durch Luftentfeuchter Heizkosten sparen?

OP (Firma: irgendeine) #3418027
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Servus, bevor ich mich selber ans Rechnen mache und das Mollier-Diagramm 
und die alte Heizkostenabrechnung rauskrame , frage ich mal nach, ob es 
schon mal jemand für sich selbst durchgerechnet hat.
Kann man durch einen elektrischen Luftentfeuchter im Winter Heizkosten 
sparen.
Die Idee ist, dass man weniger Lüften muss und so weniger Energie welche 
in der Luft und im Wasserdampf gespeichert ist, nach draußen abgibt. Und 
gleichzeitig heizt der Entfeuchter mit seiner Anschlussleistung den 
Raum.
#3418186
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Der Entfeuchter heizt sogar mit mehr als seiner Anschlußleistung den 
Raum, weil das Wasser beim Kondensieren seine Verdampfungswärme wieder 
freisetzt.

Allerdings ist die Luft im Winter eher zu trocken als zu feucht (ich hab 
hier im Moment 66% trotz Kampfsportanzug-Lufttrocknen). Glaube nicht, 
daß sich das lohnt.
OP (Firma: irgendeine) #3418266
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Bei uns ist die Luft leider nicht zu trocken, das ist ja das Problem.
Also entweder mehr Lüften, oder entfeuchten, speziell das Bad.

Muss mal, wenn ich zeit habe, alles ausrechnen, schon alleine weil mich 
interessiert, wie die konkreten Energiemengen sind, die so in der Luft 
und Dampf stecken. Leider habe ich so was aber schon mehrere Jahre nicht 
mehr ausgerechnet. Muß mich mal wieder einen Tag in die Thematik 
einarbeiten ;)
#3418284
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Ich denke nicht, dass dies allzuviel helfen wird. Die größte 
Wärmekapazität hat nicht die Luftfeuchtigkeit, sondern die Möbel, Wände, 
Decken, Boden usw.
Wenn man kurz und stark durchlüftet, dann ists innerhalb weniger Minuten 
wieder genauso warm wie vorher. Luft selbst kann schlecht Wärme 
speichern.

Ich sehe außerdem ein anderes sehr großes Problem: Trockene und warme 
Luft ist unter Umständen sehr unangenehm bzw. ungesund, weil z.B. 
Schleimhäute austrocknen, die Augen brennen usw. Das wäre mir die paar 
Cent (oder höchstens wenige Euro) nicht wert.
#3418322
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Viel Wasser wird durch den Atem freigesetzt. Die dazu notwendige Energie 
kommt nicht aus der Heizung, sondern aus den Atemwegen. Da die Atemluft 
incl. dem darin enthaltenen Wasserdampfes i.d.R. wärmer ist, als die 
Raumluft, wird die durch die Feuchtigkeitszufuhr sogar wärmer.

Wenn man dieses Wasser beim Lüften "rausschmeißt", dann spielt es bei 
der Energiebilanz keine Rolle.

Wenn das Wasser durch das Wäschetrocknen in die Raumluft geraten ist, 
sieht es natürlich anders aus - aber das ist eigentlich keine sinnvolle 
Raum- und Heizungsnutzung.
#3418518
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So ein Luftentfeuchter hat mindestens 250W, ein professioneller liegt da 
eher bei 2000W. Das macht natürlich entsprechend Abwärme, aber bei den 
Strompreisen nützt das nichts.

Da würde ich eher auf einen Wärmetauscher setzen. Selbstbauten sollen 
besser sein als teure Profigeräte.
#7805842
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Thomas R. schrieb:

Ich habe es getestet! Luftentfeuchteter sparen bei mir etwa 45% Heizkosten!

Und kosten 50% mehr Strom ?

Unlogisch, Luftfeuchte erhöht bloss die thermisch träge Masse im Raum, wie ein Bücherregal oder Ziegelstein, aber eine Heizung soll ja den Raum auf konstanter Temperatur halten also bloss die Wärmeverluste über die Aussenhülle kompensieren, und da geht keine Luftfeuchte durch, zumindest nicht bei halbwegs aktuellen Häusern.

(Firma: Funkenflug Industries) #7805874
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Grundsätzlich spart jedes elektrische Gerät Heizkosten, solange dessen "verbrauchte" Energie im Zimmer bleibt. Merke ich bei meinem Wäschetrockner, der arbeitet zwar mit einer Wärmepumpe und kondensiert damit das Wasser, aber die dabei frei werdende Wärme geht gleich wieder dafür drauf, das Wasser in der Wäsche zu verdunsten. Trotzdem nimmt das Gerät dabei etwa 1kW elektrisch und das wird unter'm Strich als Abwärme freigesetzt, die dann nicht von der Heizung aufgewendet werden muss.

#7805997
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In dem Wasser der Dusche steckt eine Menge wärme. Wenn man 10 Minuten in einem gefangenen Badezimmer duscht, hat man 98% Luftfeuchtigkeit. Solange dabei mein Kältetrockner läuft habe ich so viel Abwärme das mein Heiskörper kalt wird. Das Ding hat nach Typenschild 350Watt Leidtungsaufnsme und deutlich über 1kW Abwärme. Was man damit heizen kann steht auf einem anderen Blatt. Das Ding hängt bei mur am Lichtschslter und gibt auch schön trockene Handtücher der Ständer hängt im Abluftstrom und klare Sicht im Spiegel.

MfG Michael

#7806008
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Michael B. schrieb:

aber eine Heizung soll ja den Raum auf konstanter Temperatur halten also bloss die Wärmeverluste über die Aussenhülle kompensieren, und da geht keine Luftfeuchte durch

Manche Leute ziehen es vor, nicht nur zu heizen, sondern ab und zu auch zu lüften. Bei inhärent undichtem Altbau muss das jedoch nicht zwingend erforderlich sein, zumal man sich an den eigenen Wohngeruch schnell gewöhnt. Gelegentlich noch eintreffende Gäste empfinden das möglicherweise anders.

Die Wärmetauscher arbeiteten über Sensoren meist automatisch bedarfsgesteuert. Der Luftumsatz war folglich in Normalfall unauffällig.

#7806138
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Fun Fact: Die molare Masse von Wasser(dampf) ist geringer als die von Luft(gemisch). Mit steigender Luftfeuchtigkeit sinkt deshalb das Gewicht der Luft in einem Raum. Folglich ist weniger Masse zu erwärmen, allerdings Masse mit einer höheren Wärmekapazität...

Viel Spaß beim Berechnen der "optimalen" Luftfeuchte in Abhängigkeit vom Luftdruck und Temperatur.

Nach der Berechnung unbedingt Wärmekapazität der ganzen Luft im Raum mit der der ersten paar cm Ziegelwände im Raum vergleichen.

Gerade im Winter kann man mit Stoßlüften die Luftfeuchte im Raum sehr gut senken.

Rechenaufgaben:

Wenn dabei die gesamte Raumluft durch 0° Kalte Außenluft (100%rH) ausgetauscht wird, wieviel Energie ist nötig, um diese wieder auf 20° zu erwärmen?

Wieviele Sekunden könnte ein 350Watt Luftentfeuchter mit derselben Energiemenge laufen?

Wie hoch ist die Luftfeuchte im Raum, sobald sich die Luft erwärmt hat?

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