Forum: Offtopic Berufsunfähigkeitsversicherung.


von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Mal ein paar Fragen dazu (meine Frau geht mir ständig damit auf die 
Nerven damit :-)

Angeblich unverzichtbar, so ungefähr jeder 4. wird angeblich 
berufsunfähig und so weiter die Werbebotschaften.

Ich habe damit so meine Probleme.
1. Kenne ich wirklich niemanden, der berufsunfähig ist (meinem 
Bekanntenkreis und Statistik nach müssten das aber so 50 Leute sein)
2. tritt der Fall wirklich ein,entstehen der Versicherung erhebliche 
Kosten, jahrelang. Dazu passt aber der niedrige Beitrag von 10 oder 
20€/Monat überhaupt nicht.

Kennt ihr Leute, die berufsunfähig sind? Wenn ja - wieviel % aus eurem 
Verwandten/Bekanntenkreis sind es?
Kennt ihr Leute, die das sind, solch eine Versicherung hatten und dann 
tatsächlich Leistungen bekommen?

von (prx) A. K. (prx)


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H.Joachim Seifert schrieb:
> 2. tritt der Fall wirklich ein,entstehen der Versicherung erhebliche
> Kosten, jahrelang. Dazu passt aber der niedrige Beitrag von 10 oder
> 20€/Monat überhaupt nicht.

Liegt daran, dass Versicherungen lieber kassieren als zahlen.
Macht sich in der Bilanz besser.

von Andy M. (straydog)


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Hallo,war letztens ein schöner Bericht im WDR dazu.Ein gut verdienender
Ingenieur hatte drei von diesen Versicherungen,zwei kleine Renten und 
eine
hohe.Der monatliche Beitrag für die hohe war ganz schön saftig.Nach 
etlichen Jahren des einzahlens (der Mann war nicht mehr der jüngste > 50 
Jahre) trat der Fall der Berufsunfähigkeit ein.Die BG und selbst die 
Rentenkasse akzeptierten die Berufsunfähigkeit.Die zwei kleinen Renten 
wurden auch gezahlt.Die grosse wird nicht ausgezahlt.Mit immer neuen 
Fadenscheidigen Argumenten weigert sich die Versicherrung und will durch 
alle Instanzen klagen obwohl der fall sonnenklar war.Das soll kein 
einzelfall sein.
Besonders wenn der Versicherrungsfall in jungen Jahren auftritt weigern 
die sich zu zahlen.Wir hatten in der Firma auch mal das Thema und keiner 
kannte einen der Berufsunfähig war.

gruss

andy

von pierz p. (pierz)


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ES  gibt aber auch Versicherungen die eine Berufsunfähigkeit anbieten, 
welche sich dann in einen Rentenversicherung wandelt wenn man Alter x 
erreicht hat. Könnte für den ein oder anderen interessant sein.

von Wilhelm F. (Gast)


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Vor einer Weile gab es eine TV-Doku zur BU-Versicherung. Zwei von drei 
müssen ihre Leistung gegen die eigene Versicherung erklagen, das ist 
kein guter Freund, und bekommen ein Teilrecht oder gar keines.

Es gibt da nicht einfach ein Schwarz und Weiß, es gibt einen elendigen 
Streit um die unendlich vielen Details und Recht und Gesetz.

Ich habe keine BU, bin aber gesundheitlich angeschlagen, und der ganze 
Kreis um Hausarzt Fachärzte Amtsärzte H4-Amt Rentenversicherung ist 
ziemlich heftig und undurchsichtig kompliziert, daß überhaupt keiner von 
denen mehr so richtig durch blickt und handlungsfähig ist.

von Michael .. (thing)


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In einem anderen Forum war kürzlich eine Betroffene aktiv,
die wegen MS Berufsunfähig war und etwa 400 Euro jeden Monat
aus der BUV ihrer Lebensversicherung erhielt.
Da sie bald (aus welchen Gründen auch immer) ALG2 beziehen
muss, stellte sie da einige Fragen. Eine Lösung konnte da aber
keiner bieten außer den Rückkaufwert berechnen zu lassen, die
Versicherung zu kündigen und die Beträge über dem Schonvermögen
aufzubrauchen, bevor es mit H4 los ginge. ;-(
Ent oder Weder, beides geht halt nicht.

von Rainer Z. (razi)


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Hai!

H.Joachim Seifert schrieb:
> 1. Kenne ich wirklich niemanden, der berufsunfähig ist
> (meinem Bekanntenkreis und Statistik nach müssten das
> aber so 50 Leute sein)

Ich weiss aus meinem Bekanntenkreis von 2 Leuten: Ein
ehemaliger Kollege und seine Mutter.

> 2. tritt der Fall wirklich ein,entstehen der Versicherung
> erhebliche Kosten, jahrelang. Dazu passt aber der niedrige
> Beitrag von 10 oder 20€/Monat überhaupt nicht.

Kleine Korrektur: Der Versicherung entstünden erhebliche
Kosten, wenn sie zahlen würde. Dazu passt dann auch der
niedrige Beitrag...

> Kennt ihr Leute, die das sind, solch eine Versicherung
> hatten und dann tatsächlich Leistungen bekommen?

Nicht persönlich. Die Mutter des erwähnten Kollegen hat
nach vielen Jahren Gerichtsstreit tatsächlich Geld
bekommen - nach Erzählung des Kollegen.

Der Kollege selbst (Gießereitechniker), der auch berufs-
unfähig wurde, ist einfach zum Bürokaufmann umgeschult
worden. Den hat zwar niemand eingestellt, weil es ohenhin
zuviele Bürokaufleute gab, aber die Versicherung musste
wenigstens nicht zahlen...

Ach so, noch vergessen: Nach irgendeiner Statistik dauert
es angeblich durchschnittlich 7 Jahre, bis eine Berufs-
unfähigkeitsversicherung anfängt zu zahlen...

Grusz,
Rainer

von H.Joachim S. (crazyhorse)


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Also die typische Versicherungsverarsche, wie erwartet.

von Hannes L. (hannes)


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H.Joachim Seifert schrieb:
> Also die typische Versicherungsverarsche, wie erwartet.

