprechend kleine Spule (incl. der Kondensatorabmessungen). 
Viel Güte wirst du damit erst mal nicht erzielen.

Und per se hat die Güte auch nicht viel mit der Frequenz zu tun, denk an 
Quarze.

Erklär doch einfach mal deinen Rechengang und die Aufgabe.

Grüße
#3394855
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Klaus Herbert schrieb:

> ich auf das Problem, dass ich einen Wert für die Kapazität (253,3 nF)
> bekomme bei dem es sich um keinen bestellbaren Standardwert für
> Kondensatoren handelt.

Dann miss diesen Wert aus einer grösseren bestellten Menge heraus
oder ändere die Induktivität.
Gruss
Harald
PS: Unabhängig davon wirst Du keine Kondensatoren bekommen, die nur
im Promillebereich schwanken. Präzise Frequenzen erzeugt man anders.
Gast #3394911
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Hallo!
Duirch die Verwendung von zwei oder mehr Kondensatoren kann nicht nur 
der genaue Kapazitätswert "abgeglichen" werden, man kann auch eine 
Temperaturkompensation erreichen. Kondensatoren gibts ja mit 
unterschiedlichen TK-Werten positiv aber auch negativ. Alle 
frequenzbestimmenden Bauteile werden dann in einem bestimmten 
Temeraturbereich gegeneinander auf nahe Null getrimmt (TCO - temperature 
compensated oscillator).
#3394923
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>Bei dem Versuch Indutivität und Kapazität aufeinander abzustimmen stoße
>ich auf das Problem, dass ich einen Wert für die Kapazität (253,3 nF)
>bekomme bei dem es sich um keinen bestellbaren Standardwert für
>Kondensatoren handelt.

Warum erwähnst du denn mit keinem einzigen Wort, wie groß die 
Induktivität ist?? So kann dir niemand helfen...
Gast #3394990
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Klaus Ra. schrieb:
> Klaus Herbert schrieb:
>> Der Schwingkreis muss eine möglichst hohe Impedanz bei 1 MHz haben
>> (daher auch der Wert für die Resonanzfrequenz)
>
> Kommt auch ein aktiver Filter in Frage? Der OP müsste nur hohe
> Grenzfrequenz haben. Hier ein Beispiel:
> http://www.ti.com/product/lm7121
>
> Gruss Klaus.

Kann man mit einem Operationsverstärker einen Schwingkreis ersetzen? 
(grübel)
#3395001
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Kai Klaas schrieb:
> Ach Udo, wir nehmen doch gerade an, daß sich Klaus verrechnet hat und
> die von ihm ermittelte Kapazität falsch ist...

Ok, ich und andere haben angenommen, daß er eine miserable Balance 
zwischen Induktivität und Kapazität genommen hat. Zumal er keine 
Einwendung zu der Aussage gemacht hat:

Günter Richter schrieb:
> hmm..., bist du dir mit den _[nF]_ sicher? Bei 1 MHz gehören dazu
> Größenordnung 100 nH Induktivität, also ein dünner Draht von 10 cm Länge
> oder eine entsprechend kleine Spule (incl. der Kondensatorabmessungen).

Aber vieleicht hast du ja recht.
Hat mich eh irritiert daß du sowas gefragt hast, deswegen die '???'.
#3395163
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Es geht darum die Steifigkeit eines Piezoelements mit Hilfe der äußeren 
Beschaltung zu steuern. Durch Zuschalten einer Kapazität soll ein 
Schwingkreis mit großer Impedanz (bei 1 MHz) entstehen wodurch die 
Steifigkeit des Piezoelementes erhöht wird.

Ich habe mir jetzt überlegt, zwei Induktivitäten in Reihe zu schalten 
(L1= 1,5 µH, L2= 1,06) um so auf die 2,56 µH bei einer Kapazität von 10 
nF zu kommen. Die Bauteile mit diesen Werten sind erhältlich.

Macht das Sinn?

Viele Grüße
#3395652
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Klaus Herbert schrieb:
> Es geht darum die Steifigkeit eines Piezoelements mit Hilfe der äußeren
> Beschaltung zu steuern. Durch Zuschalten einer Kapazität soll ein
> Schwingkreis mit großer Impedanz (bei 1 MHz) entstehen wodurch die
> Steifigkeit des Piezoelementes erhöht wird.

Ich habe mal nach einem Ersatzschaltbild für ein Piezoelement gesucht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Piezoelektrischer_Sensor

Anbei habe ich aus dem Wiki das Ersatzschaltbild für ein Piezoelement 
herausgezogen. Sind irgendwelche Werte bekannt?

Ce und Lm bilden einen Serienschwingkreis. Parallel dazu ist C0 und Ri. 
Ri dämpft das interne Gebilde. Ohne Berücksichtigung des 
Ersatzschaltbildes wirst Du mit einer äusseren Beschaltung lediglich nur 
nach Versuch und Irrtum testen können.

Nur so eine Idee. Wenn Dir ein Oszi zur Verfügung steht, dann könnte man 
in Reihe einen Wobbler oder Sinus schalten und die Schaltung hochohmig 
per Oszi sich anschauen. Der Phasengang müsste so ebenfalls zu messen 
sein.

Gruss Klaus.
Angehängte Dateien:
Gast #3396209
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Klaus Herbert schrieb:
> Trimmer-Kondensatoren kommen leider nicht in Frage, weil sie nur im
> pF-Bereich erhältlich sind.

Du hast dich vollkommen verrannt.
Deine 1MHz kommen in jedem klassischen MW-Radio vor.
Geschätzt liegt da der Wert bei 80pF.
Und für eine hohe Güte sollte die Induktivität hoch sein.
Der würde gehen:
http://www.reichelt.de/Trimmerkondensatoren/TZ03-60P/3/index.html?&ACTION=3&LA=2&ARTICLE=42415&GROUPID=3171&artnr=TZ03+60P
Am Ende, wie schon gesagt, durch Festkapazitäten ersetzen.
Dein C-Wert ist absolut unrealistisch.
Gast #3396955
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Es muß sicher ausgewogen sein.
Natürlich kann es theoretisch einen 1MHz Schwingkreis mit seinen 200nF 
oder umgekehrt mit 10pF und hoher Induktivität geben.
Gerade in der Röhrenzeit wurde da optimiert. Es kam da auf die Verluste 
von C und L an, die technisch machbar sind.
Ich hab das noch vom Detektor im Hinterkopf. Also besser für einen 
Mittelwellensender 100pF anstatt 500pF.
Gast #3397083
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Klaus Herbert schrieb:
>Der Schwingkreis muss eine möglichst hohe Impedanz bei 1 MHz haben
>(daher auch der Wert für die Resonanzfrequenz)

Für einen hohen Resonanzwiederstand sollte der Kondensator
möglichts klein, und die Spule eine große Induktivität
haben. Die Induktivität darf nun aber auch nicht zu groß sein.
Die Eigenresonanzfrequenz der Spule muß auf jeden Fall
noch über 1MHz liegen.
Wie groß ist Induktivität deiner Spule?
Für was soll der Schwingkreis verwendet werden?
Für ein Filter, oder soll das ein Oszillator werden?

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