Laut Wikipedia:
das heißt wenn der Ausgangswert eines Systems nur von dem aktuellen und
den vergangenen Eingangswerten abhängt und nicht von zukünftigen
Eingangswerten.
Dazu mal gleich eine Frage: Was ist denn damit gemeint?? Wie kann ein
zukünftiges Ereignis (welches noch gar nicht stattgefunden hat)
Auswirkungen auf mein Signal haben? Kann mich da wer aufklären? Und
wieso ist ein Tiefpass nicht kausal?
Ein IDEALER Riefpass ist nicht kausal.
Ein Rechteck im Frequenzbereich hat eine sinx/x Funktion im Zeitbereich
zur Folge --> Schon vor dem Zeitpunkt "0" gibt es Signale :-)
Klaus schrieb:> das heißt wenn der Ausgangswert eines Systems nur von dem aktuellen und> den vergangenen Eingangswerten abhängt und nicht von zukünftigen> Eingangswerten.
Aber was heißt das jetzt im Zusammenhang mit dem Tiefpass oder anderen
Systemen?
Wie kann das überhaupt passieren in einem realen System. Ich kann mir
nicht vorstellen, dass sich die Ereignisse in der Zukunft auf meine
jetzigen auswirken da sie ja noch nicht passiert sind. Das ergibt keinen
Sinn meiner Meinung nach.
Klaus schrieb:> Ich kann mir> nicht vorstellen, dass sich die Ereignisse in der Zukunft auf meine> jetzigen auswirken da sie ja noch nicht passiert sind. Das ergibt keinen> Sinn meiner Meinung nach.
Dann stell dir kurz vor, du bist Mathematiker. Du definierst ein
Eingangssignal mittels einer zeitabhängigen Funktion. Du kennst den
zeitlichen Verlauf des Signales, so wie es kommt. Außerdem kannst du von
jedem Punkt auf der t-Achse um 5 cm nach rechts gehen und findest auch
dort einen wohldefinierten Wert.
Wer sagt denn, dass es jetzt verboten wäre, ein Filter mathematisch zu
beschreiben, welches auch zukünftige Eingangswerte(die die weiter rechts
vom aktuellen wert der variable t liegen) zusätzlich zu den Aktuellen
und Vergangenen mit in die Rechnung einbezieht?
> Natuerlich ist ein Tiefpass kausal. Zumindest ein analoger, sowie ein> FIR.
Natuerlich ist ein Tiefpass kausal. Zumindest ein analoger, sowie
übliche
IIR. :)
Liege ich Falsch?
Die Länge der Impulsantwort (endlich oder unendlich) sagt auch erst mal
nichts darüber aus, ob Abtastwerte in Vergangenheit oder Zukunft liegen.
Genauso wie eine kausale FIR Struktur denkbar ist, ist eine IIR Struktur
vorstellbar, die Werte für t < 0 zuläßt.
Ich vermute die Verwirrung rührt daher, dass verschiedene Abtastwerte
unterschiedlichen Zeitpunkten zugeordnet werden, die seriell ins System
(Filter) gelangen (wie zum Beispiel in der Audiosignalverarbeitung).
Es ist aber auch denkbar (zum Beispiel in der Bildverarbeitung), dass
(in den Grenzen des Definitionsbereiches) zum Beginn der Berechnung
bereits alle Abtastwerte vorliegen. So können sich tatsächlich
Ausgangswerte auf Ereignisse vor dem (aktuellen) Berechnungszeitpunkt
beziehen (wenngleich die Berechnung der einzelnen Werte auch hier
seriell geschieht).
Ein Tiefpass kann sich kausal oder nicht kausal darstellen. Die
Berechnung kann zukünftige Werte miteinschließen oder sich nur auf
vergangene oder aktuelle Werte beziehen.
Ein idealer Tiefpass wird genannt, wenn die Impulsantwort eine
unendliche Länge aufweist und Werte mit einschließt die unendlich weit
in der Zukunft liegen.
Die "ideale" Eigenschaft, die eine Nichtkausalität bedingt, ist das
Phasenverhalten - also ob alle Frequenzen den Systemausgang in der
selben Phasenlage wie im Eingang erreichen.
Eine unendlich lange Impulsantwort zieht (kausal wie nicht kausal) eine
unendliche Flankensteilheit des Filters nach sich.
