Hallo,
folgendes habe ich vor:
Ich möchte gerne meinen Studiokopfhörer von AKG (K280) mit meinem PC
verbinden.
Da die meisten PC Soundkarten grottig sind, verzerrt das ganze doch arg,
wenn man etwas aufdreht.
Sprich ein Kopfhörerverstärker muss her.
Ich hätte mich da schon auf den PGA 2310 eingeschossen, da er überall
sehr gelobt wird, und so eher für Highend gebaut ist.
Diesen hab ich auch bereits hier liegen. (Sample von TI)
Mein Kopfhörer hat eine Impedanz von 75Ohm
Im Datenblatt des PGA 2310 steht: ",while providing the capability to
drive 600Ohm loads directly without buffering."
Das heisst für mich warscheinlich so viel wie: Ich brauch am Ausgang
noch einen Operationsverstärker der die Last abkann.
Nun hab ich drei Fragen:
Brauch ich zwingend einen Eingangsbuffer? (Sprich einen OP am Eingang)
Für was ist der OP am Eingang überhaupt gut?
Welcher OP würde sich für den Ausgang eignen, oder seit ihr der Meinung
die Leistung des PGA würde trotzdem ausreichen?
Ich freue mich über alle Ratschläge / Tipps.
Mfg
"Short-Circuit Current 35 mA" heißt wenn du ordentlich spannungshub an
deinem hörer haben willst ist ein buffer dringend empohlen, den von den
35mA sollte ma eher weit weg bleiben.
buf634 der gleichen firma ist hier sehr geeignet und auch dafür
reputiert.
Hallo,
zur ersten Antwort:
Die Möglichkeit mit dem Buf sieht für mich sehr interessant aus, ich
denke so werde ich das machen, hast du vielleicht eine Beschaltung die
für meine Zwecke optimal währe?
Oder ist die Beschaltung des Datenblatts ausreichend?
zur zweiten Antwort:
Hmm, der Hauptvorteil des PGA liegt für mich einfach darin, dass ich ihn
per µC regeln kann, und so das knacken alter Potis ausschließen kann.
Klar ist der Baustein relativ teuer, aber da ich ihn eh schon daheim
hab, spielt das keine Rolle.
Die Lautstärke will ich dann mittels eines Drehimpulsgebers regeln, die
Tastfunktion wird genutzt um die maximale Dämpfung des PGA einzustellen,
sprich sowas wie ein Mute Knopf.
Dennoch bleiben mir zwei Fragen erhalten:
Brauch ich einen OP am Eingang?
Für was ist dieser OP am Eingang gut?
mfg
Ghost Rider schrieb:> Brauch ich einen OP am Eingang?> Für was ist dieser OP am Eingang gut?
Steht doch im DB:
It is important to drive the PGA2310 with a low source
impedance. If a source impedance of greater than 600Ωis
used, the distortion performance of the PGA2310 will
begin to degrade.
Das Ding klirrt sonst kräftig. Die Verzerrungen steigen umgekehrt
proportional zum Signalpegel, sind also bei kleinen Pegeln besonders
groß, nicht sehr gut für KH-Betrieb.
Ach, wie ich gerade sehe, sind die Kurven im Db für 20pF Lastkapazität.
Und selbst damit geht der Frequenzgang schon ab 50kHz nach oben. Ein
KH-Kabel hat sicher 100p/m, damit dürfte schon im Hörbereich eine
Überhöhung auftreten, ab 1nF Last schwingt das Ding. Ein Buffer am
Ausgang ist also Pflicht.
Der ist überhaupt nur als Pegelregler bei großen Signalspannungen und
sehr niederohmigen Quellen geeignet, alles andere können andere
Schaltungen besser.
Hallo Ghostrider1911,
schau mal wegen des PGA`s bei ebay. Von der PGA Serie gibt es dort
einige. Ich habe die Teile auch schon dort bestellt und zusammen mit
einem AVR verbaut.