Richtig! Und deshalb bekomme auch ich (als Rentner) jede Menge 
Werbemails für den Abschluss einer BU-Versicherung...

...

von Markus M. (Firma: EleLa - www.elela.de) (mmvisual)


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In Griechenland, Ungarn und Polen wurden in den letzten zwei Jahren die 
private Rentenversicherung beschlagnahmt!!!
Wenn der Staat Geld braucht, kann man alles verlieren.
Besser selber das Geld ansparen.
Mehr will ich jetzt nicht schreiben sonst wird das zu politisch.

von Hannes L. (hannes)


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Markus Müller schrieb:
> Wenn der Staat Geld braucht, kann man alles verlieren.

Das muss nicht unbedingt der Staat sein, ich hätte schon Bedenken, das 
für den Fall der Fälle angesparte Geld dem Finanzmarkt zu überlassen. 
Und Versicherungen spekulieren nunmal am Finanzmarkt.

...

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>Besser selber das Geld ansparen.

Genau, dann bekommt das Geld wenigstens nicht der Staat sondern die 
pleite gehenden Banken wie in Zypern.

von Da D. (dieter)


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Ihr müsst hier unterscheiden zwischen kapitalbildenden Versicherungen 
und Risikoversicherungen!

Eine Rentenversicherung ist eine kapitalbildende Versicherung. Du zahlst 
ein, und bekommst (offentlich) etwas mehr raus als du eingezahlt hast. 
Hier ist der Einwand, dass ein Risiko des Totalverlusts besteht, 
durchaus berechtigt. Ebendso kann man drüber nachdenken, besser selber 
das Geld irgendwie zu sparen.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist Risikoversicherung! Das heißt 
wenn alles gut geht, bekommst du nichts. Wenn der Risikofall eintritt, 
bekommst du (hoffentlich) deutlich mehr, als du eingezahlt hast. Für den 
Fall hätte selber sparen absolut nichts gebracht.


Und damit das nicht zu einfach ist, gibts natürlich noch beliebige 
Mischformen, beider Versicherungstypen...

von Stefan R. (srand)


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Markus Müller schrieb:
> In Griechenland, Ungarn und Polen wurden in den letzten zwei Jahren die
> private Rentenversicherung beschlagnahmt!!!

Citation needed.

von (prx) A. K. (prx)


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von Georg W. (gaestle)


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H.Joachim Seifert schrieb:
> Kennt ihr Leute, die berufsunfähig sind? Wenn ja - wieviel % aus eurem
> Verwandten/Bekanntenkreis sind es?

Einen einzigen Fall (psychische Probleme), der sich aber noch durch 
einen Arbeitsplatzwechsel lösen lies. Gerade bei solchen Problemen lässt 
es sich auch sehr gut streiten, da sich die Einschränkung ja schlecht 
messen lässt. Dazu kommen noch die Probleme um diese Verweisungsklausel.
Ich habe mich dagegen entschieden und spare das Geld an. Davon habe ich 
dann später auf jeden Fall etwas.

von Zero V. (Firma: Angestellter/Freelancer) (gnd)


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Eine BUV lohnt sich nur wenn man zusätzlich min. 2 verschiedene 
Rechtsschutzversicherungen abschließt. Die 1. zum Einklagen der BUV und 
die 2. zum Einklagen der Ersten. :-)

Aber im Allgemeinen lohnt sich keine freiwillige Versicherung.

von M. S. (bugles)


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Hannes Lux schrieb:
> H.Joachim Seifert schrieb:
>> Also die typische Versicherungsverarsche, wie erwartet.
>
> Richtig! Und deshalb bekomme auch ich (als Rentner) jede Menge
> Werbemails für den Abschluss einer BU-Versicherung...
>
> ...

Endet die BU nicht grundsätzlich mit Beginn der Rente bzw. gibt man 
nicht an bis wann gezahlt wird im ernstfall also z.B. 65(67)?

von Stefan R. (srand)


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Georg W. schrieb:
> Dazu kommen noch die Probleme um diese Verweisungsklausel.

Man nimmt ja auch nur eine BUV ohne abstrakte Verweisung. Das sind 
mittlerweile ja wohl die meisten.

von Stefan R. (srand)


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Student M. schrieb:
> Aber im Allgemeinen lohnt sich keine freiwillige Versicherung.

Natürlich. Ohne Einkommen dazustehen ist ja solch ein Spaß, warum also 
eine BUV? Nicht jeder hat ein üppiges Vermögen geerbt, so wie du 
offenbar.

Und Privathaftpflicht? So ein Blödsinn! Wegen einer blöd gelaufenen 
Sekunde im Leben mal so richtig bis über beide Ohren verschulden, im 
Millionenbereich, erst das macht das Leben doch aufregend!

kopfschüttel

von Hannes L. (hannes)


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Stefan Rand schrieb:
> Und Privathaftpflicht? So ein Blödsinn!

Steht in diesem Thread nicht zur Debatte, habe ich selbstverständlich.

...

von Stefan R. (srand)


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Hannes Lux schrieb:
> Stefan Rand schrieb:
>> Und Privathaftpflicht? So ein Blödsinn!
>
> Steht in diesem Thread nicht zur Debatte, habe ich selbstverständlich.
>
> ...

Steht sehr wohl zur Debatte:

> Aber im Allgemeinen lohnt sich keine freiwillige Versicherung.

von Wilhelm F. (Gast)


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H.Joachim Seifert schrieb:

> Also die typische Versicherungsverarsche, wie erwartet.

Kann man generell aber auch nicht sagen. Ich beschrieb ja oben nur mal, 
was ich in einer Verbrauchersendung im TV sah, daß zwei von drei die 
Leistungen erklagen müssen.

Einer von drei bekommt sie anscheinend aber anstandslos. Ich schätze, 
der muß dazu auch schon wirklich sichtbar ziemlich kaputt sein, daß man 
mit ihm wirklich gar nichts mehr anfangen kann. Z.B. sowas schweres wie 
als Dachdecker vom Dach gefallen, und querschnittsgelähmt.