Liebe Grüße
Fipso
Fipso Amundsen schrieb:> Natuerlich ist ein Tiefpass kausal. Zumindest ein analoger, sowie> übliche> IIR. :)
Nein, der ideale Tiefpass ist nicht kausal, nur der reale Tiefpass ist
kausal.
Michael Köhler schrieb:> Fipso Amundsen schrieb:>> Natuerlich ist ein Tiefpass kausal. Zumindest ein analoger, sowie>> übliche>> IIR. :)>> Nein, der ideale Tiefpass ist nicht kausal, nur der reale Tiefpass ist> kausal.
Behaupte ich auch nicht.
Es ging mir lediglich darum richtig zu stellen, dass analoge Filter in
aller Regel durch IIR Charakteritik beschrieben (nachahmbar) werden.
Selten durch FIR Charakteristik. Zudem werden FIR Filter in aller Regel
mit nicht kausalen Eigenschaften implementiert. In so fern sehe ich in
dem Ursprungpost gleich zwei Widersprüche.
Ich habe das Wort ein durch "übliche" ersetzt um daraus hinzuweisen,
dass die Länge der Impulsantwort keine Eigenschaft ist aus der sich eine
Kausalität ableiten ließe.
Üblicherweise werden aber IIR Filtern kausale und FIR Filtern nicht
kausale Eigenschaften zugeordnet, beziehungsweise auf in dieser Weise
imlementiert.
Mit meiner Aussage
Fipso Amundsen schrieb:> Ein idealer Tiefpass wird genannt, wenn die Impulsantwort eine> unendliche Länge aufweist und Werte mit einschließt die unendlich weit> in der Zukunft liegen.
und dem Schluß, dass ein System das in der Zukunft liegende Werte in der
Berechnung mitberücksicht nicht kausal genannt wird, gehe ich also mit
deiner Aussage konform.
Einschränkend dargestellt habe ich, welches Systemverhalten die nicht
kausale Eigenschaft des idealen Filters nach sich zieht (Phasenstarres
Verhalten).
Liebe Grüße
Fip
Ojeh, was für NICHT-kausale Filter können denn SINNVOLLE
Werte liefern?
Wenn ich aus der Aufnahme eines Signals über einen
Zeitraum Ta - To - Tz (wobei Tz irgendwo zwischen
GERADE-EBEN und 100 Jahren (Schellackplatte) liegen kann,
kann ich für den Zeitpunkt To eine Filterung unter
Berücksichtigung der (von To aus) in Zukunft liegenden
Sigale machen.
Damit bleibt das Ausgangssignal kausal und ist leider
naturgemäß VERZÖGERT.
Alles Andere ist Esoterik und Quatsch.
Genau! Wenn ich in einem digitalen Filter nur die
Messwerte (Samples) aus der Vergangenheit nehme, ist
keine TP-Filterung denkbar, die weitgehend in Phase
mit dem Eingangssignal ist!
Analoge Filter arbeiten immer so - das Ausgangssignal
ist je nach Frequenz phasenverschoben.
Der Vorteil des digitalisierten Signals ist, dass ich
z.B den Signalverlauf der letzten 2 Sekunden auswerten
kann. Für den Signalverlauf vor einer Sekunde (!) ist
damit eine Filter-Rechnung mit Hilfe von Werten "bis zu
1 s aus der Zukunft" möglich, die für Frequenzen
über 1 Hz keine Phasenverschiebung liefert.
Der einzige Nachteil ist, dass ich dieses Ergebnis
frühestens 1 s nach dem EREIGNIS vorliegen habe.
Bei der späteren Auswertung von Messungen, oder dem
Abhören von Ton-Konserven ist das völlig unproblematisch.
Bei der Konstruktion einer Regelungsschaltung kann ein
derart verzögerter ISTWERT allerdings Probleme machen...
Das sollte man nur mit gesundem Geist SELBST verstanden
haben, bevor man mit IIR, FIR und sinx/x und sonstigem
Klugschei... lernwillige Anfänger entmutigt.
- Wer soll denn mal für unsere Rente einzahlen?
Kurt schrieb:> Dann erklär mal, wie das ohne Verzögerung und Esoterik> in Echtzeit funktioniert!
