Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kopfhörerverstärker mit PGA 2310


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von Ghostrider1911 (Gast)


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Hallo,

folgendes habe ich vor:

Ich möchte gerne meinen Studiokopfhörer von AKG (K280) mit meinem PC 
verbinden.

Da die meisten PC Soundkarten grottig sind, verzerrt das ganze doch arg, 
wenn man etwas aufdreht.

Sprich ein Kopfhörerverstärker muss her.

Ich hätte mich da schon auf den PGA 2310 eingeschossen, da er überall 
sehr gelobt wird, und so eher für Highend gebaut ist.

Diesen hab ich auch bereits hier liegen. (Sample von TI)

Mein Kopfhörer hat eine Impedanz von 75Ohm

Im Datenblatt des PGA 2310 steht: ",while providing the capability to 
drive 600Ohm loads directly without buffering."

Das heisst für mich warscheinlich so viel wie: Ich brauch am Ausgang 
noch einen Operationsverstärker der die Last abkann.

Nun hab ich drei Fragen:

Brauch ich zwingend einen Eingangsbuffer? (Sprich einen OP am Eingang)
Für was ist der OP am Eingang überhaupt gut?

Welcher OP würde sich für den Ausgang eignen, oder seit ihr der Meinung 
die Leistung des PGA würde trotzdem ausreichen?

Ich freue mich über alle Ratschläge / Tipps.

Mfg

von rio71 (Gast)


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"Short-Circuit Current 35 mA" heißt wenn du ordentlich spannungshub an 
deinem hörer haben willst ist ein buffer dringend empohlen, den von den 
35mA sollte ma eher weit weg bleiben.
buf634 der gleichen firma ist hier sehr geeignet und auch dafür 
reputiert.

von Jobst M. (jobstens-de)


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Den PGA benötigst Du nicht.

In vielen CD-Playern hat man den BA/RC/NE/SA 4556/58/60 eingesetzt. Hat 
ausreichend Wumms.

Gruß

Jobst

von Ghost R. (ghostrider1911)


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Hallo,
zur ersten Antwort:

Die Möglichkeit mit dem Buf sieht für mich sehr interessant aus, ich 
denke so werde ich das machen, hast du vielleicht eine Beschaltung die 
für meine Zwecke optimal währe?

Oder ist die Beschaltung des Datenblatts ausreichend?


zur zweiten Antwort:

Hmm, der Hauptvorteil des PGA liegt für mich einfach darin, dass ich ihn 
per µC regeln kann, und so das knacken alter Potis ausschließen kann.

Klar ist der Baustein relativ teuer, aber da ich ihn eh schon daheim 
hab, spielt das keine Rolle.

Die Lautstärke will ich dann mittels eines Drehimpulsgebers regeln, die 
Tastfunktion wird genutzt um die maximale Dämpfung des PGA einzustellen, 
sprich sowas wie ein Mute Knopf.

Dennoch bleiben mir zwei Fragen erhalten:
Brauch ich einen OP am Eingang?
Für was ist dieser OP am Eingang gut?

mfg

von ArnoR (Gast)


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Ghost Rider schrieb:
> Brauch ich einen OP am Eingang?
> Für was ist dieser OP am Eingang gut?

Steht doch im DB:
It is important to drive the PGA2310 with a low source
impedance. If a source impedance of greater than 600Ωis
used, the distortion performance of the PGA2310 will
begin to degrade.

Das Ding klirrt sonst kräftig. Die Verzerrungen steigen umgekehrt 
proportional zum Signalpegel, sind also bei kleinen Pegeln besonders 
groß, nicht sehr gut für KH-Betrieb.

von ArnoR (Gast)


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Ach, wie ich gerade sehe, sind die Kurven im Db für 20pF Lastkapazität. 
Und selbst damit geht der Frequenzgang schon ab 50kHz nach oben. Ein 
KH-Kabel hat sicher 100p/m, damit dürfte schon im Hörbereich eine 
Überhöhung auftreten, ab 1nF Last schwingt das Ding. Ein Buffer am 
Ausgang ist also Pflicht.
Der ist überhaupt nur als Pegelregler bei großen Signalspannungen und 
sehr niederohmigen Quellen geeignet, alles andere können andere 
Schaltungen besser.

von Chris d. (xportdus)


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Hallo Ghostrider1911,

schau mal wegen des PGA`s bei ebay. Von der PGA Serie gibt es dort 
einige. Ich habe die Teile auch schon dort bestellt und zusammen mit 
einem AVR verbaut.