Es gibt dort auch unterschiedliche Versionen was die Spannungsversorgung
des Analogteiles angeht.
Zum einen +/- 15 Volt oder auch nur +/- 5 Volt. Der Digitalteil wird
immer getrennt mit 5 Volt versorgt.
Nur mal als Anregung für dein Projekt
Chris
Ghostrider1911 schrieb:> Da die meisten PC Soundkarten grottig sind, verzerrt das ganze doch arg,> wenn man etwas aufdreht.>> Sprich ein Kopfhörerverstärker muss her.
Ich kann zwar falsch liegen, aber die Qualität wird doch nicht vom
Audioverstärker der Soundkarte bestimmt.
Sondern vom Wandlerchip, der dein analoges Signal bereitstellt.
Auf einer guten Soundkarte ist auch sicher ein guter Audioverstärker
verbaut.
Ghostrider1911 schrieb:> Da die meisten PC Soundkarten grottig sind, verzerrt das ganze doch arg,> wenn man etwas aufdreht.
Du kannst nicht verallgemeinern. Was für eine hast du denn?
Nachtrag.
Und warum verwendest du nicht den Digital-Ausgang?
Bei einer neumodischen Anlage kannst du den doch direkt einspeisen.
Kleine Wandler toslink--->analog gibt es doch auch.
Hallo ArnoR,
ok, das heisst für mich ich brauch zwingend einen OP im Eingang, gibt es
einen Typ der besonders geeignet währe, oder kann ich jeden beliebigen
nehmen?
Die Impedanz der Soundkarte ist doch aber relativ klein oder etwa nicht?
an Chris dus:
Hallo,
Den PGA hab ich ja schon daheim, und zwar den 2310, also brauch ich
+-15V.
Der Digitalteil wird extra versorg, ok soweit so gut, aber er darf schon
am selben Trafo hängen oder ?
Sprich 2 Spannungsregler für den Analogteil des PGA 2310 und des BUF
634.
1 Spannungsregler 7805 für den Digitalteildes PGA und für den Atmega8
an Michael_ :
Ich habe eine interne Realtek Soundkarte. Die Qualität ist eigentlich
relativ gut, aber die Leistung fehlt einfach, was sich z.B. bemerkbar
macht, wenn man Lieder mit etwas mehr Bass hört etc.
EDIT:
Ja ich hab auch einen Yamaha RX-V475 AV-Receiver, dieser ist natürlich
auch per Toslink mit dem PC verbunden. Allerdings ist dessen
Kopfhörerausgang ebenfalls eher bescheiden. Dieser verzerrt zwar nicht,
ist aber sogar noch ein Stück leiser als der Analog Ausgang der Onboard
PC Soundkarte.
mfg
Ghost Rider schrieb:> an Michael_ :> Ich habe eine interne Realtek Soundkarte.
Kann die eigentlich einen Kopfhörer treiben?
Vor zehn Jahren gab es noch welche, die konnte man umstellen von
Audio-Out auf Kopfhörer.
Bei internen wäre das eher ungewöhnlich.
Da bracht man immer einen ext. Verstärker.
Hallo,
also bei meiner Soundkarte kann man einstellen das ein Kopfhörer
angeschlossen ist.
Ich hab eigentlich auch nen relativ gutes, aber mittlerweile doch schon
in die Tage gekommenes Asus Mainboard (P5NT-WS).
mfg
Dann wird der Ausgang auch niederohmig sein. Wenn Du lieber Line-Pegel
verwenden möchtest, solltest Du noch einen OP davor setzen.
Z.B. einen TL072 welchen Du ebenfalls mit +/-15V betreibst.
Hallo,
ja so werd ich das ganze warscheinlich angehen, nur das ich als
Ausgangstreiber den Buf634 benutzen werde, da es den als Sample bei TI
gibt.