Die Neigung, die Versicherung aus schlauem Kalkül beanspruchen zu 
wollen, wenn man sie schon hat, wird auch nicht gering sein.

von Claus M. (energy)


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Stefan Rand schrieb:
> Natürlich. Ohne Einkommen dazustehen ist ja solch ein Spaß, warum also
> eine BUV?

Das Problem ist doch, dass man sich mit (der falschen) BU auf der 
sicheren Seite wähnt, evtl. 40 Jahre lang immense Summen einzahlt, und 
im Ernstfall muss man dann feststellen, dass die Versicherung sich um 
die Zahlung drückt. Und das passiert leider bei den BUs sehr oft.

von Stefan R. (srand)


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Claus M. schrieb:
> Stefan Rand schrieb:
>> Natürlich. Ohne Einkommen dazustehen ist ja solch ein Spaß, warum also
>> eine BUV?
>
> Das Problem ist doch, dass man sich mit (der falschen) BU auf der
> sicheren Seite wähnt, evtl. 40 Jahre lang immense Summen einzahlt, und
> im Ernstfall muss man dann feststellen, dass die Versicherung sich um
> die Zahlung drückt. Und das passiert leider bei den BUs sehr oft.

Da besteht eine gewisse (oft überschätzte Wahrscheinlichkeit). man 
sollte sich die Versicherungsgesellschaft aber uach unter anderem danach 
aussuchen.

Aber stattdessen die Wahrscheinlichkeit, im BU-Fall nichts zu bekommen, 
auf 100% zu maximieren, ist ganz sicher keine gewinnbringende Strategie.

von Claus M. (energy)


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Stefan Rand schrieb:
> Aber stattdessen die Wahrscheinlichkeit, im BU-Fall nichts zu bekommen,
> auf 100% zu maximieren, ist ganz sicher keine gewinnbringende Strategie.

Das stimmt nicht. Für den Fall, dass man nicht berufsunfähig wird, ist 
das eine sehr gewinnbringende Strategie. Das ganze Leben ist ein Risiko, 
und man kann sich eh nicht gegen alles Absichern. Das Risiko einer 
Berufsunfähigkeit ist z.B. für einen Ingenieur wie mich eher niedrig. Am 
PC sitzen kann man, solange die Augen und Finger funktionieren. Ich bin 
mir auch sehr sicher kein Burnout oder anderen Psychokram zu bekommen. 
Ich sehe doch, was für Menschen dafür anfällig sind (und was sie m.E. 
nach falsch machen). Also warum soll ich 1200,- im Jahr investieren in 
eine BU Versicherung? Wenn es wirklich so schlimm kommt dass sie zahlen 
müsste bleibt mir immer noch die vom Staat - denn dann kann ich auch 
keine andere Tätigkeit mehr. Da würde ich derzeit ~1200 bekommen (Rente 
wegen voller Erwerbsminderung). Nicht viel, aber das muss dann reichen. 
Wenn ich so kaputt bin, dann fallen eh viele Tätigkeiten weg, für die 
man Geld braucht.

von J.-u. G. (juwe)


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Rainer Ziegenbein schrieb:
> Der Kollege selbst (Gießereitechniker), der auch berufs-
> unfähig wurde, ist einfach zum Bürokaufmann umgeschult
> worden. Den hat zwar niemand eingestellt, weil es ohenhin
> zuviele Bürokaufleute gab, aber die Versicherung musste
> wenigstens nicht zahlen...

Stefan Rand schrieb:
> Natürlich. Ohne Einkommen dazustehen ist ja solch ein Spaß, warum also
> eine BUV?

Geht es jetzt eigentlich um Berufs- oder 
Erwerbsunfähigkeitsversicherungen?

von Stefan R. (srand)


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Claus M. schrieb:
> Stefan Rand schrieb:
>> Aber stattdessen die Wahrscheinlichkeit, im BU-Fall nichts zu bekommen,
>> auf 100% zu maximieren, ist ganz sicher keine gewinnbringende Strategie.
>
> Das stimmt nicht. Für den Fall, dass man nicht berufsunfähig wird, ist

Doch, das stimmt.

Du kannst nicht einfach meine Prämisse "BU-Fall" weglassen, dann andere 
Schlüsse ziehen, und mir vorwerfen, ich hätte unrecht.

Netter Versuch, wäre vielen Lesern sicher nicht aufgefallen. Diskutierst 
du immer so?

> PC sitzen kann man, solange die Augen und Finger funktionieren. Ich bin
> mir auch sehr sicher kein Burnout oder anderen Psychokram zu bekommen.

g

> eine BU Versicherung? Wenn es wirklich so schlimm kommt dass sie zahlen
> müsste bleibt mir immer noch die vom Staat - denn dann kann ich auch
> keine andere Tätigkeit mehr. Da würde ich derzeit ~1200 bekommen (Rente

Blödsinn. Du würdest dich wundern, was du alles noch machen kannst, auch 
wenn es zum Ingenieurjob nicht mehr reicht.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ich halte eine BUV auch für unnötig - zumindest in meinem Bereich. Da 
müsste schon sehr viel passieren, damit ich nicht mehr arbeiten 
könnte.

Da ist es sinnvoller, das Geld in eine solide Anlage zu stecken, die man 
vermieten kann. Die wirft dann auch ohne jahrelangen Rechtsstreit Geld 
ab.

Und das Schöne ist: das eingezahlte Geld ist nicht weg :-)

Stefan Rand schrieb:
> Blödsinn. Du würdest dich wundern, was du alles noch machen kannst, auch
> wenn es zum Ingenieurjob nicht mehr reicht.

Eben.

von Claus M. (energy)


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Stefan Rand schrieb:
> dsinn. Du würdest dich wundern, was du alles noch machen kannst, auch
> wenn es zum Ingenieurjob nicht mehr reicht.

Dann mal Butter bei die Fische...


Stefan Rand schrieb:
> Du kannst nicht einfach meine Prämisse "BU-Fall" weglassen, dann andere
> Schlüsse ziehen, und mir vorwerfen, ich hätte unrecht.