Es gibt dort auch unterschiedliche Versionen was die Spannungsversorgung 
des Analogteiles angeht.

Zum einen +/- 15 Volt oder auch nur +/- 5 Volt. Der Digitalteil wird 
immer getrennt mit 5 Volt versorgt.

Nur mal als Anregung für dein Projekt

Chris

von Michael_ (Gast)


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Ghostrider1911 schrieb:
> Da die meisten PC Soundkarten grottig sind, verzerrt das ganze doch arg,
> wenn man etwas aufdreht.
>
> Sprich ein Kopfhörerverstärker muss her.

Ich kann zwar falsch liegen, aber die Qualität wird doch nicht vom 
Audioverstärker der Soundkarte bestimmt.
Sondern vom Wandlerchip, der dein analoges Signal bereitstellt.
Auf einer guten Soundkarte ist auch sicher ein guter Audioverstärker 
verbaut.

Ghostrider1911 schrieb:
> Da die meisten PC Soundkarten grottig sind, verzerrt das ganze doch arg,
> wenn man etwas aufdreht.
Du kannst nicht verallgemeinern. Was für eine hast du denn?

von Michael_ (Gast)


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Nachtrag.
Und warum verwendest du nicht den Digital-Ausgang?
Bei einer neumodischen Anlage kannst du den doch direkt einspeisen.
Kleine Wandler toslink--->analog gibt es doch auch.

von Ghost R. (ghostrider1911)


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Hallo ArnoR,

ok, das heisst für mich ich brauch zwingend einen OP im Eingang, gibt es 
einen Typ der besonders geeignet währe, oder kann ich jeden beliebigen 
nehmen?

Die Impedanz der Soundkarte ist doch aber relativ klein oder etwa nicht?

an Chris dus:

Hallo,
Den PGA hab ich ja schon daheim, und zwar den 2310, also brauch ich 
+-15V.

Der Digitalteil wird extra versorg, ok soweit so gut, aber er darf schon 
am selben Trafo hängen oder ?
Sprich 2 Spannungsregler für den Analogteil des PGA 2310 und des BUF 
634.
1 Spannungsregler 7805 für den Digitalteildes PGA und für den Atmega8

an Michael_ :
Ich habe eine interne Realtek Soundkarte. Die Qualität ist eigentlich 
relativ gut, aber die Leistung fehlt einfach, was sich z.B. bemerkbar 
macht, wenn man Lieder mit etwas mehr Bass hört etc.

EDIT:
Ja ich hab auch einen Yamaha RX-V475 AV-Receiver, dieser ist natürlich 
auch per Toslink mit dem PC verbunden. Allerdings ist dessen 
Kopfhörerausgang ebenfalls eher bescheiden. Dieser verzerrt zwar nicht, 
ist aber sogar noch ein Stück leiser als der Analog Ausgang der Onboard 
PC Soundkarte.




mfg

: Bearbeitet durch User
von Michael_ (Gast)


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Ghost Rider schrieb:
> an Michael_ :
> Ich habe eine interne Realtek Soundkarte.

Kann die eigentlich einen Kopfhörer treiben?
Vor zehn Jahren gab es noch welche, die konnte man umstellen von 
Audio-Out auf Kopfhörer.
Bei internen wäre das eher ungewöhnlich.
Da bracht man immer einen ext. Verstärker.

von Ghost R. (ghostrider1911)


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Hallo,

also bei meiner Soundkarte kann man einstellen das ein Kopfhörer 
angeschlossen ist.

Ich hab eigentlich auch nen relativ gutes, aber mittlerweile doch schon 
in die Tage gekommenes Asus Mainboard (P5NT-WS).

mfg

von Jobst M. (jobstens-de)


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Dann wird der Ausgang auch niederohmig sein. Wenn Du lieber Line-Pegel 
verwenden möchtest, solltest Du noch einen OP davor setzen.
Z.B. einen TL072 welchen Du ebenfalls mit +/-15V betreibst.
       +/-15V ---------------,-----------,-------------,
                             |           |             |
                             V           V             V

Soundkarte (Line OUT) ---> TL072 ---> PGA2310 ---> RC4556DD ---> Kopfhörer

                                         ^
                                         |
                                        +5V


Gruß

Jobst

von Ghost R. (ghostrider1911)


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Hallo,

ja so werd ich das ganze warscheinlich angehen, nur das ich als 
Ausgangstreiber den Buf634 benutzen werde, da es den als Sample bei TI 
gibt.