Vermutlich gar nicht, aber das hast Du ja oben selbst gesagt:
Kurt schrieb:> Der Vorteil des digitalisierten Signals ist, dass ich> z.B den Signalverlauf der letzten 2 Sekunden auswerten> kann. Für den Signalverlauf vor einer Sekunde (!) ist> damit eine Filter-Rechnung mit Hilfe von Werten "bis zu> 1 s aus der Zukunft" möglich, die für Frequenzen> über 1 Hz keine Phasenverschiebung liefert.
Wenn man auf "verzögerungslos" und "Echtzeit" verzichtet, also vor allem
Digitalbearbeitung vollständig vorliegender Signalketten, sollte es also
kein Problem sein.
Alternativ: bei einem bekannten periodischem Signal kann man so etwas
wie in die Signalzukunft sehen :)
Ich habe mal schnell eine Zeichnung gekritzelt.
Oberste Kurve:
Sprungfunktion am Eingang
-1V für t<0, +1V für T>0
zweite Kurve:
realer Tiefpaß, nach dem Sprung steigt die Ausgangsspannung der
Filterkurve entsprechend langsam an
dritte Kurve:
realer Hochpaß, nach dem Sprung springt die Ausgangsspannung ebenfalls
und sinkt langsam nach der Filterkurve wieder ab
Diese Filter kann man real in analoger oder digitaler Form nachbauen,
sie sind Kausal weil sich die Ausgangsspannung erst dann ändert nachdem
der Sprung am eingang erfolgt ist.
Daß die Kurven auf der Zeit- und Amplitudenachse nicht symmetrisch sind
verursacht Phasenverschiebungen.
vierte Kurve:
So müßte ein idealer Tiefpaß aussehen
fünfte Kurve:
so müßte ein idealer Hochpaß aussehen
Beide Kurven sind symmetrisch zur Amplituden- und Zeitachse, U=0 ist bei
T=0. Es entstet keine Phasenverschiebung.
Diese Filter sind nicht Kausal weil die Ausgangsspannung sich schon
ändert bevor der Sprung am Eingang erfolgt. Man kann sie weder analog
noch digital bauen ohne eine Zeitmaschine zu benutzen.
Man kann eine Ideale Filterkurve nur rückwirkend anwenden wenn das
Eingangssignal schon vorher vollständig abgespeichert wurde. Dann läuft
es nicht mehr an einer Zeitachse entlang sondern hat eine räumliche
Dimension an der man sich in beiden Richtungen entlang bewegen kann.
kalle schrieb:> Fipso verwechselt Kausalität mit dem in fir filtern leicht darstellbaren> linearen Phasengang.
Wo denn?
kalle schrieb:> natürlich ist ein fir auch kausal...
Wo behaupte ich denn das Gegenteil?
Es kann sich genauso kausal wie nicht kausal darstellen. Wie gesagt,
läßt die Länge der Impulsantwort, also ob sie finit oder infinit ist,
überhaupt gar keinen Rückschluß auf die Kausalität zu.
Mr. Tom schrieb:> Kurt schrieb:>> Ojeh, was für NICHT-kausale Filter können denn SINNVOLLE>> Werte liefern?>> z.B. ein Tiefpass ohne PhasenverschiebungKurt schrieb:> Dann erklär mal, wie das ohne Verzögerung und Esoterik> in Echtzeit funktioniert!
Geht nicht, deshalb auch "akausal" i.e. NICHT-kausal.
Fipso Amundsen schrieb:> kalle schrieb:>> Fipso verwechselt Kausalität mit dem in fir filtern leicht darstellbaren>> linearen Phasengang.>> Wo denn?>> kalle schrieb:>> natürlich ist ein fir auch kausal...>> Wo behaupte ich denn das Gegenteil?
hier:
Fipso Amundsen schrieb:> Zudem werden FIR Filter in aller Regel> mit nicht kausalen Eigenschaften implementiert.
Sobald man ein Filter auf dem Tisch liegen hat und es benutzen kann, ist
es kausal. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ein analoges oder
digitales Filter ist. Es spielt auch keine Rolle, ob es ein IIR oder FIR
ist.
Falls hier jemand ein Filter hinbekommt, bei welchem die Ausgangswerte
von zukünftigen Werten abhängen, hätte ich sehr viel Interesse daran.