Öhm, wie kann man mit der Prämisse "ich werde auf jeden Fall mal 
arbeitsunfähig" ins Feld ziehen? Schwachsinn das!

von Wilhelm F. (Gast)


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Claus M. schrieb:

> Öhm, wie kann man mit der Prämisse "ich werde auf jeden Fall mal
> arbeitsunfähig" ins Feld ziehen? Schwachsinn das!

Wo könnte man denn mal seriöse Statistik her bekommen, wie viel Prozent 
berufsunfähig werden, was die Menge einzahlt, und was ausgezahlt wird, 
also quasi so eine Art Bilanz der Versicherung?

von M. S. (bugles)


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Claus M. schrieb:
> Das Risiko einer
> Berufsunfähigkeit ist z.B. für einen Ingenieur wie mich eher niedrig. Am
> PC sitzen kann man, solange die Augen und Finger funktioniere

Chris D. schrieb:
> Ich halte eine BUV auch für unnötig - zumindest in meinem Bereich. Da
> müsste schon sehr viel passieren, damit ich nicht mehr arbeiten
> könnte.

Ich will zwar keine BU verteidigen aber ihr würdet Euch wahrscheinlich 
wundern was es alles passieren kann... ob Ihr am Rechner sitzt oder 
nicht man wird ja nicht zwingend Berufsunfähig weil man sich auf der 
Baustelle verletzt..schonmal an einen Autounfall gedacht? An Krebs oder 
was sonst so gibt?

Ich beschäftige mich gerade auch mit der BU im internet gibts einige 
Berichte ... so ein BU-Vertrag scheint nicht trivial zu sein sondern 
hier ist eine gründliche Beratung notwendig. Man muss wohl alle 
eventualitäten wie z.B. ALG2 berücksichtigen...

von Wilhelm F. (Gast)


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M. S. schrieb:

> Ich will zwar keine BU verteidigen aber ihr würdet Euch wahrscheinlich
> wundern was es alles passieren kann... ob Ihr am Rechner sitzt oder
> nicht man wird ja nicht zwingend Berufsunfähig weil man sich auf der
> Baustelle verletzt..schonmal an einen Autounfall gedacht? An Krebs oder
> was sonst so gibt?

Bezieht sich die BU nur auf den einen Beruf, den man gerade hat? 
Wahrscheinlich nicht, Kleingedrucktes lesen.

Bei mir ist es jedenfalls so, daß ich auch nie mehr einen Sitzjob 
Vollzeit am PC werde ausführen können. Von wegen, einem Ingenieur wird 
ja an seinem warmen Platz nix passieren können. Wobei der Rücken sogar 
in Ordnung ist. Aber die Beine, Blutgefäße, defekte Beinvenen, was erst 
nach dem Lebensalter 40 kommt, macht es unmöglich. 5% der Menschheit 
haben es, Bindegewebsschwäche. Konkret: Die Beine schmerzen nach einer 
Stunde Sitzen dermaßen, daß eine Konzentration vorm PC unmöglich wird. 
Ohne Stützstrümpfe geht sowieso nichts mehr.

Da wird dann was anderes gesucht, was man in der Situation noch kann.

Es sei denn, man hat genug Kohle für Privatier, und muß nie zum 
Jobcenter.

von Claus M. (energy)


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M. S. schrieb:
> Man muss wohl alle
> eventualitäten wie z.B. ALG2 berücksichtigen...

????

von Wilhelm F. (Gast)


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Claus M. schrieb:

> M. S. schrieb:
>> Man muss wohl alle
>> eventualitäten wie z.B. ALG2 berücksichtigen...
>
> ????

Mit ALG2 ohne Beruf hat man zwar erst mal keine Berufstätigkeit. Aber 
man muß schauen und abwägen, wie man vom Hartz-Satz noch den 
Monatsbeitrag bezahlt. Und was sagt die BU-Versicherung, wenn man in 
Hartz ohne aktuellen Beruf berufsunfähig wird?

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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M. S. schrieb:

> Ich will zwar keine BU verteidigen aber ihr würdet Euch wahrscheinlich
> wundern was es alles passieren kann... ob Ihr am Rechner sitzt oder
> nicht man wird ja nicht zwingend Berufsunfähig weil man sich auf der
> Baustelle verletzt..schonmal an einen Autounfall gedacht? An Krebs oder
> was sonst so gibt?

Bei Krankheit greift zumindst bei mir die Krankentagegeldversicherung - 
die gibt es sehr preiswert, wenn man nicht sofort Geld sehen will :-)

Und bei Tod zahlt die RLV - die kann sich zumindest bei Unfällen nicht 
rausreden ;-)

Von der BU mal ganz abgesehen: man hat üblicherweise ja auch noch einen 
Partner, eventuell Kinder, so etwas wie Freunde.

Ich lege das Geld in eine breite Vorsorge an, fast ganz ohne zusätzliche 
Versicherungen. Dadurch wuchs mein Vermögen sehr schnell an und nun wäre 
es bspw. kein Problem, mein Unternehmen (und meinen Angestellten) ohne 
jede Einschränkung zwei Jahre aufrecht zu erhalten, selbst ohne einen 
Euro Umsatz. Und das sind nur die leicht liquidierbaren Mittel.

Zu leben bedeutet nun mal ein gewisses Risiko, dass Dinge schief laufen.
Dann muss und wird man Mittel und Wege finden. Meiner Meinung nach 
gaukeln viele Versicherungen vor, dass man das nicht müsste. Das ist 
falsch.

Es gibt keine wirkliche Sicherheit - aber das macht das Ganze auch 
spannend: Dinge passieren und fordern einen heraus. Und man sucht und 
findet Lösungen. Und wenn es alleine nicht geht, dann mit Partner und 
Freunden.

Davon abgesehen gehen natürlich auch Versicherungen mal Pleite.
Auch das ist ein Risiko :-)

von M. S. (bugles)


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Claus M. schrieb:
> M. S. schrieb:
>> Man muss wohl alle
>> eventualitäten wie z.B. ALG2 berücksichtigen...
>
> ????