Als OP für den Eingang hätte ich dann folgende zur verfügung:
LM4562
LME49860
und noch einige Wald und Wiesen OP-Amps, aber ich denke die oben
aufgeführten sollten um einiges hochwertiger sein.
Welcher der zwei währe zu bevorzugen, bzw. sind sie denn geeignet?
Mfg
Ghost Rider schrieb:> Als OP für den Eingang hätte ich dann folgende zur verfügung:>> LM4562> LME49860
Sockeln und vergleichen!
Dazu noch den OPA2134 und OPA2604
Hab das mal gemacht. Alle abgeklebt und versucht Unterschiede
herauszuhören.
Naja, man kann sich welche einbilden.
Billige WuW OPV hatten aber wirklich mehr Rauschen.
Als KHV benutze ich auch den TPA6120.
Eine All-In-One Lösung wäre der TPA6130. Ist ein KHV mit PGA (I2C).
Seba
Hallo,
zu dem TPA´s:
Die gibts als Sample leider nur SMD, bzw. sogar dieses "powerpad" smd,
und das zu löten, naja ich finds nicht grade einfach wenn mans daheim
macht, mit mittelmäßig guter Ausrüstung.
Die OpAmps sind gesampelt, von TI.
Dürften die Woche kommen.
Daher denk ich das das schon die richtigen sind.
Wenn die aus China falsch bedruckt sind, auf was kann man dann überhaupt
nocht gehen? Also das find ich schon ne ziemliche dreistigkeit..
mfg
Ghost Rider schrieb:> Wenn die aus China falsch bedruckt sind, auf was kann man dann überhaupt> nocht gehen? Also das find ich schon ne ziemliche dreistigkeit..
diese betrügereien made in china sind ja nicht neu.
wie schon gesagt wurde nimm nen ordentlichen/(echten) lieferanten.
die sind zwar u.u. teurer aber da bekommt man das was drauf steht.
Ghostrider1911 schrieb:> Da die meisten PC Soundkarten grottig sind
Was soll dann der PGA 2310 daran ändern?
Willst Du wirklich Qualität, dann nimm den optischen Ausgang und häng
nen guten DAC daran.
Hallo,
naja, soo hoch sind meine ansprüche nun auch wieder nicht.
Ausserdem ist der optische Ausgang bei mir schon durch den av receiver
belegt.
Ich denk mit der konstellation wie sie oben steht werd ich ganz gut
bedient sein.
mfg
Ghost Rider schrieb:> Ausserdem ist der optische Ausgang bei mir schon durch den av receiver> belegt.
Na dann nimm doch einfach dessen Kopfhörerausgang.
Bzw. hänge erstmal den Receiver an den Analogausgang und prüfe die
Tonqualität, bevor Du was umsonst bastelst.
Ich hab schon Analogausgänge erlebt, die rauschen wie Sau oder wo man
Mausbewegungen und Grafikzugriffe hören konnte, neben dem Fiepen der
Schaltregler.
Hallo,
die Qualität des Audioausgangs habe ich bereits ausgiebig getestet.
Dieser ist absolut in Ordnung.
Die Qualität ist ja super, nur wenn man eben bisschen aufdrehts
verzerrts weil die Leistung fehlt.
Die Realtek onboard karten sind auch wirklich nicht schlecht.
Ist es eigentlich nötig/empfehlenswert den Trafo extern bzw. in ein
anderes Gehäuse zu setzen?
mfg
Hallo,
Ich hab nun den PGA2310 getestet usw. und hab ihn auch angesteuert
bekommen, soweit so gut, morgen wird der BUF 634 drangehängt..
Aber das mit dem Digital.. vielleicht währe das doch nochmal zu
überlegn, was währe da denn nen Chip der in Frage kommen würde?
(Nur DIL Bauteile)
Wie gesagt, die Qualiätt sollte gut sein, aber auch nicht audiophil, das
ganze sollte bezahlbar bleiben.
mfg