Als OP für den Eingang hätte ich dann folgende zur verfügung:

LM4562
LME49860

und noch einige Wald und Wiesen OP-Amps, aber ich denke die oben 
aufgeführten sollten um einiges hochwertiger sein.

Welcher der zwei währe zu bevorzugen, bzw. sind sie denn geeignet?

Mfg

von Sebastian R. (Gast)


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Ghost Rider schrieb:
> Als OP für den Eingang hätte ich dann folgende zur verfügung:
>
> LM4562
> LME49860

Sockeln und vergleichen!

Dazu noch den OPA2134 und OPA2604
Hab das mal gemacht. Alle abgeklebt und versucht Unterschiede 
herauszuhören.
Naja, man kann sich welche einbilden.

Billige WuW OPV hatten aber wirklich mehr Rauschen.
Als KHV benutze ich auch den TPA6120.

Eine All-In-One Lösung wäre der TPA6130. Ist ein KHV mit PGA (I2C).

Seba

von Sebastian R. (Gast)


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PS:
bitte OPV sampeln oder bei "echten" Distris kaufen. Die "Chinatypen" 
sind gern mal falsch bedruckt ;-(

von Ghost R. (ghostrider1911)


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Hallo,

zu dem TPA´s:
Die gibts als Sample leider nur SMD, bzw. sogar dieses "powerpad" smd, 
und das zu löten, naja ich finds nicht grade einfach wenn mans daheim 
macht, mit mittelmäßig guter Ausrüstung.

Die OpAmps sind gesampelt, von TI.
Dürften die Woche kommen.

Daher denk ich das das schon die richtigen sind.

Wenn die aus China falsch bedruckt sind, auf was kann man dann überhaupt 
nocht gehen? Also das find ich schon ne ziemliche dreistigkeit..

mfg

von dolf (Gast)


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Ghost Rider schrieb:
> Wenn die aus China falsch bedruckt sind, auf was kann man dann überhaupt
> nocht gehen? Also das find ich schon ne ziemliche dreistigkeit..

diese betrügereien made in china sind ja nicht neu.
wie schon gesagt wurde nimm nen ordentlichen/(echten) lieferanten.
die sind zwar u.u. teurer aber da bekommt man das was drauf steht.

von Peter D. (peda)


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Ghostrider1911 schrieb:
> Da die meisten PC Soundkarten grottig sind

Was soll dann der PGA 2310 daran ändern?

Willst Du wirklich Qualität, dann nimm den optischen Ausgang und häng 
nen guten DAC daran.

von Ghost R. (ghostrider1911)


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Hallo,

naja, soo hoch sind meine ansprüche nun auch wieder nicht.

Ausserdem ist der optische Ausgang bei mir schon durch den av receiver 
belegt.
Ich denk mit der konstellation wie sie oben steht werd ich ganz gut 
bedient sein.

mfg

von Peter D. (peda)


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Ghost Rider schrieb:
> Ausserdem ist der optische Ausgang bei mir schon durch den av receiver
> belegt.

Na dann nimm doch einfach dessen Kopfhörerausgang.

Bzw. hänge erstmal den Receiver an den Analogausgang und prüfe die 
Tonqualität, bevor Du was umsonst bastelst.

Ich hab schon Analogausgänge erlebt, die rauschen wie Sau oder wo man 
Mausbewegungen und Grafikzugriffe hören konnte, neben dem Fiepen der 
Schaltregler.

von Ghost R. (ghostrider1911)


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Hallo,

die Qualität des Audioausgangs habe ich bereits ausgiebig getestet.

Dieser ist absolut in Ordnung.

Die Qualität ist ja super, nur wenn man eben bisschen aufdrehts 
verzerrts weil die Leistung fehlt.

Die Realtek onboard karten sind auch wirklich nicht schlecht.

Ist es eigentlich nötig/empfehlenswert den Trafo extern bzw. in ein 
anderes Gehäuse zu setzen?

mfg

von Ghost R. (ghostrider1911)


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Hallo,

Ich hab nun den PGA2310 getestet usw. und hab ihn auch angesteuert 
bekommen, soweit so gut, morgen wird der BUF 634 drangehängt..

Aber das mit dem Digital.. vielleicht währe das doch nochmal zu 
überlegn, was währe da denn nen Chip der in Frage  kommen würde?

(Nur DIL Bauteile)

Wie gesagt, die Qualiätt sollte gut sein, aber auch nicht audiophil, das 
ganze sollte bezahlbar bleiben.


mfg

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