!!!!

von Jens P. (picler)


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M. S. schrieb:
> Ich will zwar keine BU verteidigen aber ihr würdet Euch wahrscheinlich
> wundern was es alles passieren kann... ob Ihr am Rechner sitzt oder
> nicht man wird ja nicht zwingend Berufsunfähig weil man sich auf der
> Baustelle verletzt..schonmal an einen Autounfall gedacht? An Krebs oder
> was sonst so gibt?

Das ist halt ein Problem, man kann sich nicht gegen alles und jeden 
absichern. Wenn man im Vorfeld wüsste, was einem passiert, könnte man 
sehr viel Geld sparen. Doch leider ist es nicht so. Eine Versicherung 
kostet erst mal immer Geld und du hast außer im Schadensfall keine 
Gegenleistung. Ob die Versicherung dann im Schadensfall zahlt, weißt du 
erst hinterher wenn es eh zu spät ist. Außerdem nützt dir bei vielen 
Schadensfällen deine Versicherung überhaupt nichts, bzw. du hast keinen 
Vorteil.

Beispielsweise nützt dir die Haftpflicht nichts wenn du keine 
Ersparnisse und kein üppiges Einkommen hast. Der Geschädigte kann zwar 
30 Jahre lang seine Forderung vollstrecken, aber fasse mal einem nackten 
Mann in die Tasche. Dieses ist zwar sehr egoistisch, wird aber in weiten 
Kreisen der Bevölkerung (mit niedrigem Einkommen) mittlerweile so 
gehandhabt.

Deine BU-Versicherung nützt dir herzlich wenig, wenn zur BU eine 
Pflegebedürftigkeit kommt. Dann langt das Geld so oder so nicht.

@TE
Wenn ich deinen Namen richtig deute, bist du auch schon 40+. Damit wird 
eine BU für dich unbezahlbar teuer. Falls noch das eine oder andere 
Zipperlein dazu kommt wird es noch teurer oder die Versicherung lehnt 
dich ganz oder teilweise ab. Solltest du solche Sachen wie 
Rückenschmerzen, Bluthochdruck, Schuppen oder ähnliche Volkskrankheiten 
im Antrag verschweigen, hast du erst recht ein Problem.

von Stefan R. (srand)


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Jens PICler schrieb:
> Der Geschädigte kann zwar 30 Jahre lang seine Forderung vollstrecken,

Unbegrenzt.

von M. S. (bugles)


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Stefan Rand schrieb:
> Jens PICler schrieb:
>> Der Geschädigte kann zwar 30 Jahre lang seine Forderung vollstrecken,
>
> Unbegrenzt.

Auch nach Privatinsolvenz?

von Stefan R. (srand)


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M. S. schrieb:
>>> Der Geschädigte kann zwar 30 Jahre lang seine Forderung vollstrecken,
>>
>> Unbegrenzt.
>
> Auch nach Privatinsolvenz?

Nein.

Aber darum gings auch nicht, sonst wären die 30 Jahre oben schon irreal.

Und zum anderen sollte man nicht vergessen, daß die Restschuldbefreiung 
bestimmte Schulden nicht umfaßt.

von Peter D. (peda)


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Ich denke, eine BUV ist so sinnvoll, wie eine Glasbruchversicherung im 
10. Stock.

Man braucht bestimmt erstmal 10 Anwälte, um die ganzen Schlupflöcher und 
Fallstricke im Vertrag zu finden.
Und dann gehen die bestimmt davon aus, daß man ja geistig oder 
körperlich eingeschränkt ist und damit schlecht einem Prozeß folgen 
kann.

von Stefan R. (srand)


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Peter Dannegger schrieb:
> Man braucht bestimmt erstmal 10 Anwälte, um die ganzen Schlupflöcher und
> Fallstricke im Vertrag zu finden.

Zusammenfassung: "Ich habe zwar keine Ahnung, aber viel Meinung. Die 
wollte ich jetzt mal loswerden."

> Und dann gehen die bestimmt davon aus, daß man ja geistig oder
> körperlich eingeschränkt ist und damit schlecht einem Prozeß folgen
> kann.

"Und außer mir sind sowieso alles Arschlöcher."

von Hannes L. (hannes)


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Stefan Rand schrieb:
> Zusammenfassung: "Ich habe zwar keine Ahnung, aber viel Meinung. Die
> wollte ich jetzt mal loswerden."

Du führst Dich auf wie ein Versicherungs-Verkäufer (nicht -Vertreter), 
bist Du einer?

...

von (prx) A. K. (prx)


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Meinung hat eine seltsame Eigenschaft. Der Menge an eigener Meinung 
nimmt zu, wenn man davon abgibt. ;-)

von Stefan R. (srand)


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Hannes Lux schrieb:
> Du führst Dich auf wie ein Versicherungs-Verkäufer (nicht -Vertreter),
> bist Du einer?

Wolltest du etwas beitragen?

von Peter D. (peda)


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Stefan Rand schrieb:
> "Und außer mir sind sowieso alles Arschlöcher."

Na dann zeig mir mal einen BUV-Vertrag, der nicht vor Ausnahmen nur so 
strotzt.
Und ne Statistik der Ablehnungen, die nicht im 2-stelligen 
Prozentbereich liegt.
Die Fälle, wo der Versicherte keinen müden Cent sieht, sind natürlich 
alles nur bedauerliche Ausnahmen.
In einem Testbericht habe ich jedenfalls gelesen, daß der Großteil der 
BUV nicht mal das eingezahlte Geld wert sind.

von Stefan R. (srand)


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Peter Dannegger schrieb:
> Und ne Statistik der Ablehnungen, die nicht im 2-stelligen
> Prozentbereich liegt.

Die Klagequote der Versicherungen kannst du wirklich an jeder Ecke 
binnen drei Sekunden ergoogeln.

Mach dir doch mal wenigstens diese "Mühe" selbst.

> In einem Testbericht habe ich jedenfalls gelesen, daß der Großteil der
> BUV nicht mal das eingezahlte Geld wert sind.

Welcher denn? Alle Tests, die ich kenne (Finanztest und so), sagen genau 
das Gegenteil.

von Hannes L. (hannes)


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Stefan Rand schrieb:
> Wolltest du etwas beitragen?