Sowas geht nur auf dem Papier, quasi in der Theorie! Man benötigt dazu
natürlich die entsprechenden Funktionen als Eingangssignale und die
Übertragungsfunktion. Dann definiert man irgend einen beliebigen
Zeitpunk als "jetzt", meistens t0 oder sowas! Wenn man sowas hat, könnte
man auch mit den Werten nach "jetzt" rechnen, quasi in die Zukunft
gucken! :-)
Alleine Anhand des Begriffes Kausalität sollte klar sein, dass
Nicht-Kausalität in der Realität nicht darstellbar ist. Worüber
diskutiert man denn hier? Ist doch nicht euer ernst?
Michael Köhler schrieb:> Alleine Anhand des Begriffes Kausalität sollte klar sein, dass> Nicht-Kausalität in der Realität nicht darstellbar ist. Worüber> diskutiert man denn hier? Ist doch nicht euer ernst?
Endlich mal einwares Wort!
Michael Köhler schrieb:> Alleine Anhand des Begriffes Kausalität sollte klar sein, dass> Nicht-Kausalität in der Realität nicht darstellbar ist
Wenn es nicht gerade um Regelkreise geht, ist eine Zeitverschiebung für
Messdatenerfassung oft kein Problem. Genau dann kann man akausale
FIR-Filter einsetzen und die sind dann sehr Real. Die Zeitverschiebung
für das gefilterte Ergebnis ist dann genau so groß, wie die Zeit, die
das Filter bezogen auf den Timestamp vom ausgegebenen Signal in die
Zukunft guckt.
Es ist doch einfach:
In Echtzeit eingesetzte filter sind kausal. Analog aufgebaute sowieso.
Sie zeigen keine Reaktion am Ausgang, wenn noch nix am Eingang anliegt.
Digitale Filter können sehr wohl nicht kausal sein. Dann ist aber eine
Echtzeit Verarbeitung nicht mehr bzw nur mit zusätzlicher Verzögerung
machbar. Natürlich werden akausale filter verwendet, zB ein
symmetrischer moving average filter, der sich den wert vor und nach dem
aktuellen sampleanguckt und mittelt. Ein sehr einfaches Filter, aber
eben nicht Echtzeit fähig.
Oder vergleiche mal den vorwärts differenzenquotient. Auch nicht kausal.
funktion schrieb:> Sobald man ein Filter auf dem Tisch liegen hat und es benutzen kann, ist> es kausal.
Ich habe keine Ahnung, wann die Einschränkung, dass ein Filter real auf
dem Tisch liegen muss um es zu beurteilen, Grundlage dieser Diskussion
wurde. Den Zeitpunkt habe ich verpasst.
Ich verstehe aber jetzt was mit "sinnvoll" gemeint ist.
Trotzdem gilt es die (zugegeben akademische) Frage, wann ein System
kausale oder nicht kausale Eigenschaften besitzt, beantworten zu können.
Kausal ist ein Signal wenn für Werte t < 0 gilt x(t) = 0. Ist diese
Kausalitätsbedingung nicht erfüllt bezeichnet man das Signal als nicht
kausal.
Wie würdest du also ein Filter bezeichnen das für t < 0 ungleich null
ist?
funktion schrieb:> Alleine Anhand des Begriffes Kausalität sollte klar sein, dass>> Nicht-Kausalität in der Realität nicht darstellbar ist
Anhand der Kausa, also der Ursache, sollte das klar sein. Vielleicht
verstehe ich hier etwas miss, aber es geht doch gerade um Wirkungen die
ihre Ursache in zukünftigen Ereignissen haben.
Wie würde man sonst ein Filter (hier ein Bandpass) wie in Abbildung "B"
des Anhangs zu sehen bezeichnen? Die Reaktion findet eindeutig statt
bevor ein Eingang das System erreicht.
Mir ist der Widerspruch natürlich schon klar, dass es nicht möglich ist
in die Zukunft zu schauen. Trotzdem gibt es die Konvention der
Benennung.
Ich stimme in dieser Aussage von db zu.
db schrieb:> Digitale Filter können sehr wohl nicht kausal sein. Dann ist aber eine> Echtzeit Verarbeitung nicht mehr bzw nur mit zusätzlicher Verzögerung> machbar. Natürlich werden akausale filter verwendet, zB ein> symmetrischer moving average filter, der sich den wert vor und nach dem> aktuellen sampleanguckt und mittelt. Ein sehr einfaches Filter, aber> eben nicht Echtzeit fähig.
db schrieb:> Ein sehr einfaches Filter, aber> eben nicht Echtzeit fähig.