Hatte ich bereits weiter oben. Hier wollte ich Dir nur mitteilen, dass 
Deine arrogante Art nicht überall gut ankommt.

Du agitierst so militant für diese moderne Form von Ablasshandel, dass 
man vermuten muss, dass das Dein Job ist.

...

von K. J. (Gast)


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Naja eigentlich kommt es auf den Job an, den man ausübt, z.b. ein Ing. 
wird ehr Psychisch Berufsunfähig als Körperlich bei ersteren zahlt keine 
Versicherung.

von Michael .. (thing)


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Peter Dannegger schrieb:
> In einem Testbericht habe ich jedenfalls gelesen, daß der Großteil der
> BUV nicht mal das eingezahlte Geld wert sind.

Kommt wohl drauf an, ob der Versicherungsfall früh oder spät oder nie 
eintritt. Darauf spekulieren die Versicherungen doch.

K. J. schrieb:
> Naja eigentlich kommt es auf den Job an, den man ausübt, z.b. ein Ing.
> wird ehr Psychisch Berufsunfähig als Körperlich bei ersteren zahlt keine
> Versicherung.

Wurde doch weiter oben schon erwähnt. Das Schicksal kann zu jeder Zeit
und an jedem Ort zuschlagen. Wenn, dann lohnt sich das ganze dann auch
erst wenn die monatliche Versicherungsleistung ein Mehrfaches von ALG2
übersteigt, denn beides bekommt man gleichzeitig nicht.

Im schlimmsten Fall gibts dann noch die Erwerbsunfähigkeitsrente, aber
die ist sicher auch nicht sonderlich berauschend.
(Ein Angehöriger GDB:80% von mir bezieht die nämlich).

von K. J. (Gast)


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Michael ... schrieb:
> Peter Dannegger schrieb:
>
> Im schlimmsten Fall gibts dann noch die Erwerbsunfähigkeitsrente, aber
> die ist sicher auch nicht sonderlich berauschend.
> (Ein Angehöriger GDB:80% von mir bezieht die nämlich).

Jo ~659€ ist der Mindestsatz der EU-Rente, kenne da auch jemanden der 
einen kennt der ... nein Quatsch ist das was die DRVN mir Monatlich aufs 
Konto schiebt, allerdings mach ich dazu noch nen MiniJob wen meine 
Mattscheibe das zulässt.

von Basti M. (counterfeiter)


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Chris D. schrieb:
> Ich halte eine BUV auch für unnötig - zumindest in meinem Bereich. Da
> müsste schon sehr viel passieren, damit ich nicht mehr arbeiten
> könnte.

Daher ist die BU für Elektroing. auch vergleichsweise günstig!

Dachdecker: Gruppe 5
Student: Gruppe 3
ElektroIng.: Gruppe 1


Bin im Besitz von zwei BUs, jeweils 700 € den Monat, natürlich nicht 
umschulbar. Dann könnte ich wenigstens mit dem Geld der einen, die 
andere Verklagen gehen... ;) mit der Rechtschutz wäre natürlich auch 
eine Idee...
Natürlich wollen die Versicherungen erstmal nicht zahlen. Hier gehts ja 
um keine OP oder KFZ für 40.000 €... hier gehts im schlimmsten Fall um 
40*12*2.000€ ~ 1 Million €... Da ist so ein Gerichtsverfahren mit einer 
Gewinnwahrscheinlichkeit von 20% deutlich günstiger...

Aber kann ja jeder mal selbst überlegen, was er da eigentlich 
versichert... Im Grunde seine jetzige Existenz... Aber dann die 
Vollkasko beim vergleichsweise günstigem Auto für 300 € Aufpreis in kauf 
nehmen?

Wem das nichts Wert ist, der muss ja nicht...

Was mich interessieren würde, wäre wo man einen !unabhängigen! Gutachter 
findet, der sich nochmal die Verträge durch schaut und ein Statement 
gegen Bezahlung geben kann? Leider sind die "unabhängigen" immer durch 
die Prämien der Versicherungen befangen :(

Grüße

Basti

von Sebastian S. (adamriese)


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H.Joachim Seifert schrieb:
> Angeblich unverzichtbar, so ungefähr jeder 4. wird angeblich berufsunfähig

jein, die Zahlen sind offiziell bestätigt, liegen aber zwischen 20 und 
25 Prozant, also jedem Vierten und Fünften.

> 1. Kenne ich wirklich niemanden, der berufsunfähig ist
Statistik halt =)
Es gibt Berufsgruppen die sind gefährdeter als andere vielleicht hast du 
die "falschen" Freunde. Zudem bezieht sich die Zahl auf das gesamte 
Arbeitsleben und die meisten Personen werden erst in den höheren 
Alterslagen berufsunfähig.

> 2. tritt der Fall wirklich ein,entstehen der Versicherung erhebliche
> Kosten, jahrelang. Dazu passt aber der niedrige Beitrag von 10 oder
> 20€/Monat überhaupt nicht.
Hui, der Beitrag ist echt gering und nicht ansatzweise real. Vielleicht 
für einen Schüler...!? Ein 30-jähriger Büroangestellter muss schon mit 
35-60Euro rechnen.


Ich kann leider nicht in die zukunft schauen, um zu wissen, ob ich eine 
Berufsunfähigkeitsversicherung brauche, aber ich weiß, dass es keine 
andere Versicherung gibt, die das Risiko ähnlich gut abdeckt.

von Axel L. (axel_5)


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Das Problem ist, dass einen eine Berufsunfähigkeit wirklich von den 
Socken haut und man dann aus der Nummer nicht mehr raus kommt. Im 
Gegensatz zu der Hausratversicherung im Nachbarthread, wo selbst ein 
Brand nach 5 Jahren nur noch eine lästige Erinnerung ist. Dann gibt es 
Sozialhilfe mit Sätzen, von denen man im Ernstfall nicht leben will.

Von daher halte ich die BU für wesentlich wichtiger als z. B. eine 
Hausrat, Kasko, und was man sonst so alles hat. Am Besten in Kombination 
mit einer Rechtsschutzversicherung bei einer anderen Gesellschaft.

Aber ordentliche Summen, eine BU von 1000€/Monat ist Geldverschwendung.

Und man sieht Leuten nicht an, ob sie mit 50 eine BU ausgezahlt bekommen 
oder in Frührente sind. Man sieht ihnen allenfalls an, wenn sie von 
Sozialhilfe leben.

Meine BU zahlt übrigens auch, wenn ich mal länger als ein halbes Jahr 
krank bin und die Krankenkasse nicht mehr zahlt. So was kann einem z. B. 
bei einer Krebserkrankung durchaus mal passieren.

Gruss
Axel

von Sebastian S. (adamriese)


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Axel Laufenberg schrieb:
> Am Besten in Kombination mit einer Rechtsschutzversicherung bei einer anderen 
Gesellschaft.


Ja, das kann nicht schaden.

Denke, dass könnte manchen interessieren. Hab eine Übersicht gefunden, 
die zeigt, welche Anbeiter zahlen und welche nicht. 
http://www.bu-versicherung-test.de/zahlen-fakten-berufsunfaehigkeitsversicherung/#leistungsquoten

von X. A. (wilhem)


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Hi
durch das Thread wurden auch meine Fragen letztendlich beantwortet.
Nun...ich wollte eine BU abschließen. Ich habe Kontakt mit einem Makler.
Wisst ihr, ob der Makler ein Prozentanteil nach dem Abschluss verlangen 
wird oder hat einen pauschalen festen Preis für die "Vermittlung"???

Gruß

von Michael B. (laberkopp)


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Makler werden normalerweise durch Provisionen seitns der 
Versicherungsunternehmen bezahlt.
Es gibt freche Makler die zusätzlich auch noch was von dir haben wollen, 
vergiss die.
Es gibt faire Makler, die seriös unabhängig erscheinen wollen und die 
Provision der Versicherung ohne Abzüge an dich weiterreichen, und dann 
für für ihre Arbeit von dir, meist zum Festpreis, bezahlt werden wollen, 
da ist es meist so, daß die auch was wollen, wenn es zu keinem Abschluss 
kommt.

Neben der BU solltest du auch noch unbedingt eine Rechtsschutz *bei 
einer anderen Versicherung* abschliessen um im Berufsunfähigkeitsfall 
die BU-Versicherung verklagen zu können.

von Unbekannt U. (Gast)


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Stefan Rand schrieb:
> Jens PICler schrieb:
>> Der Geschädigte kann zwar 30 Jahre lang seine Forderung vollstrecken,
>
> Unbegrenzt.

Wer solchen Mist erzählt, sollte seinen Mund nicht so weit aufmachen. 
Ein Vollstreckungstitel ist nach 30 Jahren verjährt. Siehe §197 BGB.

Zum Thema: Die Deutschen lieben eben ihre Versicherungen. Weiter oben 
steht's schon geschrieben: Das Leben ist ein einziges Risiko und endet 
immer tödlich...

Was gerne übersehen wird bei den Überlegungen hier: Wer die BUV wirklich 
mal brauchen sollte, der ist zu diesem Zeitpunkt mental überhaupt nicht 
mehr in der Lage gegen seine Versicherung vorzugehen. Da nützt die 
Rechtsschutzversicherung auch nichts mehr. Und das wissen die 
Versicherer sehr genau.

So makaber wie es klingt, wer, wie weiter oben hier im Thread angeführt, 
z.B. an Krebs erkranken sollte und deshalb Berufsunfähig wird, braucht 
die BUV auch nicht mehr, weil sich diese Situation nach einigen Monaten 
buchstäblich in Luft, besser Erde, auflöst. Erde zu Erde, Staub zu 
Staub, oder so ähnlich.

Es ist eine Illusion zu versuchen, die (fehlende) Gesundheit mit Geld 
oder Versicherungen aufwiegen zu wollen. Das funktioniert nicht. 
Allerdings lässt sich mit dieser Angst sehr gut Geld verdienen.

von Unbekannt U. (Gast)


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Sebastian S. schrieb:

> 
http://www.bu-versicherung-test.de/zahlen-fakten-berufsunfaehigkeitsversicherung/#leistungsquoten

Auszug aus dem Impressum:

> finanzen.de Vermittlungsgesellschaft
> für Verbraucherverträge AG

Alles klar. Natürlich braucht man eine BU-Versicherung.
Und ganz viele, andere auch noch. Unbedingt!

von Timm T. (Gast)


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Unbekannt Unbekannt schrieb:
> Wer die BUV wirklich
> mal brauchen sollte, der ist zu diesem Zeitpunkt mental überhaupt nicht
> mehr in der Lage gegen seine Versicherung vorzugehen.

Das sieht ein Bekannter anders: Selbständig im Baugewerbe, Innenausbau. 
Mit Leiter umgekippt, Handgelenk und Hüfte kaputt. Natürlich hat die BU 
irgendwas im Vertrag gefunden, warum sie nicht zahlen muss. Eingeklagt, 
und lebt jetzt von der BU, weil es bis zur Rente noch ein paar Jährchen 
sind.

Anwaltskosten 2000 Eur und entsprechender Stress über einige Monate, 
aber ohne wäre er jetzt wahrscheinlich H4.

von Stefan R. (srand)


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Unbekannt Unbekannt schrieb:
> Stefan Rand schrieb:
>> Jens PICler schrieb:
>>> Der Geschädigte kann zwar 30 Jahre lang seine Forderung vollstrecken,
>>
>> Unbegrenzt.
>
> Wer solchen Mist erzählt, sollte seinen Mund nicht so weit aufmachen.
> Ein Vollstreckungstitel ist nach 30 Jahren verjährt. Siehe §197 BGB.

Na, wieder am beleidigen?

Wie wärs, wenn du §212 BGB zur Kenntnis nähmst? Der Gläubiger muß in den 
dreißig Jahren nur einen Vollstreckungsversuch unternehmen, schon 
beginnt die dreißigjährige Frist von neuem.

von X. A. (wilhem)


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Vielen Dank für Deine Antwort Michael,
also soll ich dem Makler zuerst mal fragen, ob er für die Provision, 
selbst wenn es zu keinem Abschluss kommt, Geld von mir verlangen 
darf/kann.