Mit dem Begriff "Echtzeit" sollte man auch sehr vorsichtig umgehen. Um
die Aussage zu treffen, ob etwas echtzeitfähig ist oder nicht, muss
erstmal eine Zeit definiert werden. Nur weil ein System langsam ist,
heißt das nicht, dass es nicht echtzeitfähig ist. Echtzeitfähig heißt
nicht schnellstmöglich, sondern so schnell wie nötig! Dabei könnte die
Erklärung auf dieser Seite helfen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Echtzeitf%C3%A4higkeit
Auch ein symmetrisches moving average filter ist kausal, es hat nur eine
höhere Latenz.
Vielleicht hilft ja die Erklärung, was Kausalität ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kausalit%C3%A4t
Beim symmetrischen moving average filter hängt das Ergebnis auch von den
"vorher" in das Filter eingelesenen Werten ab und nicht von den Werten,
welche demnächst eingelesen werden.
Mit dem Wort Echtzeit sollte man in der Tat vorsichtig sein. Es geht
halt darum, ein Signal zu filtern, mit den zu dem Zeitpunkt vorhandenen
Daten.
Dennoch ist ein symmetrischer Moving Average (vgl.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gleitender_Mittelwert) nicht kausal!
Denn:
Mr. Tom schrieb:> Wenn es nicht gerade um Regelkreise geht, ist eine Zeitverschiebung für> Messdatenerfassung oft kein Problem. Genau dann kann man akausale> FIR-Filter einsetzen und die sind dann sehr Real.
Ja, das ist richtig. Aber streng genommen sind diese Filter nicht
akausal, sie verhalten sich nur scheinbar so. Es ist eine konstruierte
Nicht-Kausalität, der ursprüngliche Bezugszeitpunkt wird hierbei
schlichtweg in die Zukunft verschoben.
Mal ein Beispiel dazu: Man habe zwei akausale Filter. Man entscheidet
sich an eines der beiden Filter ein Signal anzulegen, legt sich aber
noch nicht fest an welches. Das macht man aus dem Bauch herraus, mit ner
tollen Zufallsfunktion oder sonstwie, however. Wenn das Filter wirklich
kausal ist muss man am Ausgang des jeweiligen Filters noch bevor man
seine Entscheidung getroffen hat eine Veränderung sehen können. Ich
denke wir sind uns einig, dass man das nie beobachten wird.
Fipso Amundsen schrieb:> nhand der Kausa, also der Ursache, sollte das klar sein. Vielleicht> verstehe ich hier etwas miss, aber es geht doch gerade um Wirkungen die> ihre Ursache in zukünftigen Ereignissen haben.
Richtig, "nicht kausal" bedeutet, dass ein Ereignis in der Zukunft
Auswirkung auf die Vergangenheit hat.
Michael Köhler schrieb:> Wenn das Filter wirklich> kausal ist muss man am Ausgang des jeweiligen Filters noch bevor man> seine Entscheidung getroffen hat eine Veränderung sehen können. Ich> denke wir sind uns einig, dass man das nie beobachten wird.
Wenn das Filter wirklich nicht kausal ist muss man am Ausgang des
jeweiligen Filters noch bevor man seine Entscheidung getroffen hat eine
Veränderung sehen können. Ich denke wir sind uns einig, dass man das nie
beobachten wird.
Fipso Amundsen schrieb:> Michael Köhler schrieb:>> Wenn das Filter wirklich>> kausal ist muss man am Ausgang des jeweiligen Filters noch bevor man>> seine Entscheidung getroffen hat eine Veränderung sehen können. Ich>> denke wir sind uns einig, dass man das nie beobachten wird.>> Wenn das Filter wirklich nicht kausal ist muss man am Ausgang des> jeweiligen Filters noch bevor man seine Entscheidung getroffen hat eine> Veränderung sehen können. Ich denke wir sind uns einig, dass man das nie> beobachten wird.
So rum ist es korrekt.
Falls jetzt jemand verwirrt sein sollte wegen des moving average
filters: Da steht y(k-1), wenn y der Ausgang ist; Wir wollen aber zum
aktuellen Zeitpunkt die Ausgabe y(k) haben. Deswegen muss man das
gesamte Signal einmal "shiften". Daher werden doch Werte aus der Zukunft
verwendet ;)