Jetzt bzgl. des Themas BUV fragte ich mich gerade, ob ich evtl. auch 
Online (zB bei check24) ein paar Angebote zuerst anschauen soll oder ob 
ich durch den Makler einen "rabatt" erzielen kann.

Meine Befurchtung ist: wenn ich nun ein Angebot bei einem irgendwelchen 
Versicherungsunternehmen anfrage würde, dann bleiben auch meine Daten 
dort abgespeichert. Und genau das wollte ich vermeiden...

von A. H. (ah8)


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Michael Bertrandt schrieb:
> Es gibt faire Makler, die seriös unabhängig erscheinen wollen und die
> Provision der Versicherung ohne Abzüge an dich weiterreichen, und dann
> für für ihre Arbeit von dir, meist zum Festpreis, bezahlt werden wollen,
> da ist es meist so, daß die auch was wollen, wenn es zu keinem Abschluss
> kommt.

Das Prinzip nennt sich Honorarberatung und ist wohl das Beste, was jedem 
Kunden passieren kann, denn nur so hat der Berater kein finanzielles 
Eigeninteresse an der Beratung. Er bekommt sein Geld ja unabhängig 
davon, was und ob überhaupt etwas verkauft wird. Leider ist diese Form 
der Beratung in Deutschland auf Grund des Provisionsabgabeverbotes 
zumindest für Versicherungen streng genommen illegal oder zumindest 
rechtlich fragwürdig. Es ist durch die Bundesregierung aber eine 
Neuregelung geplant, die wohl noch dieses Jahr in Kraft treten soll. 
Aber Achtung, meines Wissens nach ist der Honorarberater bisher keine 
gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung. Es könnte daher auch sein – ich 
kann mich hier aber irren – dass er im Gegensatz zum 
Versicherungsvermittler keine Sachkundeprüfung erfordert. Also 
aufpassen, wen man sich da aussucht. Die Provision für eine BU liegt je 
nach Versicherungssumme und Laufzeit übrigens locker bei mehreren 
hundert bis zum Teil deutlich über 1000€, die dem Kunden dann erstattet 
werden. Davon sollte sich ein Berater schon bezahlen lassen. Für 
jemanden, der weiß, dass er eine BU will, kann eine Honorarberatung 
daher auch finanziell durchaus interessant sein.

von A. H. (ah8)


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Dave Anadyr schrieb:
> Vielen Dank für Deine Antwort Michael,
> also soll ich dem Makler zuerst mal fragen, ob er für die Provision,
> selbst wenn es zu keinem Abschluss kommt, Geld von mir verlangen
> darf/kann.

Nicht nur fragen, sondern auch darauf bestehen, dass Frage und Antwort 
im Beratungsprotokoll dokumentiert sind. Dieses Protokoll ist Pflicht 
und nur gültig, wenn es von Dir unterschrieben ist. Nur unterschreiben, 
wenn es wirklich vollständig und richtig ist!

> Meine Befurchtung ist: wenn ich nun ein Angebot bei einem irgendwelchen
> Versicherungsunternehmen anfrage würde, dann bleiben auch meine Daten
> dort abgespeichert. Und genau das wollte ich vermeiden...

Solange es sich nur um eine Anfrage handelt kannst Du sie ja 
anonymisieren, also falsche Namen und Adressen etc. angeben. Alter und 
Beruf sollten stimmen, denn die haben Einfluss auf den Preis. Und 
Achtung bei den Gesundheitsfragen: Wer hier Tatsachen verschweigt oder 
auch nur verschleiert liefert den Versicherern eine Steilvorlage um im 
Ernstfall nicht zahlen zu müssen!

von X. A. (wilhem)


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Ich hatte mit dem Makler erst 1,5 Stunde über die möglichen Angebote 
gesprochen, ich habe weder ein irgendwelches Blatt unterschrieben noch 
eine Versicherung abgeschlossen.
Darf er von mir nun Geld verlangen?!?!?
Und für welche Leistung?!?

Vor dem Gespräch hat er mir nichts darüber gesagt.

von A. H. (ah8)


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Übrigens muss eine BU nicht unbedingt dauerhaft sein. Nach aktueller 
Rechtsprechung gilt als berufsunfähig, wer seinen Beruf voraussichtlich 
länger als drei Jahre nicht ausüben kann. Viele Verträge gehen sogar von 
sechs Monaten aus. Daraus erklärt sich wahrscheinlich auch, dass jeder 
vierte betroffen ist, denn sechs Monate Krankheit ist ist vielleicht 
nicht mehr so selten.

von Michael B. (laberkopp)


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Dave Anadyr schrieb:
> Ich hatte mit dem Makler erst 1,5 Stunde über die möglichen Angebote
> gesprochen, ich habe weder ein irgendwelches Blatt unterschrieben noch
> eine Versicherung abgeschlossen.
> Darf er von mir nun Geld verlangen?!?!?

Nein, darf er nicht.

Der lebt von abgeschlossenen Versicherungen, möglichst teurer die ihm 
möglichst hohe Provision einbringen, egal ob sie dir auch eine möglichst 
hohe Leistung erbringen.

von A. H. (ah8)


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Dave Anadyr schrieb:
> Ich hatte mit dem Makler erst 1,5 Stunde über die möglichen Angebote
> gesprochen, ich habe weder ein irgendwelches Blatt unterschrieben noch
> eine Versicherung abgeschlossen.
> Darf er von mir nun Geld verlangen?!?!?
> Und für welche Leistung?!?
>
> Vor dem Gespräch hat er mir nichts darüber gesagt.

Nein. Wenn Du nichts unterschrieben hast wird er ja schon Probleme haben 
nachzuweisen, dass er überhaupt eine Leistung für Dich erbracht hat. 
Allerdings wundert mich das. Er hätte sich eigentlich ein 
Beratungsprotokoll unterzeichnen lassen müssen. Dazu wäre er gesetzlich 
verpflichtet.

PS: Dies ist keine juristische Beratung und kann diese im Zweifel nicht 
ersetzen.

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